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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2026

Mit dem Feind im Bett

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Die Autorin nimmt ihre Leserschaft mit an die Ostsee und lässt sie dort auf einer einsamen Insel spannende Lesestunden verleben. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ...

Die Autorin nimmt ihre Leserschaft mit an die Ostsee und lässt sie dort auf einer einsamen Insel spannende Lesestunden verleben. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist ok und man bekommt zu Beginn immer einen Hinweis, ob die Geschehnisse in der Vergangenheit oder der Gegenwart stattfinden. Die Charaktere wirken authentisch und könnten die Menschen von nebenan sein. Die Stimmen der Hörbuchsprecher sind angenehm und die Aussprache deutlich. Sie transportieren gut die Emotionen, sodass man sich gut in die Geschichte reinfühlen kann. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet.



Hauptprotagonistin ist Cecilia. Bis zum Skandal um den Cateringservice ihrer Mutter war ihr Leben okay, doch als das Lebenswerk ihrer Mutter den Skandal nicht überlebt, sieht die Mutter keinen Sinn mehr in ihrem Leben und nimmt sich das Leben. Dieser Verlust zieht Cecilia den Boden unter den Füßen weg und so kann sie sich nicht einmal mehr ein WG-Zimmer leisten. Durch eine Freundin kann sie als Housesitterin anfangen und kommt der Welt der Reichen und Schönen immer ein Stück näher. Als sie von Johannes Waldner zum Vorstellunggespräch eingeladen wird, ahnt sie nicht, dass das nicht nur im beruflichen Sinne ihr Leben auf den Kopf stellen wird. Immer wieder wird sie von der Familie als Housesitterin angefragt, bis sie auch auf die einsame Villa auf der privaten Ostseeinsel aufpassen soll. Als Johannes seinen Wochenendbesuch absagen muss, lädt sie ihre Freunde ein. Die sind wenig begeistert, als sie erfahren, dass es ein Anwesen der Waldners ist und noch weniger, als sie erfahren, dass Cecilia mit Johannes zusammen ist. Doch was haben sie gegen die Familie Waldner? Welche Geheimnisse haben sie vor Cecilia? Doch auch Johannes hat einige Geheimnisse vor ihr. Ein anonymer Nachrichtenschreiber möchte, dass er sich von Cecilia fernhält und es ist die gleiche Person, die Johannes vor einiger Zeit erpresst hat. Kennt der Erpresser etwa Cecilia und kann er Demjenigen auf die Schliche kommen, wenn er Cecilias Freunde in der Villa antrifft?



Jeder Mensch hat Geheimnisse, doch wenn diese zur Gefahr für Leib und Leben werden, dann sitzt man ungern mit dem Feind auf einer einsamen Insel fest. Die Autorin schafft ein raffinierten Plotaufbau mit einigen Twists und Spannung pur bis zum Ende.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Wenn das Leben nur noch aus vermeintlichen Gefahren besteht

Die Inselschwestern - Meerwasserherzen
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Nina Mazur nimmt ihre Leser mit auf Sylt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und die Kapitellänge ist ok. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und authentisch gestaltet. Die Stimme ...

Nina Mazur nimmt ihre Leser mit auf Sylt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen und die Kapitellänge ist ok. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und authentisch gestaltet. Die Stimme der Hörbuchsprecherin ist größtenteils sehr angenehm zu hören, nur die Passagen, der Tochter wirken nicht so gut. Das Cover ist sehr schön gestaltet und erhält einige Details der Geschichte.

Die Hauptprotagonistin ist Marina. Sie lebt mit ihrer Tochter Lisa auf Sylt und ist Inhaberin des Restaurants Sölbloom. Nachdem ihr Mann bei einem Surfunfall ums Leben gekommen ist, hat sich ihr Leben um 180 Grad gedreht. Es scheint fast so, als ob sie in allen Aktivitäten eine Gefahr sieht und so schränkt sie ihre Tochter auch immer mehr ein. Ihre Schwester Fine versucht ihr ein wenig ins Gewissen zu reden und sie darauf aufmerksam zu machen, welsche Erlebnisse sie in ihrer Kindheit erleben durfte und dass sie diese Chance ihrem Kind nicht zugesteht. Doch Marina kann nicht über ihren Schatten springen und setzt dadurch ihre Tochter auch Hänseleien von Mitschülern aus.
Nach dem Tod waren ihre Familie und Oliver immer für sie da und er ist ein toller Patenonkel für Lisa. Doch plötzlich schleichen sich da auch romantische Gefühle zwischen die Beiden. Erst als die Mutter von Felix ihnen sagt, dass sie ein schönes Paar wären und ihr Sohn nichts dagegen hätte, hören sie auf gegen die Gefühle anzukämpfen. Doch Oliver hat ein Geheimnis, was die neue Beziehung gefährden könnte. Was passierte wirklich an dem Tag, als er mit Felix surfen war und nur einer lebend zurück an Land kam? Kann Marina sich ganz auf ihn einlassen oder wird sie einen Rückzieher machen, weil er sich als Pilot jeden Tag einer enormen Gefahr aussetzt zu sterben? Wie lange wird Lisa sich noch einschränken lassen und warum möchte sie so unbedingt reiten? Kann es mit dieser Vorbelastung ein Happy End für Marina, Lisa und Oliver geben?

