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Veröffentlicht am 26.10.2022

Eine Weihnachtsgeschichte mit einem interessanten Thema

Eine Weihnachtsmaus namens Miika
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Inhalt:


Irgendwo, ganz weit hinten in Finnland, in einem kleinen Dörfchen namens Wichtelgrund, da lebt eine Maus namens Miika. Bei dieser Maus handelt es sich um genau diese eine, die einst einem kleinen ...

Inhalt:


Irgendwo, ganz weit hinten in Finnland, in einem kleinen Dörfchen namens Wichtelgrund, da lebt eine Maus namens Miika. Bei dieser Maus handelt es sich um genau diese eine, die einst einem kleinen Jungen namens Nicholas Gesellschaft leistete, als er seine Familie verlor. Diesem Jungen, der in Wichtelgrund eine neue Heimat gefunden hat, der nun mit seinen Renntieren und einer Horde Wichtel dort lebt und eine Menge neuer Aufgaben und Freunde gefunden hat. Aber das ist eine ganz andere Geschichte …

Miika jedenfalls geht es ein wenig anders als Nicholas. Der Mäuserich ist immer noch auf der Suche nach einer Bestimmung. Er möchte dazugehören. Ihm fehlt dieser eine feste Freund, mit dem er feststellen kann, was „Freundschaft“ heißen kann. Wobei, das ist so nicht ganz richtig, denn Miika hat eine Freundin: Künna die Kühne. Doch Künna ist so ganz anders als er. Sie ist mutig, sie ist tough und sie würde nie ihre Identität preisgegeben.

Um eine richtig gute Maus zu werden darf man nämlich nicht wie Miika in einem Wichtelzuhause auf einem weichen Teppich schlafen und jeden Tag Lebkuchenkrümel essen. Man muss in einem Baumhaus auf einem Bett aus Laub nächtigen und muss jeden Tag hart um jeden Pilz kämpfen, den man dann zum Abendbrot alleine verzehrt.

Miika, der froh ist, in Künna eine Artgenossin gefunden zu haben, tut alles, um Künna zu gefallen. Er gibt ihr in allem recht. Er ist bereit, sich auf ihre wilden Abenteuer einzulassen. Da braucht es oft nicht lange, bis die Dinge zu eskalieren beginnen.

Doch als Künna eines Tages vorschlägt, in das Heim der Trolle vorzudringen und dort den besten Käse der Welt, den Urga-Burga zu klauen, da wird auch Miika langsam skeptisch. Ja, er wurde erst vor Kurzem aufgrund eines Unfalls versehentlich verdrumwickelt und ja, er hat nun ein paar magische Fähigkeiten. Aber deswegen ist er noch lange kein unsterblicher Mäuseheld, der einem riesigen Troll entgegentreten könnte. Oder doch? Künna ist da ganz und gar zuversichtlich. Sie will diesen Käse und Miika muss, wenn er denn ihr Freund sein will, an ihrer Seite stehen …



Meinung:


Wer bereits die anderen Bände der Weihnachts-Reihe von Matt Haig gelesen hat, der wird wissen, warum ich sofort Feuer und Flamme war, als ich hörte, dass in diesem Jahr wieder eine neue Geschichte aus der Feder des Autors erscheinen würde.

In erster Linie habe ich mich gefreut, die liebgewonnenen Figuren in diesem Büchlein wiederzutreffen. Natürlich waren aber auch die witzigen und detailreichen Zeichnungen von Chris Mould ein Highlight, das ich mir nicht entgehen lassen wollte.

In „Eine Weihnachtsmaus namens Miika“ erfahren wir, wie der Titel des Buches schon verrät, mehr über die Maus, die einst dem kleinen Jungen Nicholas als treuer Freund zur Seite stand. Miika hat eine Heimat in Wichtelgrund gefunden, doch was ihm fehlt, ist das Gefühl dazuzugehören. Denn Mäuse gibt es, seit die Schneeeule im Dorf unterwegs gewesen ist, nur noch wenige. Um genau zu sein, kennt Miika nur eine einzige: Die schmuddelige Maus Künna.

Künna ist, das wird schnell klar, kein netter Charakter. Denn sie ist unglaublich neidisch auf Miikas Leben. Als der Mäuserich dann noch von Nusch bei einem Beinaheunfall verdrumwickelt wird und somit Zauberkräfte entwickelt, wird alles nicht viel besser. Denn anstatt Miika dankbar zu sein, dass er seine neuen Fähigkeiten zu ihren Gunsten wirkt, wird Künna nur noch gemeiner. Denn ein Mäuserich, der zaubern kann, sei, so ihre Ansage, nicht normal! Nun, so Künnas Worte, würde Miika ja noch viel weniger dazugehören, als zuvor.

