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Veröffentlicht am 13.11.2025

Die zwei Erlen

Two Twisted Crowns - Die Magie zwischen uns
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Die Zwei-Erlen
In diesem gelungenen zweiten Band der Shepherd-King-Dilogie erleben wir zwei zentrale Handlungsorte mit jeweils zwei Perspektiven: Elm und Ione sowie Ravyn und Elspeth.



Elm & Ione haben ...

Die Zwei-Erlen
In diesem gelungenen zweiten Band der Shepherd-King-Dilogie erleben wir zwei zentrale Handlungsorte mit jeweils zwei Perspektiven: Elm und Ione sowie Ravyn und Elspeth.



Elm & Ione haben mich besonders positiv überrascht. Ihre gemeinsame Geschichte ist faszinierend erzählt, auch wenn sich der Spannungsbogen durch die Suche nach der „Zwei-Erlen-Karte“ streckenweise etwas in die Länge zieht. Ione zeigt zunehmend ihre menschliche Seite – trotz der Kontrolle durch die Karte, die sie gefangen hält. Ihre Beziehung zu Elm vertieft sich spürbar und endet für mich sehr zufriedenstellend. Besonders eindrucksvoll sind die Rückblicke durch Iones Gedanken, die viel über ihre gemeinsame Vergangenheit mit Hauth und dessen Wesen verraten. Elm durchläuft eine bemerkenswerte charakterliche Entwicklung, wirkt aber bisweilen noch leichtgläubig und unbedacht – hier hätte ich mir manchmal ein schlaueres Vorgehen gewünscht. Auch Ione hätte in ihrem komatösen Zustand vielleicht erkennen sollen, dass sie sich Hauth nicht mehr nähern sollte – ein Charakter, der bereits im ersten Band extrem unsympathisch war und sich im zweiten noch weiter etablierte.



Ravyn & Elspeth (bzw. der Hirtenkönig) sind weiterhin interessante Figuren. Ravyn bleibt ein angenehmer, kämpferischer Charakter, dessen Hingabe an seinen Weg und seine Schwester Jespyr sehr berührend ist. Besonders spannend fand ich seine Entwicklung während der Suche nach der Zwei-Erlen-Karte, die ihn über sich hinauswachsen lässt. Jespyr – die Schwester – ergänzt ihn wunderbar als ruhender Pol.



Elspeth tritt in der ersten Hälfte eher in den Hintergrund, da ihr Körper vom Hirtenkönig (dem „Nightmare“) übernommen wird. Ihre Szenen in seinen Erinnerungen empfand ich etwas langweilig und wenig zentral für den Gesamtverlauf. Doch der Hirtenkönig macht gegen Ende einen beeindruckenden Entwicklungssprung – und wirkt positiv verändert.



Insgesamt bereichert dieser Band das Worldbuilding mit neuen Wesen, Abenteuern und einer düsteren, stimmungsvollen Magie, die hervorragend in die Welt eingebettet ist.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Silber in der Nacht

Flammen – The Secrets of Dracon Rock
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Eine wirklich packende und absolut mitreißende Fortsetzung, die mich wieder komplett in ihren Bann ziehen konnte. Schon nach den ersten Kapiteln war ich wieder voll drin und wollte unbedingt wissen, wie ...


Eine wirklich packende und absolut mitreißende Fortsetzung, die mich wieder komplett in ihren Bann ziehen konnte. Schon nach den ersten Kapiteln war ich wieder voll drin und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Natürlich gab es zwischendurch auch ein paar ruhigere Momente, die vielleicht etwas länger geraten sind, aber im Großen und Ganzen war der Spannungsbogen sehr stark und hat mich immer wieder neugierig weiterblättern lassen. Kaum war eine Frage beantwortet, tat sich schon die nächste auf man hatte eigentlich nie das Gefühl, einfach nur „durchzulesen“, sondern immer etwas, über das man nachdenken konnte.



