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Veröffentlicht am 16.04.2018

Süße Geschichte für Jugendliche und Junggebliebene

Verliebtsein macht kurzsichtig / Verliebtsein macht kurzsichtig 1
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Inhalt:
Die 16-jährige Charlotte hatte es nicht leicht im Leben. Früher wurde sie wegen ihrer Locken gehänselt und als Streberin „beschimpft“, weswegen sie sich nun in der Schule nicht mehr anstrengt um ...

Inhalt:
Die 16-jährige Charlotte hatte es nicht leicht im Leben. Früher wurde sie wegen ihrer Locken gehänselt und als Streberin „beschimpft“, weswegen sie sich nun in der Schule nicht mehr anstrengt um dazuzugehören. Zudem hat ihr Vater sie und ihre Mutter vor einigen Jahren verlassen.
Klassenstreber und Lockenkopf Klaus hat eine Brille und ist der Sohn eines Augenarztes. Bald tritt Charlotte von einem Fettnäpfchen ins nächste und Klaus macht ihr klar, dass sie so gut wie nichts mehr sieht und eine Brille benötigt, doch Charlotte sträubt sich aus Angst vor Hänseleien dagegen. Und vor allem wie soll sie ihren Schwarm Tassilo mit einer Brille auf sich aufmerksam machen?

Meinung:
Der lockere Schreibstil liest sich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin. Das Buch ist aus der dritten Perspektive von Charlotte und Klaus geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Ab und zu kommen auch andere Charaktere zu Wort.
Sehr schnell hat sich die in manchen Dingen doch sehr naive Charlotte in mein Herz geschlichen. Aufgrund ihrer Erlebnisse in der Vergangenheit stolpert sie lieber kopflos bzw. brillenlos durchs Leben, statt sich einzugestehen, dass sie eine Brille benötigt. Doch da ist ja noch liebenswürdigerweise Klaus, der Charlotte ein paar Mal sogar retten muss. Sehr schön war zu beobachten, wie die beiden zuerst wie Katze und Hund streiten und sich dann langsam eine Freundschaft zwischen ihnen entwickelt.
Der erste Band endet mit einem kleinen Cliffhanger, umso schöner, dass der zweite bereits runtergeladen ist.

Fazit:
Ein schöner Jugendroman für Jugendliche und Junggebliebene, die gerne in Erinnerungen an die erste Liebe/Schwärmerei schwelgen möchten. Sympathische Charaktere, Freundschaft, Spannung und Humor sind garantiert. Aufgrund des wunderbaren Schreibstils und der ca. 160 Seiten ist das Buch schnell gelesen.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Schöner Liebesroman, der Urlaubsstimmung verbreitet

Bis auf weiteres für immer
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Cover:
Das Cover versprüht mit den Füßen im Sand perfektes Urlaubsfeeling und passt hervorragend zur Geschichte, die zu einem großen Teil auf der Insel Föhr spielt.

Inhalt:
Johanna ist Tischlerin und ...

Cover:
Das Cover versprüht mit den Füßen im Sand perfektes Urlaubsfeeling und passt hervorragend zur Geschichte, die zu einem großen Teil auf der Insel Föhr spielt.

Inhalt:
Johanna ist Tischlerin und liebt es mit Holz zu arbeiten. Nach einer Affäre mit dem Sohn des Chefs hat sie ihren Job verloren. Als ihr Mitbewohner Malte sie fragt, ob sie ihn zu einem Urlaub auf die Insel Föhr begleiten möchte, wo er auf seine Familie treffen wird, stimmt sie zu. Hier trifft sie auf Maltes Bruder Kai, dessen Beziehung vor kurzem in die Brüche gegangen ist. Schon bald kommen sich die beiden näher, doch keiner von ihnen möchte eine Beziehung führen. Währenddessen haben sich Malte und Bettina, die beste Freundin von Johanna, endlich ihre Gefühle füreinander gestanden.
Nach dem Urlaub verbringt Johanna den Sommer wegen eines Praktikums auf Föhr und wohnt bei Kai. Sie genießen die gemeinsame Zeit und sehr schnell merkt man, dass sich Johanna und Kai gut tun und zusammengehören, doch was wird am Ende des Sommers geschehen?

