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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.01.2024

Nett mit wirrem Krimi

Der Kommissar und der Tod auf Cotentin
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Es ist ein typischer Wohlfühlkrimi. Die Geschichte führt in eine hübsche, französische Region. Es dreht sich um die Menschen, den Wein, das Essen, das savoir vivre und man bekommt beim Lesen Lust dorthin ...

Es ist ein typischer Wohlfühlkrimi. Die Geschichte führt in eine hübsche, französische Region. Es dreht sich um die Menschen, den Wein, das Essen, das savoir vivre und man bekommt beim Lesen Lust dorthin zu reisen.
Der Krimi spielt eine untergeordnete Rolle. Eine Frau bringt sich in der Zelle um, nachdem sie immer wieder ihre Unschuld mitteilte. Kurz danach geschieht ein Mord nach dem anderen. Eine gefährliche Region? Obwohl die Beteiligten um die Gefahr wissen, leben sie fröhlich in den Tag hinein weiter. Man kann ein bisschen miträtseln, allerdings sind etliche Verwicklungen ziemlich unglaubwürdig und teilweise sogar haltlos. Man merkt ziemlich schnell, wer der Täter ist und genießt währenddessen die netten Landschaftsbeschreibungen.
Ich hätte es lieber anders herum gehabt: ein guter Krimi mit einer landschaftlich reizvollen Rahmenhandlung à la française

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Veröffentlicht am 16.01.2024

Sehr seicht im Stil des "Pater Brown"

Der Rabbi und der Kommissar: Fremde Götter
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Ein leicht seichter Krimi im Stil des „Pater Brown“, nur das kein Pater sondern ein Rabbi im Umfeld einer jüdischen Gemeinde in Frankfurt/Main und in der Schweiz ermittelt. Sehr beschaulich und weniger ...

Ein leicht seichter Krimi im Stil des „Pater Brown“, nur das kein Pater sondern ein Rabbi im Umfeld einer jüdischen Gemeinde in Frankfurt/Main und in der Schweiz ermittelt. Sehr beschaulich und weniger auf den Krimi an sich als die Geschichte dahinter ausgelegt.

Der Kommissar tritt eher als Randfigur ab ungefähr der Buchmitte auf und da auch eher dezent. Hauptsächlich bekommt man viel Witz seitens des Rabbi mit und er schürft erst einmal tiefer ehe er in die Schweiz fährt, weil da das Übel seinen Anfang nahm. Zugrunde liegt eine alte Geschichte durch die sich allerlei entwickelte. Schönes ebenso wie Grausliches.
Meiner Meinung nach hätte man mehr daraus machen können. Die Geschichte plätschert wie der Krimi so dahin.

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Veröffentlicht am 16.01.2024

Warmherzige Episoden

Der Schacherzähler
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„Und, was machen wir morgen? Morgen wird es besser.“ Malu erzieht ihren als schwierig geltenden Neunjährigen alleine. Ihre Freundin ist mehr schlecht als recht als Künstlerin aktiv und auch irgendwie „besonders“. ...

„Und, was machen wir morgen? Morgen wird es besser.“ Malu erzieht ihren als schwierig geltenden Neunjährigen alleine. Ihre Freundin ist mehr schlecht als recht als Künstlerin aktiv und auch irgendwie „besonders“. Was manche Menschen statt schwierig meinen. Walter wiederum ist geistig in der Vergangenheit unterwegs und trauert schon lange. Er spielt gerne Schach bei Hinnerk, dem das Wasser sprichwörtlich in seinem Café bis zum Hals steht. Unter anderem, weil er weniger geschäftstüchtig als freundlich ist.

