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Veröffentlicht am 18.10.2025

Eine wunderbar romantische Story!

Du schenkst mir die Welt
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Angie lebt seit ihrer Geburt zusammen mit ihren Großeltern mitten in der Wüste, in Coober Pedy. Dort lebt sie nun schon siebenundzwanzig Jahre inmitten vieler Freunde. Denn als sie vor zehn Jahren ihren ...

Angie lebt seit ihrer Geburt zusammen mit ihren Großeltern mitten in der Wüste, in Coober Pedy. Dort lebt sie nun schon siebenundzwanzig Jahre inmitten vieler Freunde. Denn als sie vor zehn Jahren ihren Großvater bei einem Grubenunglück in einem der Opal-Stollen verloren hat, hat sie ihrer immer kränker werdenden Großmutter versprochen, sie nie im Stich zu lassen. Damals war die Demenz noch nicht weit fortgeschritten und Angie konnte sich nicht vorstellen, wie fordernd die folgenden Jahre noch werden würden. Trotzdem hat sie das nicht auf den Tod ihrer geliebten Nan vorbereiten können. So ist sie umso geschockter, als sie im Weinregal ihrer Großeltern einen Brief findet, der an ihren, eigentlich unbekannten Vater in Rom gerichtet war. Denn Angie durfte nur drei Tage mit ihrer Mutter verbringen, als diese überraschend an einer Entzündung erkrankt und verstorben ist. Sofort beginnt Angie ihre sechsmonatige Reise nach Rom zu planen und erhält extrem viel Unterstützung aller Bewohner von Coober Pedy. Doch obwohl Angie freudig in Italiens Hauptstadt empfangen wird, ist das Verhältnis zu ihrem Vater angespannt. Dafür versteht sie sich mit ihrer neuen Mitbewohnerin Christina und ihrem Stiefbruder Alessandro umso besser. Doch obwohl die Zeit mit Alessandro schön und entspannt ist, spürt sie immer diese Düsternis in ihm, die er nur selten ganz abzuschütterln vermag.

Paige Toon versteht es, die Geschichte rund um Angie und das Kennenlernen ihrer neuen Familie interessant, fesselnd und berührend zu erzählen. Rom bildet eine wunderschöne Kulisse für diesen romantischen Roman und sorgt für eine sommerliche und entspannte Stimmung. Angie selbst ist eine sehr aufgeschlossene junge Frau, die sich nach einer neuen Familie sehnt und sich sehr für diesen neuen Teil ihrer Familie interessiert. Daher möchten die Leser unbedingt wissen, wie es ihr ergeht und sind gefesselt.

Da ich bereits Bücher von Paige Toon gelesen habe, war ich gespannt, ob auch dieser Roman mich packen und fesseln kann. Und er hat es geschafft und mir wunderschöne und auch romantische Lesestunden geschenkt. Ich mochte Angie von der ersten Seite an und habe mich immer wieder für sie gefreut, aber auch mit ihr gelitten.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Pilu, der herzerwärmend süße Pinguin

Ein Herz für Pilu Pinguin
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Pilu Pinguin ist noch ein kleiner Pinguin, aber er darf nun endlich alles mit der Familie unternehmen. So gehen sie zusammen spazieren, schwimmen, wandern, dösen, angeln und putzen. Doch für Pilu ist die ...

Pilu Pinguin ist noch ein kleiner Pinguin, aber er darf nun endlich alles mit der Familie unternehmen. So gehen sie zusammen spazieren, schwimmen, wandern, dösen, angeln und putzen. Doch für Pilu ist die Welt so wunderbar, dass er immer wieder von Kleinigkeiten abgelenkt wird und ganz andere tut, als alle anderen Pinguine um ihn herum machen. Doch so entdeckt er schließlich auch, dass der allerkleinste Pinguin der Familie auf einer Eisscholle steht und droht abzutreiben. Nur dank Pilu können sie ihn retten. Also stellt Uropa Sven fest, dass es doch gut ist, dass Pilu ein wenig anders ist.