Meinung:
Der bildhafte Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Das Buch ist größtenteils aus der Perspektive von Johanna geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Ab und zu kommen auch Bettina und Kai zu Wort.
Die Autorin schafft es mit ihrem bildhaften Schreibstil die Bilder vor meinen Augen entstehen zu lassen, ich konnte förmlich das Meeresrauschen hören und die salzige Luft riechen. Man merkt einfach, dass sie sich sowohl im Norden als auch im Süden, wo das Buch jeweils spielt, sehr gut auskennt und diese Gegenden auch liebt.
Mit den Charakteren, die ihre Stärken und Schwächen haben, hat die Autorin sympathische Personen erschaffen, die sich langsam in mein Herz geschlichen haben. Vor allem Johanna mit ihrer verletzlichen und offenen Art war mit schnell ans Herz gewachsen. Sehr gerne habe ich die beiden Pärchen auf ihrem Weg begleitet.
Doch einiges hat mir gefehlt, wie z.B. die Aussprache zwischen Malte und seinen Eltern und auch das Ende hätte für ein perfektes Lesevergnügen noch einen Ticken länger sein dürfen, so endet es doch etwas abrupt, deswegen wunderbare 4,5 von 5 Sternen.

Fazit:
Ein wunderbares Wohlfühlbuch, perfekt zum Entspannen, mit sympathischen Charakteren mit Ecken und Kanten, Humor, Urlaubsstimmung, Familie, Freundschaft und zweite Chancen. Vielen Dank für diese schönen Lesestunden. Absolute Leseempfehlung für alle die einen schönen Liebesroman mit Urlaubsflair lesen möchten.

Veröffentlicht am 08.04.2018

Ich hatte mir mehr erhofft/erwartet

Dirty
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Inhalt:
Benedict, genannt Dirty, ist ein Playboy wie er im Buche steht. Er hat extra eine Website errichtet, durch die sich interessierte Frauen für eine Nacht mit ihm bewerben können. Sein Freund Rich ...

Inhalt:
Benedict, genannt Dirty, ist ein Playboy wie er im Buche steht. Er hat extra eine Website errichtet, durch die sich interessierte Frauen für eine Nacht mit ihm bewerben können. Sein Freund Rich wurde beim Pokern reingelegt, hat ein teures Auto seines Vaters verzockt und braucht jetzt die Hilfe seiner Freunde um dieses zurückzuholen. Doch er hat das Auto nicht an irgendjemanden verloren, sondern an den gefährlichen Drogenboss Castellano. Rich überredet seine beiden besten Freunde Dirty und Thug in die Villa von Castellano einzudringen und sich den Wagen zurückzuholen. Als sie den Wagen nicht vorfinden, entführen sie stattdessen die Verlobte Lorena von Castellano, um sie gegen das Auto einzutauschen.
Doch die von ihnen entführte Frau ist nicht die Verlobte, sondern die Gefangene Olivia. Diese wurde von Castellano vor vier Monaten entführt und wird von diesem in seinem Haus sexuell missbraucht und geschlagen. Ben bringt sie zu sich nach Hause, kümmert sich um sie und ihre Wunden. Die beiden verspüren eine Anziehung zwischen ihnen und kommen sich langsam näher. Doch wird Castellano es auf sich beruhen lassen, dass er bestohlen wurde?

