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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2022

Ein besonderes Buch für Auge, Ohr und Tastsinn!

Streicheln und Lauschen: Ich knurre! Glaubst du nicht? Dann kraule mich!
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Weist du, wie ein Eisbär macht? Nur durch ein Streicheln des weichen Fells bringst du ihn zum Knurren.

Auf diese Weise kann ein Kind vier verschiedene Tiergeräusche hören. Denn durch das Streicheln des ...

Weist du, wie ein Eisbär macht? Nur durch ein Streicheln des weichen Fells bringst du ihn zum Knurren.

Auf diese Weise kann ein Kind vier verschiedene Tiergeräusche hören. Denn durch das Streicheln des weichen Fells wird der integrierte Soundchip aktiviert und das Tier macht sein individuelles Geräusch. Auf vier Doppelseiten kann ein Eisbär, eine Robbe, ein Papageientaucher und ein Walross gestreichelt, gefühlt und gehört werden. Das große Finale ist dann ein Konzert der vier Tiere, die gemeinsam zu einer lustigen Melodie knurren, bellen, tröten und schnauben.

Sam Taplin hat auf jeder der Doppelseiten einen kurzen und einfach zu verstehenden Text geschrieben, das auch immer die genaue Bezeichnung des Geräusches beinhaltet, sodass Kinder lernen, zum Beispiel dass die Robbe bellt.

Ana Larrañaga hat die Seiten mit ihren wunderschönen Illustrationen versehen, die kindgerecht die Tiere darstellen und auch die Umgebung, in der sie heimisch sind. Alles ist bunt und macht das Buch so interessanter für kleine Kinder.

Ich bin mittlerweile ein großer Fan des Usborne-Verlags, denn alle Bücher sind sehr hochwertig und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Auch der Sound der Bücher ist nicht zu laut, klar und angenehm anzuhören. Die Bedienung ist so einfach, dass auch mein Neffe mit 11 Monaten sofort wusste, wie er die Töne anschalten kann und großen Spaß dabei hatte, das ist hier bei diesem Buch noch einfacher, denn schon ein sachtes Streicheln aktiviert sofort den Ton.

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Veröffentlicht am 19.01.2022

Das Leben der bekannten Autorin Jane Austen in Romanform

Jane Austen und die Kunst der Worte
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Jane Austen wurde 1775 in Steventon in England als Tochter eines Pfarrerehepaares geboren. Gemeinsam mit ihren Geschwistern lebte sie dort im Pfarrhaus, allerdings waren 1795 nur noch ihre Schwester Cassandra ...

Jane Austen wurde 1775 in Steventon in England als Tochter eines Pfarrerehepaares geboren. Gemeinsam mit ihren Geschwistern lebte sie dort im Pfarrhaus, allerdings waren 1795 nur noch ihre Schwester Cassandra und Jane zuhause, ihre Brüder waren entweder schon verheiratet oder ein Bruder aufgrund seiner Taub- und Stummheit bei Pflegeeltern. Schon mit ihren zwanzig Jahren liebt sie es, zu schreiben und wird von ihrem Vater in Form von neuem Papier und Tinte unterstützt. Sie schafft es, komplett in ihren Handlungen abzutauchen und darüber ihre Umwelt zu vergessen. Während Cass verlobt ist und sich auf ihre Hochzeit freut, gibt es für Jane nach wie vor keinen Mann, der sie interessiert. Erst Thomas Lefroy kann sie für dich einnehmen, allerdings kommt es auch mit ihm nie zu einer Verlobung. So bleibt Jane weiterhin allein und lebt für ihre Romane und die Bücher, die sie ständig liest. Als der Verlobte von Cass kurz vor der Hochzeit verstirbt, verwandelt sich das Haus der Austens in ein stilles und trauriges Haus. Cass trauert sehr lange und kommt nur schwer über den großen Verlust hinweg. Auch der Umzug der Familie nach Bath ändert daran erst einmal nichts, jedoch für Jane ändert sich alles und sie vermisst die Weite der Natur mehr als je zuvor. Bis sie auf einer Urlaubsreise nach Sidmouth den Arzt Frederick Mortimer kennenlernt und spürt, was Liebe bedeutet...

Catherine Bell hat das Leben der bekannten Autorin Jane Austen in Romanform gebracht. Da über deren Leben nicht allzu viel bekannt ist, hat die Autorin eine Mischung aus Biographie und Fiktion verfasst. Der Roman liest sich flüssig und schnell und ist durch die Originalpassagen aus den Romanen immer wieder aufgelockert. Die Leidenschaft und große Liebe zur Literatur von Jane Austen wird immer wieder deutlich und lässt sie so nahbarer und realistischer erscheinen.