In dieser Erzählung dreht es sich um Malu, Janne, Walter, Liv und Walter. Ihre Geschichten sind speziell, jede ist anders und doch hängen sie aufgrund ihrer Nachbar- und Freundschaften zusammen. Man erfährt im Grunde Alltägliches: die privaten Sorgen, Ängste, Hoffnungen, Sehnsüchte und Wünsche. Und wie man manche Menschen durch einfachste Dinge „knacken“ kann. Wie Walter mit seiner Art den neunjährigen Janne auftaut. Der eine spielt Schach, sitzend, mit Ausdauer und Taktik. Der andere ist ständig in Bewegung, geistig wie körperlich. Gegensätze ziehen sich manchmal an. Und wie das geschieht, wird hier phänomenal erzählt.
Sehr warmherzig und liebevoll und ungeheuer lesenswert!

Veröffentlicht am 15.12.2023

Trauer und Neuanfang

24 Wege nach Hause
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Eigentlich ist dies kein typischer Advents-Wohlfühlroman, sondern ein handfester "neues-Zuhause-finden-und-ankommen-Wohlfühlroman". Petra hat ihre ältere Schwester verloren und ihre Nichte erhalten, sozusagen. ...

Eigentlich ist dies kein typischer Advents-Wohlfühlroman, sondern ein handfester "neues-Zuhause-finden-und-ankommen-Wohlfühlroman". Petra hat ihre ältere Schwester verloren und ihre Nichte erhalten, sozusagen. Charlie ist zu ihr sehr kratzbürstig. Einerseits trauern beide um Alice, aber Petra kann sich das Leben in Stockholm nicht mehr leisten und daher ziehen sie in eine Eigentumswohnung in einer ländlichen Kleinstadt. Darum rankt sich ein Geheimnis, das mit einem speziellen Adventskalender verknüpft ist, und mit Petra zu tun hat. Die von ihrem Glück allerdings nichts ahnt.

Die Liebe ist in vielfältiger Weise mit im Spiel. Petras irischer Freund kommt zu Besuch, der Hof auf dem die Wohnung untergebracht ist, enthält eine freundliche Gemeinschaft, die die beiden aufnimmt und integriert. Dazu kommen noch mehrere Komponenten und Interessantes aus dem speziellen Adventskalender.

Locker-flockig verfasster Roman, um eine Zwölfjährige, die ihre Mutter kürzlich verlor und ihre Tante, die versucht alles irgendwie möglichst richtig zu machen. So, dass Charlie sich bei und mit ihr wohl fühlt. Der Weg dahin ist beschwerlich, denn beide sind unsicher, trauern und haben unterschiedliche Vorstellungen.

Wer einen locker-seichten Roman mit etwas Tiefgang möchte, ist hiermit sehr gut bedient. Ideal für abends oder einfach so zwischendurch. Und nicht nur für den Advent geeignet!

Veröffentlicht am 12.12.2023

Alb- und Traumlande - tolle Fantasy!

Dreamcatcher | Königreiche der Nacht (Band 1)
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lexis gehört zum Volk der Fehris und hat daher - im Gegensatz zum Adel, wenig Magie zur Verfügung. Sie ist mit dem Königssohn des Traumlandes und seinen beiden Kumpels eng befreundet. Diese drei gehören ...

lexis gehört zum Volk der Fehris und hat daher - im Gegensatz zum Adel, wenig Magie zur Verfügung. Sie ist mit dem Königssohn des Traumlandes und seinen beiden Kumpels eng befreundet. Diese drei gehören zu den Dreamcatchers, die aufbrechen, um entflohene und fürchterliche Träume zu jagen. Und dabei auch die Welt der Menschen aufsuchen.
Eines Tages dringt ein Albtraum in Alexis ein und von da an ändert sich ihr Leben.

Es ist ein Titel, der zur urban fantasy gehört. Mit viel Magie, Drachen, Abenteuern und in der Menschenwelt ist alles so, wie wir es von unserem Alltag her kennen. Aber die Magie der verschiedenen Völker der (Alb-)Traumlande funktioniert dort auch, nur Drachen können sie nicht betreten.
Ein fantastischer Roman, den ich kaum aus der Hand legen mochte. Für Jugendliche gedacht, aber er hat es in sich und endet leider mit einem gewaltigen Cliffhanger - hoffentlich erscheint der nächste Band bald!