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Veröffentlicht am 29.10.2025

Über die Verfeinerung der eigenen Energie durch den schamanischen Weg

Energetische Selbstfürsorge
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Mit "Energetische Selbstfürsorge" hat der schamanische Lehrer und Heilpraktiker Benjamin Maier ein interessantes Buch herausgebracht, das allen, die für den schamanischen Weg offen sind und vielleicht ...

Mit "Energetische Selbstfürsorge" hat der schamanische Lehrer und Heilpraktiker Benjamin Maier ein interessantes Buch herausgebracht, das allen, die für den schamanischen Weg offen sind und vielleicht schon ein bisschen Vorwissen und Erfahrungen in diesem Bereich haben, wertvolle, praktische Tipps zur Verbesserung des eigenen Energiefelds in die Hand gibt.

Das Buch ist sehr praxisnah aufgebaut. So beginnen neue Kapitel oft mit Selbsttests, bei denen man anhand von Fragen einschätzen kann, von welchem Ausgangsniveau man bei dem jeweiligen Thema startet, z.B., wenn es um das eigene Energielevel geht (das kann man mit Fragen wie "Weißt du genau, was du willst?", "Wie klar ist dein Geist?" oder auch "Spürst du dich selbst unter anderen Menschen?" näher erforschen).

Um Lebensenergie und das Energielevel geht es überhaupt sehr viel in dem Buch, als Basis für alles andere im Bereich energetische Selbstfürsorge. Davon handelt etwa die ganze erste Hälfte des Buches. Der Autor beschreibt, wie sich das Energielevel auf alle Lebensbereiche auswirkt, ob es nun um Gesundheit, Beziehungen, spirituelle Fähigkeiten oder beruflichen Erfolg geht. Ausführlich geht es auch um das Energiesystem insgesamt und die Energieströme im menschlichen Körper und um ihn herum aus schamanischer Perspektive. Diese Kapitel habe ich auch sehr interessant gefunden, hätte mir aber hier und auch an so einigen anderen Stellen - da so manches davon für mich neu war - ein paar illustrierende Grafiken gewünscht.

In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann wirklich konkret um energetische Selbstfürsorge und darum, wie man, zum Beispiel durch Rituale und Kontaktaufnahme mit Naturgeistern, sich selbst schützen, transformieren oder das eigene Energielevel erhöhen kann. Gut gefallen hat mir dabei insbesondere, dass der Autor dabei auch auf mögliche Risiken und Gefahren hinweist, die damit verbunden sein können.

Insgesamt ist es ein sehr interessantes, praxisnahes und hilfreiches Buch eines Menschen, der glaubwürdig vertritt, in diesem Bereich sehr viel Wissen und praktische Erfahrung zu haben und von dem am schamanischen Weg Interessierte viel lernen können.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Von einem einsamen Leuchtturm der Menschlichkeit

Herz in der Faust
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Der französische Schriftsteller und Journalist Sorj Chalandon ist bekannt dafür, als Basis für seine Romane Settings zu wählen, die es so tatsächlich gegeben hat. Das ist auch in seinem neuen Roman „Faust ...

Der französische Schriftsteller und Journalist Sorj Chalandon ist bekannt dafür, als Basis für seine Romane Settings zu wählen, die es so tatsächlich gegeben hat. Das ist auch in seinem neuen Roman „Faust in der Hand“ der Fall: auf der bretonischen Insel Belle-Île-en-Mer gab es bis Ende der 1970er Jahre eine Strafanstalt für Minderjährige. Um diese geht es in der fiktiven Geschichte rund um den jungen Jules, der prägende Jahre seiner Jugendzeit dort verbringen muss.

Das Buch ist äußerst packend geschrieben. Aus der Perspektive der erst jugendlichen und dann jungen erwachsenen Jules erleben wir kurze Rückblicke in seine Kindheit, dann ausführlich geschildert – samt allen dort herrschenden Grausamkeiten und drakonischen Strafen – die Zeit in der Strafanstalt für Kinder und Jugendliche auf der Insel, und schließlich den Ausbruch und die Zeit danach.