Das Worldbuilding hat mir wieder gut gefallen. Man bekommt neue Eindrücke, wird aber nicht mit Details erschlagen, sodass man sich die Welt sehr gut vorstellen kann. Trotzdem denke ich, dass man da noch ein bisschen mehr herausholen könnte, weil da so viel Potenzial steckt. Gerade die Atmosphäre und die Verknüpfung zu früheren Geschehnissen fand ich sehr spannend und sie geben dem Ganzen noch mehr Tiefe.



Besonders stark war für mich die Dynamik zwischen den Charakteren. Es herrscht die ganze Zeit dieser Mix aus Vertrauen und Misstrauen, bei dem man nie so richtig weiß, wem man trauen kann und wem nicht. Genau das macht das Lesen so aufregend, weil man ständig das Gefühl hat, dass gleich etwas passieren könnte, das alles verändert. Manche Figuren entwickeln sich richtig weiter, andere bleiben eher Randfiguren, die nicht ganz so wichtig wirken, was aber die Spannung zwischen den Hauptcharakteren umso deutlicher hervorhebt.



Richtig spannend waren auch die Tagebuch-Passagen. Diese ganzen Rätsel, Andeutungen und Geheimnisse haben für mich noch einmal eine ganz neue Ebene eröffnet. Man hat das Gefühl, dass hier noch so viel verborgen liegt, das in den nächsten Bänden richtig an Bedeutung gewinnen wird. Gerade die Verbindung zu den alten Handlungssträngen fand ich sehr gelungen und sie hat die Geschichte für mich noch lebendiger gemacht.



Ein Highlight war außerdem die besondere Beziehung zwischen Reiterin und Drache. Dieses Vertrauen, das man sofort spürt, verleiht der Geschichte noch einmal eine zusätzliche emotionale Tiefe. Es hat mich sehr berührt und ich bin sicher, dass diese Bindung in den kommenden Teilen noch wichtiger wird.



Das Ende war dann wieder so, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Es ist offen genug, um viele Fragen im Kopf zu behalten, aber nicht so offen, dass man frustriert zurückbleibt. Für mich genau der richtige Mix, um die Spannung für den nächsten Band hochzuhalten.



Alles in allem eine sehr gelungene Fortsetzung, die mich komplett überzeugt hat und die definitiv Lust auf mehr macht. Ich bin schon sehr gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht und welche Geheimnisse uns noch erwarten.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Keine Leichte Lektüre

Entführt
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Dieses Buch ist definitiv keine leichte Lektüre. Gleich zu Beginn wird zwar betont, dass nichts verherrlicht oder so dargestellt wird, als wäre die Situation in Ordnung beim Lesen hatte ich jedoch oft ...

Dieses Buch ist definitiv keine leichte Lektüre. Gleich zu Beginn wird zwar betont, dass nichts verherrlicht oder so dargestellt wird, als wäre die Situation in Ordnung beim Lesen hatte ich jedoch oft nicht dieses Gefühl.



Die Protagonistin Maya wird anfangs als starke Persönlichkeit eingeführt, die sich nicht alles gefallen lässt. Im Verlauf der Geschichte wirkt sie allerdings zunehmend naiv. Man hat schnell den Eindruck, dass sie versucht, sich selbst etwas vorzumachen, indem sie sich einredet, dass vielleicht einer der drei Entführer mehr von ihr möchte. Vermutlich ist das eine Art Schutzmechanismus. Trotzdem entwickelt sie Gefühle und man hat teilweise den Eindruck, dass sie die Situationen zu mögen beginnt auch wenn immer wieder betont wird, dass es sich um Vergewaltigungen handelt. Genau diesen Punkt finde ich sehr schwierig. Ich hatte gehofft, dass sich die Beziehung irgendwann auf gegenseitigem Einverständnis entwickeln würde, doch das passiert nicht.



Über die drei Entführer Milan, Iven und Finn erfährt man so gut wie nichts. Das Einzige, was klar wird: Sie sind reich und haben offenbar Spaß daran, Frauen zu entführen, zu vergewaltigen und vermutlich auch zu töten. Mir hat hier ganz klar der Hintergrund gefehlt, ebenso wie eine richtige Persönlichkeit. Zwar gehen alle drei unterschiedlich mit Maya um und haben ihre eigenen Vorlieben, im Endeffekt läuft es aber immer auf dasselbe hinaus: Vergewaltigungen.



