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Veröffentlicht am 09.12.2024

Bunter Streifzug

Männerwelten
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Das Buch „Männerwelten“ ist ein bunter Streifzug durch viele verschiedene Aspekte, die in der Arbeit mit Männern relevant sein können. Dabei werden zuerst kurze Einblicke in unterschiedliche männerrelevante ...

Das Buch „Männerwelten“ ist ein bunter Streifzug durch viele verschiedene Aspekte, die in der Arbeit mit Männern relevant sein können. Dabei werden zuerst kurze Einblicke in unterschiedliche männerrelevante Theorien und Betrachtungsweisen gebracht: es geht um Rollenstereotype, um Männer auf der Suche nach dem Sinn, um Männer als Väter und um fehlende Rituale in der Sozialisation der Männer, um Männer in Beziehungen, in der Arbeitswelt, im Umgang mit ihrem Körper, Männer auf der Suche nach dem Sinn und um vieles mehr.

Intensiv wird außerdem auf die „sieben vulnerablen Punkte“ im Leben eines Mannes
eingegangen, die einerseits zu Krisen führen können, andererseits dadurch aber auch eine Chance zu Veränderungen in sich tragen. Diese Punkte sind laut den Autoren „Verbrannt – Burnout“, „Verliebt – verlobt – verheiratet – verführt“, „Vaterschaft“, „Verantwortung und/oder virtuelle Welten“, „Veränderung“, „Verlust“ und „Verurteilung“.

Schließlich geht es in einem weiteren Kapitel darum, Männer professionell zu begleiten, sowohl aus medizinischer als auch aus psychotherapeutischer Sicht. Dabei wird auch kurz auf den Faktor „Geschlecht des Therapeuten“ eingegangen und es werden verschiedene unter im Sozialbereich Tätigen sehr bekannte therapeutische Interventionen kurz genannt und beschrieben (z.B. Psychoedukation, Familienbrett etc.), auf deren männerspezifische Bedeutung aber nicht näher eingegangen.
Schwierig beim Lesen fand ich, dass für mich absolut kein roter Faden in dem Buch erkennbar war. Es handelt sich um eine für mich willkürlich und ungeordnet anmutende Aneinanderreihung von diversen Theorien und Zitaten zu Männern und Männlichkeit.
Verschiedene männerspezifische Themen tauchen immer wieder in kurzer Form an ganz unterschiedlichen Stellen des Buches auf, sodass es schwierig ist, sich einen Überblick über irgendein männerspezifisches Thema zu verschaffen, weil man sich die Informationen über das ganze Buch verteilt zusammensuchen muss.
Das Buch kann interessierten Lesern, denen klare Strukturen nicht so wichtig sind, aber dennoch empfohlen werden, um Inspirationen dazu zu sammeln, welche Themen für männlicheKlienten in der Psychotherapie und Beratung möglicherweise besonders relevant sein könnten.

Es eignet sich aber nicht, um sich systematisch tiefergehendes männerspezifisches
Beratungswissen anzueignen oder um für die konkrete psychologische Arbeit mit einem Klienten zu einem bestimmten Thema nachzuschlagen, denn dafür fehlt die klare Struktur und es bleibt die Behandlung vieler Themen zu sehr an der Oberfläche. Es werden zwar unglaublich viele Themen gestreift, aber oft wird nicht näher auf diese eingegangen und unterschiedliche Themenbereiche werden zusammenhanglos nebeneinander gestellt.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Zeitlos - eindringlich - nachdenklich machend

Das Bildnis des Dorian Gray
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Dieser Klassiker aus dem Jahr 1890 ist ein wirklich gutes Buch. Ich habe das Buch gestern beendet und denke immer noch darüber nach… über die Oberflächlichkeit der Menschen und wie sie jemandem, der jung ...

Dieser Klassiker aus dem Jahr 1890 ist ein wirklich gutes Buch. Ich habe das Buch gestern beendet und denke immer noch darüber nach… über die Oberflächlichkeit der Menschen und wie sie jemandem, der jung und attraktiv aussieht, nichts Schlechtes zutrauen wollen. Wie viel von Dorians Lebensstil nur möglich ist, weil statt ihm das Bild altert.

Das Buch berührt tiefe Menschheitsthemen und ist dabei trotzdem überwiegend in einer zugänglichen, auch heute gut lesbaren Sprache geschrieben.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Eine stille Reise ganz alleine durch das Nachkriegsbosnien

Die Stille ist ein Geräusch
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Juli Zeh fährt im Sommer 2001 durch Bosnien. Alleine, nur begleitet von ihrem Hund. Wenige Jahre nach dem Kriegsende dort. Sie beobachtet, lernt Menschen kennen, fängt die Stimmung ein. Ein stilles und ...

Juli Zeh fährt im Sommer 2001 durch Bosnien. Alleine, nur begleitet von ihrem Hund. Wenige Jahre nach dem Kriegsende dort. Sie beobachtet, lernt Menschen kennen, fängt die Stimmung ein. Ein stilles und genau dadurch sehr interessantes Memoir eines spannenden Ortes, den damals kaum Menschen aus Mittel- und Westeuropa bereist haben. Ich war auch im Sommer 2002 und 2003 in Bosnien und erinnere mich an die besondere Stimmung dort, auch deshalb war das Buch besonders interessant für mich, weil ich vieles wiedererkannt habe. Wer gerne ein ruhiges, unspektakuläres, aber gut beobachtetes Memoir zu einer Reise durchs Nachkriegsbosnien liest, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Sehr spannendes, persönliches Memoir zur eigenen Familiengeschichte

Die Postkarte
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Die Autorin und ihre Mutter bekommen eine Postkarte, auf der die Namen vier Verwandter geschrieben stehen, die im Holocaust ermordet worden. Daraufhin macht die Autorin sich auf, deren Geschichte genauer ...

