Profilbild von EvaErl

EvaErl

Lesejury Profi
offline

EvaErl ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit EvaErl über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2026

Zwischen Wellen und Wahrheit

Born of Salt and Storm
0

Born of Salt and Storm entführt in eine faszinierende Welt zwischen Wasser und Erde. Im Zentrum steht die Sperrfischerin Tavi, die durch den Fund eines seltenen Artefakts untrennbar mit Eero, einem Wellengeborenen, ...

Born of Salt and Storm entführt in eine faszinierende Welt zwischen Wasser und Erde. Im Zentrum steht die Sperrfischerin Tavi, die durch den Fund eines seltenen Artefakts untrennbar mit Eero, einem Wellengeborenen, verbunden wird. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach der Bedeutung dieses Objekts und stoßen dabei nicht nur auf Geheimnisse rund um das Artefakt, sondern auch auf verborgene Wahrheiten über ihre eigenen Völker.

Die Grundidee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Die Verbindung zweier so unterschiedlicher Welten birgt enormes Potenzial und schafft eine spannende Grundlage. Allerdings hatte ich über weite Teile des Buches das Gefühl, dass sich die Handlung sehr in die Länge zieht. Der Spannungsbogen bleibt lange relativ konstant, ohne große Ausschläge nach oben oder unten. Es fehlen markante Wendepunkte oder Momente, die einen wirklich fesseln oder überraschen. Erst in den letzten etwa 100 Seiten gewinnt die Geschichte deutlich an Tempo und Intensität hier konnte mich das Buch dann endlich richtig packen.

Optisch ist das Buch hingegen ein echtes Highlight. Das Cover überzeugt mit wunderschönen Blau- und Grüntönen, die ineinander verlaufen und sich zu einem stimmigen Türkis verbinden. Es spiegelt die Unterwasserwelt perfekt wider und wird durch den passenden Farbschnitt zusätzlich aufgewertet. Insgesamt wirkt das Buch sehr hochwertig und ansprechend.

Der Schreibstil ist grundsätzlich angenehm und leicht verständlich. Dennoch wird der Lesefluss immer wieder durch die Vielzahl an neuen Begriffen, Namen und Wesen unterbrochen. Besonders auffällig ist, dass sehr viel Wert auf das Worldbuilding gelegt wird. Die Welt ist detailliert und liebevoll ausgearbeitet, was einerseits beeindruckend ist, andererseits aber auch dazu führt, dass die eigentliche Handlung zeitweise in den Hintergrund rückt. Manche Passagen wirken dadurch etwas ausgeschmückt und bremsen das Tempo der Geschichte.

Tavi ist eine interessante und vielschichtige Protagonistin. Sie ist stark, zielstrebig und glaubt fest an das, was sie erreichen möchte. Gleichzeitig zeigt sie auch Schwächen: Sie handelt oft impulsiv, denkt nicht immer an die Konsequenzen für andere und wirkt stellenweise naiv. Diese Eigenschaften machen sie jedoch menschlich und nachvollziehbar.

Eero hingegen bleibt lange schwer greifbar. Zu Beginn konnte ich ihn nur schwer einschätzen, was es mir nicht leicht gemacht hat, eine Verbindung zu ihm aufzubauen. Im Verlauf der Geschichte wird er jedoch offener und verständnisvoller, wodurch sich auch seine Beziehung zu Tavi verändert. Dennoch bleibt er bis zum Schluss in gewisser Weise geheimnisvoll vor allem, weil wir ihn nur durch Tavis Perspektive erleben.

Auch die Nebencharaktere sowie die verschiedenen Machtstrukturen innerhalb der Welt sind spannend gestaltet. Besonders interessant ist, dass es keine klaren Grenzen zwischen Gut und Böse gibt. Sowohl die Anführer der Menschen als auch die der Wellengeborenen handeln teilweise egoistisch, impulsiv und risikoreich. Diese moralische Grauzone verleiht der Geschichte mehr Tiefe.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Entwicklung der Beziehungen und Dynamiken im Verlauf der Handlung. Besonders die Beziehung zwischen Tavi und Eero ist von Höhen und Tiefen geprägt. Mal sind sie sich sehr nah, dann wieder distanziert dieses Wechselspiel sorgt für Spannung und lässt viel Raum für eigene Interpretationen.

