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Veröffentlicht am 13.11.2025

Keine Leichte Lektüre

Entführt
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Dieses Buch ist definitiv keine leichte Lektüre. Gleich zu Beginn wird zwar betont, dass nichts verherrlicht oder so dargestellt wird, als wäre die Situation in Ordnung beim Lesen hatte ich jedoch oft ...

Dieses Buch ist definitiv keine leichte Lektüre. Gleich zu Beginn wird zwar betont, dass nichts verherrlicht oder so dargestellt wird, als wäre die Situation in Ordnung beim Lesen hatte ich jedoch oft nicht dieses Gefühl.



Die Protagonistin Maya wird anfangs als starke Persönlichkeit eingeführt, die sich nicht alles gefallen lässt. Im Verlauf der Geschichte wirkt sie allerdings zunehmend naiv. Man hat schnell den Eindruck, dass sie versucht, sich selbst etwas vorzumachen, indem sie sich einredet, dass vielleicht einer der drei Entführer mehr von ihr möchte. Vermutlich ist das eine Art Schutzmechanismus. Trotzdem entwickelt sie Gefühle und man hat teilweise den Eindruck, dass sie die Situationen zu mögen beginnt auch wenn immer wieder betont wird, dass es sich um Vergewaltigungen handelt. Genau diesen Punkt finde ich sehr schwierig. Ich hatte gehofft, dass sich die Beziehung irgendwann auf gegenseitigem Einverständnis entwickeln würde, doch das passiert nicht.



Über die drei Entführer Milan, Iven und Finn erfährt man so gut wie nichts. Das Einzige, was klar wird: Sie sind reich und haben offenbar Spaß daran, Frauen zu entführen, zu vergewaltigen und vermutlich auch zu töten. Mir hat hier ganz klar der Hintergrund gefehlt, ebenso wie eine richtige Persönlichkeit. Zwar gehen alle drei unterschiedlich mit Maya um und haben ihre eigenen Vorlieben, im Endeffekt läuft es aber immer auf dasselbe hinaus: Vergewaltigungen.



Eine wirkliche Handlung sucht man im Buch fast vergeblich. Gefühlt jedes zweite Kapitel beschreibt nur, wie Maya missbraucht wird. Danach duscht sie, geht ins nächste Zimmer und alles beginnt von vorne. Zwischendurch muss sie kochen oder putzen. Einmal versucht sie zu fliehen, und erst gegen Ende, als Leon auftaucht, kommt ein Hauch von Handlung auf. Doch auch hier erfahren wir so gut wie nichts über ihn – außer, dass er ebenfalls reich ist und Frauen gerne psychisch wie physisch leiden sieht.



Die Szenen sind teils sehr verstörend und definitiv nichts für jeden. Um dieses Buch zu lesen, muss man schon einiges aushalten können, denn es geht hier wirklich um Vergewaltigungen. Zwar reagiert Mayas Körper irgendwann darauf, doch sie selbst will es bis zum Schluss nicht.



Alles in allem hat das Buch für mich viel zu wenig Handlung und Tiefgang. Obwohl betont wird, dass nichts beschönigt dargestellt wird, hatte ich manchmal das Gefühl, dass es doch in eine solche Richtung geht. Problematisch fand ich außerdem, dass Maya als relativ alt beschrieben wird was für mich persönlich, da ich jünger bin, etwas befremdlich war. Zusätzlich störte mich die ständige Betonung darauf, wie attraktiv alle vier Männer seien. Natürlich ist das angenehmer, als wenn sie als unattraktiv und älter beschrieben worden wären, aber auch ganz normale Durchschnittsmänner hätten völlig ausgereicht.



Fazit:

Das Buch ist extrem schwer verdaulich, voller verstörender Szenen und bietet leider kaum Handlung oder Charaktertiefe. Für mich persönlich war es keine gelungene Lektüre.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

In der Dunkelheit

Heart of Night and Fire
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Heart of Night and Fire hat es wirklich in sich. Die Geschichte ist extrem spannend, weil viele bereits bekannte Fantasy-Elemente aufgegriffen und neu zusammengesetzt wurden. Teilweise durch neue Namensgebungen, ...

