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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2025

netter Wohlfühlroman mit Krimi-Element

La Commissarina und das Totengeläut
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Franka war bisher Dozentin und Kunsthistorikerin an der Uni München. Wegen persönlicher Probleme lebt sie nun am Gardasee. Und findet kurz vor ihrer ersten Führung eine Leiche auf den Stufen der Kirche.

Was ...

Franka war bisher Dozentin und Kunsthistorikerin an der Uni München. Wegen persönlicher Probleme lebt sie nun am Gardasee. Und findet kurz vor ihrer ersten Führung eine Leiche auf den Stufen der Kirche.

Was gut anfängt, verliert sich leider recht schnell in Nebenhandlungen. Der eigentliche Krimi und die Suche nach dem Serienmörder gerät in den Hintergrund. Im Vordergrund stehen zunächst Frankas Probleme ohne sie näher zu benennen sowie die Beziehungen von Commissario Antonio zu seinem engsten Team und seiner Freundin Alessia. Seine Kollegin Giulia ist eifersüchtig auf Franka und Alessia, letztere fühlt sich missachtet und stellt eine Dummheit an, seine Mutter mischt sich in seine Beziehung ein und Franka ermittelt auf einmal mit. Letzteres ist zumindest stimmig. Aber ihre häuslichen Probleme grätschen ohne Tiefe zu erhalten oder man überhaupt ahnt, worum es sich drehen könnte, hinein und verwässern noch mehr. Der Gardasee mischt als Kulisse selten mit, eher schon Verona, aber auch nur selten.
Zum Ende hin ahnt man, wer gemördert haben könnte und liegt damit goldrichtig.

Gut geschrieben? Ja. Das Aber liegt wirklich im fehlenden Roten Faden und den in sich verschachtelten Nebenhandlungen, die wiederum den Kern zu absoluten Nebenhandlung degradieren. Das fand ich sehr schade.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Für Jugendliche und junge Fantasy-Anfänger

Girl Of Fierce & Fire: Silberne Schwingen
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Kea lebt in einem Dorf, ihre Mutter zeigt ihr die kalte Schulter und nach der Schule muss sie auf einem geheimen Markt Lebensmittel verkaufen. Dort findet sie einen verletzten Jungdrachen, den sie nach ...

Kea lebt in einem Dorf, ihre Mutter zeigt ihr die kalte Schulter und nach der Schule muss sie auf einem geheimen Markt Lebensmittel verkaufen. Dort findet sie einen verletzten Jungdrachen, den sie nach einem Ereignis kauft und der sie zur Insel der geheimen Drachenkrieger fliegt. Schwer verletzt übrigens. Danach ist von ihm erst ab der Mitte ungefähr wieder die Rede, aber Kea geht dort erst Mal zur Schule.

Für Fantasy-Anfänger ist der Roman bestimmt geeignet, das gilt für Jugendliche. Denn die Schule nimmt einen sehr großen Raum ein und die Geschichte richtet sich eher an SchülerInnen. Keas neues Leben ist auf jeden Fall anders, besser als ihr altes und auch gut beschrieben. Die Interaktion mit ihrem Drachen fehlen völlig bis sie fliegen lernt und bis dahin vergeht ein halbes Buch.
Ich fand es streckenweise sehr langweilig und sehr einfach geschrieben.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Top!

Crown of Light and Shadows
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Dieses Buch ist Fantasy vom Feinsten! Und der Inhalt unterscheidet sich wirklich von allen anderen „Fae-Akademien“ der letzten Jahre. Aber von vorne:

Estrellira heißt eigentlich Aelia Ravenwood, ist bisher ...

Dieses Buch ist Fantasy vom Feinsten! Und der Inhalt unterscheidet sich wirklich von allen anderen „Fae-Akademien“ der letzten Jahre. Aber von vorne:

Estrellira heißt eigentlich Aelia Ravenwood, ist bisher nicht mit Magie gesegnet und muss körperlich arbeiten. Bis an ihrem 18. Geburtstag etwas passiert und sie von dunklen Fae abgeholt wird, der sie zur Akademie der Licht-Fae bringt. Allerdings ist ihre neue Magie extrem widerspenstig und es wird nur besser, wenn sie auf das Gelände der Schatten-Fae gelangt. Ihr Beschützer vermutet etwas und hat eigene Interessen im Sinn.
Diese Akademie ist gefährlich für jeden. Alle sind intrigant, nicht alle Schüler überleben und bei Nichtbestehen einer Prüfung fliegt man.