Das Ende des Buches konnte mich schließlich überzeugen. Es beantwortet viele offene Fragen, bringt gleichzeitig aber auch neue auf. Beziehungen verschieben sich, Rollen verändern sich und man bleibt mit einer gewissen Unsicherheit zurück, wie es weitergehen wird.

Fazit:
Ein atmosphärisch dichtes Fantasy-Buch mit einer starken Grundidee, interessanten Charakteren und beeindruckendem Worldbuilding das jedoch durch Längen und einen lange gleichbleibenden Spannungsbogen etwas an Dynamik verliert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2026

So sein wie du

Der Prinz des Nachtreichs 1. Midnight Spy
0

Handlung

Ich bin ohne große Erwartungen an „Der Prinz des Nachtreiches“ herangegangen und wurde absolut positiv überrascht. Die Geschichte begleitet Letty, die tagsüber ein ganz normales Leben als Schülerin ...

Handlung

Ich bin ohne große Erwartungen an „Der Prinz des Nachtreiches“ herangegangen und wurde absolut positiv überrascht. Die Geschichte begleitet Letty, die tagsüber ein ganz normales Leben als Schülerin in Nottingham führt. Doch nach der Schule beginnt ihr zweites Leben: In der magischen Welt Anween hilft sie dabei, das Königreich zu beschützen und Informationen zu sammeln.

Diese Mischung aus zwei Welten macht die Handlung besonders spannend. Während Letty versucht, ihr normales Leben zu führen, wird sie immer tiefer in die Ereignisse von Anween hineingezogen. Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich gelungen und sorgt für eine sehr besondere Atmosphäre.

Worldbuilding

Das Worldbuilding hat mich besonders begeistert. Anween ist eine unglaublich faszinierende Welt voller Zauber, Prunk und Magie – aber gleichzeitig zeigt die Geschichte auch ihre düsteren Seiten. Genau dieser Kontrast macht das Königreich so lebendig.

Auch Nottingham wird sehr anschaulich beschrieben. Die Orte wirken greifbar und real, sodass man sich alles gut vorstellen kann und richtig in die Geschichte eintaucht.

Charaktere

Letty ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie ist loyal, mutig und kämpferisch, manchmal vielleicht ein wenig leichtsinnig, aber genau das macht sie auch so authentisch. Besonders schön fand ich, wie sehr ihr ihre Freunde am Herzen liegen.

Will ist ebenfalls ein sehr starker Charakter. Besonders gut hat mir gefallen, dass sich hier keine typische „Enemies-to-Lovers“-Geschichte entwickelt, sondern eher ein Friends-to-Lovers-Trope. Ihre Verbindung wirkt dadurch sehr natürlich und glaubwürdig, da sie sich schon seit ihrer Kindheit kennen und gemeinsam aufgewachsen sind.

Nebencharaktere

Auch die Nebencharaktere konnten mich überzeugen. Besonders Wills Schwestern fand ich sehr sympathisch, und ihre Rolle in der Geschichte macht die Handlung noch einmal interessanter. Auch Lettys Freunde aus Nottingham tragen viel zur Dynamik der Geschichte bei und sorgen für eine schöne Freundschaftsatmosphäre

Schreibstil

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht und flüssig. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen und man kommt kaum ins Stocken. Die verschiedenen Wesen, Begriffe und Elemente der Welt werden gut erklärt, sodass man sich problemlos in der Geschichte zurechtfindet.

Einziger kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass bestimmte Informationen etwas zu oft wiederholt wurden.

Fazit

„Der Prinz des Nachtreiches“ ist ein wirklich wundervolles Buch mit einer faszinierenden Welt, starken Charakteren und einer spannenden Geschichte. Besonders das Worldbuilding und die Beziehung zwischen Letty und Will haben mir sehr gut gefallen.

