netter Wohlfühlroman mit Krimi-Element
La Commissarina und das TotengeläutFranka war bisher Dozentin und Kunsthistorikerin an der Uni München. Wegen persönlicher Probleme lebt sie nun am Gardasee. Und findet kurz vor ihrer ersten Führung eine Leiche auf den Stufen der Kirche.
Was ...
Franka war bisher Dozentin und Kunsthistorikerin an der Uni München. Wegen persönlicher Probleme lebt sie nun am Gardasee. Und findet kurz vor ihrer ersten Führung eine Leiche auf den Stufen der Kirche.
Was gut anfängt, verliert sich leider recht schnell in Nebenhandlungen. Der eigentliche Krimi und die Suche nach dem Serienmörder gerät in den Hintergrund. Im Vordergrund stehen zunächst Frankas Probleme ohne sie näher zu benennen sowie die Beziehungen von Commissario Antonio zu seinem engsten Team und seiner Freundin Alessia. Seine Kollegin Giulia ist eifersüchtig auf Franka und Alessia, letztere fühlt sich missachtet und stellt eine Dummheit an, seine Mutter mischt sich in seine Beziehung ein und Franka ermittelt auf einmal mit. Letzteres ist zumindest stimmig. Aber ihre häuslichen Probleme grätschen ohne Tiefe zu erhalten oder man überhaupt ahnt, worum es sich drehen könnte, hinein und verwässern noch mehr. Der Gardasee mischt als Kulisse selten mit, eher schon Verona, aber auch nur selten.
Zum Ende hin ahnt man, wer gemördert haben könnte und liegt damit goldrichtig.
Gut geschrieben? Ja. Das Aber liegt wirklich im fehlenden Roten Faden und den in sich verschachtelten Nebenhandlungen, die wiederum den Kern zu absoluten Nebenhandlung degradieren. Das fand ich sehr schade.