Meinung:
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Das Buch ist aus der Perspektive von Olivia und Ben geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann.
Die Grundidee, wie es überhaupt zur Befreiung von Olivia kommen konnte, ist schon weit hergeholt. Ich weiß, es ist ein Roman, aber wegen einem Auto das Leben der eigenen Freunde und sein eigenes riskieren, indem man sich mit einem gefährlichen Drogenboss einlässt? Nun gut, das wäre ja noch irgendwie zu „verkraften“, da es dazu führt, dass Olivia aus den Fängen eben dieses Verbrechers befreit werden kann. Doch danach stehen unsere drei Freunde immer noch vor dem Problem, dass sie das Auto nicht haben. Wie löst man das? Genau, man bietet einen Tausch an: Auto gegen Olivia. Ja, sehr gute Idee (Ironie aus). Vor allem nachdem sie wissen, was ihr bei Castellano widerfahren ist, ist mir das mehr als sauer aufgestoßen.
Auf der einen Seite thematisiert die Autorin den sexuellen Missbrauch, die Entführung und die traumatischen Folgen für Olivia, traut sich also an ein „gewagtes“ und ernstes Thema heran. Auf der anderen Seite tritt sie dieses in gewisser Weise wieder mit den Füßen, wenn die drei Freunde darüber nachdenken Olivia gegen das Auto von Rich bzw. von seinem Vater auszutauschen, so als ob sie Ware wäre, wie Olivia es Ben gegenüber auch sehr treffend äußert. Und das passt für mich einfach nicht zusammen. Ich weiß, dass ist ein Buch und nicht die Realität, aber es stellt für mich einen Widerspruch dar, wenn man auf der einen Seite ein ernstes Thema im Buch behandelt möchte und andererseits Frauen zur Ware bzw. Tauschobjekten degradiert werden, und zwar von den Guten in dieser Geschichte. Deswegen auch ein Punkt Abzug.

Die Anziehung und langsame Annäherung von Olivia und Ben, vor allem seine Geduld ihr gegenüber, war wunderbar beschrieben. Auch die erotischen Szenen waren toll dargestellt. Olivia leidet nach ihren traumatischen Erfahrungen unter anderem an Albträumen und Tränenausbrüchen, was mehr als nachvollziehbar ist. Jedoch fühlt sie sich, meines Erachtens zu früh, sofort von Ben angezogen und erträgt auch seine Berührungen, was für mich nach dem Erlebten nicht sehr realistisch ist. Aber da im Buch nur ein kurzer Zeitrahmen zur Verfügung steht, ist das in gewisser Weise noch tragbar.
Bens Schwester Sharon war mir sehr sympathisch und ihre Auftritte haben mir immer wieder ein Schmunzeln entlocken können. Auch die Fotzeleien zwischen ihr und ihrem Bruder waren herrlich.
Von Bens besten Freunden erfährt man nicht viel, jedoch ist Rich in diesem Buch der Stereotyp des verwöhnten, reichen Jungen, obwohl er schon 27 Jahre alt ist und bisher keine Verantwortung in seinem Leben übernehmen musste. Und ja, er ist mir auf die Nerven gegangen mit seiner Weinerlichkeit und trotzdem hat es die Autorin geschafft, dass ich nach der Leseprobe zu seinem Buch mehr von ihm erfahren möchte. Ich möchte wissen ob er eine Entwicklung durchmachen wird oder nicht und deswegen werde ich höchstwahrscheinlich sein Buch lesen. Und es interessiert mich, wie die drei unterschiedlichen Charaktere Freunde werden konnten.

Ich bin vermutlich mit den falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Ich hatte mir mehr Tiefe und Authentizität in der Annäherung von Ben und Olivia erhofft. Auch die Grundidee mit der Rückholaktion des Autos war von den drei Freunden nicht wirklich gut durchdacht, aber notwendig für den Verlauf der Geschichte, sonst wäre ja Olivia nicht befreit worden. Auch konnten die drei, abgesehen vom Paintball spielen, unerfahrenen Freunde zu leicht in die Villa von Castellano eindringen. Aufgrund der angeführten Kritikpunkte insgesamt 3,5 von 5 Punkten, denn nichtsdestotrotz konnte mich die Autorin mit ihrem wunderbaren Schreibstil fesseln.

Fazit:
Ein sehr schön geschriebener erotischer Liebesroman mit Action und vor allem am Ende spannenden Szenen, jedoch bin ich einfach mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Ich hatte mir mehr Tiefe bzw. Authentizität erhofft. Auch wenn es ein Buch ist und nichts mit der Realität zu tun hat, vermisse ich doch etwas den „gesunden Menschenverstand“.
Die Autorin hat auf jeden Fall einen wunderbaren und fesselnden Schreibstil, so dass dies sicherlich nicht das letzte Buch von ihr gewesen ist, auch wenn es mich nicht vollends von sich überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 08.04.2018

Berührender Roman mit ernstem Hintergrund und wichtiger Botschaft

Unter schwarzen Federn
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Cover und Innengestaltung:
Das Cover zeigt ein Mädchen, welches am Flussufer sitzt. Im Hintergrund sieht man eine Brücke. Schwarze Feder und ein weißer Schwan verweisen auf das Märchen „Das hässliche Entlein“ ...