Das Ende hat mich neugierig zurückgelassen, und ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht und was sich in Anween noch alles entwickeln wird.

Eine klare Empfehlung für alle, die magische Welten, spannende Abenteuer und starke Freundschaften lieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2026

Sterbender Schwan

Verrat der Schwäne
0

Kurze Zusammenfassung der Handlung



Verrat der Schwäne ist ein düsteres Retelling von Schwanensee und erzählt die Geschichte von Odile, die zwischen Magie, Intrigen und alten Versprechen gefangen ist. ...

Kurze Zusammenfassung der Handlung



Verrat der Schwäne ist ein düsteres Retelling von Schwanensee und erzählt die Geschichte von Odile, die zwischen Magie, Intrigen und alten Versprechen gefangen ist. Aufgewachsen unter der Kontrolle ihres manipulativen Stiefvaters, wird sie in eine Rolle gedrängt, die sie nie freiwillig gewählt hätte. Während sie versucht herauszufinden, wem sie trauen kann und wer sie selbst sein möchte, kreuzen sich ihre Wege immer wieder mit Marie, deren Vergangenheit eng mit ihrer eigenen verknüpft ist. Gemeinsam müssen sie sich alten Traumata, Verrat und der Wahrheit über sich selbst stellen.

Meine Rezension



Ich muss sagen, das war ein wirklich sehr schönes Schwanensee-Retelling. Ich bin komplett ohne Erwartungen an dieses Buch herangegangen und genau das war im Nachhinein sehr positiv, denn ich wurde mehr als begeistert überzeugt.

Das Cover hat mich zunächst etwas abgeschreckt, da ich es persönlich alles andere als schön finde. Da es für mich jedoch nie auf das Cover ankommt, sondern vor allem auf den Klappentext, habe ich mich trotzdem an das Buch gewagt. Außerdem mochte ich Schwanensee schon immer sehr gern, was meine Neugier zusätzlich geweckt hat.

Der Schreibstil war sehr angenehm. Besonders gefallen hat mir die Perspektive, aus der das Buch geschrieben ist, da man sich so sehr gut in Odile hineinversetzen und sie verstehen konnte. Hin und wieder bin ich allerdings über einige Namen gestolpert, bei denen ich mir gewünscht hätte, dass sie etwas einfacher gehalten wären.

Odile hat eine unglaubliche charakterliche Entwicklung durchgemacht. Sie zweifelte oft an sich selbst, wurde immer wieder in die Irre geführt und wusste lange Zeit nicht, wem sie trauen kann wer gut ist, wer böse und was sie selbst eigentlich sein möchte. Am Ende hat sie jedoch den Weg zu sich selbst gefunden und sich genau dem gestellt, was ihr am meisten Angst gemacht hat. Sie hat sich durchgesetzt und ist zu dem Menschen geworden, der sie immer sein wollte. Sie hat ihren eigenen Weg gefunden und ist ihn auch gegangen.

Marie ist ebenfalls eine sehr schöne Figur. Auch bei ihr erfahren wir viel über die Vergangenheit, ihre eigentlichen Wünsche und darüber, was sie im Leben wirklich braucht. Sie entwickelt sich charakterlich stark weiter: von einem kleinen Schwan in einer großen Welt zu einer jungen Frau, die sich traut, ihre Meinung zu sagen und für das einzustehen, was ihr wichtig ist.

Besonders schön fand ich die Verbindungen zwischen Odile und Marie. Man lernt ihre gemeinsame Vergangenheit kennen und versteht, warum sie zu den Menschen geworden sind, die sie heute sind. Auch dass sie sich einander öffnen, war sehr berührend. Die Einblicke in ihre jeweiligen Vergangenheiten die zunächst unabhängig voneinander wirken haben dazu geführt, dass man ein tiefes Verständnis für beide Figuren bekommt und auch dafür, warum sie sich einander annähern.