Die Autorin hat gleich mehrere schwierige Themen angesprochen, den Roman aber trotzdem nicht zu erdrückend wirken lassen. Sind die Dinge im Leben, die einen am glücklichsten machen, auch immer die gefährlichsten? Und kann ein Leben lebensfertig und fröhlich sein, wenn man immer darauf bedacht ist, sich keinerlei Gefahren auszusetzen? Wie kann man ein Gleichgewicht finden und sein Leben genießen, ohne ständig Angst zu haben?

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Veröffentlicht am 03.02.2026

In der Welt der Schönen und Reichen

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Antonie Wesseling nimmt ihre Leser mit nach Paris. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Kapitel beginnen immer mit dem Hinweis welcher Protagonist die Geschehnisse erzählt und es ist ...

Antonie Wesseling nimmt ihre Leser mit nach Paris. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Kapitel beginnen immer mit dem Hinweis welcher Protagonist die Geschehnisse erzählt und es ist auch immer eine Illustration von einem Paar Schuhen dabei. Die Länge der Kapitel ist sehr angenehm und man kann der Zeitschiene gut folgen. Die Charaktere wirken authentisch und realistisch. Das Cover ist gut an die Geschichte angelehnt.

Hauptprotagonisten sind Elodie, Gabriel und Adam.
Elodie wollte eigentlich als Läuferin zu den olympischen Spielen, doch ein Trainingsunfall macht diesen Traum zu nichte. Ihr Vater und ihre Schwester werden von ihrem Großvater nach Paris gerufen, denn das Modehaus Bouttier steckt in Schwierigkeiten und man erhofft sich von ihrem Vater juristischen Rat. Da sie früher mal von einer Karriere als Designerin geträumt hat, will sie keinen langen Aufenthalt in Paris, doch als ihr Flug verschoben wird und sie unerwartet in die gemeinsame Wohnung zu Phillip zurückkehrt, amüsiert er sich gerade mit ihrer Freundin. Damit hält sie nichts mehr in Zürich und die tritt die Reise nach Paris an. Dort muss sie sich nicht nur mit den alten Gefühlen zu Gabriel auseinandersetzen, sondern auch mit den Gefühlen zu Adam, der der Sohn des Konkurrenzlabels ist und zusammen mit seinem Vater alles versucht sie Nummer 1 zu werden. Auch Gabriel fällt es schwer, sich von Elodie fernzuhalten, denn auch er hat Gefühle für seine Cousine und auch wenn sie nicht blutsverwandt sind, wollen Beide ihre Familien nicht dieser Entrüstung aussetzen. Doch auch ihre Treffen mit Adam werden nicht gerne gesehen und nachdem er etwas an die Presse gibt, was sie ihm im Vertrauen gesagt hat, muss sie sich die Frage stellen, ob er sie nur als Mittel zum Zweck nutzt. Das Modehaus braucht dringend eine neue Kollektion, doch ist ihre Oma offen für modernere Designs? Kann sie vielleicht doch ihre kreative Seite wieder etwas aufleben lassen? Und warum möchte ihr Onkel, dass sie und ihre Familie wieder verschwinden? Warum gab es den tödlichen Unfall ihrer Mutter und was hat das alles mit dem Modehaus zu tun? Was weiß Adam über die Familienumstände von Gabriel und ist er wirklich so berechnend wie sein Vater? Kann er das Vertrauen von Elodie gewinnen und den Bouttiers damit noch mehr schaden? Wäre die Liebe zwischen Elodie und einem der beiden Männer wirklich so ein großer Skandal? Für was lohnt es sich am Ende zu kämpfen?

Antonia Wessling hat einen gelungenen Auftakt zu ihrer Love Couture Reihe geschaffen und man bekommt richtig Lust zu erfahren, wie es rund um die Familie weitergeht und welche Geheimnisse noch aufgedeckt werden. Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich manchmal eine andere, aber lohnt es sich einen Neuanfang zu wagen?

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Auch mit 66 Jahren kann das Leben neu beginnen

Altweiber-Hitze
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Roosa Root nimmt ihre Leser erneut mit nach Nussbachdorf. Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und bildhaft und die Länge der Kapitel ist sehr gut gewählt. Die Protagonisten wirken authentisch und ...

Roosa Root nimmt ihre Leser erneut mit nach Nussbachdorf. Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und bildhaft und die Länge der Kapitel ist sehr gut gewählt. Die Protagonisten wirken authentisch und sympathisch und bringen eine Portion Humor mit. Das Cover ist passend zur Geschichte und Reihe gestaltet.

Hauptprotagonistin ist Klara. Nachdem sie vor einem Jahr erfahren musste, dass ihr Mann eigentlich schwul ist und sie nun wieder als Single durch die Welt zieht, hat sich einiges geändert. Zusammen mit Liesl und Niki versucht sie ihre neue Freiheit zu genießen und einen neuen Partner zu finden. Mit Hubert versteht sie sich sehr gut, doch der ist für ein Jahr in Dänemark. Zusammen mit ihrem Ex-Mann und dessen Partner will sie in ihrem gemeinsamen Haus eine WG gründen und dafür finden noch einige Umbauten im Haus statt. Dabei fällt ihr der etwas ungeschickte Giovanni ins Auge, denn er ist attraktiv und flirtet ein wenig mit ihr. Doch nicht nur er macht ihr Komplimente, auch der Toni zeigt plötzlich Interesse an ihr. Etwas überfordert von der Situation ist sie froh, dass Liesl sie auf andere Gedanken bringt. Liesl hat sich in den Kopf gesetzt eine Jungunternehmerin zu werden und aus der alten Polizeiwache eine Art Tante-Emma-Laden zu machen. Als sie dafür sogar ihr geliebtes Auto verkaufen will, bietet Klara ihr an mit einzusteigen und Kapital einzubringen. Liesl ist hocherfreut über diesen Vorschlag und nimmt an. Zusammen mit Niki gehen sie die Renovierung an. Doch der Bürgermeister verfolgt seine eigenen Pläne und es gefällt ihm gar nicht, dass die Liesl ihn überlistet hat, um an die alte Polizeiwache zu kommen. Wird er einen Weg finden, seinen Puff in Nussbachdorf zu eröffnen oder finden Liesl und Klara weitere Wege, dass zu verhindern. Bleibt der Laden der einige Grund für Liesl ihr Leben zu genießen oder hat auch ihr Sohn eine Überraschung parat? Kann Klara die Aufmerksamkeit von dem jüngeren Giovanni und von Toni genießen oder wieder dies eher in Streß ausarten? Wird Hubert weiterhin eine Rolle in ihrem Leben spielen oder findet jemand ganz anderes einen Weg in ihr Herz?

Roosa Root hat mit Teil 2 eine humorvolle Fortsetzung geschaffen, die zeigt, dass das Leben auch mit 66 Jahren noch viele schöne Momente bereit hält und man auch in dem Alter einen Neustart schaffen kann. Manchmal muss man die gewohnten und eingefahrenen Wege verlassen, um erneut sein Glück zu finden.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Man sollte seine Aussagen mit Bedacht wählen

Woman Down
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Colleen Hoover nimmt ihre Leser mit ins Leben einer Autorin. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Kapitel teilweise sehr lang. Der Anfang der Geschichte ist sehr schleppend, nimmt aber ab Kapitel ...

Colleen Hoover nimmt ihre Leser mit ins Leben einer Autorin. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Kapitel teilweise sehr lang. Der Anfang der Geschichte ist sehr schleppend, nimmt aber ab Kapitel 3 seine erste Wendung, sodass Spannung in das Buch kommt. Die Charaktere wirken authentisch, aber nicht immer sympathisch. Das Cover gibt wenig Hinweise auf das Geschehen, passt aber gut zur Geschichte.

Hauptprotagonistin ist die Autorin Petra. Eines ihrer Bücher würde verfilmt, doch durch das Streichen eines sehr Charakters hat ihre Community den Film zerrissen und als dann auch noch ein Chatverlauf geleakt wird, wo sie der Streichung zustimmt, geht der Shitstorm richtig los. Da der gestrichene Charakter eine große Anzahl von Anhängern hatte und eigentlich ein bedeutender Teil für die Geschichte war, ist die Streichung für die Community einfach nicht nachvollziehbar. Ihre Freundin Kollegin Nora kann sie nach einiger Zeit zu einem gemeinsamen Podcast ermutigen und im Anschluss reist Petra erneut in eine abgelegene Hütte, an dem Ort, wo sie meist ihre Auszeit zum ungestörten Schreiben nimmt. Sie möchte dort versuchen die Deadline ihres neuen Buches einzuhalten und so ihre Fans wieder für sich gewinnen. Doch ihr fehlt einfach die zündende Idee, um ihre Story interessant zu machen. Kurz nach ihrer Ankunft wird sie nachts durch den Polizisten Saint geweckt. Durch das Zusammentreffen bekommt ihr Buchprotagonist Cam sein Aussehen verleiht und da er ihre Muse zu sein scheint, verabredet sie sich mit ihm. Sie kann sich auf einmal besser in ihre Buchfigur Reya reinversetzen und die Beiden beginnen ein gefährliches Spiel. Sie fangen an die Protagonisten und die erdachten Szenarien nachzuspielen. Petra findet zurück in ihren Schreibfluss und die Seiten füllen sich in Windeseile, doch warum spielt Saint dieses Spiel mit, wenn er doch glücklich verheiratet ist? Wer ist Saint wirklich und was verheimlicht Petra?

Colleen Hoover versucht ihren Lesern das Leben als Autorin näher zu bringen und wie sich Schreibblockaden und Shitstorms auf deren Leben auswirken können. Mit einigen unerwarteten Wendungen schafft sie einen Spannungsbogen, der bis zum Ende des Buches anhält. Leider ist der Beginn des Buches wirklich schleppend, sodass mich das Buch nicht ganz abgeholt hat.

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