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EstherStu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2019

Prima Ideenratgeber

Goodbye Zucker für jeden Tag
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Gekauft habe ich das Buch natürlich mit dem Ziel, meinen Zuckerkonsum zu reduzieren. Interessanterweise entpuppte sich der Titel aber schnell als umfassender Ernährungsratgeber inklusive Rezepte. So erfahren ...

Gekauft habe ich das Buch natürlich mit dem Ziel, meinen Zuckerkonsum zu reduzieren. Interessanterweise entpuppte sich der Titel aber schnell als umfassender Ernährungsratgeber inklusive Rezepte. So erfahren wir hier neben Alternativen für Zucker auch Tips zu Lebensmittelverschwendung, saisonalem Gemüse, Nachhaltigkeit, darmfreundlicher Ernährung und und und...
Grundsätzlich finde ich das Konzept gut, der Titel verspricht aber (eigentlich) einen anderen Inhalt und so hatte ich auch das Gefühl, das das Kernthema etwas verwässerte. Zur Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich den ersten Band (hier handelt es sich wohl um eine Reihe) noch nicht kenne, in dem sicher noch mehr ins Thema eingeführt wird. Anfänger sollten also erstmal zum Basisband greifen.
Zu den Rezepten: Bisher erst einige ausprobiert, diese fand ich aber ausgesprochen einfach umzusetzen. Abgesehen davon, dass die fantastischen Bilder hungrig machen, habe ich doch das Gefühl, dass auf diese Art kochen der Verzicht einfacher wird. Auch die Zutaten fand ich im Geschäft schnell, zum Glück haben ja viele Drogerien inzwischen eine reichhaltige Auswahl an alternativen Lebensmitteln. Als Zuckeralternative wird in den meisten Rezepten zu Reissiruop geraten, ein bisschen mehr Abwechslung hätte vielleicht nicht geschadet.
Alles in allem aber bin ich mit dem Kauf sehr zufrieden, denn besonders der Preis (13 Euro für ein Kochbuch!!!) ist definitiv unschlagbar.

Veröffentlicht am 25.02.2019

5 Lebensschicksale

Die Liebe im Ernstfall
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Fünf Frauen, Fünf Geschichten, Fünf Schicksale, so könnte man das Buch von Daniela Krien gut einleiten. Statt einer zusammenhängenden Handlung erwartet den Leser in 5 Kapiteln jeweils eine Lebensgeschichte ...

Fünf Frauen, Fünf Geschichten, Fünf Schicksale, so könnte man das Buch von Daniela Krien gut einleiten. Statt einer zusammenhängenden Handlung erwartet den Leser in 5 Kapiteln jeweils eine Lebensgeschichte einer der Protagonistinnen, die im Leipzig der heutigen Zeit ihr leben meistern.
Da wäre Paula, die über einen schrecklichen Verlust hinwegkommen muss, der sie in eine tiefe Krise gestürzt hat. Ihre Freundin Judith, erfolgreiche Ärztin, aber weniger erfolgreiche Beziehungs- und Familienfrau. Brida, die um ihre große Liebe gegen eine jüngere Frau konkurrieren muss und die beiedn Schwestern Malika und Jorinde, die über die Entzweiung mit den Eltern nach langer Funkstelle wieder zueinander finden.
Alle diese Frauen stehen etwa in ihren frühen Vierzigern und haben in ihrem Leben bereits einiges erlebt, vielleicht sogar schwere Schicksalsschläge verkraften müssen. Durch Zeitsprünge ist der Leser stets an der Seite der Frauen und wird mit ihren Gefühlen ständig mitgerissen, was für mich das Buch zu einem echten Pageturner machte. Krien versteht es, dass der Leser (oder in meinem Fall Leserin) sich in jeder dieser Frauen wiederfindet, auch wenn man manchmal so da sitzt und verständnislos den Kopf schüttelt, wenn wieder eine der Frauen einer zukunftslosen Schwärmerei hinterher läuft.
Über die vielen Tiefs in ihren Leben finden aber viele der Frauen auch wieder zu Lebensfreude und Vitalität, Stellen, die einem großen Mut machen. Denn über die ernsten Hintergründe hinaus ist das Buch ausgesprochen leicht geschrieben und liest sich sehr angenehm und schnörkellos.
Ich bin ein großer Fan dieser Frauen und des Buchs geworden und empfehle es wärmstens weiter, auch solchen Frauen, die das Leben noch nicht gebrochen hat.

Veröffentlicht am 25.02.2019

Berliner Geschichte aus Sicht einer Frau

Allee unserer Träume
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"Allee unserer Träume" erzählt die Geschichte der jungen Ilse, die in der frühen Nachkriegszeit in Berlin lebt.
Der Krieg ist gerade erst zu Ende, das Grauen noch in den Köpfen der Menschen, aber die Stadt ...

