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Veröffentlicht am 10.06.2021

Eine wunderschöne, aber auch tieftraurige und berührende Liebesgeschichte

Dein Herz, meinem so nah
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Devon verbringt ihre Sommerferien seit Jahren bei ihrer Cousine am Strand. So auch diesen Sommer, den die 16-jährige sehr genießt, denn sie liebt die Partys und das Kennenlernen von süßen Jungs genauso ...

Devon verbringt ihre Sommerferien seit Jahren bei ihrer Cousine am Strand. So auch diesen Sommer, den die 16-jährige sehr genießt, denn sie liebt die Partys und das Kennenlernen von süßen Jungs genauso wie die Nächte am Strand, wo sie den unverstellten Blick auf die Sterne liebt. Denn ihr Leben sind die Sterne und ihr Ziel ist es, Astrophysikerin zu werden. Schon jetzt arbeitet sie hart für ihren Traum. Doch der gleichaltrige Ashton macht diesen Sommer unvergesslich, denn er versteht sie, verbringt viel Zeit mit ihr und die beiden verlieben sich ineinander. Aber am letzten Tag ihres gemeinsamen Sommers taucht er nicht wie verabredet zu ihrem letzten Treffen auf und Devon ist am Boden zerstört. Sie braucht ein ganzes Jahr, um mit dem Kummer zurechtzukommen. Und dann trifft sie ihn ausgerechnet da wieder, wo sie ihn am wenigsten erwartet hätte, nämlich an ihrer Schule. Und alle Gefühle kommen wieder zurück...

Ronni Davis hat mit diesem Roman etwas ganz besonderes geschaffen, denn sie hat die erste große Liebe mit der Depression verbunden. Ihre Handlung ist wunderschön und gleichzeitig traurig, denn Ashton geht es sehr oft sehr schlecht. Ihre beiden Protagonisten sind sehr realistisch und könnten problemlos auch in der Wirklichkeit leben. Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr gut, da er flüssig und einfach in der Wortauswahl ist.

Dieses Buch hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei mir, denn es hat mich tief berührt. Die vielen Gefühle, die aus so vielen verschiedenen Stimmungsrichtungen aufeinandertreffen gehen wirklich unter die Haut. Ich weiß, dass ich noch länger über das Gelesene nachdenken werde, weil Depression ein Erkrankung ist, die das ganze Leben beeinflusst und so weitreichende Folgen haben kann, was mir bisher so gar nicht bewusst war...

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Veröffentlicht am 08.06.2021

Vergessenes Wissen wiederentdecken!

naturverbunden
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In früheren Zeiten war es normal, seine Erkrankungen mit Wildpflanzen zu heilen. Leider ist das in den letzten Jahren immer mehr in Vergessenheit geraten. Dank ihres großen Wildwuchs-Grundstücks haben ...

In früheren Zeiten war es normal, seine Erkrankungen mit Wildpflanzen zu heilen. Leider ist das in den letzten Jahren immer mehr in Vergessenheit geraten. Dank ihres großen Wildwuchs-Grundstücks haben die beiden Autoren viele Erfahrungen sammeln können und geben diese nun an ihre Leser weiter. Geordnet nach den fünf unterschiedlichen Standorten Wald, Hecken und Waldsäumen, Wiesen und an Wegen, Ödland und Magerwiesen und an Bächen, Flüssen und Seen liesten sie 40 Pflanzen auf, die Heilkräfte besitzen. Zu jeder Pflanze gibt es eine kurze stichpunktartige Charakteristik, die von genaueren Beschreibungen und Rezepten zur Herstellung von Hausmitteln begleitet wird.

Katrin und Frank Hecker besitzen ein enormes Kräuterwissen, was auf jeder Seite des Buches von neuem deutlich herauskommt. Denn sie haben für beinahe jedes Leiden ein Rezept beigefügt und auch die Kleinsten kommen dabei nicht zu kurz, wie zum Beispiel beim Thymian-Tee, der bei Atemwegsbeschwerden wahre Wunder wirkt. Ihre Texte sind sehr gut und flüssig zu lesen und auch die vielen Fototgrafien tragen zum besseren Verständnis bei.