Künna legt den Finger in seine Wunden, wo es nicht sein muss und nicht angebracht ist, um dabei stets in Besserwisserei zu verfallen.

Sehr gekonnt erzählt Matt Haig mit seiner Geschichte also nicht nur ein großes Abenteuer, in dem es um gefährliche Trolle, leckeren Käse und einen Haufen guter Wichtel geht. Er berichtet auch von toxischer Freundschaft und dem Gefühl dazugehören zu wollen.
Durch Miika erfährt der junge Leser, dass das Glück oft doch viel näher ist, als man manchmal ahnt. Dass man auch in schwierigen Situationen versuchen sollte zu reflektieren. Manchmal muss man sich von Menschen (oder wie in diesem Buch Mäusen), die einem nicht guttun, lösen und oft ist das gar nicht so einfach, weil man eben auch nicht immer vor schwierigen Situationen weglaufen möchte und ja immer noch die Hoffnung besteht, dass sich der Mensch (oder die Maus) mit dem man eine Menge erlebt hat, doch noch zum Besseren ändern könnte.

Sein Verhalten verändern, dieser Prozess muss nicht immer radikal ablaufen. Man kann und sollte etwas bewirken, indem man sich anschließend noch selbst im Spiegel in die Augen schauen kann. Diesen Weg zeigt Matt Haig mit seinem neuesten Buch auf.

Sehr gefallen hat mir als Fan der Reihe das kurze Wiedersehen mit liebgewonnenen Figuren. Insbesondere die Wahrheitselfe Pixie bekommt in diesem Buch eine größere Rolle als Nebenfigur zugestanden. Pixie ist ebenfalls ein Charakter, der nicht mit harten Worten geizt. Sie bildet hier aber auch einen sehr schönen und passenden Kontrast zu Künna. Denn ganz im Gegensatz zur Mäusedame ist Pixie nicht manipulativ. Sie kann nicht anders, als die Wahrheit zu sprechen. Und die ist, wie das Leben eben auch, nicht immer schön. Doch auch hier spricht wieder eine Menge Weisheit aus den Zeilen des Autors. Ohne Schatten bekanntlich kein Licht.



Fazit:


„Eine Weihnachtsmaus namens Miika“ braucht etwas, um in Schwung zu kommen. Ein kurzer, knackiger Überblick erzählt von Miikas Kindheit und von seinem Zusammentreffen mit dem kleinen Jungen Nicholas. Ein Beginn, der Fans der Reihe in Erinnerungen schwelgen lässt.

Nachdem die Geschichte dann ins Rollen gekommen ist, kann man sich als Leser kaum noch von den Seiten lösen. Denn Matt Haig erzählt hier nicht nur ein spannendes Abenteuer. Das Spannungsfeld reicht vielmehr von Fremdbestimmung und Identitätssuche bis zu toxischen Freundschaften.

Auch Miikas Identitätssuche gehört zum Faszinierendsten, was man im Kinderbuchbereich findet. Über Metaphern gelingt hier der Zugang zur Lebenswelt vieler Menschen.

Unbedingt empfehlenswert und daher auf meine Liste empfehlenswerter Weihnachtslektüre für das Jahr 2022.

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Veröffentlicht am 18.10.2022

Verspricht eine Menge Spaß

Dein verrücktes Zeichenbuch – Draw me ... fruity, slimy, shiny, planty – Von YouTuberin Foxy Draws
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Inhalt:

Wer kennt das nicht: Man würde ja so gerne mal wieder ein wenig kreativ werden. Doch irgendwie fehlen die Ideen für ein passendes Projekt. Und damit sinkt die Motivation zu Stift und Papier zu ...

Inhalt:

Wer kennt das nicht: Man würde ja so gerne mal wieder ein wenig kreativ werden. Doch irgendwie fehlen die Ideen für ein passendes Projekt. Und damit sinkt die Motivation zu Stift und Papier zu greifen doch gleich wieder schlagartig.

Foxy Draws wurde schon oft von ihren Followern gefragt, woher sie die Inspirationen für ihre Zeichnungen nimmt. Die Autorin hat dafür ein Geheimrezept, dass sie in ihrem Buch, „Dein verrücktes Zeichenbuch – Draw me ... fruity, slimy, shiny, planty“, gerne weitergibt. Und das lautet: Addiere deine kreativen Ideen.

Was genau hinter diesem Satz steckt und wie die Umsetzung dieser Kreativformel spielend leicht gelingt, das erfährt der Leser bereits auf den ersten zwei Seiten des Buches. Nimm dir eine Malvorlage, kombiniere sie mit einem Begriff und heraus kommt eine kreative Malidee.