Es ist zugleich spannender Abenteuerroman und interessantes Psychogramm eines jungen Menschen, der bisher in seinem Leben unglaublich viel Gewalt und Unterdrückung erfahren und bezeugen musste und der lange kaum daran glauben kann, dass es auch Gutes in Menschen geben kann – der aber gleichzeitig auch einen starken Gerechtigkeitssinn und Beschützerinstinkt und eine brennende Wut in sich spürt.

Passend zum Titel „Herz in der Faust“ ist das Buch voll von Gewalt: tatsächlicher und solcher im Kopf des Hauptcharakters. Es ist sehr bedrückend zu lesen, welches Leid die unschuldigen Kinder und Jugendlichen (die meisten haben sich kaum etwas Gröberes zu Schulden kommen lassen, manche haben auch überhaupt nichts verbrochen und nur das Pech, Waisenkinder zu sein, für die sonst kein Platz gefunden wurde) in dieser Haftanstalt erdulden müssen. Szenen der Gewalt und Demütigung werden immer wieder und sehr drastisch geschildert und nehmen einen großen Teil des Buches ein, das muss man aushalten können.

Zusätzlich gibt es die gewalttätigen Racheszenen im Kopf von Jules, die so unmittelbar geschrieben sind, dass man beim ersten Lesen erst einmal braucht, um sich klar zu machen, dass diese Gewalt nur in seinem Kopf ist und nicht wirklich stattfindet: „

Wirklich interessant und berührend wurde das Buch für mich etwa ab der Hälfte, als es um den Ausbruch der Kinder und Jugendlichen geht, der so halb zufällig und nicht sehr geplant vonstatten geht und auf den eine unbarmherzige Jagd nicht nur der Gefängniswärter, sondern auch der gesamten Zivilbevölkerung der Insel, die sich eine der auf die jungen Menschen ausgesetzten Kopfprämien erhofft, einsetzt, und alle außer Jules wieder gefangen und hart bestraft werden. Wie manche auch der zuerst nett und unterstützend wirkenden Menschen letztlich ihre Schützlinge verraten, macht sehr betroffen – doch es gibt eben auch Ausnahmen, wie den Fischer und seine Frau.

Es ist bei aller Abenteuerlichkeit auch ein sehr hartes Buch zu lesen, insbesondere für einfühlsame Menschen. Das macht es aber nicht schlecht, sondern wirft wichtige Fragen danach auf, was unsere Menschlichkeit ausmacht, gerade in herausfordernden Situationen, wo wir uns anpassen und wo wir mit unseren eigenen Werten dagegenhalten, wo wir uns für Außenseiter einsetzen und auch, ob und wie jemand, der so viel Schlimmes erfahren hat, noch Vertrauen zu Menschen und Glauben an das Gute finden kann.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Von der Weisheit, die in der Trauer liegt

Zeit der Abschiede
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Klaus Brinkbäumer, Jahrgang 1967, kann in seinem Leben auf so einige Erfolge und Segnungen zurückblicken: eine jahrzehntelange erfolgreiche Karriere als Journalist, mehrere Jahre als Chefredakteur des ...

Klaus Brinkbäumer, Jahrgang 1967, kann in seinem Leben auf so einige Erfolge und Segnungen zurückblicken: eine jahrzehntelange erfolgreiche Karriere als Journalist, mehrere Jahre als Chefredakteur des Spiegels und danach als Programmdirektor des MDR, eine erwachsene Tochter aus einer früheren Ehe und einen kleinen Sohn aus der aktuellen Ehe mit Samiha Shafy, mit der er vor einiger Zeit ein Buch über Hundertjährige veröffentlicht hat. Sein Lebensstil ist privilegiert und materiell abgesichert, er pendelt in den im Buch beschriebenen Jahren zwischen New York - wo er mit seiner Familie in einer Wohnung in Manhattan mit toller Aussicht lebt - und Deutschland. Außerdem war ihm das nicht selbstverständliche Glück vergönnt, seine beiden Eltern lange in seinem Leben zu haben und erst in den eigenen 50ern zu verlieren, als beide schon ein hohes Alter erreicht hatten. Doch der Verlust der Eltern, nochmal mehr beider innerhalb der Zeitspanne von wenigen Jahren, ist für jeden Menschen ein existenzieller Einschnitt und oft auch eine tiefe Krise.