Jane Austen kenne und liebe ich schon seit meiner Schulzeit. So war klar, dass ich diesen Roman unbedingt lesen wollte. Vieles wusste ich noch nicht, allerdings ist ja auch nicht immer ganz klar, was nun Fiktion ist oder was sich in Wirklichkeit so zugetragen hat. Leider konnte mich alles nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte und manche Stellen waren auch etwas langatmig.

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Veröffentlicht am 18.01.2022

Das perfekte Wimmelbuch!

Wo ist Coco, die Katze?
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Komm mit und erlebe Abenteuer mit Coco, der Katze!

Coco verbringt ihre Tage sehr abwechslungsreich, denn du kannst sie in der Stadt, im Park, im Spielzueggeschäft, auf dem Markt oder am Badesee treffen. ...

Komm mit und erlebe Abenteuer mit Coco, der Katze!

Coco verbringt ihre Tage sehr abwechslungsreich, denn du kannst sie in der Stadt, im Park, im Spielzueggeschäft, auf dem Markt oder am Badesee treffen. Dort ist immer etwas los und es wird ihr nie langweilig.

Isobel Lundie hat mit diesem Wimmelbuch viel mehr als nur ein einfaches Wimmelbuch geschaffen. Denn auf der ersten Seite erklärt sie ganz genau, was dieses Buch bei Kindern fördert und wie man es handhabt. So sind auf der ersten Seite sechs Personengruppen und Coco, die Katze abgebildet, die sich auf jedem der fünf Bilder verstecken, diese kann sich das Kind einprägen, um sie dann zu suchen. Außerdem ist oberhalb der Wimmelbilder immer eine Leiste mit zusätzlichen Gegenständen, die auf der Doppelseite versteckt sind und unten werden diverse Fragen zur abgebildeten Szenerie gestellt. Zum Abschluss sind auch auf der letzten Seite noch einmal etliche Details abgebildet, die es auf den vorangegangenen Seiten zu suchen gilt. Um die Sprache der Kinder zu fördern, können die Fragen beantwortet und weitere Details beschrieben werden. Auch die Konzentration und Beobachtungsgabe der Kinder wird spielerisch geschult.

Meinen Kindern und mir gefällt das Wimmelbuch sehr gut, denn Isobel Lundie hat einen einzigartigen und wunderschönen Zeichenstil. Alles ist kunterbunt und vermittelt so sofort gute Laune. Diversität ist wie selbstverständlich auf jeder Seite zu finden und perfekt in die Alltagsszenen integriert. Für mich ist das Buch perfekt, denn die Wimmelbilder sind wunderschön, das Preis-Leistungs-Verhältnis passt und das Buch eignet sich für jung und alt.

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Veröffentlicht am 18.01.2022

Cressidas wundervoll chaotisches Leben

Eine kurze Liste meiner Probleme (Mutter nicht mitgezählt)
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Cressida hat einige Probleme in ihrem Leben, denn sie hat immer zu wenig Geld, steht in ständigem Kontakt zu ihrem Therapeuten, der ihr noch mehr Geld aus der Tasche zieht, sie hatte mittlerweile seit ...

Cressida hat einige Probleme in ihrem Leben, denn sie hat immer zu wenig Geld, steht in ständigem Kontakt zu ihrem Therapeuten, der ihr noch mehr Geld aus der Tasche zieht, sie hatte mittlerweile seit sechs Monaten keinen Sex mehr und ihre Familie fordert ständig. Cressi arbeitet als Stylistin, aber nicht über eine Agentur, wie es eigentlich üblich ist, sondern nur, wenn ihr ihr bester Freund Phil einen Job verschaffen kann. So sollte ihr Leben eigentlich relativ ruhig verlaufen, doch da ständig eins ihrer Familienmitglieder schreibt oder anruft, ist sie eigentlich immer im Stress. Ausgerechnet heute meint ihre Mutter wieder, dass sie stirbt und versammelt ihre drei Töchter und drei Schwestern um sich. Seit geraumer Zeit leidet ihre Mutter unter Herzbeschwerden und gerade dann, wenn eine von ihnen plant zu verreisen oder einen anderen wichtigen Termin hat, meint ihre Mutter wieder, dass heute ihre letzte Stunde geschlagen hat und alle bitte kommen sollen. Deshalb gehen alle gelassen zu ihr, nur dass heute wirklich ihr letztes Treffen war, denn nachdem sie ihren Töchtern noch gestanden hat, dass sie alle einen anderen Vater haben und nicht den, mit dem sie aufgewachsen sind, schläft sie friedlich ein und ist tot. Cressi ist überfordert und ihre Familie überrennt sie mal wieder mit Treffen und Forderungen. Eigentlich will sie nur noch ihre Ruhe und zurück in ihre WG, doch ab jetzt hat sie den Hund ihrer Mutter, Schröder, und außerdem lebt seit einigen Tagen der Grieche Mika bei ihnen, obwohl er nur der One-Night-Stand ihrer Mitbewohnerin ist. Cressis Liste der Probleme wächst immer weiter...