Damit ein niedrigschwelliger Einstieg ins Projekt gelingt, hat Foxy Draws gleich zu Anfang ihres Buches eine große Auswahl an Begriffen zusammengestellt. Im Buch selbst finden sich allerhand Malvorlagen, die man kopieren, abzeichnen oder auch direkt im Buch verwenden kann.

Bevor es losgeht, verrät die Autorin auf einer Seite ein paar Tipps für Schattierungen, die einem Bild mehr Tiefe verleihen und es somit lebendiger wirken lassen können.

Und dann heißt es auch schon zu Stift und Buch bzw. Papier greifen. Kombiniere z.B. die Vorlage „Ahornblatt“ mit dem Begriff „fruity“. Hier kann man kreativ werden oder sich an die Anleitung der Autorin halten. Heraus könnte, wie bei Foxy Draws Beispiel ein Ahornblatt mit Kiwimusterung kommen.

Eigene Meinung:

Bereits das Cover des Buches gibt dem Leser schon einen kleinen Einblick in die Projekte, die den Leser des Buches auf den folgenden Seiten erwarten. Das Prinzip von Foxy Draws zwei Elemente, nämlich eine Malvorlage mit einem willkürlich ausgewähltem Begriff zu kombinieren, und dadurch die Kreativität in Gang zu setzen und ziemlich verrückte Bilder zu erschaffen, hat mir vom ersten Moment an sehr gefallen.

Wer schon einmal kreativ tätig war, der weiß, dass eines besonders wichtig ist, um Projekte umzusetzen, die zu begeistern wissen: Spaß an der Sache. Und den bekommt der Leser von der ersten Seite an gleich mitgeliefert. Denn die Autorin lässt dem Leser immer genügend Spielraum für die Umsetzung eigener Ideen.

Die Begriffe im Buch kann man ausschneiden. Die Autorin empfiehlt, sich sodann ein Glas zu nehmen und die Zettelchen hineinzugeben. So kann man für jedes Projekt einen Zufallsbegriff ziehen und bekommt immer wieder neue Ideen für neue Projekte geliefert.

Näheres zu den Begriffen und Malvorlagen:

Die Begriffe sind hier in zwei Sprachen abgebildet. Auf der einen Seite in englisch. Dreht man den Zettel um, findet man die deutsche Übersetzung. Beispiele: Checkerty, festively, dreamy, fruity, icy, birdly ... (kariert, festlich, verträumt, fruchtig, eisig, wie ein Vogel …)

Die Malvorlagen enthalten viele einfache Buchstabenformen und darüber hinaus interessante Motive wie eine Torte, ein Haus, einen Kürbis, einen Fotoapparat, einen Globus, einen Stuhl, eine Kaffeekanne u.v.m..

Zwar gibt es hier eine reichliche Auswahl an Motiven, doch hätte ich mir dennoch gewünscht, dass weniger Buchstaben und dafür noch mehr Motive abgebildet worden wären. Zumal die Form der Buchstaben sehr simpel gehalten und auch einfach über ein Schreibprogramm am PC abrufbar gewesen wären.

Was mir sehr gefallen hat, ist, dass die Autorin hier nicht vorgibt, mit welchen Materialien und auf welchem Papier man zeichnen muss. Der kreative Leser ist, was die Umsetzung betrifft, in vielerlei Hinsicht frei. So kann er direkt ins Buch zeichnen, Filz-, Bunt-, Aquarellstifte oder einen Farbkasten benutzen. Sollte er sich dafür entscheiden direkt ins Buch zu zeichnen, so findet er am Ende auch noch drei Seiten, auf denen er testen kann, ob die Farben bzw. Stifte durch das Papier durchdrücken.

Die Projekte sind so aufgebaut, dass der Leser als erstes das fertige Motiv sieht. Danach folgt eine sehr kurz gehaltene, bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung. Und dann kommt auch schon die Malvorlage für den Selbstversuch. Anschließend findet der Leser immer noch einige weitere Vorlagen, die er – ganz nach Belieben – mit dem Begriff des aktuellen Projekts oder mit einem neuen Begriff aus dem Zufallsglas kombinieren kann.

Fazit:

„Dein verrücktes Zeichenbuch – Draw me ... fruity, slimy, shiny, planty“ von Foxy Draws ist nicht nur ein Buch über Kreativitätstechniken und Braintools, sondern verspricht von der ersten Seite an eine Menge Spaß und Ideen für verrückte, kreative Projekte.

Das Buch rät dazu, Projekte verspielt und zunächst mit ungehemmter Kreativität zu beginnen. Zeit, Ideen auf ihre Tauglichkeit zu prüfen, in eine Bewertungsphase einzutreten sowie berechtigte Selbstkritik anzubringen, bleibt in der Folge noch genug. Stets gilt es aber Ideenkiller zu vermeiden.