"Allee unserer Träume" erzählt die Geschichte der jungen Ilse, die in der frühen Nachkriegszeit in Berlin lebt.
Der Krieg ist gerade erst zu Ende, das Grauen noch in den Köpfen der Menschen, aber die Stadt muss wieder aufgebaut werden und Ilse bewirbt sich um die Neubebauung der Karl-Marx-Allee und wird mit ihren Plänen ausgewählt. Daraus ergeben sich aber für sie neue Probleme: Durch den jähen Erfolg Ilses fühlt ihr Ehemann sich bedroht und in einer für seinen Stand nicht angemessenen Konkurrenzrolle. Er verbietet Ilse die Arbeit an den Aufbauten.
Insgesamt hat mich das Thema und die Handlung des Buches durchaus angesprochen. So fand ich als Berlinerin natürlich grade die Schauplätze interessant und fand durch den historischen Hintergrund auch gut in die Geschichte hinein. Ilse hat mich in ihrem Kampf um Anerkennung und Selbstbestimmung durchaus imponiert und inspiriert. Als Leser kann man gut nachempfinden, wie schwierig es noch in den 50er Jahren (selbst in einer Stadt wie Berlin) war, als Frau Erfolg zu haben.
Darüber hinaus muss man aber eingestehen, dass das Buch eher in die Schublade "Unterhaltungsliteratur" gehört. Im Großen und Ganzen finden wir hier stereotype Figuren, die entweder nicht oder besonders plakativ aus ihren Rollen fallen, was das Buch am Ende doch sehr vorhersehbar macht. Auch fand ich die Motive der Handlung nicht bahnbrechend neu und innovativ.
Dennoch kann man dieses Buch wunderbar an einem Sonntagnachmittag auf dem Balkon genießen, es ist unterhaltsam und mit kleinem Erkenntnisgewinn. Wer nicht zu viel erwartet, kann dieses Buch ohne Reuhe genießen, auch als Nichtberliner!

Veröffentlicht am 19.02.2019

Harter Stoff

Stella
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Da ich den ersten Roman von Takis Würger bereits begeistert verschlungen hatte, war ich auch auf dieses neue Werk sehr gespannt. Nach kürzester Zeit wird einem aber klar, dass es mit dem Coming-of-Age-Thema ...

Da ich den ersten Roman von Takis Würger bereits begeistert verschlungen hatte, war ich auch auf dieses neue Werk sehr gespannt. Nach kürzester Zeit wird einem aber klar, dass es mit dem Coming-of-Age-Thema des Vorgängers so gar nichts gemein hat. Im Mittelpunkt steht der junge Friedrich, der aus einer reichen Schweizer Familie ins, so glaubt er, aufregende und lebensfrohe Berlin zieht. Dort lernt er Kristin kennen, die sich alsbald als Stella entpuppt, Jüdin im Untergrund. Um ihre Familie vor der Deportation zu schützen, verrät sie Berliner Juden an die Nazis.
Dass es sich hierbei um eine historische Person handelt, weiß man ja inzwischen auch durch den medialen Wirbel, der um das Buch gemacht wird. Aber auch die im Buch angeschnittenen Verhörprotokolle von Stella Goldschlag machen einem auf so simple Art diesen Tiefpunkt deutscher Geschichte bewusst.
Ich war von dem Buch schwer beeidruckt und kann es nur empfehlen.

Veröffentlicht am 30.12.2018

JA zum Nein

Nein ist das neue Ja
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Nein ist das neue Ja, dieser Titel ist zwar provokant, aber es steckt eine Menge Wahrheit in den drei Worten.
In der heutigen Zeit ist es deutlich schwieriger ein "Nein" zu sagen, statt eines "Ja"´s. Es ...

Nein ist das neue Ja, dieser Titel ist zwar provokant, aber es steckt eine Menge Wahrheit in den drei Worten.
In der heutigen Zeit ist es deutlich schwieriger ein "Nein" zu sagen, statt eines "Ja"´s. Es bedeutet, dass man sich nicht wie ein Fähnchen im Wind bewegt. Menschen zu wiedersprechen heißt, seinen eigenen Standpunkt zu wntwickeln und charakterliche Stärke zu zeigen. Auch Desiree Nick proklamiert in ihrem Buch das "NEIN" und damit die Wichtigkeit, nicht alles mit sich machen zu lassen und Anderen nach dem Mund zu reden.
Ich fand die Lektüre ausgesprochen inspirierend. Außerdem habe ich beim Lesen viel gelacht, man muss der Autorin wirklich ein Lob aussprechen, mit wie viel Biss sie einige aktuelle Diskussionen und Themen des Zeitgeschehens aufs Korn nimmt.