Odiles Stiefvater war mir von Anfang an unsympathisch. Ich hatte ständig das Gefühl, dass er Odile in eine Rolle zwingt, die sie eigentlich gar nicht einnehmen möchte. Gleichzeitig fühlt sie sich ihm gegenüber verpflichtet, da er sie und ihren Bruder angeblich aus einer schlimmen Situation gerettet hat. Die Entscheidungen und Entwicklungen rund um ihren „Vater“ fand ich jedoch sehr spannend und gut geschrieben so, dass man nicht sofort erahnen konnte, worauf alles hinausläuft.

Aimé war für mich anfangs eher ein nerviger Charakter. Er wirkte oft überheblich und anstrengend. Durch seine charakterliche Entwicklung wurde er jedoch zunehmend interessanter und nahm schließlich eine wirklich gute und spannende Rolle in der Geschichte ein. Seine Entwicklung war stellenweise recht vorhersehbar, was mich aber nicht sonderlich gestört hat. Auch die Geschichte rund um ihn und seine Stiefmutter war gut umgesetzt und so geschickt eingebaut, dass man ihre Rolle lange Zeit nicht richtig einschätzen konnte.

Die Handlung insgesamt nimmt sehr schnell Fahrt auf. Vor allem in der zweiten Hälfte des Buches konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. Lediglich das Ende hätte meiner Meinung nach ruhig noch etwa 100 Seiten mehr vertragen können. Es wirkte auf mich, als hätte man versucht, die Geschichte recht schnell abzuschließen, anstatt ihr insgesamt noch mehr Raum zu geben. Dadurch lief das Ende etwas zu glatt ab. Trotzdem entsprach das Ende im Großen und Ganzen meinen Erwartungen auch wenn ich es mir deutlich ausführlicher gewünscht hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2026

Eine faszinierende Traumwelt voller Geheimnisse und spannender Entwicklung

Consomnio
0

Handlung

Schon nach den ersten Kapiteln merkt man, dass Consomnio eine Geschichte ist, die viele Fragen aufwirft und einen ständig weiter lesen lässt. Die Handlung beginnt mit einem Prolog, der sofort ...

Handlung

Schon nach den ersten Kapiteln merkt man, dass Consomnio eine Geschichte ist, die viele Fragen aufwirft und einen ständig weiter lesen lässt. Die Handlung beginnt mit einem Prolog, der sofort neugierig macht und erste Hinweise darauf gibt, auf welcher Seite Cassian stehen könnte. Als er später wieder ins Spiel kommt, merkt man, wie viele Details bereits am Anfang versteckt waren. Ich habe sogar noch einmal zum Prolog zurückgeblättert, weil sich dadurch einige Zusammenhänge noch besser verstehen lassen.

Besonders gelungen fand ich, dass wir zunächst auch einen Blick in die Vergangenheit bekommen. Dadurch versteht man viel besser, wie die Welt in der Gegenwart entstanden ist und welche Konflikte dahinter stehen. Am Anfang tauchen zwar viele Namen und Informationen auf, aber da man jederzeit noch einmal zurückblättern kann, verliert man nie wirklich den Überblick.

Die Geschichte nimmt sich zu Beginn etwas Zeit, um die Figuren und die Welt aufzubauen, doch danach nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf. Immer mehr Geheimnisse kommen ans Licht und gleichzeitig entstehen neue Fragen. Gerade diese Mischung aus Spannung, Geheimnissen und unerwarteten Entwicklungen sorgt dafür, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

Worldbuilding

Das Worldbuilding gehört für mich zu den spannendsten Aspekten des Buches. Die Welt rund um Consomnio und die Traumebene ist wirklich interessant aufgebaut. Besonders die Szenen in den Träumen fand ich sehr schön beschrieben. Die Umgebung wirkt lebendig und bildhaft, ohne dass es zu viele Details werden. Dadurch konnte ich mir alles sehr gut vorstellen.