Was die Umsetzung betrifft, so variieren die Projekte im Schwierigkeitsgrad. Zum entsprechenden Schwierigkeitsgrad gibt es vorweg keine Hinweise der Autorin. Das muss man schon selbst herausfinden. Etwas schade fand ich, dass die fertigen Bilder computergeneriert aussehen. Die sind schön anzusehen, aber schwer nachzumachen. Eine hohe Erwartungshaltung birgt aber bekanntlich das Risiko der Enttäuschung.

Das Buch ist ein Impulsgeber, der unvorhergesehene Lösungen aus den Köpfen der Kreativen herauskitzelt und sie auf neue Wege führt.

Das Werk eignet sich meines Erachtens auch hervorragend als Geschenk für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene.

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Veröffentlicht am 11.10.2022

Eine Geschichte, die mitten ins Herz trifft

The Boy Who Steals Houses: The Girl Who Steals His Heart
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Inhalt:


Seit einem Jahr bricht Sam nun schon in zeitweise leerstehende Häuser ein. Ein Blick genügt ihm mittlerweile, um zu erkennen, ob die Bewohner bald wiederkommen könnten und ob es sich lohnt, im ...

Inhalt:


Seit einem Jahr bricht Sam nun schon in zeitweise leerstehende Häuser ein. Ein Blick genügt ihm mittlerweile, um zu erkennen, ob die Bewohner bald wiederkommen könnten und ob es sich lohnt, im fremden Heim die Nacht zu verbringen. Ist der Kühlschrank leer, gibt es kleine Hinweise, wie Notizen für Familienangehörige? Es sind die kleinen Dinge, die Sam zeigen, ob er sich hier einen Schlafplatz suchen und zur Ruhe kommen kann.

Eigentlich ist Sam Profi, was das Einbrechen in Häuser betrifft. Doch an diesem einen verfluchten Tag geht alles schief. Es beginnt damit, dass Sams Bruder Avery in dem Haus auftaucht, das Sam gerade abgecheckt und für gut befunden hat. Die beiden Geschwister kommen ins Gespräch. Avery fordert Sam auf, mit ihm ein neues Leben zu beginnen. Es kommt zu einem Streit. Sachen fallen herunter. Avery verschwindet mit Wut im Bauch und Sam bleibt zurück. Mit der Angst seinen letzten Fixpunkt im Leben verloren zu haben.

Sam flieht aus dem Haus, er rennt durch die Straßen. Zu allem Überfluss schickt der Himmel noch einen Regenschauer herab, der den Jungen bis auf die Unterwäsche durchnässt. Es wird kälter und Sam weiß, dass er, wenn er diese Nacht unbeschadet überstehen will, ein weiteres Haus finden muss. Ein flüchtiges Zuhause, einen Ort, in dem Sicherheit und das Gefühl von Geborgenheit für Augenblicke spürbar sind.

Es ist also kaum verwunderlich, dass Sam bei dem Anblick des sonnenblumengelben Hauses, in dessen Vorgarten Spielzeug liegt und das auf den ersten Blick so viel Wärme und familiären Zusammenhalt bietet, schwach wird.

Sam bricht die Tür des Hauses auf und findet ein heilloses Durcheinander vor. Überall liegen Wäscheberge, am Fenster befindet sich eine Nähmaschine, unter der sich ein See aus bunten Stoffbahnen ergießt. Sam blickt in den Kühlschrank und findet ihn – bis auf eine Spielzeugeisenbahn und eine Lebensmitteldose – leer vor. Alle Vorhänge des Hauses sind zugezogen. Und auf einem Whiteboard befindet sich neben allerhand Stickern und Notizen eine Botschaft: Wir kommen Sonntag zurück.

Sam atmet durch. Dieses Haus ist „safe“. Er legt sich in einen Sessel und die Müdigkeit übermannt ihn …

Von einem Moment auf den anderen schreckt Sam aus dem Schlaf. Eine Horde Kinder und Jugendlicher stürmt durch die Tür. Sam überkommt die Panik. Doch kurz darauf muss er feststellen, dass er in der Masse der Menschen einfach untergeht. Jeder glaubt er wäre einer von „Jeremys“ unzähligen Freunden. Und Jeremy? Der glaubt, dass Sam einfach der neue Freund seiner Schwester ist.

Kurz darauf befindet sich Sam am Familientisch, bekommt warme, wohlduftende Waffeln serviert. Und kaum, dass er sich wehren kann, befindet er sich an einem großen See und bekommt für einen Moment das Gefühl vermittelt, was es bedeutet, Teil einer liebenswerten und herzensguten Großfamilie zu sein. Einer Familie, in der zwar ein großes Chaos wütet, die aber füreinander da ist.