Cover und Innengestaltung:
Das Cover zeigt ein Mädchen, welches am Flussufer sitzt. Im Hintergrund sieht man eine Brücke. Schwarze Feder und ein weißer Schwan verweisen auf das Märchen „Das hässliche Entlein“ von Hans Christian Andersen, an welches das Buch angelehnt ist. Durch die eher dunkel gehaltenen Töne im linken Bildabschnitt vermittelt das Cover Melancholie und Sehnsucht. Die rechte Seite ist etwas heller gestaltet und vermittelt Hoffnung.
Auch das Innenleben ist wunderschön gestaltet. Die Kapitel werden von einem Scherenschnitt einer Schreibfeder, die für Fee steht, bzw. von einer Gitarre, welche für Markus steht, eingeleitet. Am unteren rechten Rand sind Scherenschnitte von einem Entlein, dass zu einem Schwan wird zu sehen, die auch ein Daumenkino sind. Man merkt dieses Buch die liebevolle Gestaltung an, die diese berührende, wichtige und großartige Geschichte mehr als verdient hat.

Inhalt:
Fee hat kein leichtes Leben. Von ihren gefühlskalten Eltern ungeliebt wird sie in der Schule von Theresa und ihrer Clique aufs Übelste gemobbt. Eines Tages sieht sie keinen anderen Ausweg und möchte sich von der Brücke stürzen.
Der Schulsprecher Markus, sieht sie und verhindert ihren Suizidversuch. Er kann Fee überreden sich professionelle Hilfe zu besorgen und besucht sie auch als Einziger in der Klinik. Die beiden entdecken ihre gemeinsame Leidenschaft für die Musik. In der Klinik muss sich Fee nicht nur mit dem Mobbing und ihren Eltern auseinandersetzen. Wird es ihr gelingen, ihren Lebenswillen wiederzufinden?

Meinung:
Der gefühlvolle Schreibstil liest sich leicht und flüssig, auch wenn das Thema mit Mobbing, Depression und Suizidgedanken sehr ernst ist. Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Fee und Markus geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Auch gibt es bei jedem Kapitel ein Scherenschnitt von einer Feder, für Fee, und von einer Gitarre, für Markus, dass sehr gut zu den beiden passt. Und die größere Schrift ist auch sehr angenehm beim Lesen.
Vor allem die Gefühle werden sehr authentisch und realitätsnah beschrieben, ebenso die Arbeit und die Therapie in der psychiatrischen Klinik. Nicht nur das Mobbing ihrer Mitschüler setzt Fee zu, auch lebt sie in einem absolut gefühlskalten und ungeliebten Elternhaus und hat mit weiteren Schwierigkeiten zu kämpfen, die sich erst im Laufe des Buches offenbaren. Auch Markus, der scheinbar alles hat, hat einiges durchgemacht. Während er Fee beisteht, erfährt man auch mehr aus seiner Vergangenheit. Sehr schnell habe ich die beiden in mein Herz geschlossen. Man erkennt, dass sich wunderbare Persönlichkeiten hinter ihren Fassaden verbergen.
Im Laufe der Geschichte machen die beide eine wundervolle Entwicklung durch, die sehr authentisch dargestellt wird und absolut nachvollziehbar ist. Fee setzt sich mit ihrer Vergangenheit und den Problemen auseinander und verdrängt sie nicht mehr. Markus hat das Mobbing von Fee zwar gesehen, war also ein Beobachter, aber aus Angst seinen sozialen Status in der Schule zu verlieren, hat er nichts dagegen unternommen. Auch dies ändert sich im Laufe der Geschichte und er realisiert und sieht an Fee, dass Worte und Taten verletzen können sowie Konsequenzen nach sich ziehen.

Fazit:
Ein sehr berührender, gefühlvoller Roman, der trotz der ernsten Themen Mobbing, Selbstzweifel, Depression und Suizidgedanken immer wieder Hoffnung durchscheinen lässt. Vor allem wegen der ersten Thematik und der damit verbunden Folgen für die Opfer sowie der darin enthaltenen Botschaft eine absolute Leseempfehlung für Jugendliche. Aber ebenso für Leser*innen, die eine emotionale und berührende Geschichte mit einer ernsten Thematik lesen möchten.