Ulrike Motschiunig erzählt die Geschichte über Pilu Pinguin auf eine einfühlsame, berührende und dennoch unterhaltsame und lustige Weise. Zusammen mit den farbenfrohen, detailreichen und wunderschönen Illustrationen von Alina Spiekermann wird das Buch so zu etwas ganz Besonderem.

Meine Tochter und ich waren sofort ganz begeistert von Pilu und seiner zuckersüßen Weise, die Welt zu betrachten. Denn er liebt alles um sich herum und zeigt seine Freude immer ganz offen. Auch die Botschaft, dass Vielfalt wichtig ist und es doch schrecklich wäre, wenn alle Menschen und Tiere gleich wären, ist in dieser Geschichte spürbar und so unheimlich wichtig. Daher ist dieses Bilderbuch rundum gelungen und verdient die allerbeste Bewertung, die es gibt.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Mit Ängsten und Sorgen umgehen lernen

Aufklappen und Gefühle verstehen: Was bedrückt dich?
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Alle Menschen kennen Ängste und Sorgen. Diese sind etwas ganz normales und kommen immer wieder vor - manchmal häufiger, manchmal seltener. Teilweise können sie ganz leicht vertrieben werden, ein anderes ...

Alle Menschen kennen Ängste und Sorgen. Diese sind etwas ganz normales und kommen immer wieder vor - manchmal häufiger, manchmal seltener. Teilweise können sie ganz leicht vertrieben werden, ein anderes Mal braucht es ein Gespräch oder andere Unterstützung von außen. Wichtig ist aber immer, dass die Ängste verstanden werden müssen, damit etwas dagegen unternommen werden kann. Denn wenn die Sorgen nicht überwiegen, ist das Leben noch viel schöner!

Katie Daynes geht in diesem Bilderbuch auf die Ängste und Sorgen von Kindern ein. Sie widmet sich diesen auf eine einfühlsame Weise und vermittelt so auch ein großes Verständnis dafür. Zusammen den wunderschönen, farbenfrohen und detailreichen Illustrationen von Amy Willcox und den über dreißig Klappen, die sich auf den Seiten verteilen, wird das Buch zu einem wahren Schatz.

Obwohl wir Erwachsenen immer denken, dass die Ängste und Sorgen von Kindern eher banal sind und nicht zu vergleichen mit denen, die uns plagen, sollten diese immer ernst genommen werden. Dieses Kinderbuch eignet sich deshalb perfekt dafür, einen Gesprächseinstieg zu finden und dieses Thema vorsichtig anzusprechen, denn längst nicht jedes Kind vertraut anderen gerne seine Ängste an. Daher empfinde ich dieses Buch als sehr wichtig und absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Kommissar Jennerweins kriminalistischer Ausflug in die Gastronomie

Den letzten Gang serviert der Tod
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Als Kommissar Jennerwein diesmal zu ihrem neuen Fall gerufen werden, führt sie ihr Weg hinauf zum Ein-Sterne-Restaurant "Hubschmidt's". Dort ist nicht nur ein Mann in einem Topf voller heißer Bouallabaisse ...

Als Kommissar Jennerwein diesmal zu ihrem neuen Fall gerufen werden, führt sie ihr Weg hinauf zum Ein-Sterne-Restaurant "Hubschmidt's". Dort ist nicht nur ein Mann in einem Topf voller heißer Bouallabaisse ertränkt, sondern auch seine Jugendliebe, die Staatsanwältin Antonia Beissle, mit einer Bratpfanne erschlagen, der Flugkapitän Reininghaus mit einem japanischen Messer erstochen und der Chef persönlich mit einem Pilzeintopf vergiftet worden. Die Kriminalkommissare stehen vor einem Rätsel, denn hat der Täter nicht nur ein riesengroßes Chaos veranstaltet, sondern auch auf kleinstem Raum vier Personen ermordet. Handelt es sich hier um Kalkül oder war es eine Tat aus Effekt? Und wer kann der Mörder sein? Hatte er näheren Kontakt zu den Opfern oder war alles nur ein Zufall? Jennerwein muss genau hinsehen und fragt sich nur immer wieder, welche wesentliche Tatsache er übersehen hat.