Umso weiter der Tag voranschreitet, umso klarer wird Sam, dass es Abschiednehmen heißt. Von diesem zauberhaften Gefühl von Zusammenhalt, Zugehörigkeit und einem Zuhause, das nie seines sein wird ...



Meinung:


C.G. Drews erzählt mit „The Boy Who Steals Houses: The Girl Who Steals His Heart“ eine Geschichte, die den Leser mitten ins Herz trifft, sich da festsetzt und einen so schnell nicht mehr loslässt.

Mit Sam begleitet der Leser einen fünfzehnjährigen Jungen, der Zeit seines Lebens mit einem überforderten und gewalttätigen Vater sowie einer Tante, die ihn und seinen Bruder Avery vernachlässigt hat, nur wenig gute Erfahrungen machen durfte.

In einer Nacht beschließen Sam und sein Bruder ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Doch ohne Geld, ohne Kleidung, ohne ein Zuhause und Menschen, die sich um einen kümmern, ist das Überleben für zwei Jugendliche nicht einfach.

Während Avery nachts heimlich im Hinterzimmer der Werkstatt, in der er arbeitet, schläft oder auch mal bei Freunden unterkommen kann, findet Sam für sich einen anderen Weg. Er bricht in Häuser ein und stiehlt sich für einen kleinen Moment ein Stück Zuhause. Das Zuhause, das er sich eines Tages auf ehrenwerte Weise gemeinsam mit Avery aufbauen möchte.

Neben einem Alltag, in dem Sam Tag für Tag ums Überleben kämpft, plagen den Jungen stets Sorgen. Sorgen um seinen Bruder Avery, dessen Gutmütigkeit stets von den Menschen in seiner Umgebung ausgenutzt wird. Hinzu kommt, dass Avery als Autist von einem Moment auf den anderen starken Stimmungsschwankungen unterliegt. Er braucht Sam, der für ihn eintritt, der ihn immer wieder aus Notlagen befreit, der ihn hält, wenn sein Körper unkontrolliert zu zucken anfängt.

Als Sam dann durch einen Wink des Schicksals in dem Haus der De Laineys landet, spürt er zum ersten Mal seit Jahren, was es heißt, für einen Moment Mitglied einer Familie sein zu dürfen, die jeden Tag füreinander einsteht. Doch so dankbar Sam für diesen kurzen Moment ist, in dem er das Gefühl von Heimat am eigenen Leib spüren darf, so gelingt es ihm doch nicht, aus seinen Routinen auszubrechen. Er merkt, dass er erneut etwas stehlen muss. Er weiß, dass er morgen schon wieder auf der Straßen stehen könnte.

Neben einer Geschichte, die mit schweren Themen wie Missbrauch und Obdachlosigkeit aufwartet, erfährt der Leser hier durch die Mitglieder der Familie De Lainey aber auch eine große Portion Lebenshunger. Doch auch die De Laineys haben mit ihren Sorgen und Nöten zu kämpfen. Denn angesichts des Verlustes ihrer Mutter müssen Moxie und ihre Brüder eine Selbstständigkeit und Selbstverantwortung an den Tag legen, die oft nicht altersangemessen sind.

Das erklärt, warum das Mädchen vielleicht manchmal etwas buschikos und rau wirkt. Denn sie muss klare Ansagen machen, wenn sie Tag für Tag die Babys versorgen muss und an den Rand ihrer Leidensfähigkeit kommt, da diese sie die ganze Nacht wachhalten. Ein Alltag, der all ihre Träume und Wünsche absorbiert.

C.G. Drews gelingt es allerhand liebenswerte Figuren in ihren Roman zu schicken und jedem einzelnen davon Konturen zu verleihen. Jedes einzelne Familienmitglied der De Laineys, aber auch die beiden Brüder Avery und Sam, die immer füreinander einstehen, sind mir ans Herz gewachsen.

C.G. Drews schreibt nicht nur humorvoll und intelligent, sensibel und kurzweilig, sondern auch mit einer schonungslosen Offenheit.



Fazit:


C.G. Drews legt mit „The Boy Who Steals Houses: The Girl Who Steals His Heart“ ein Buch vor, dass sich mit einem Widerhaken in die Herzen seiner Lesers krallt.

Unbehaustsein und Fremdheit, Selbstbehauptung und Widerstandskraft kulminieren in diesem Buch in einem unglaublichen Vergnügen an Literatur.

Ein zutiefst menschliches und lebensbejahendes Buch, das zwar die Schattenseiten des Lebens adressiert, es aber dennoch gekonnt schafft, den Leser auch an schwierige Themen zu binden.

Ein Roman, der eine Geschichte erzählt, die man so schnell nicht vergessen wird.