Eine wirkliche Handlung sucht man im Buch fast vergeblich. Gefühlt jedes zweite Kapitel beschreibt nur, wie Maya missbraucht wird. Danach duscht sie, geht ins nächste Zimmer und alles beginnt von vorne. Zwischendurch muss sie kochen oder putzen. Einmal versucht sie zu fliehen, und erst gegen Ende, als Leon auftaucht, kommt ein Hauch von Handlung auf. Doch auch hier erfahren wir so gut wie nichts über ihn – außer, dass er ebenfalls reich ist und Frauen gerne psychisch wie physisch leiden sieht.



Die Szenen sind teils sehr verstörend und definitiv nichts für jeden. Um dieses Buch zu lesen, muss man schon einiges aushalten können, denn es geht hier wirklich um Vergewaltigungen. Zwar reagiert Mayas Körper irgendwann darauf, doch sie selbst will es bis zum Schluss nicht.



Alles in allem hat das Buch für mich viel zu wenig Handlung und Tiefgang. Obwohl betont wird, dass nichts beschönigt dargestellt wird, hatte ich manchmal das Gefühl, dass es doch in eine solche Richtung geht. Problematisch fand ich außerdem, dass Maya als relativ alt beschrieben wird was für mich persönlich, da ich jünger bin, etwas befremdlich war. Zusätzlich störte mich die ständige Betonung darauf, wie attraktiv alle vier Männer seien. Natürlich ist das angenehmer, als wenn sie als unattraktiv und älter beschrieben worden wären, aber auch ganz normale Durchschnittsmänner hätten völlig ausgereicht.



Fazit:

Das Buch ist extrem schwer verdaulich, voller verstörender Szenen und bietet leider kaum Handlung oder Charaktertiefe. Für mich persönlich war es keine gelungene Lektüre.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

In der Dunkelheit

Heart of Night and Fire
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Heart of Night and Fire hat es wirklich in sich. Die Geschichte ist extrem spannend, weil viele bereits bekannte Fantasy-Elemente aufgegriffen und neu zusammengesetzt wurden. Teilweise durch neue Namensgebungen, ...

Heart of Night and Fire hat es wirklich in sich. Die Geschichte ist extrem spannend, weil viele bereits bekannte Fantasy-Elemente aufgegriffen und neu zusammengesetzt wurden. Teilweise durch neue Namensgebungen, teilweise durch das Vermischen verschiedener Wesen oder das Hinzufügen neuer Kräfte entsteht eine Welt, die vertraut wirkt und dennoch ganz eigenständig ist.

Schon das Cover ist ein Highlight. Es sieht nicht nur wunderschön aus, sondern spiegelt für mich perfekt die Hauptstadt wider, wie sie im Buch beschrieben wird: magisch, leuchtend hell und voller bunter Farben. Genau dieser Eindruck findet sich auch im Farbschnitt wieder.



Die Protagonistin

Zarya ist eine sehr starke Hauptfigur, die ihr bisheriges Leben an einem einzigen Ort verbracht hat. Dieser Ort bot ihr zwar Komfort und Sicherheit, doch war es für sie kein richtiges Leben. Deshalb ist ihr Wunsch nach Freiheit absolut nachvollziehbar. Einerseits empfindet sie Dankbarkeit für die Menschen, die sie beschützt haben, andererseits auch Enttäuschung, weil sie so lange im Verborgenen bleiben musste.



Manchmal ist mir ihr Verhalten etwas schwergefallen. Von einer Protagonistin wünsche ich mir, dass sie Mitgefühl und Loyalität zeigt, vor allem gegenüber denjenigen, die immer für sie da waren. Ich hatte hier das Gefühl, dass sie das nicht immer ausreichend tut. Hinzu kommt, dass sie Fremden manchmal zu schnell vertraut, was für mich nicht ganz natürlich wirkte. Auch eine Ihre Beziehungen zu dem anderen (Vikram und deinen Bruder) entwickelt sich für meinen Geschmack zu rasch gerade in Fantasygeschichten wünsche ich mir da etwas mehr Zeit, um echte Gefühle wachsen zu sehen.