Dieses Buch ist die perfekte Ergänzung zu meinen bisherigen Büchern, die ich immer zur Rate ziehe, wenn ich selbst, meine Kinder oder andere Familienmitglieder gesundheitliche Probleme haben und wir nach natürlichen Heilmitteln suchen. Denn die Kräuter und Pflanzen, die vor meiner Haustüre wachsen, können so viel mehr als nur schön auszusehen!

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Veröffentlicht am 06.06.2021

Es ist viel los im wohl kleinsten Krankenhaus Deutschlands...

Das Inselkrankenhaus: Sommerstürme
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Greta ist vor einiger Zeit wieder auf ihre Heimatinsel in der Nordsee zurückgekehrt, weil sie sich Sorgen um ihren Vater macht und deshalb wieder näher bei ihrer Familie leben möchte. Dass ich dafür ihre ...

Greta ist vor einiger Zeit wieder auf ihre Heimatinsel in der Nordsee zurückgekehrt, weil sie sich Sorgen um ihren Vater macht und deshalb wieder näher bei ihrer Familie leben möchte. Dass ich dafür ihre tolle Stelle in Dublin aufgeben musste, war zwar schade, aber Greta weiß, dass ihre Familie sie jetzt braucht. Und dank ihres Berufes als Krankenschwester kann sie auch dort in der Hansen-Klinik, dem wohl kleinsten Krankenhaus Deutschlands arbeiten. Als sie aber an diesem Morgen eine bewusstlose Person in einem Schlauchboot am Strand findet, ist sie froh, als sie kurz darauf dem, immer etwas unterkühlten Chefarzt Dr. Mark Ritter begegnet und dieser ihr hilft, die junge Frau ins Krankenhaus zu bringen. Beiden ist zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht bewusst, dass die Patientin ihnen noch einige Scherereien bereiten wird... Unter anderem in diese Probleme verwickelt wird auch Helena, die Frauenärztin der Insel, die für ihr Leben gern reitet und Tag und Nacht für ihre Patienten erreichbar ist, weshalb auch spekuliert wird, dass sie deshalb noch immer Single ist. Doch niemand kennt die wahren Beweggründe für das Singledasein der Anfang 40-jährigen...

Liv Helland schreibt toll. Ihr Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Trotz der medizinischen Hintergründe und Fachbegriffe ist auch für einen Laien alles gut verständlich. Ihre Protagonisten sind allesamt sympathisch, haben aber ihre Vergangenheit, die viele ihre Handlungen zeichnet. Für mehr Spannung sorgt der Sicht- und Ortswechsel zwischen Greta und Helena und ab und zu auch der Krankenschwester Leonie.

Ich habe diesen ersten Teil der Reihe sehr gerne gelesen und würde am liebsten sofort mit dem zweiten Teil weitermachen, denn der Cliffhanger ist wirklich fies und macht sehr neugierig auf die Fortsetzung....

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Veröffentlicht am 02.06.2021

"Dankbarkeit, ich hasse dich. Beste Grüße aus der Hölle, Marlene"

Suche Platz auf Wolke Sieben
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Das ist der erste Eintrag ins Dankbarkeitstagebuch von Marlene, nachdem ihre Therapeutin ihr dazu geraten hat. Doch was genau soll Marli denn noch gut finden an ihrem Leben, in dem doch wirklich alles ...

Das ist der erste Eintrag ins Dankbarkeitstagebuch von Marlene, nachdem ihre Therapeutin ihr dazu geraten hat. Doch was genau soll Marli denn noch gut finden an ihrem Leben, in dem doch wirklich alles in Scherben liegt - ihr Verlobter macht drei Wochen vor der Hochzeit mit ihr Schluss, während sie auf die Maklerin warten, die ihnen die Schlüssel für ihr bereits bezahltes Reihenhaus übergeben wird, außerdem ist sie seit kurzem auch noch arbeitslos. Marli hat die Schnauze voll und übergibt das Lieben an Don Juanita, dem Rotkehlchen, das sie in ihren einsamen Tagen immer füttert. Doch Sassy, Marlis beste Freundin, wird sie nicht in ihrer Einsamkeit alleine lassen und kommt am Tag der Hochzeit zum Ablenken und Cosmopolitan trinken. So kommt ihnen in ihrem betrunkenen Zustand eine bahnbrechende Idee: Sie gründen ihre eigene Partnervermittlung, in der nur Menschen aufgenommen werden, die sich sozial engagieren. Denn Sassy erlebt die verrücktesten Dinge bei ihren Dates und davor will Marli die Menschheit bewahren. Drei Jahre später ist Marli immer noch davon überzeugt, dass sie die Liebe in ihrem Leben nicht braucht, anderen vergönnt sie diese jedoch schon und gibt jeden Tag ihr Bestes in ihrer eigenen Partnervermittlung "Wolke Sieben"...