Der Roman ist klasse! Man taucht ein und liest, liest, liest… Wunderbar geschrieben, die Figuren sind alle stimmig, die Welt und ihre Beschreibungen passen zusammen und man kann sich vieles vorstellen. Manch Überraschung kommt dazu und Aelia muss sich durchsetzen und hat auch Freunde. Bin sehr gespannt auf den zweiten Band!

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Veröffentlicht am 23.07.2025

OWL lohnt sich

Heimatschätze in Ostwestfalen-Lippe
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Das schmale Buch enthält eine gute Struktur. Zu Beginn sieht man eine Übersichtkarte, welche Orte beschrieben werden und wo sie konkret liegen. Wiederkehrende Symbole erleichtern das Auffinden von Besonderkeiten ...

Das schmale Buch enthält eine gute Struktur. Zu Beginn sieht man eine Übersichtkarte, welche Orte beschrieben werden und wo sie konkret liegen. Wiederkehrende Symbole erleichtern das Auffinden von Besonderkeiten im Text. Etwa, ob es eine Fähre gibt oder wo Aussichtspunkte sind.
Dagmar Macedo nimmt euch mit auf ihre Erkundung. Man liest, wie sie z. B. vom ZOB in Rietberg durch den Skulpturengarten zum Rathaus geht und welche Schätze sich noch auf diesem Erkundungsgang befinden. Dazu findet ihr zu jeder Stadt hübsche, aussagekräftige Fotos und bekommt Tipps für wiederkehrende Veranstaltungen und anderes.
Insgesamt bietet die Region viel mehr als man denkt. Der Fernwanderweg „Herrmannsweg“ wird Wanderern bekannt sein, auch das in Detmold liegende, große Freilichtmuseum. Aber auch für Detmold selbst gibt es noch den ein oder anderen „Geheimtipp“, zumindest empfand ich es beim Lesen so!
Auch für Leute, die in OWL oder umzu – Osnabrück ist ja auch nicht soo weit entfernt, lohnt sich dieser kleine Reiseführer. Und für alle anderen, die an Kultur und gewachsenen Altstädten interessiert sind, lohnt es sich ganz bestimmt.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Amüsant

Die kleine Auszeit in den Bergen
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Lena ist Yogalehrerin und lebt auf einer Almhütte, allerdings läuft das Geschäft nur mittelmäßig. Daher versucht sie ein neues Konzept und bietet für wenige Städter pro Woche ein Selbstfindungsretreat ...

Lena ist Yogalehrerin und lebt auf einer Almhütte, allerdings läuft das Geschäft nur mittelmäßig. Daher versucht sie ein neues Konzept und bietet für wenige Städter pro Woche ein Selbstfindungsretreat an. Die Leute sind nicht nur angestrengt sondern auch anstrengend für Lena. Es läuft also anders als ursprünglich gedacht, wie fast immer. Und das Leben kommt auch dazu. Ein Schneesturm bringt unverhoffte Gäste und einige Affären kommen in Gang... Dennoch schafft Lena das, was sie eigentlich - also, ureigentlich, erreichen möchte.


Die Typen, die sich da um Lena scharren, um Impulse für ein gelasseneres Leben zu ergattern, sind richtig gut beschrieben. Man kann sie sich bildlich vorstellen. Auch, wie auf einmal Alkohol den Weg in die Hütte findet, wie sich Leute gegenseitig anziehen und wieder abstoßen, ist herrlich kurzweilig beschrieben. Dazu Lenas Bemühungen dem Ganzen Herr zu werden und die kleinen Dinge, die auch noch ohne Zutun dazu kommen. Es ist ein netter, amüsanter Wohlfühlroman!