Die zwischenmenschliche Beziehungen die nicht eine „Liebesbeziehung“ andeuten sind da wesentlich natürlicher und wirken echt.

Trotzdem mochte ich ihre Entwicklung sehr. Besonders im Umgang mit einigen wichtigen Figuren erkennt man, dass sie reifer wird und ihre Haltung überdenkt. Sie lernt, über sich selbst hinauszuwachsen, und das hat mir gut gefallen.



Die Welt und ihre Wesen

Das zentrale Thema des Romans ist eine geheimnisvolle Bedrohung „Seuche“ die viel Raum für Kreativität bietet. Sie wird genutzt, um neue Wesen und Kreaturen einzuführen, die das Worldbuilding noch vielfältiger machen. Die Mischung aus mythischen Gestalten und neuen Interpretationen sorgt dafür, dass man immer wieder überrascht wird.



Allerdings gibt es unglaublich viele Namen, Kräfte und Wesen, die neu eingeführt werden. Das ist einerseits spannend, andererseits aber auch herausfordernd, weil man leicht den Überblick verliert. Bis zur letzten Seite musste ich mich immer wieder neu orientieren, um alle Zusammenhänge richtig zu erfassen. Hätte ich mir den Glossar früher angeschaut wäre mir das sicher leichter gefallen.



Trotz dieser Komplexität ist das Worldbuilding für mich das absolute Highlight. Es ist einzigartig, bunt, schillernd und voller Details, die das Lesen zu einem bildhaften Erlebnis machen. Man kann sich die Schauplätze genau vorstellen, alles wirkt magisch und lebendig. Besonders die Peri fand ich unglaublich niedlich und liebevoll beschrieben.



Stärken und Schwächen

Was ich besonders gelungen fand, ist die Art, wie die Magie erklärt wird. An einer bestimmten Stelle bekommt man durch ein Buch, das die Protagonistin findet, endlich einen tieferen Einblick in die Funktionsweise der Welt. Das hat nicht nur Zarya geholfen, sondern auch mir als Leserin, die manchmal von den vielen neuen Begriffen und Bezeichnungen verwirrt war.



Etwas schade fand ich, dass manche Enthüllungen sehr abrupt erzählt werden. Über viele Seiten hinweg wird Spannung aufgebaut, und dann werden die wichtigsten Antworten in wenigen Seiten präsentiert. Da hätte man für meinen Geschmack mehr daraus machen können.



Dafür punktet die Geschichte mit einem sehr hohen Spannungsbogen, vor allem im letzten Drittel. Hier überschlagen sich die Ereignisse, und auch wenn mir das ein wenig zu geballt vorkam, war es doch unglaublich fesselnd zu lesen.



Fazit

Heart of Night and Fire überzeugt vor allem mit seiner farbenfrohen, detailreichen Welt und einer starken Protagonistin, die im Laufe der Geschichte eine spürbare Entwicklung durchmacht. Die Fülle an Wesen, Kräften und Namen kann zwar manchmal verwirrend sein, doch gleichzeitig ist es genau das, was die Geschichte so einzigartig macht.

Für mich ist das Buch ein spannender Mix aus Abenteuer, Magie, Geheimnissen und lebendigen Beschreibungen. Wer Lust hat, in eine magische Welt voller mythischer Kreaturen, bunter Schauplätze und intensiver Emotionen einzutauchen, wird mit Heart of Night and Fire auf jeden Fall ein besonderes Leseerlebnis haben.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Versteckte Magie

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
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Daughter of No Worlds ist ein Fantasyroman, der mich gleichzeitig gefesselt und nachdenklich zurückgelassen hat. Die Geschichte ist intensiv, stellenweise grausam und immer wieder voller emotionaler Momente. ...

Daughter of No Worlds ist ein Fantasyroman, der mich gleichzeitig gefesselt und nachdenklich zurückgelassen hat. Die Geschichte ist intensiv, stellenweise grausam und immer wieder voller emotionaler Momente. Vor allem die Hauptfigur Tisaanah steht im Mittelpunkt und trägt die Handlung mit all ihrer Stärke, Verletzlichkeit und inneren Zerrissenheit.