Die Autorin und ihre Mutter bekommen eine Postkarte, auf der die Namen vier Verwandter geschrieben stehen, die im Holocaust ermordet worden. Daraufhin macht die Autorin sich auf, deren Geschichte genauer zu recherchieren.

Eindrückliches Memoir, zum Holocaust, aber nicht nur dazu, auch dazu, was es bedeutet, transgenerationale Traumata mit sich zu tragen, über bis heute bestehenden Antisemitismus in Frankreich (dort spielt das Buch hauptsächlich)... aber ganz besonders ein eindrückliches Denkmal für die Ermordeten, die wir in diesem Buch ganz nahe kennen lernen und mit der Autorin um sie weinen. Berührend, eindringlich, gut geschrieben - eines meiner Lesehighlights des Jahres!

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Von einer, die das Hamsterrad verlassen hat, um ihrer inneren Stimme zu folgen

Selbst in Sicht
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In diesem humorvoll und locker-flockig geschriebenen, unterhaltsamen Buch begleiten wir die Autorin Susanne auf ihrem Weg hin zu einem authentischeren, erfüllteren Leben.

Susanne ist um die 30 und auf ...

In diesem humorvoll und locker-flockig geschriebenen, unterhaltsamen Buch begleiten wir die Autorin Susanne auf ihrem Weg hin zu einem authentischeren, erfüllteren Leben.

Susanne ist um die 30 und auf dem besten Weg zu einem in den Augen vieler angesehenen und erfolgreichen Leben: sie hat ihr Psychologiestudium mit Bestnoten absolviert, einen guten, sicheren, unbefristeten Job erreicht und ist in einer Beziehung mit einem Mann, der demnächst heiraten und Kinder kriegen will. Alles super, oder? Doch glücklich ist Susanne nicht, und die leise, nagende Stimme in ihrem Herzen, die ihr sagt, dass sie dringend etwas Gravierendes in ihrem Leben ändern sollte, meldet sich immer wieder.

An diesem Punkt sind viele Menschen irgendwann in ihrem Leben, doch nicht alle haben so viel Mut wie Susanne. Als sie spürt, dass es dran ist, auf Weltreise zu gehen, bittet sie ihren Chef um eine Auszeit. Dies wird in dieser Firma aber nicht gestattet, also kündigt Susanne den sicheren Job einfach. Sie bucht ein Ticket nach Südamerika, one-way und ganz alleine. Dort wird sie viele Monate verbringen, mit ihrer offenen, freundlichen Art Menschen kennen lernen, Gelegenheitsjobs annehmen, auf fremden Sofas und in wechselnden Hostelzimmern übernachten, durch verschiedene Länder Südamerikas (und zwischendurch auch mal wieder Europas) reisen und sich auf fremde Kulturen und den Fluss des Lebens einlassen.

Wir begleiten Susanne auf diesem Weg und erleben, wie sie mit ihren alten Ängsten, ihrem Sicherheitsdenken, Selbstwertproblemen und hinderlichen Glaubenssätzen zu kämpfen hat und diese Schritt für Schritt überwindet. Dabei wendet sie sowohl Techniken aus ihrem Psychologiestudium als auch aus den fernöstlichen Weisheitslehren an, insbesondere aus dem Yoga. Vor allem aber sieht sie sich immer wieder mutig und aufrichtig in den Spiegel, um sich selbst damit zu konfrontieren, wo sie gerade in ihrer Entwicklung steht und was als nächster Schritt dran ist.

Besonders schön habe ich an dem Buch die Beispiele dafür gefunden, wie Susanne sich auch von negativen Glaubenssätzen anderer (z.B. dazu, dass es in reichen Ländern kaum hilfsbereite, freundliche Menschen geben würde) nicht herunterziehen lässt, sondern an ihrer hoffnungsvollen, positiven Einstellung festhält, und dadurch, entsprechend dem Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung, auch tatsächlich immer wieder durch die schönen Erfahrungen und netten Begegnungen, sie sie erlebt, in ihrer lebensbejahenden und menschenfreundlichen Haltung bestätigt wird.

Als eine, die selbst sowohl gerne individuell reist, als auch ihrer inneren Stimme folgt, habe ich mich mit Susanne beim Lesen des Buches sehr verbunden gefühlt und mich über jeden ihrer Schritte zur Selbstbefreiung gefreut. Das Buch ist unterhaltsam, angenehm und lebensnah geschrieben, es fällt einem leicht, sich in die Protagonistin einzufühlen und ihren Weg innerlich mitzuerleben. Es ist ein Buch, das Hoffnung, Optimismus und Menschenfreude vermittelt und damit unglaublich gut tut in einer stark von Krisen und Pessimismus geprägten Zeit. Alles Gute auf deinem weiteren Weg, liebe Susanne, und danke für dieses inspirierende Buch!

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