In diesem Buch gelingt es dem Autor, den Abschnitt von den beiden sterbenden Eltern in einen größeren Rahmen einzubetten, in "sieben Jahre des Loslassens und Wiederfindens", wie es im Untertitel passend heißt.

Das Buch beginnt mit dem Tod der Mutter und dem Bedauern und Unverständnis des Sohnes darüber, dass der Vater diese alleine über die Schwelle begleitet und seinen Sohn nicht verständigt hat, um sich in den letzten Stunden von der Mutter zu verabschieden, obwohl dies aus Sicht des Sohnes leicht möglich gewesen wäre. Etwas, womit er noch länger zu hadern haben wird im Verlauf des Buches. Darauffolgend wird dann in bruchstückhafter und nicht chronologischer Form von den sieben Jahren der Abschiede erzählt: der Zeitspanne zwischen 2018 und 2024, im Leben des Autors und in der Welt. Dementsprechend beginnen auch viele Absätze nach folgendem Muster: "Es ist der 17. Februar 2019, im zweiten Jahr der Abschiede,..." (S. 19).

Der große Thema des Buches ist natürlich der Abschied von den beiden alten Eltern, zuerst von der Mutter, später vom Vater, doch es geht insgesamt noch um viel mehr: um die Weisheit des mittleren Lebensalters und die reifende Erkenntnis, dass vieles zu Ende geht und nie wieder kommt, dass wir selten wissen, wann etwas zum letzten Mal geschieht, und dass niemand von uns am Ende von Tod, Trauer und Schicksalsschlägen verschont bleiben wird im Leben. Eingebettet ist dieses Thema in die globale Situation und insbesondere in die Zeit der Coronapandemie, die bekanntlich in diese Zeit fiel. Diese Pandemie mit all den damit verbundenen Aspekten ist ebenfalls ein großes Thema in diesem Buch - somit empfehle ich die Lektüre dieses Buches nur jenen, die bereit sind, sich neben dem Thema Trauer und alte Eltern auch mit dieser Zeit noch einmal innerlich auseinanderzusetzen.

Es ist ein stilles, weises, tiefgründiges und nachdenklich machendes Buch eines gereiften Menschen, der in seinem Leben schon einiges erlebt und erfahren hat und nun insbesondere hervorgerufen durch das Sterben und den Tod der alten Eltern die Gelegenheit nutzt, seine Gedanken über Tod und Vergänglichkeit in Worte zu fassen. Ich habe mir während des Lesens einige treffende Zitate notiert, die ich hier teilen möchte:

"Trauer nimmt die Trauernden gefangen und verunsichert die Nichttrauernden, weshalb sie aus deren Sicht gezähmt und überwunden werden sollte." (S. 11)

"Die Erschütterung unserer Welt hatten wir doch gerade noch für ungefähr 2035 erwartet, mit etwas Glück für 2040, das lag an der scheinbaren Langsamkeit der Klimakrise, am scheinbar unzerstörbaren Westen. Unsere Eltern, im Krieg geboren, dann aber die Nachkriegsgeneration und die Generation Wiederaufbau, hatten uns Stabilität garantiert. Und jetzt müssen wir uns von viel zu vielem verabschieden, zu schnell. Geborgene Jahrzehnte enden." (S. 33)

"Dass wir zurückkommen werden, das sagen wir, aber ich musste lange genug leben, ehe ich es verstanden, wirklich verstand, fühlte und wusste: Dinge enden, verstreichen, zerbrechen, und dann sind sie vorbei, und vielleicht kommen neue Dinge, vielleicht aber folgt bloß Leere. Erwachsensein heißt zu verstehen, dass nichts bleibt und nichts wiederkehrt; heißt, mehrere Gefühle zugleich zu erleben, das Glück und die Trauer; heißt, all das zugleich auszuhalten, auszubalancieren und weiterzugehen." (S. 43)

"Die Welt und mein Leben sind voll von Geschichten und Dingen, die niemand jemals hatte kommen sehen. Und doch glaubte ich, das Leben planen und gestalten zu können, glaubten wir das nicht alle?" (S. 51)