Jörg Maurer knüpft mit diesem dreizehnten Band der Reihe rund um Kommissar Jennerwein nahtlos an vorangegangene Bücher an. Denn natürlich sind die Charaktere weiterhin etwas skurril, besitzen alle ihre Eigenheiten und haben gemeinsam schon so einiges erlebt. Auch der Fall ist speziell, was aber auch nicht anders zu erwarten war.

Bisher habe ich jeden der Teile dieser Reihe verschlungen und war voller Begeisterung immer mit dabei. Ich liebe diese ganz besonderen Fälle, die Jörg Maurer schafft und die so wunderbar abgehoben sind und alles ein wenig überspitzt darstellen. Dieser dreizehnte Band lag nun lange ungelesen in meinem Bücherregal, passt aber nun zufällig perfekt zur Jahreszeit und hat mir sehr spannende und unterhaltsame Lesestunden geschenkt.

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Weil jeder Freunde braucht!

Stachel und Stunk
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Die Erzieherin Frau Bär trommelt heute in der Wurzelzwerge-Kita alle Kinder zusammen, denn es sollen gleich die beiden Neuen kommen. Allerdings ist der Erste der Beiden zuerst unauffindbar. Hat er sich ...

Die Erzieherin Frau Bär trommelt heute in der Wurzelzwerge-Kita alle Kinder zusammen, denn es sollen gleich die beiden Neuen kommen. Allerdings ist der Erste der Beiden zuerst unauffindbar. Hat er sich doch versehentlich mit seinen Stacheln an der Gartentür festgehängt. Das passiert Stachel leider öfter, denn bei Stress richten sich seine Stacheln auf. Allerdings löst sich das Problem dann ganz von selbst, als der zweite Neue die Gartentür so fest hinter sich zuschlägt, dass Stachel wegkatapultiert wird. Stunk ist so ganz anders als Stachel. Er hat seine Boombox dabei, reagiert auf alles ablehnend und macht sein eigenes Ding. Aber auch als Stunk einfach davonrennt, nachdem er versehentlich einen Stinkepups abgesetzt hat und Frau Bär davon bewusstlos geworden ist, gibt Stachel nicht auf. Gemeinsam jagen sie durch den Wald, erschrecken sich vor einem Vogel und merken dann, dass Stunk Angst vor der Ablehnung der anderen Kinder hat, die wohl behaupten, dass er immer stinke. Stachel riecht aber nichts und hat auch nichts gegen eine vorsichtige Umarmung einzuwenden. Nun sind sie Freunde sind nehmen sich fest vor, immer ehrlich zueinander zu sein. Als sie dann gemeinsam mit Frau Bär und den anderen Wurzelzwergen zurück in die Kita gehen, haben sie noch einen tollen Nachmittag mit Musik aus Stunks Boombox, viel Tanz und lustigen Momenten.

Juli Wind erzählt in diesem Kinderbuch ab vier Jahren über zwei ganz besondere Tierkinder, die schließlich Freunde werden. Ihre außergewöhnlichen Eigenschaften, die leider als Schwächen ausgelegt werden, können sie gemeinsam so annehmen, wie sie sind und dadurch zu Freunden werden. Die Sprache, die die Autorin gewählt hat, ist kindgerecht und durchsetzt von lustigen Ausdrücken. Gemeinsam mit den humorvollen, kunterbunten und detailreichen Illustrationen von Ulrike König wird aus der Geschichte ein schönes Bilderbuch.

Meine Tochter und ich mögen das Buch und mussten immer wieder lachen. Allerdings sind wir aber schon etwas älter als die Zielgruppe und können so manchen Scherz besser verstehen, als es einem Vierjährigen gelingen mag. So finde ich das letzten Gespräch von Stachel und Stunk über den Hasen und dass dieser komisch sei, etwas schwierig. Auch sonst hätte ich mir gewünscht, dass etwas ernster mit dem Thema "Anders sein" umgegangen worden wäre. Trotzdem ist die Geschichte lustig und sorgt sicherlich auch bei kleineren Kinder für so einige Lacher.

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