Auch die Idee, dass Träume eine so große Rolle spielen und gleichzeitig eine Gefahr darstellen können, fand ich faszinierend. Dass Elisa plötzlich Angst haben muss zu schlafen, weil sie dadurch in Kontakt mit dem Schattenkönig geraten könnte, erzeugt eine sehr intensive Atmosphäre. Gleichzeitig eröffnet diese Welt viele Möglichkeiten für Geheimnisse, Intrigen und überraschende Wendungen.

Charaktere

Elisa ist eine Figur, deren Entwicklung mir besonders aufgefallen ist. Am Anfang wirkt sie sehr unsicher und lässt sich stark von anderen beeinflussen. Vor allem ihre Beziehung zu Ryan zeigt deutlich, wie gefangen sie in einer toxischen Situation ist. Sie fühlt sich schuldig für Dinge, für die sie eigentlich keine Schuld trägt, und versucht ständig den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Gleichzeitig möchte sie unabhängig sein, ist aber durch ihre finanzielle Situation noch an ihn gebunden.

Gerade deshalb war es interessant zu sehen, wie sie im Laufe der Geschichte stärker wird. Schritt für Schritt beginnt sie, für sich selbst einzustehen und Entscheidungen zu treffen. Besonders am Ende merkt man, wie viel Mut sie entwickelt hat und wie sehr sie über sich hinauswächst.

Cassian bleibt dagegen lange ein echtes Mysterium. Er trägt Licht und Schatten in sich und steht gleichzeitig im Konflikt mit dem Schattenkönig. Seine Rolle und seine Vergangenheit werfen viele Fragen auf. Dadurch bleibt er während der ganzen Geschichte sehr spannend. Man merkt immer wieder, dass er mehr weiß, als er sagt, und dass in ihm deutlich mehr steckt, als man zunächst vermutet.

Ryan hingegen gehört zu den Figuren, die man kaum ertragen kann. Seine Gedanken und sein Verhalten gegenüber Elisa sind extrem herabwürdigend und teilweise wirklich unangenehm zu lesen. Gleichzeitig erfüllt er damit genau seine Rolle innerhalb der Geschichte, weil er zeigt, in welcher Situation Elisa sich am Anfang befindet.

Auch die Nebenfiguren sorgen immer wieder für neue Dynamiken und Konflikte. Gerade die Intrigen und Machtspiele innerhalb des Reiches machen die Handlung zusätzlich spannend.

Schreibstil

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er liest sich angenehm und flüssig, sodass man schnell durch die Kapitel kommt. Gleichzeitig schafft es die Autorin, eine dichte Atmosphäre aufzubauen, besonders in den Szenen rund um die Traumwelt.

Man merkt außerdem, dass viele Details bewusst gesetzt sind. Manche Informationen wirken zunächst klein, bekommen später aber eine größere Bedeutung. Dadurch macht es Spaß, beim Lesen mitzurätseln und Theorien aufzustellen.

Perspektiven

Besonders gut fand ich, dass die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Dadurch kann man die Gedanken und Gefühle verschiedener Figuren besser verstehen. Gleichzeitig entstehen dadurch spannende Kontraste zwischen den Figuren.

Die Perspektivenwechsel helfen auch dabei, die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln zu erleben. Gerade bei Figuren wie Cassian oder Ryan bekommt man dadurch Einblicke, die man aus einer einzigen Perspektive niemals hätte.

Fazit

Consomnio ist ein spannender Auftakt mit einer faszinierenden Welt, vielen Geheimnissen und Figuren, die sich im Laufe der Geschichte stark entwickeln. Besonders das Zusammenspiel aus Traumwelt, Magie und politischen Intrigen sorgt dafür, dass man immer wieder neue Fragen hat und unbedingt weiterlesen möchte.

Der Anfang nimmt sich etwas Zeit für den Aufbau der Geschichte, entwickelt danach aber eine starke Dynamik. Die Mischung aus geheimnisvollen Figuren, emotionalen Konflikten und einer besonderen Welt macht das Buch zu einer sehr fesselnden Lektüre.