"Kein erwachsener Mensch führt ein Leben ohne Brüche und ohne Wendungen, ohne all die Fehlentscheidungen und Zufälle, die uns hierhin lenken und dorthin werfen; manchmal, für die Glücklichen, kommen die Schläge spät, doch sie kommen. Die meisten Menschen möchten sich das eigene Leben als lineare Geschichte des Aufstiegs, der Addition von Wissen, Liebe, Geld und Ruhm erzählen, ich wollte das auch, doch dann kommt die Ahnung, dass das Leben so nicht bleiben wird. Nicht ist. Niemals war. Oder bestenfalls am Anfang, in der Jugend, so gewesen sein wird." (S. 81)

"Vom Land der Gesunden und dem Land der Kranken spricht auch Christopher Hitchens, und irgendwann kommt der Moment der Deportation für jeden. Danach: Sehnsucht nach der einstiegen Heimat und keine Chance auf Rückkehr." (S. 107)

"Es ist ganz egal, es spielt keine Rolle, wer in einem Leben zuletzt angerufen hat, wer der letzte Besucher war, der letzte Freund oder der letzte Gegner, der Abschied ist immer eine einsame Angelegenheit." (S. 124)

Insgesamt ist es ein Buch, das mich persönlich sehr berührt hat und in dem viel Tiefgründigkeit und Weisheit zu finden ist und das ich jenen, die sich mit den Themen Tod, Sterben, Vergänglichkeit und alte Eltern auseinandersetzen möchten, ans Herz legen kann. Ich empfehle, sich für dieses Buch Zeit zu lassen, sich darauf einzulassen, den Worten Raum zum Wirken zu geben und sie, am besten in einem Notizbuch, mit den eigenen Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen zu diesen Themen zu verbinden. Danke an den Autor für dieses ehrliche, persönliche Buch!

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Annäherung an Angst & Absicherung

Lebensversicherung
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"Lebensversicherung" von Kathrin Bach ist für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert worden. Auf dieser Liste landen oft Bücher, die auf die eine oder andere Art außergewöhnlich sind. Dieses ...

"Lebensversicherung" von Kathrin Bach ist für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert worden. Auf dieser Liste landen oft Bücher, die auf die eine oder andere Art außergewöhnlich sind. Dieses hebt sich insbesondere durch seinen Schreibstil von anderen Werken ab. Das ganze Buch besteht aus vielen Minikapiteln, die meist nicht länger als eine Seite sind und sich mit Fragen wie "Wie das Dorf aussieht, in dem ich aufgewachsen bin", "Wo ich nach dem Kindergarten zu Mittag esse", "Was wir sonntags oft machen", "Warum man eine Rechtsschutzversicherung braucht" oder auch "(Versuchte) Suizide im Neubaugebiet" befassen.

An diesen Kapitelüberschriften sieht man schon: das Buch ist insgesamt sehr tagebuchartig aufgebaut und so ist auch der Schreibstil, z.B. "Wir sitzen im großen Auto meiner Eltern und fahren eine Straße unseres Dorfes runter und meine Eltern zeigen plötzlich auf ein Haus. Da habe der soundso gewohnt. Der hat sich letztens umgebracht. Wie denn? frage ich. Das Haus liegt dunkel da, ein Rollladen ist komplett heruntergelassen, der andere nur fast. Ich sitze vorn, meine Mutter hinten, mein Vater fährt mein Vater spricht so leise, dass meine Mutter ihn hinten nicht richtig versteht. Gift, sagt mein Vater. Und meine Mutter im gleichen Atemzug: Gas." (S. 203)

Dieser vermutlich bewusst so gewählte Schreibstil lässt einen sich beim Lesen der Ich-Erzählerin nahe fühlen. Wir erleben das spezielle Milieu, in dem sie aufgewachsen ist und das sie so geprägt hat, direkt mit. Die Eltern, die beide als Versicherungsvertreter arbeiten, wie auch schon die Großeltern. Absicherung als großes Thema im Dorf, in dem über 90 Prozent der Einwohner bei dieser Versicherungsvertreterfamilie versichert sind. Es ist ein konservatives, enges Milieu, voll von dem Wunsch nach vermeintlicher Absicherung, die doch nie ganz möglich ist und mit noch so viel Geld keinen vorzeitigen Tod verhindern kann.