Veröffentlicht am 07.04.2018

Berührender Jugendroman über vier Jugendliche auf der Reise zu sich selbst

Die Ausreißer – Sehnsucht nach Meer
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Cover:
Das Cover passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Am unteren Rand sehen wir die vier Jugendlichen und die Hündin Cassiopeia, um die es in diesem Buch geht. Im oberen Abschnitt ist das Meer zu ...

Cover:
Das Cover passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Am unteren Rand sehen wir die vier Jugendlichen und die Hündin Cassiopeia, um die es in diesem Buch geht. Im oberen Abschnitt ist das Meer zu sehen, wohin sie die gemeinsame Reise führt. Es gefällt mir sehr.

Inhalt:
Die schüchterne Nele wird von ihren Mitschülern wegen ihres Übergewichts und weil ihr Vater die Familie wegen einer anderen Frau verlassen hat gemobbt. Zudem wird ihre Situation zum Teil auch dadurch, dass sie Christin und ihre Patentante ihre Religionslehrerin ist, noch erschwert. Ihr Mitschüler Lars lebt bei seinem Vater. Dieser ist nach dem Tod der Ehefrau der Alkoholsucht verfallen und schlägt und erniedrigt seinen Sohn.
Als die beiden auf den Aussteiger Noah und dessen Hündin Cassiopeia treffen, reißen Nele und Lars von zu Hause aus und wollen mit Noah ans Meer fahren. Unterwegs treffen sie auf Angel, Noahs Ex-Freundin, die sich ihnen auf ihrer Reise anschließt. Jeder hat seine Gründe, wieso er nur noch von zu Hause weg will.
Auf ihrer Reise trampen sie, übernachten im Freien und versorgen sich mit Lebensmitteln aus den Containern von Supermärkten. Sie werden auf diesem Road Trip nicht nur Freunde, sondern finden auch den Weg zu sich selbst.

Meinung:
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Die Geschichte ist in der Gegenwartsform geschrieben, was ich sehr passend fand, denn dadurch hatte ich das Gefühl live dabei zu sein. Das Buch ist aus der dritten Erzählperspektive von Nele, Lars und Noah geschrieben, so dass man ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben kann. Hier hätte ich mir auch gerne die Perspektive von Angel gewünscht, denn sie ist eine sehr verschlossene und nach außen hin eiskalte Persönlichkeit. Dies ist für sie jedoch lediglich eine Schutzmaßnahme, mit der sie ihre verletzliche Seite, nach den Geschehnissen in ihrer Vergangenheit, versteckt. Sehr gerne hätte ich mehr von ihr erfahren.
Jeder der vier Aussteiger hat mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen und weist eine andere Persönlichkeit auf. Dadurch ist es möglich, dass jeder Leser eine Person findet, mit der er sich identifizieren kann. Das Buch hat für mich eine solche Sogwirkung entwickelt, so dass ich es nicht aus der Hand legen konnte und die vier Ausreißer sehr gerne auf ihrer Reise zum Meer begleitet habe. Vor allem die Gefühle, Sorgen und Gedanken der Charaktere wurden für mich sehr authentisch beschrieben, so dass ich sie schweren Herzens wieder habe gehen lassen.

Ein großartiges Buch, das so realitätsnah beschrieben ist, dass ich das Gefühl hatte mit den Jugendlichen unterwegs zu sein. Die Probleme des Trampens, etc. werden nicht beschönigt, sondern sehr wirklichkeitsgetreu dargestellt. Das Ende ist etwas offen gehalten, aber man kann das Buch definitiv mit ruhigem Gewissen schließen.

Fazit:
Ein sehr berührender und wunderbarer Jugendroman mit sympathischen Charakteren, von denen jeder sein Päckchen zu tragen hat. Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt, Familie, Hoffnung und der Suche nach sich selbst. Der Glaube spielt für zwei der Charaktere eine wichtige Rolle, doch das Buch war in keiner Weise belehrend. Das Buch enthält wichtige Botschaften, unter anderem dass wir uns gegenseitig mit Achtung und Respekt begegnen sollten. Absolute Leseempfehlung.