Franziska Jebens hatte hier eine sehr gute und außergewöhnliche Idee für einen Roman. Denn Marli ist eine starke Persönlichkeit, die eine sympatische Protagonistin abgibt und den Leser für sich einnimmt. Der Schreibstil der Autorin liest sich schnell und flüssig und schafft es, den Leser zu fesseln.

Dieser Roman ist nun der zweite, den ich von der Autorin lese und ich habe mich schon sehr darauf gefreut, denn schon der erste konnte mich überzeugen. Die Idee hinter dem Buch ist klasse und ebenso besonders, denn bisher habe ich noch keinen Roman mit diesem Thema gelesen, allerdings ist es brandaktuell, denn das Onlinedating nimmt immer mehr zu und dadurch auch die Erlebnisse der Datenden, die man gerne vergessen würde... Dieser Liebesroman ist wunderschön und hat mich so gefesselt, dass ich an einem Tag fertig damit war und das spricht immer sehr für ein Buch!

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Veröffentlicht am 01.06.2021

Verlieben über Skype, kann das wirklich klappen?

Mit Abstand verliebt
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22. Februar 2020: Jella und Lennard sind gemeinsam auf der ausgelassenen Geburtstagsparty eines Freundes. Beide sind entspannt und genießen den Abend. Allerdings können beide den jeweils anderen nicht ...

22. Februar 2020: Jella und Lennard sind gemeinsam auf der ausgelassenen Geburtstagsparty eines Freundes. Beide sind entspannt und genießen den Abend. Allerdings können beide den jeweils anderen nicht wirklich ignorieren, denn sie reizen sich gegenseitig - ob positiv oder negativ ist noch nicht klar. Jella ist 35, Lennard 37 Jahre alt, beide sind Single. Jella ist aber im Gegensatz zu Lennard eine sehr spontane und aufgeschlossene Person, die bald nach Sri Lanka zum Surfen fliegen will und so lange noch möglichst viel Geld mit Yoga-Kursen verdient, denn das Reisen und Surfen ist ihre Leidenschaft. Lennard dagegen braucht Sicherheit, spontan ist er selten. Kaum vorstellbar, dass aus der Antipathie der zwei bald eine Freundschaft entstehen soll, die sich aus Videotelefonaten und anderen Erlebnissen über Skype speist. Wäre da nicht dieses elende Corona, was alles nur schwieriger macht und eine Annäherung in live unmöglich macht, zumindest für Lennard, dem das strikte Einhalten von Regeln sehr wichtig ist...

Dem Autorenduo Juli Rothmund ist es sehr gut gelungen, das aktuelle Thema "Corona" in einen Roman einzubauen. Dieser ist aber nicht langweilig oder unrealistisch, sondern die Autoren haben alles sehr gut recherchiert beziehungsweise ihre eigenen Erfahrungen und Emotionen passend eingebaut. Sehr gut gelungen ist ihnen auch, dass sie ihre Charaktere die Coronaregeln einhalten lassen, ohne ungewollt übertrieben und unpassend zu wirken.

Ich bin sehr positiv von diesem Roman überrascht, denn ich hatte zuerst gedacht, dass die aktuelle Coronasituation zu sehr im Vordergrund steht und dadurch die eigentliche Liebesgeschichte in den Hintergrund rückt. Das ist allerdings gar nicht so, denn es kommt alles sehr gut aufgeteilt zur Geltung. Besonders gut gefallen mir die tagesaktuellen Schlagzeilen immer zu Beginn eines neuen Tages, die dem Geschehen noch ein realistischeres Bild geben.

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