Heart of Night and Fire hat es wirklich in sich. Die Geschichte ist extrem spannend, weil viele bereits bekannte Fantasy-Elemente aufgegriffen und neu zusammengesetzt wurden. Teilweise durch neue Namensgebungen, teilweise durch das Vermischen verschiedener Wesen oder das Hinzufügen neuer Kräfte entsteht eine Welt, die vertraut wirkt und dennoch ganz eigenständig ist.

Schon das Cover ist ein Highlight. Es sieht nicht nur wunderschön aus, sondern spiegelt für mich perfekt die Hauptstadt wider, wie sie im Buch beschrieben wird: magisch, leuchtend hell und voller bunter Farben. Genau dieser Eindruck findet sich auch im Farbschnitt wieder.



Die Protagonistin

Zarya ist eine sehr starke Hauptfigur, die ihr bisheriges Leben an einem einzigen Ort verbracht hat. Dieser Ort bot ihr zwar Komfort und Sicherheit, doch war es für sie kein richtiges Leben. Deshalb ist ihr Wunsch nach Freiheit absolut nachvollziehbar. Einerseits empfindet sie Dankbarkeit für die Menschen, die sie beschützt haben, andererseits auch Enttäuschung, weil sie so lange im Verborgenen bleiben musste.



Manchmal ist mir ihr Verhalten etwas schwergefallen. Von einer Protagonistin wünsche ich mir, dass sie Mitgefühl und Loyalität zeigt, vor allem gegenüber denjenigen, die immer für sie da waren. Ich hatte hier das Gefühl, dass sie das nicht immer ausreichend tut. Hinzu kommt, dass sie Fremden manchmal zu schnell vertraut, was für mich nicht ganz natürlich wirkte. Auch eine Ihre Beziehungen zu dem anderen (Vikram und deinen Bruder) entwickelt sich für meinen Geschmack zu rasch gerade in Fantasygeschichten wünsche ich mir da etwas mehr Zeit, um echte Gefühle wachsen zu sehen.

Die zwischenmenschliche Beziehungen die nicht eine „Liebesbeziehung“ andeuten sind da wesentlich natürlicher und wirken echt.

Trotzdem mochte ich ihre Entwicklung sehr. Besonders im Umgang mit einigen wichtigen Figuren erkennt man, dass sie reifer wird und ihre Haltung überdenkt. Sie lernt, über sich selbst hinauszuwachsen, und das hat mir gut gefallen.



Die Welt und ihre Wesen

Das zentrale Thema des Romans ist eine geheimnisvolle Bedrohung „Seuche“ die viel Raum für Kreativität bietet. Sie wird genutzt, um neue Wesen und Kreaturen einzuführen, die das Worldbuilding noch vielfältiger machen. Die Mischung aus mythischen Gestalten und neuen Interpretationen sorgt dafür, dass man immer wieder überrascht wird.



Allerdings gibt es unglaublich viele Namen, Kräfte und Wesen, die neu eingeführt werden. Das ist einerseits spannend, andererseits aber auch herausfordernd, weil man leicht den Überblick verliert. Bis zur letzten Seite musste ich mich immer wieder neu orientieren, um alle Zusammenhänge richtig zu erfassen. Hätte ich mir den Glossar früher angeschaut wäre mir das sicher leichter gefallen.



Trotz dieser Komplexität ist das Worldbuilding für mich das absolute Highlight. Es ist einzigartig, bunt, schillernd und voller Details, die das Lesen zu einem bildhaften Erlebnis machen. Man kann sich die Schauplätze genau vorstellen, alles wirkt magisch und lebendig. Besonders die Peri fand ich unglaublich niedlich und liebevoll beschrieben.



Stärken und Schwächen

Was ich besonders gelungen fand, ist die Art, wie die Magie erklärt wird. An einer bestimmten Stelle bekommt man durch ein Buch, das die Protagonistin findet, endlich einen tieferen Einblick in die Funktionsweise der Welt. Das hat nicht nur Zarya geholfen, sondern auch mir als Leserin, die manchmal von den vielen neuen Begriffen und Bezeichnungen verwirrt war.



