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Erdhaftig

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2025

Anrührend

Die geheime Zutat
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Kate verarbeitet ihre Trauer mit einem Neuanfang in der Küche. Mit Kochen und Backen und neuen Mitstreitern, die auch ihr Päckchen zu tragen haben. Was dabei heraus kommt, ist ein sehr berührender Roman. ...

Kate verarbeitet ihre Trauer mit einem Neuanfang in der Küche. Mit Kochen und Backen und neuen Mitstreitern, die auch ihr Päckchen zu tragen haben. Was dabei heraus kommt, ist ein sehr berührender Roman. Leute, die aufeinander zu gehen, die gemeinsam ein neues, etwas waghalsiges Projekt angehen und sich gegenseitig unterstützen. Manches ist mir zu rührend erzählt, auch zu detailliert, sie abschweifend, aber im Ganzen gesehen passt das. Und ich las weiter, was ich ebenso irre fand, denn normalerweise bin ich bei rührenden Romanen raus. Hier nicht. Lohnt sich. Nur nicht fürs Bett, dafür ist es zu anrührend.

Veröffentlicht am 28.07.2025

Überseichte Bettlektüre

Die Inselhochzeit der Träume
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Natalie bzw. Nina kommt ursprünglich aus Rügen, lebt aber seit Jahren in Schwerin als Hochzeitsplanerin. Ihre Chefin setzt sie sehr unter Druck und sie arbeitet mehr als sie bezahlt bekommt. Sie lässt ...

Natalie bzw. Nina kommt ursprünglich aus Rügen, lebt aber seit Jahren in Schwerin als Hochzeitsplanerin. Ihre Chefin setzt sie sehr unter Druck und sie arbeitet mehr als sie bezahlt bekommt. Sie lässt sich das gefallen, weil sie Partnerin werden möchte. Als eine Braut unbedingt auf Rügen in einem ganz bestimmten Gut feiern will, fährt Nina widerwillig nach Rügen, wo es ihr ausgesprochen gut gefällt. Aber die Braut samt Schwiegermamamonster und Chefin setzen sie gewaltig unter Druck. Eine Liebelei fängt an mit einem Rügener.

Es ist ein sehr belangloser Roman, ultraseicht mit vielen inhaltlichen Wiederholungen. Die lange To-do-Liste zieht sich über 1,5 e-bookseiten und wird ab der Mitte oft gezeigt, immer, wenn Nina einen Punkt erledigt hat, streicht sie den Satz durch. Aber liest man das als Leserin? Ist das in irgendeiner Form relevant? Nö, ne? Vor allem scheint es zum Ende hin als Zeilenfüller zu fungieren. Und die Liebesgeschichte kommt nicht wirklich in Gang. Also gut als Bettlektüre und wenn man sich mit Seichtem ablenken möchte oder einfach nicht auf ein intensives Leseerlebnis einlassen kann.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Wird immer besser, wie ein guter Wein

Sylter Goldküste
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Eduard Koch und sein bayrischer Kollege Muri ermitteln in Kampen, Wenningstedt und Zürich. Eine Kunstsammlerin und reiche Unternehmerin eines Zürcher Abfallentsorgungsunternehmens kam vor ihrem Schwimmbad ...

Eduard Koch und sein bayrischer Kollege Muri ermitteln in Kampen, Wenningstedt und Zürich. Eine Kunstsammlerin und reiche Unternehmerin eines Zürcher Abfallentsorgungsunternehmens kam vor ihrem Schwimmbad zuhause in Kampen ums Leben.

Zu Beginn ist der Krimi eher ein Nebenschauplatz. War es Mord oder ein Unfall? Ed kümmert sich um den Hund der Toten und seine Tochter, schwimmt in der Nordsee. Aber immer wieder passiert eine Kleinigkeit. So nach und nach baut sich ein recht ordentlicher Krimi auf. Wer sich auf Sylt und in Zürich ein wenig auskennt, wird seine Freude an den lokalen Beschreibungen haben. Denn als der Enkel der Toten in Zürich im Krankenhaus landet, fliegt Ed kurzerhand „auf kurzem Dienstweg“ privat dorthin. Mit der Kollegin versteht er sich ausgezeichnet, ihr Mann ist Journalist und kümmert sich mit um den Gast. Und wieder bekommt man zwischendrin den Eindruck, eine Reiseerzählung zu lesen. Aber nein, es ist schon ein immer besser werdender Krimi, den ich zu keiner Zeit aus der Hand legen wollte! Lohnt sich!

Veröffentlicht am 27.07.2025

Stoff für mehrere Romane

Die Weltenbrücke
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Kann-neh hat die Schmetterlingshalle entdeckt und weiß, dass Fatisha da drin sein muss. Er will sie betrafen, weil sie vor zwanzig Jahren Drachen und Zwerge auf Gravit befreit hat. Elben leben Jahrhunderte ...

Kann-neh hat die Schmetterlingshalle entdeckt und weiß, dass Fatisha da drin sein muss. Er will sie betrafen, weil sie vor zwanzig Jahren Drachen und Zwerge auf Gravit befreit hat. Elben leben Jahrhunderte und sind sehr nachtragend. Bevor er angreifen kann, schickt sie ihre Enkel, ihre Drachin und die Gesellschaft auf verschiedenen Wegen fort. Ihre Enkel wollen Bangi aus dem Bergwerk befreien, doch der ist schon auf anderen Wegen unterwegs und will jemand anderen befreien.

Die Welt ist immer noch gut beschrieben, aber man findet nur hinein, wenn man die vorherigen beiden Bände kennt. Denn es beginnt alles 15 Jahre später. Die Figuren sind zwar gut ausgearbeitet, können Magie wirken, aber die Geschichten um sie herum könnten in mehrere Bände passen, wenn sie besser ausgearbeitet werden würden. Stoff genug für eine ganze Serie, die jetzt in ein Buch von ca. 300 E-book-Seiten gepresst wurde. Alle wollen Helden sein und alle Enkel von Fatisha sind gleichwertig, aber zumindest die Drachenreitenden sind nicht die schärfsten Denker. Bangi ist interessant, hat aber nur eine Eisprinzessin auf dem Schirm. Es verläuft sich und das ist schade. Denn der Ansatz ist gut.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Heiter

Sommernächte unter dem Eiffelturm
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Was man liest, ist eine nette Wohlfühlgeschichte rund um Aurelie und Mathieu. Sie muss dringend ihren neues Manuskript abliefern und hat eine Schreibblockade. Der neue Verlagsberater ist arrogant, geht ...

Was man liest, ist eine nette Wohlfühlgeschichte rund um Aurelie und Mathieu. Sie muss dringend ihren neues Manuskript abliefern und hat eine Schreibblockade. Der neue Verlagsberater ist arrogant, geht allen auf die Nerven und will Mainstream. Das ist nicht ihr Stil und sie hadert. Die LEktorin ist auf ihrer Seite. Mathieu führt einen Buchladen und trauert immer noch um seine Frau. Beide leben am Montmatre, andere Gestalten aus Martins Paris-Romanen trifft man auch wieder, als Randfiguren. Dazu kommt Aurelies Brotjob und verschiedene Versuchungen plus Paris im Hochsommer.

Man liest und fühlt sich in Paris. Man guckt auf die Seine, ins Quartier Latin und steht auf dem Montmatre und guckt den Kindern beim Spielen zu. Seicht? Ja. Heiter? Ja. Man fühlt mit Aurelie mit? Ungeheuer. Ein sagenhaft guter, herrlicher "Paris-Wohlfühlroman". Freu mich auf den nächsten!

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