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Veröffentlicht am 06.10.2022

Unglaublich spannend, mit fiesem Cliffhanger

Prison Healer (Band 2) - Die Schattenrebellin
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Inhalt:


Kiva ist im Gefängnis von Zalindov aufgewachsen. Gemeinsam hat sie dort mit ihrem Vater als Heilerin gearbeitet. Als dieser jedoch verstarb, musste sie sich alleine durchschlagen. Als aber die ...

Inhalt:


Kiva ist im Gefängnis von Zalindov aufgewachsen. Gemeinsam hat sie dort mit ihrem Vater als Heilerin gearbeitet. Als dieser jedoch verstarb, musste sie sich alleine durchschlagen. Als aber die Rebellenkönigin in den Krankenhaustrakt des Gefängnisses aufgenommen wurde, veränderte sich Kivas Leben grundlegend. Denn kurz darauf wurde niemand geringerer als der Kronprinz selbst in Haft genommen (dessen Identität zu diesem Zeitpunkt aber nur den wenigsten bekannt war). Aus einem Affekt heraus beschloss Kiva, sich dem Elementeurteil zu stellen, das Amnestie versprach. Mehreren Prüfungen, die sie vermutlich nicht hätte bestehen können, wäre ihr der Prinz nicht mit seiner Magie zur Hilfe gekommen. Zu guter Letzt erfuhr der Leser, dass es sich bei der Rebellenkönigin um Kivas Mutter handelte.

Sechs Wochen nach der Flucht aus dem Gefängnis findet sich Kiva in den königlichen Hallen an der Seite des Prinzen wieder. Und beide haben ein paar Geheimnisse voreinander. Da Kivas Mutter beim blutigen Gefängnisaufstand starb, ist deren Vermächtnis, der Linie der Corentines zurück auf den Thron zu verhelfen, auf Kiva und ihre Geschwister übergegangen.

Das Schicksal führt Kiva und ihre Geschwister zusammen. Dass Kiva beim Kronprinzen untergekommen ist und sein volles Vertrauen genießt, kommt diesen gelegen. Kiva soll das Königshaus ausspionieren und wichtige Informationen an sie weitertragen. Das sollte kein Problem sein, denn die Königsfamilie hat das Mädchen und ihren jungen Begleiter Tipp schon bald ins Herz geschlossen.

Kiva ist zunächst von ihrer Aufgabe überzeugt. Doch nach und nach schaffen es die Mitglieder der Königsfamilie immer weiter in ihr Herz. Blut ist aber dicker ist als Wasser. Jeden Tag muss sie für ihre Ziele kämpfen. Peu à peu erfährt sie mehr über den Prinzen, aber auch über die eigene Familie. Wird sich Kiva wie eine gute Tochter verhalten, wird sie ihre Gefühle unterdrücken und tun, was Ihre vermeintliche Pflicht ist?



Meinung:


Im zweiten Band von Prison Healer begleitet der Leser die Protagonistin Kiva nicht mehr durch die Gemäuer des Lagers Zalindov. Das junge Mädchen befindet sich mittlerweile in der Obhut der Königsfamilie. Sie befindet sich, so möchte man meinen, in Sicherheit. Doch Kiva hat ganz andere Pläne, als sich in den Gemäuern des Prinzen auszuruhen. Denn als Tochter der Rebellenkönigin ist sie auf Rache aus, für das, was ihrer Familie früher einmal passiert ist.

Als Leser begleitet man also – und das ist ein gekonnter Schachzug der Autorin – mit Kiva eine Protagonistin, einen ambivalenten Charakter, durch das Buch, die mit ihren Plänen das Königshaus von innen heraus zerstören möchte.

Die Königin, der Prinz, ja eigentlich der gesamte Hofstaat begegnen Kiva und ihrem kleinen Begleiter Tipp, der ihr im Gefängnistrakt als treuer Assistent zur Seite stand und für sie mittlerweile wie ein kleiner Bruder geworden ist, mit Offenheit, Herzlichkeit und Gutmütigkeit. Sie wollen Kiva endlich ein gutes Leben schenken. Der Prinz kommuniziert sogar gegenüber seinen eigenen Leuten, dass er Kiva keinerlei Grund geben möchte, ihm zu misstrauen und sie sich auch in seinem Haus in keiner Weise eingeengt fühlen soll. Er schenkt ihr also uneingeschränktes Vertrauen.

Kiva ist kein schlechter Mensch per se. Ihr ist als Kind nur einfach zu viel Ungerechtigkeit widerfahren. Spiegelt man als Leser das Verhalten der Protagonistin, muss man sich also wohl eingestehen, dass man es hier mit einem sehr interessanten Charakter zu tun bekommt.