Etwas schade fand ich, dass manche Enthüllungen sehr abrupt erzählt werden. Über viele Seiten hinweg wird Spannung aufgebaut, und dann werden die wichtigsten Antworten in wenigen Seiten präsentiert. Da hätte man für meinen Geschmack mehr daraus machen können.



Dafür punktet die Geschichte mit einem sehr hohen Spannungsbogen, vor allem im letzten Drittel. Hier überschlagen sich die Ereignisse, und auch wenn mir das ein wenig zu geballt vorkam, war es doch unglaublich fesselnd zu lesen.



Fazit

Heart of Night and Fire überzeugt vor allem mit seiner farbenfrohen, detailreichen Welt und einer starken Protagonistin, die im Laufe der Geschichte eine spürbare Entwicklung durchmacht. Die Fülle an Wesen, Kräften und Namen kann zwar manchmal verwirrend sein, doch gleichzeitig ist es genau das, was die Geschichte so einzigartig macht.

Für mich ist das Buch ein spannender Mix aus Abenteuer, Magie, Geheimnissen und lebendigen Beschreibungen. Wer Lust hat, in eine magische Welt voller mythischer Kreaturen, bunter Schauplätze und intensiver Emotionen einzutauchen, wird mit Heart of Night and Fire auf jeden Fall ein besonderes Leseerlebnis haben.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Versteckte Magie

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
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Daughter of No Worlds ist ein Fantasyroman, der mich gleichzeitig gefesselt und nachdenklich zurückgelassen hat. Die Geschichte ist intensiv, stellenweise grausam und immer wieder voller emotionaler Momente. ...

Daughter of No Worlds ist ein Fantasyroman, der mich gleichzeitig gefesselt und nachdenklich zurückgelassen hat. Die Geschichte ist intensiv, stellenweise grausam und immer wieder voller emotionaler Momente. Vor allem die Hauptfigur Tisaanah steht im Mittelpunkt und trägt die Handlung mit all ihrer Stärke, Verletzlichkeit und inneren Zerrissenheit.





Schon zu Beginn wird deutlich, dass dies kein sanftes Märchen ist. Tisaanahs Weg ist geprägt von Verlust, Zwang und gebrochenen Versprechen. Besonders eindrücklich fand ich, wie ihre Vergangenheit erklärt wird und wie verständlich dadurch wird, weshalb sie so ist, wie sie ist. Sie ist keine einfache Figur, denn sie trifft Entscheidungen, die man nicht immer nachvollziehen kann, und sie handelt manchmal widersprüchlich. Dennoch konnte ich ihre Entwicklung gut verfolgen, und gerade die Entfesselung ihrer Magie hat mich stark beeindruckt. Ihre Kraft geht weit über das hinaus, was zunächst angedeutet wird, und es ist spannend zu sehen, wie sie immer wieder mit der Verantwortung und den Gefahren, die damit einhergehen, ringt.





Auch die Nebenfiguren sind sehr unterschiedlich und zum Teil unglaublich vielschichtig. Max hat mir dabei am meisten gefallen. Hinter seiner harten Fassade verbirgt sich eine enorme Verletzlichkeit, und die Dynamik zwischen ihm und Tisaanah war für mich einer der stärksten Teile des Buches. Es gibt Momente, in denen beide zusammen eine beeindruckende Stärke zeigen, und ich habe das Gefühl, dass ihr Zusammenspiel noch sehr wichtig werden wird. Andere Figuren wie Samerin oder Moth haben ebenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen, da sie viel Wärme, Loyalität und besondere Fähigkeiten in die Geschichte einbringen. Nicht alle Charaktere konnte ich jedoch ins Herz schließen. Manche waren mir von Anfang an unsympathisch und haben mit ihrem Verhalten gezeigt, wie kalt und machtgierig diese Welt ist.