Die Autorin Beate Teresa Hanika, die dieses Buch unter dem Pseudonym Mimi Steinfeld verfasst hat, schreibt sehr humorvoll. Cressi ist eine chaotische und doch liebenswürdige junge Frau, die einfach in den Tag hineinlebt. Die Sprache ist sehr modern und wird durch die Kapitelüberschriften in Form von Hashtags noch moderner.

Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und musste immer wieder grinsen, denn die Autorin schafft es, sämtliche skurrile Momente so lustig zu beschreiben, dass man ein Lachen nur mit Mühe unterdrücken kann. Natürlich sind viele der Situationen etwas übertrieben dargestellt, aber das hat mir gut gefallen und ist kein Kritikpunkt für mich. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann es für lustige Lesestunden zwischendurch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 16.01.2022

Eine Frau, die ihre Träume verwirklicht!

Die Journalistin - Die Macht der Worte
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Elisa Montero kommt 1908 mit sieben Jahren eines Nachts zur ihrer Tante Manuela nach Madrid. Zuvor hat sie in ärmlichen Verhältnissen auf dem Land gelebt, doch der Vater hat wohl sein ganzes Geld verloren ...

Elisa Montero kommt 1908 mit sieben Jahren eines Nachts zur ihrer Tante Manuela nach Madrid. Zuvor hat sie in ärmlichen Verhältnissen auf dem Land gelebt, doch der Vater hat wohl sein ganzes Geld verloren und konnte sich nun nur noch um seine beiden Söhne kümmern, nicht aber um die Tochter. Die Tante macht es dem kleinen Mädchen nicht leicht, denn sie hat keine Liebe übrig, lediglich eine gute Erziehung, Bildung und später eine gute Partie sind ihr wichtig. Elisa ist oft einsam und genießt die wenigen Stunden sehr, die sie auf der Straße mit anderen Kindern spielen durfte. Da freut sie sich umso mehr als sie eines Tages den Schritt wagt und in das verbotene Souterrain geht. Dort trifft sie auf einen kranken Jungen, der nur etwas älter als sie selbst ist und beginnt, ihn jeden Nachmittag zu besuchen und mit ihm zu spielen. Diese Zeit ist eine der schönsten, doch eines Tages muss der Junge wieder zu seiner Mutter zurück und sie sieht ihn nie wieder. Nun ist wieder die Lektüre der Zeitung Elisas liebste Beschäftigung. Als sie mit sechzehn die Frage wagt, ob sie nicht bei einem guten Bekannten ihrer Tante in dessen Zeitungsredaktion mitarbeiten dürfe und eigene Artikel verfassen, wird ihr das strikt verweigert. Allerdings hat der Bekannte Don Ernesto Mitleid und lässt sie als Hilfe der Sekretärin entgeldfrei mitarbeiten. Elisa bekommt nun aber immer mehr Sehnsucht nach dem Schreiben und entwickelt einen Plan...

María Reig hat einen ganz besonderen Schreibstil, denn der gesamte Roman ist in der Erzählperspektive der Elisa in der Ich-Form geschrieben. Das faszinierende daran ist, dass so unwichtige Zeiträume schnell und oberflächlich, nur in kurzen Erinnerungen erzählt werden können, während die wichtigen Ereignisse ausführlich und detailreich geschildert werden. Die Autorin geht sehr genau auf das Zeitgeschehen ein und erwähnt unzählige der damals populären Persönlichkeiten, was für ihre ausführlichen Recherchen spricht.

Anfangs habe ich mich beim Lesen etwas schwer getan, denn es werden so viele spanische Ortsnamen und Persönlichkeiten erwähnt, dass ich dachte, ich werde niemals in die Handlung finden. Dieser Eindruck hat sich aber nicht bestätigt, denn ab dem zweiten Drittel war ich richtiggehend gefesselt und konnte mich kaum mehr von diesem Buch wegreißen. Nun muss ich mir ganz schnell den zweiten Teil der Reihe besorgen, denn das offene Ende hat die Spannung und Neugier noch weiter in die Höhe getrieben...

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