Tode gibt es so einige, die geschildert werden: ob der über 80-jährige Opa, der im Luxusurlaub im Meer plötzlich einen Herzstillstand erleidet oder der gerade mal etwas über 50-jährige kleinwüchsige Onkel, der nach Corona an Multiorganversagen stirbt. Mittendrin die Ich-Erzählerin, als Kind oft von Erbrechen und von Ängsten geplagt, immer heimlich viele Medikamente für jeden Notfall parat habend... und doch findet sie dann den Mut, als Autorin und Künstlerin ein relativ wenig abgesichertes Leben zu wählen.

Das Buch liest sich aufgrund seiner Kürze, der Knappheit der Kapitel und des Schreibstils schnell und leicht, regt dabei aber tiefgründig zum Nachdenken darüber an, was Sicherheit und Absicherung überhaupt bedeuten, welchen Preis es mit sich bringt, alles absichern zu wollen und was es bedeutet, das eigene Leben zu wagen.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Über die Kraft unserer Gedanken

SUPER SYNCHRONICITY - Tritt ein in die Frequenz der glücklichen Zufälle
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Susanne Kos zeigt in ihrem Buch "Super Synchronicity" die Kraft der Visualisierung, Manifestation und zielgerichteten Gedanken auf. Es handelt sich um ein sehr praxisnah und zugänglich gestaltetes Buch, ...

Susanne Kos zeigt in ihrem Buch "Super Synchronicity" die Kraft der Visualisierung, Manifestation und zielgerichteten Gedanken auf. Es handelt sich um ein sehr praxisnah und zugänglich gestaltetes Buch, der Ton ist herzlich und persönlich, die Worte überzeugend. Hier schreibt eine Frau, die persönlich erlebt hat, dass die von ihr vorgestellte Methode funktioniert und die sich damit diverse, vor allem materielle und berufsbezogene, Ziele manifestiert hat. Es ist im Kern die gleiche Methode wie in "The Secret" und vielen weiteren bekannten Manifestationsbüchern.

Schritt für Schritt und mit vielen Übungen führt die Autorin anschaulich durch die Methode und alle Lesenden, die diesem Weg folgen möchten, können das tun, werden dabei an der Hand genommen und durchgeleitet. Schon im Buch selbst kann man einige Übungen ausfüllen und findet dafür den nötigen Platz, begleitend dazu stellt die Autorin außerdem auf ihrer Website ein Arbeitsbuch zum Ausfüllen zur Verfügung, das man sich kostenlos runterladen kann.

Man spürt, dass der Autorin viel daran liegt, die Methode anschaulich zu vermitteln und auch auf mögliche Hindernisse und Widerstände bei der Umsetzung einzugehen.

Ich persönlich habe allerdings gespürt, dass diese Methode und die dahinter stehende Weltanschauung meiner persönlichen Spiritualität, meinem Glauben, meinen Werten und der Art und Weise, wie ich in der Welt sein, mich bewegen und etwas bewirken möchte, aber auch meiner Haltung von Vertrauen in etwas Höheres, Dankbarkeit und Demut gegenüber dem, was ich mit meinem menschlichen Gehirn nicht erkennen kann, in vielen Punkten fundamental entgegen steht.

Das ist kein Zweifel am Funktionieren der Methode, sondern an der Ethik dahinter und an den spirituellen Konsequenzen, resultierend aus meiner persönlichen Weltsicht. Ich möchte auch nicht in jeder freien Minute daran denken, mir aus dem Kopf irgendein - meist materielles und ich-bezogenes - Ziel zu manifestieren, wie es im Buch vorgeschlagen wird, sondern diese lieber mit einer Haltung von Dankbarkeit, Liebe und Vertrauen für die vielen Geschenke in meinem Leben füllen und auf den Weg vertrauen, auf dem ich mich von etwas Höherem geführt fühle und den ich nicht in jedem Detail kennen und selbst manifestieren muss.

Diese prinzipielle Kritik an der Methode ist aber nicht der Autorin anzulasten und eine Frage der persönlichen Haltung, Weltsicht und Spiritualität, deshalb ziehe ich dafür keine Sterne ab und gebe insgesamt 5 Sterne für ein sehr gut gestaltetes Buch, bei dem jede und jeder selbst entscheiden muss, ob die Methode einem entspricht. Wenn das so ist, dann ist es jedenfalls ein empfehlenswertes Buch, das diese Methode anschaulich, praxisnah und mit viel Herzblut vermittelt.

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