Die Welt selbst ist faszinierend, aber auch komplex. Es gibt viele magische Konzepte, Kulturen und politische Strukturen, die nicht immer leicht zu durchschauen sind. Gerade bei den Unterschieden zwischen den Systemen oder beim Auftauchen mysteriöser Wesen musste ich mich sehr konzentrieren, um den Überblick zu behalten. Manche Szenen wirkten etwas zu langgezogen, während andere wiederum unglaublich intensiv waren und sich in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Besonders die Kämpfe und die Momente, in denen Tisaanah ihre Kräfte voll entfesselt, gehören für mich zu den Höhepunkten des Buches.





Gestört hat mich allerdings die sprachliche Gestaltung. Tisaanah spricht die neue Sprache zunächst nur bruchstückhaft und genau so wird es auch im Text dargestellt. Diese absichtlich fehlerhaften Formulierungen haben meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen und sich für mich falsch angefühlt. Ich hätte es angenehmer gefunden, wenn diese Sprachbarriere subtiler dargestellt worden wäre, anstatt so stark in den Text eingearbeitet zu werden. Dadurch wirkte das Lesen teilweise mühsam und unnötig holprig.





Trotz dieser Kritikpunkte hat mich die Geschichte insgesamt bewegt. Sie ist düster, emotional und voller Spannung. Ich mochte es besonders, dass viele Figuren im Laufe des Buches immer mehr Tiefe bekommen haben und dass sich Beziehungen weiterentwickeln, die anfangs noch sehr distanziert wirkten. Gleichzeitig gibt es Plottwists, die nicht völlig überraschend waren, aber trotzdem für Dramatik gesorgt haben.





Am Ende bleibt für mich der Eindruck eines Buches, das nicht perfekt ist, aber viel Potenzial hat. Die Mischung aus einer starken, wenn auch schwierigen Protagonistin, einem tiefgründigen Love Interest und einer Welt voller Magie, Macht und Intrigen ergibt eine spannende Geschichte, die einen noch lange beschäftigt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, und hoffe, dass einige der angeschnittenen Fragen im nächsten Band noch vertieft werden.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Emotional, dynamisch und voller Enthüllungen

Infernas 2: Queen of Embers
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Ein wunderschönes Wiedereintauchen in die Welt von Infernas. Auch der zweite Band hat es in sich mit echten Gefühlen, Dynamik und spannenden Enthüllungen. Die Prophezeiung erhält endlich ihren Sinn, und ...

Ein wunderschönes Wiedereintauchen in die Welt von Infernas. Auch der zweite Band hat es in sich mit echten Gefühlen, Dynamik und spannenden Enthüllungen. Die Prophezeiung erhält endlich ihren Sinn, und wir erfahren, was es damit auf sich hat, wer involviert war und wer vielleicht doch nicht.



Das Worldbuilding wird durch neue Geschöpfe und Orte erweitert, die wieder sehr eindrucksvoll dargestellt sind. Die Autorin bleibt ihrem Schreibstil treu, und wir erleben die Geschichte weiterhin aus den Perspektiven von Everly und Dante. Das ist besonders angenehm, da es uns einen tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle von Infernas selbst ermöglicht.



Neue Charaktere treten auf, und Figuren, die bisher nicht im Fokus standen, rücken in die erste Reihe. Dadurch verändert sich die Dynamik spürbar, das Netz aus Intrigen und Verbindungen verdichtet sich. Neue intensive Beziehungen entstehen, während bestehende weiter vertieft werden. Diese Echtheit ist nicht zu übersehen und verleiht der Geschichte große emotionale Tiefe.



Der Spannungsbogen war stellenweise etwas schwach, und manches wirkte vorhersehbar. Doch dies wurde durch viele unerwartete Entdeckungen und Begegnungen ausgeglichen.



Besonders deutlich zeigt sich die charakterliche Entwicklung bei Dante, Everly und Amida. Alle drei wachsen über sich hinaus und besinnen sich auf das wirklich Wichtige. Dante scheint aus seinem „traurigen Loch“ herauszufinden, Everly akzeptiert ihr Schicksal zunehmend, und Amida beweist ihre Loyalität zu Freunden, Familie und Infernas. Diese Entwicklungen führen zu einem starken, stimmigen Finale.



