Ein Buchclub gegen die Einsamkeit
Ein Buchclub zum VerliebenLucy Gilmore nimmt ihre Leser auf eine Reise in eine verschlafene Kleinstadt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel könnte etwas kürzer sein. Die Protagonisten wirken ...
Lucy Gilmore nimmt ihre Leser auf eine Reise in eine verschlafene Kleinstadt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel könnte etwas kürzer sein. Die Protagonisten wirken authentisch und sympathisch und durchleben so einige emotionale Hochs und Tiefs. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet und verrät noch nicht zu viel. Die Stimme der Hörbuchsprecherin ist angenehm und die Aussprache deutlich. Da die Geschichte aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt wird, hätte ich mir allerdings verschiedene Sprecher und Sprecherinnen gewünscht, um besser zu unterscheiden, wen der Abschnitt betrifft.
Zwei der Protagonisten sind Sloane und Arthur. Sloane arbeitet in einer Bibliothek und hat einen reichen Verlobten. Doch sie scheint einsam zu seine und nicht wirklich glücklich. Arthur ist ein mürrischer alter Mann, der regelmäßig in die Bibliothek geht. Dort wird er von allen gefürchtet, bis er auf Sloane trifft. Sie mag die kleinen Schlagabtausche zwischen ihnen und wartet jeden Tag auf das erneute Zusammentreffen. Auch Arthur scheint Spaß daran zu finden, auch wenn er das nie zugeben würde. Als er mehrere Tage nicht auftaucht, beschafft sich Sloane seine Adresse aus der Kundenregistierung und fährt zu ihm. Dort trifft sie auch auf die neugierige Nachbarin, die ihr Leben zu sehr auf das Muttersein aufgebaut hat und es nur schwer verkraftet, dass ihre Tochter das Haus verlässt. Tatsächlich ist Arthur gestürzt und benötigt eigentlich einen Krankenpfleger, da er sich auf eigenen Wunsch aus der Klinik entlassen hat. Doch er kann keine der Pflegerinnen leiden und schickt diese nach Hause. Auch Sloane will er nicht im Haus haben, doch irgendwie schafft sie es, dass sich Arthur auf einen Deal einlässt, der ihr sogar den Job kostet. Um wieder etwas mehr Leben in das Haus zu bekommen, gründet Sloane einen Buchclub, der sich im Haus von Arthur trifft. Wenig begeistert lässt er es zu und irgendwann muss auch er einsehen, dass es gar nicht so eine schlechte Idee ist. Sloane entdeckt immer wieder markierte Textpassagen und versucht diesen Gründen herauszufinden. Gemeinsam mit dem Anderen vom Buchclub schaffen sie gemütliche Treffen, doch als ein weiteres Mitglied aufgenommen werden soll, ahnen sie nicht, welches Geheimnis sie auf der Spur sind. Ist Arthur wirklich so ein mürrischer Mann, wie es oft wirkt oder verdeckt er damit eine weiche und verletzliche Seite. Was hat ihn dazu gemacht, dass er so mürrisch wirkt? Können Sloane durch ihren Buchclub die Augen geöffnet werden und die Verlobung gelöst werden? Warum will sie bei einem Mann bleiben, der sie nicht wirklich glücklich macht?
Ein Roman, der einige schwierige Themen aufgreift, dabei aber auch humorvolle Seiten aufblitzen lässt. Büchern liegt eine Kraft und ein Zauber inne, den nicht jeder erkennt, der aber glücklich machen kann.