Neben einer Protagonistin, die erst auf den zweiten Blick sympathisch und manchmal auch etwas blauäugig erscheint, lernt man in diesem zweiten Band aber auch einige weitere neue, sehr interessante Nebencharaktere kennen. Neben den schon bekannten Figuren, dem stets fröhlichen und lebensbejahenden Tipp und Jarens „goldenem Schild“, der rustikalen Wächterin Naari, kommen nun auch die Mitglieder des Königshauses hinzu. Besonders hervorheben möchte ich hier den Cousin von Jaren, Caldon. Der junge Prinz hat stets einen charmant frechen Spruch auf Lager, egal, wie ausweglos eine Situation gerade zu sein scheint. Er gilt unter den Hofdamen auch als unverbesserlicher Schürzenjäger. In diesem Band findet Kiva zudem eine neue Freundin. Rhess und sie teilen nicht nur die Leidenschaft fürs Heilen, auch vertrauen sie sich bald einige Sorgen und Ängste an. Und dann gibt es noch Kivas Geschwister und ihre schrullige Großmutter, die mitten im Nirgendwo mit ihren Freundinnen gerne Lesekränzchen abhält und ein mysteriösen Monster im Garten hält.

Neben den vorgenannten Zielkonflikten und der Angst davor entlarvt zu werden, muss sich Kiva im zweiten Band von „Prison Healer“ noch um weitere Probleme kümmern. Denn keiner darf von ihrer Heilmagie erfahren, das hat ihr Vater ihr in frühen Jahren eingeschärft. Doch der goldene Schein, der immer dann hervortritt, wenn Kiva eine verletzte Person sieht, droht ihre Fähigkeiten zu entlarven. Kiva muss ihre Magie unter Kontrolle halten. Doch das scheint von Tag zu Tag immer schwerer zu werden.



Fazit:


Auch im zweiten Band von “Prison Healer“ arbeitet Lynette Noni mit großer Raffinesse an ihrem Ruf als neue Meisterin des Suspense. Im Laufe der Geschichte tauchen unablässig interessante Charaktere auf. Sie ist auf jeder Seite konsistent und zeigt großen Tiefgang.

Das Buch reißt den Leser immer stärker ins Geschehen hinein. Es wird mit detailgenauer Ausführlichkeit der dramatische Höhepunkt herbeigeführt. Zeitweilig wird schnell, nahezu atemlos erzählt.

Kritikpunkt: Der Vorband endete auf einem Cliffhanger, den das Buch auflöst, um dann selber wiederum auf einem fiesen Cliffhanger zu enden.

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Veröffentlicht am 27.09.2022

Wer Vortex mochte, wird Dark Sigils lieben

Dark Sigils – Was die Magie verlangt
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Inhalt:


Rayne und ihre Freundin Lily haben nur ein Ziel: Gemeinsam wollen sie ein wenig Geld beschaffen und sodann, weit weg vom Waisenhaus, in dem sie ihre Kindheit und Jugend verbringen mussten, ein ...

Inhalt:


Rayne und ihre Freundin Lily haben nur ein Ziel: Gemeinsam wollen sie ein wenig Geld beschaffen und sodann, weit weg vom Waisenhaus, in dem sie ihre Kindheit und Jugend verbringen mussten, ein neues Leben beginnen.

Der Alltag stellt für Rayne und Lily jeden Tag eine neue Herausforderung dar. Während Rayne für Lazarus, den Betreiber des Waisenhauses, in Wettkämpfe ziehen und dort Geld verdienen muss, wird Lily von ihm als Escort-Dame für fremde Männer auf Partys geschickt. Jeden Tag fürchtet Rayne, dass Lily dort etwas Schlimmes zustoßen könnte.

Plötzlich ist es dann soweit, Rayne hat die Möglichkeit gefunden, heimlich an einem Profiwettkampf teilnehmen zu können. Mit Hilfe von Lilys Erspartem kann sie sich ein magisches Schmuckstück erwerben, mit dem sie in der Lage sein könnte, diesen Kampf zu gewinnen. Das Preisgeld wird dieses Mal so hoch sein, dass den Mädchen eine Flucht gelingen könnte.

An diesem Abend erleben die beiden Mädchen gleich mehrere Überraschungen. Sie lernen nicht nur die Oberen aus der geheimnisvollen Himmelsstadt, dem Mirror, kennen. Ihr Plan verläuft auch nicht ganz so, wie sie es sich überlegt haben, und dann muss Rayne auch noch feststellen, dass sie scheinbar der Magiesucht verfallen ist. Denn unter ihrer Haut formen sich schwarze Linien. Ein sicheres Zeichen eines Tremors, dem Ausbruch von Chaosmagie. Eine Magie, an der schon viele gestorben sind.

