Die Rückkehr zu den Wurzeln
Die kleine Villa am Gardasee (Sehnsucht nach Italien 1)Hanna Holmgren nimmt ihre Leser diesmal nach Altoforra an den Gardasee. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge und als Leser kann man sehr gut ...
Hanna Holmgren nimmt ihre Leser diesmal nach Altoforra an den Gardasee. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge und als Leser kann man sehr gut der Zeitschiene folgen. Die Protagonisten wirken authentisch und sympathisch, sodass man sich gut in deren Gefühlswelt hineinversetzen kann. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet.
Hauptprotagonistin ist Saskia. Sie arbeitet in der Firma ihres Vaters und versucht eine leitende Position zu bekommen. Ihre Mutter ist gestorben, als sie 13 Jahre alt war, und seither war sie auch nicht mehr in deren Heimat. Ihr Vater stellt die Firma schon immer an erste Stelle. Als sie einen Anruf aus Italien erhält, indem sie erfährt das ihre Großtante gestorben ist und sie das Haus erbt, muss sie sich entscheiden, ob sie an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren will. Ihre Großtante hat als Bedingung gemacht, dass sie einige Zeit in Italien verbringen muss. Auch wenn es ihr widerstrebt, so lange bei der Arbeit zu fehlen, lässt sie sich darauf ein und will den Haushalt in den 3 Wochen auflösen und das Haus verkaufen. In Altoforra angekommen, merkt sie schnell, wie beliebt ihre Großtante Maria war und wie erholsam solch eine Auszeit sein kann. Plötzlich findet sie keine Motivation für die Arbeit und bearbeitet die Mails nur aus Pflichtgefühl. Je öfters sie auf die Bewohner des Dorfes trifft und umso mehr sie von Maria erfährt, umso häufiger stellt sie sich die Frage, ob ihr der Job in der Firma wirklich noch Spaß macht. Der attraktive Nachbar und Koch Stefano sorgt zusätzlich dafür, dass sie sich in Italien wohlfühlt. Zusammen mit der Kleinen Micetta entdeckt sie das Dorf und fragt sich nach und nach, ob sie wirklich die kleine Villa verkaufen soll. Kann sie sich ein Leben in Altoforra vorstellen und wie wird ihr Vater reagieren, wenn sie auf einmal nicht mehr in der Firma ist? Warum hat er sich nie die Zeit genommen, die Heimat seiner Frau Aurora kennenzulernen? Warum wollen sie viele Leute bei der Haushaltsauflösung helfen und was ist das Geheimnis des Festes, was einmal im Jahr in dem Dorf ausgerichtet wird? Warum hat Maria darauf bestanden, dass die Erbin eine längere Zeit in dem Haus verbringt, ehe sie das Erbe wirklich antreten darf? Und wird Saskia die 3 Wochen wirklich durchziehen oder die Auszeit abbrechen und damit das Erbe an das Dorf gehen lassen?
Der Roman ist eine gelungene Auszeit am Gardasee. Als Leser möchte man am liebsten direkt die Sachen für eine Wochenendauszeit in dem kleinen Dörfchen paschen. Gespannt, wie es in der Sehnsucht nach Italien Reihe weitergeht.