Auch Nebenfiguren wie Roark und Everlys Familie Mel, ihre Mutter und ihr Vater sind wieder präsent. Sie unterstützen Everly und Dante dabei, ihre Bestimmung anzunehmen, und geben der Geschichte zusätzliche emotionale Tiefe.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Zwischen zwei gesichtern

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
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Hear of Damned ist eine Geschichte voller Intensität, Geheimnisse und emotionaler Momente, die den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann zieht.

Die Handlung überzeugt durch ihren packenden Spannungsbogen. ...

Hear of Damned ist eine Geschichte voller Intensität, Geheimnisse und emotionaler Momente, die den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann zieht.

Die Handlung überzeugt durch ihren packenden Spannungsbogen. Von Beginn an wird klar, dass die Protagonistin in einer lebensbedrohlichen Lage steckt, doch anstatt sich ihrem Schicksal zu fügen, kämpft sie mit einer Mischung aus Mut, Verstand und Magie. Immer wieder wird die Geschichte von unerwarteten Wendungen durchzogen, die das Geschehen vorantreiben, ohne dass es vorhersehbar wirkt. Intrigen, Machtspiele und eine unterschwellige Bedrohung verweben sich zu einem dynamischen Plot, der stetig an Fahrt aufnimmt. Kämpfe, gefährliche Allianzen und emotionale Konflikte wechseln sich dabei mit ruhigen, tiefgründigen Szenen ab, was für eine gelungene Balance sorgt.

Besonders hervorzuheben sind die Charaktere. Scarlett ist eine bemerkenswerte Protagonistin, die nicht nur durch ihre Stärke und Entschlossenheit überzeugt, sondern auch durch ihre verletzlichen Seiten nahbar bleibt. Ihre Fähigkeit, andere zu täuschen, macht sie unberechenbar und faszinierend zugleich. Ren steht ihr als ebenso komplexe Figur gegenüber, hin- und hergerissen zwischen seiner Verantwortung als Herrscher und seinen persönlichen Gefühlen. Dieses Spannungsfeld sorgt für intensive Momente zwischen den beiden. Auch die Nebenfiguren tragen wesentlich zum Reiz der Geschichte bei, da sie vielschichtig angelegt sind und man nie genau weiß, wem man trauen kann.

Das Worldbuilding ist detailreich und atmosphärisch. Die Mischung aus Magie, politischen Strukturen und gefährlichen Mächten schafft eine vielschichtige Welt, die sowohl fremd als auch vertraut wirkt. Besonders gelungen ist, dass die Lesenden durch verschiedene Schauplätze nicht nur das Schloss und seine Intrigen, sondern auch das Königreich selbst und seine Eigenheiten kennenlernen. Magische Artefakte, runenhafte Geheimnisse und alte Legenden lassen die Welt lebendig und mystisch erscheinen.

Die Sprache und der Schreibstil tragen stark dazu bei, dass die Geschichte so fesselnd wirkt. Flüssig, bildhaft und emotional stark aufgeladen gelingt es der Autorin, die Atmosphäre jeder Szene einzufangen. Ob in hitzigen Kämpfen, leisen Dialogen oder zarten Momenten voller unausgesprochener Gefühle, stets ist die Erzählweise mitreißend und intensiv.

Auch die gewählte Perspektive funktioniert hervorragend. Durch den Fokus auf Scarlett, gelegentlich ergänzt durch andere Sichtweisen, entsteht eine tiefe Bindung zu den Figuren. Gleichzeitig bleiben viele Geheimnisse verborgen, was den Reiz der Geschichte verstärkt. Man rätselt mit, zweifelt an Figuren, schöpft wieder Hoffnung und wird am Ende mit einer Vielzahl neuer Fragen zurückgelassen, die die Vorfreude auf die Fortsetzung nur steigern.

Insgesamt ist Hear of Damned ein packender Roman, der mit einer starken Protagonistin, einem intensiven Zusammenspiel zwischen Pflicht und Emotionen und einer faszinierenden Welt überzeugt. Die Mischung aus Spannung, Intrigen, Magie und Gefühlen macht das Buch zu einem echten Pageturner, der bis zur letzten Seite fesselt und einen mit atemloser Neugier zurücklässt.

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