Schon zu Beginn wird deutlich, dass dies kein sanftes Märchen ist. Tisaanahs Weg ist geprägt von Verlust, Zwang und gebrochenen Versprechen. Besonders eindrücklich fand ich, wie ihre Vergangenheit erklärt wird und wie verständlich dadurch wird, weshalb sie so ist, wie sie ist. Sie ist keine einfache Figur, denn sie trifft Entscheidungen, die man nicht immer nachvollziehen kann, und sie handelt manchmal widersprüchlich. Dennoch konnte ich ihre Entwicklung gut verfolgen, und gerade die Entfesselung ihrer Magie hat mich stark beeindruckt. Ihre Kraft geht weit über das hinaus, was zunächst angedeutet wird, und es ist spannend zu sehen, wie sie immer wieder mit der Verantwortung und den Gefahren, die damit einhergehen, ringt.





Auch die Nebenfiguren sind sehr unterschiedlich und zum Teil unglaublich vielschichtig. Max hat mir dabei am meisten gefallen. Hinter seiner harten Fassade verbirgt sich eine enorme Verletzlichkeit, und die Dynamik zwischen ihm und Tisaanah war für mich einer der stärksten Teile des Buches. Es gibt Momente, in denen beide zusammen eine beeindruckende Stärke zeigen, und ich habe das Gefühl, dass ihr Zusammenspiel noch sehr wichtig werden wird. Andere Figuren wie Samerin oder Moth haben ebenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen, da sie viel Wärme, Loyalität und besondere Fähigkeiten in die Geschichte einbringen. Nicht alle Charaktere konnte ich jedoch ins Herz schließen. Manche waren mir von Anfang an unsympathisch und haben mit ihrem Verhalten gezeigt, wie kalt und machtgierig diese Welt ist.





Die Welt selbst ist faszinierend, aber auch komplex. Es gibt viele magische Konzepte, Kulturen und politische Strukturen, die nicht immer leicht zu durchschauen sind. Gerade bei den Unterschieden zwischen den Systemen oder beim Auftauchen mysteriöser Wesen musste ich mich sehr konzentrieren, um den Überblick zu behalten. Manche Szenen wirkten etwas zu langgezogen, während andere wiederum unglaublich intensiv waren und sich in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Besonders die Kämpfe und die Momente, in denen Tisaanah ihre Kräfte voll entfesselt, gehören für mich zu den Höhepunkten des Buches.





Gestört hat mich allerdings die sprachliche Gestaltung. Tisaanah spricht die neue Sprache zunächst nur bruchstückhaft und genau so wird es auch im Text dargestellt. Diese absichtlich fehlerhaften Formulierungen haben meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen und sich für mich falsch angefühlt. Ich hätte es angenehmer gefunden, wenn diese Sprachbarriere subtiler dargestellt worden wäre, anstatt so stark in den Text eingearbeitet zu werden. Dadurch wirkte das Lesen teilweise mühsam und unnötig holprig.





Trotz dieser Kritikpunkte hat mich die Geschichte insgesamt bewegt. Sie ist düster, emotional und voller Spannung. Ich mochte es besonders, dass viele Figuren im Laufe des Buches immer mehr Tiefe bekommen haben und dass sich Beziehungen weiterentwickeln, die anfangs noch sehr distanziert wirkten. Gleichzeitig gibt es Plottwists, die nicht völlig überraschend waren, aber trotzdem für Dramatik gesorgt haben.





Am Ende bleibt für mich der Eindruck eines Buches, das nicht perfekt ist, aber viel Potenzial hat. Die Mischung aus einer starken, wenn auch schwierigen Protagonistin, einem tiefgründigen Love Interest und einer Welt voller Magie, Macht und Intrigen ergibt eine spannende Geschichte, die einen noch lange beschäftigt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, und hoffe, dass einige der angeschnittenen Fragen im nächsten Band noch vertieft werden.

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