Für mich war es besonders interessant zu sehen, wie Elisa im Laufe der Handlung stärker wird und sich nicht mehr von anderen bestimmen lässt. Gleichzeitig bleiben Figuren wie Cassian weiterhin geheimnisvoll und sorgen dafür, dass die Geschichte bis zum Schluss spannend bleibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2026

Starke Idee schwache Dynamik

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
0

Ganz überzeugen konnte mich Witch of the Wolves leider nicht, auch wenn der Einstieg vielversprechend war. Hexen und Wölfe sind für mich grundsätzlich eine starke Kombination, und das Buch bringt auch ...

Ganz überzeugen konnte mich Witch of the Wolves leider nicht, auch wenn der Einstieg vielversprechend war. Hexen und Wölfe sind für mich grundsätzlich eine starke Kombination, und das Buch bringt auch definitiv spannende Ansätze mit. Dennoch gab es immer wieder sehr lange Passagen, in denen kaum etwas passiert ist. Andere Entwicklungen waren dafür sehr vorhersehbar. Wiederum manche Wendungen hätten schockieren sollen, haben mich aber emotional nicht wirklich getroffen, da ich mich nicht stark genug mit den Figuren verbunden gefühlt habe.



Cordelia ist ohne Frage eine starke Frau und ein sehr präsenter Charakter, der mir von Anfang an gefallen hat. Gleichzeitig wirkt sie an manchen Stellen naiv und leichtsinnig. Besonders schade fand ich, dass sie sich recht schnell von ihrem eigenen Glauben abbringen lässt. Dem gegenüber stehen jedoch ihre mutige, loyale Seite und ihr klarer Wille, für das zu kämpfen, was ihr wichtig ist. Diese Gegensätze machen sie interessant, auch wenn sie nicht immer konsequent ausgearbeitet wirken.



Bishop ist für mich einer der spannendsten Charaktere der Geschichte. Gerade weil man ihn zu Beginn nur schwer einschätzen kann, bleibt er lange faszinierend. Dadurch, dass man die Handlung ausschließlich aus Cordelias Perspektive erlebt, weiß man nie genau, ob man ihm trauen kann oder nicht. Täuscht man sich in ihm oder sagt er die Wahrheit? Diese Unsicherheit hat mir sehr gefallen. Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden empfand ich als gut aufgebaut. Sie entwickelt sich langsam und wirkt nicht überstürzt. Dennoch hatte ich nie diesen einen klaren Moment, in dem ich wirklich verstanden habe, warum die beiden sich ineinander verlieben.



Nebenfiguren wie Julius, Felix oder Lenora haben der Geschichte viel Leben und Wärme verliehen. Sie haben für mich eindeutig zu den stärkeren Aspekten des Buches gehört. Die Gegenseite rund um Silas erfüllt ihre Rolle ebenfalls gut. Besonders Cordelias Vater war mir von Beginn an unsympathisch, und es war früh spürbar, dass mit ihm etwas nicht stimmt.



Das Worldbuilding fand ich angenehm dosiert. Die Welt ist nicht überladen, man kann sich alles gut vorstellen, ohne von Details erschlagen zu werden. Auch der Schreibstil ist insgesamt sehr angenehm. Die gewählte Perspektive erlaubt einen guten Einblick in Cordelias Gedanken und Gefühle und macht das Geschehen gut nachvollziehbar.



Die Handlung selbst empfand ich jedoch über weite Strecken als etwas langweilig. Es fehlte mir das Gefühl, wirklich überrascht zu werden. Während einzelne Details durchaus gelungen waren, war das große Ganze meist vorhersehbar. Zudem bleibt die Geschichte sehr lange an einem Ort, was auf Dauer eintönig wirkte und das Tempo zusätzlich ausgebremst hat.



Insgesamt ein Buch mit guten Ideen, starken Ansätzen und einzelnen sehr gelungenen Figuren, das mich aber emotional und spannungstechnisch nicht vollständig abholen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere