Die rätselhaften Wege des Schicksals
So weit die Liebe uns trägt (Liebesroman)Josefine Weiss nimmt ihre Leser diesmal mit auf eine Reise durch Deutschland. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel ist gerade noch ok. Die Charaktere ...
Josefine Weiss nimmt ihre Leser diesmal mit auf eine Reise durch Deutschland. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel ist gerade noch ok. Die Charaktere wirken sympathisch und authentisch. Das Cover ist im typischen Stil der Autorin gestaltet und passt gut zur Geschichte.
Hauptprotagonistin ist Lana. Sie lebt in St. Goarshausen und arbeitet seit vielen Jahren im Cafè Loreley-Plateu. Ihr Chef Spengler behandelt seine Mitarbeitet nicht gut und trotzdem macht sie immer wieder unbezahlte Überstunden, denn zu Hause wartet niemand auf sie. Ihr Vater hat die Familie vor 26 Jahren einfach verlassen und seitdem hat sie Probleme sich auf andere Menschen zu verlassen. Als am Morgen der attraktive Anton in das noch geschlossene Cafè stolpert und ihre Hilfe benötigt um seinen festgefahrenen Camper aus dem Schlamm zu befreien, ist sie hektisch und möchte ihn eigentlich nur loswerden. Gemeinsam schaffen sie den Camper aus dem Schlamm zu befreien, doch für Lana bedeutete das einen Kleidungswechsel. Als Anton später im Cafè erneut auftaucht und ein kleines Notizbuch mit der Silhouette der Loreley in seinen Händen hält, bringt sie das aus der Fassung. Es kommen Erinnerungen an ihre Kindheit hoch und so passieren ihr ein paar Fehler der Unachtsamkeit. Den nächsten Morgen kommt Lana zu spät zur Arbeit und da ihr Kollege krank ausfällt ist die Laune ihres Chefs noch schlechter. Doch mit neu gefasstem Mut, kündigt sie ihren Job und lässt sich auf die Reise mit Anton ein. Er reist im Gedenken an einen verstorbenen Menschen quer durch Deutschland und hat Lana angeboten mitzukommen. Nach kurzem Zögern lässt sie sich darauf ein und sie ahnt nicht, welche schicksalhafte Fügung die Beiden nähergebracht hat. Doch kann sie ihre Angst vom Verlassenwerden wirklich überwinden und das Abenteuer genießen. Hat ihr Vater sie jemals geliebt und kann sie Anton vertrauen? Wen hat Anton verliebt und woher hat er dieses Notizbuch?
Josefine schafft es schwierige Themen in dem Roman anzusprechen, aber trotzdem eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Man bekommt beim Lesen direkt Lust den Roadtrip nachzufahren und auch einfach mal auf eine Reise zu sich selbst zu gehen. Raus aus dem Alltag und mal etwas riskieren, ohne einen sicheren Plan B in der Hinterhand zu haben.