Doch all dies wird schon bald marginalisiert. Als Rayne sich im Mirror, einer Stadt, die ihr bislang nur mehr oder weniger gerüchteweise präsent war, wiederfindet, vollzieht sich eine Zäsur in ihrem Leben. Hier gibt es Magie und auch Reichtum im Überfluss.

Im Mirror trifft Rayne auf den geheimnisvollem Mirrorlord, der ihr mitteilt, dass sie die Erbin eines mächtigen Sigils ist und nun die Wahl hat, der Chaosmagie zu unterliegen und mit großer Wahrscheinlichkeit den Tod zu finden oder sich den Dark Sigils anzuschließen. Und wie so oft hat jede Entscheidung ihren Preis ...



Meinung:


Anna Bennings neues Buch „Dark Sigils“ beweist das ihr hochgelobtes Erstlingswerk, „Vortex“, kein Glücksfall war. Die Jugend ihrer Protagonistin ist von Armut und Einfachheit geprägt. Um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, muss sie an Wettkämpfen teilnehmen und ihren Lohn sodann an Lazarus, den Leiter des Waisenhauses, in dem sie und ihre beste Freundin leben, abtreten. Jeder Tag ist ein Tag, an dem die Mädchen ums Überleben kämpfen.

Die Ausgangslage holt den Leser also in unserer Gegenwart ab. So vielversprechend die Ausgangsidee des Roman ist, die literarische Umsetzung und das fantasievolle Setting sind noch besser. In Raynes Welt ist die Magie rar und somit auch sehr teuer. Mit Uppers bzw. Trides (Münzen, die mit unterschiedlichen Eigenschaften ausgestattet sind), kann man z.B. Schmerzen mindern, in den Schlaf finden, klüger werden oder einfach zu mehr Glück finden. Spezielle magische Schmuckstücke verleihen Fähigkeiten, die z.B. im Kampf in den Arenen eingesetzt werden und zum Sieg verhelfen können. Im Mirror jedoch, einer Spiegelwelt, die lange Zeit am Himmel verborgen lag und deren Gebäude man mittlerweile schemenhaft erkennen kann, da herrschen die Oberen. Hier gibt es Magie (und somit auch Reichtum) im Überfluss.

Nach und nach strickt Anna Benning ihre Geschichte zusammen. Sie erzählt aus der Sicht von Rayne, deren einziges Ziel darin bestand, gemeinsam mit ihrer Freundin zu fliehen und sich fern von Lazarus, dem Waisenhausbesitzer, ein neues Leben aufzubauen. Doch Raynes Plan, den sie sich für die Umsetzung ihrer Zukunftsträume zurechtgelegt hatte, geht schief. Sie wird von Lily getrennt, erfährt schockierende Wahrheiten über ihre Vergangenheit und muss eine sehr schwere Entscheidung treffen. Bald schon muss Rayne nicht nur für neue Ziele kämpfen, sie findet sich auch von einem Moment auf den anderen in einer Luxuswelt wieder und wird zum Spielball gleich mehrerer Fraktionen. Der Mirrorlord möchte sie an seiner Seite wissen, eine Rebellengruppe mit undurchsichtigen Zielen bietet ihr ihre Hilfe an und Lazarus will das mittlerweile für ihn noch viel wertvoller gewordene Mädchen wieder unter seine Kontrolle bekommen.

Anna Benning belässt es jedoch nicht bei diesem schon recht komplexen Konstrukt. Sie webt ihre Geschichte noch weiter. Der Leser erfährt nach und nach mehr über die Absichten der verschiedenen Fraktionen. Nach und nach bekommt er so beispielsweise einen Einblick in die Perspektive des Mirrorlords, der mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat. Denn ihm wurde schon früh eine schwere Last auferlegt.

Die komplexe Handlung und allerhand Figuren fordern Konzentration beim Lesen. Belohnt wird man mit einem Reihenauftakt, der durchgehend für Spannung sorgt und ein großes Lesevergnügen schenkt.



Fazit:


Mit Dark Sigils – so viel sei vorweg gesagt – gelingt es Anna Benning eine kaum für möglich gedachte Steigerung ihres Erstlingswerks Vortex ins Werk zu setzen. Wer Anna Bennings Vortex-Reihe mochte, wird den Auftakt von Dark Sigils lieben.

Rasant geht es zu und das mit einer steten Steigerung. Ein eskalierender Sturm reißt den Leser mit. Anna Benning erschafft eine eigene Wirklichkeit, die dem Leser aufgrund der detaillierten Darstellung durchgehend Konzentration abverlangt.

Die gekonnte literarische Umsetzung Bennings macht den Lesenstoff allerdings verfügbar und sorgt dafür, dass sich die Geschichte für uns als unvergessliches Leseerlebnis manifestiert.

Dieser Reihenauftakt gehört ins Regal.

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