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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2019

Ein etwas seltsamer Fall für den Kommissar Jennerwein

Am Tatort bleibt man ungern liegen
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Alles beginnt mit einem Toten, der mit seinem Panama-Hut auf dem Kopf mitten auf der Sonnenterasse von einem Café verstirbt. Hölleisen kommt als Polizist dazu, findet allerdings anfangs nichts komisches ...

Alles beginnt mit einem Toten, der mit seinem Panama-Hut auf dem Kopf mitten auf der Sonnenterasse von einem Café verstirbt. Hölleisen kommt als Polizist dazu, findet allerdings anfangs nichts komisches an diesem Toten. Beinahe parallel kommt es zu einem weiteren Todesfall. Alina Rusche wird von einem alten Wagenrad am Kopf getroffen und stirbt daraufhin. Doch auch hier deutet vorerst nichts auf einen Mord hin, wäre da nicht das Gefühl von Jennerwein und Hölleisen - und so machen sie und ihr Team sich daran, dies alles aufzuklären.

Jörg Maurer schreibt auch diesen neuen Fall von Kommissar Jennerwein in der gewohnt lustigen und sehr unterhaltsamen Weise. Allerdings war ich von der Handlung sehr enttäuscht, da ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte, Maurer sind die Ideen ausgegangen und er dirftet sehr ins Unrealistische ab.

Insgesamt fand ich das Buch in Ordnung, da ich an Jörg Maurer nicht nur seine Krimis sondern auch seinen Schreibstil sehr schätze. Aber wäre nicht die Sprache so unterhaltsam gewesen, hätte ich das Buch frühzeitig abgebrochen. Auch die Personen, die sonst immer so im Mittelpunkt standen, sind hier etwas in den Hintergrund gerückt, allen voran Jennerwein selbst.

Veröffentlicht am 08.11.2019

Eine Liebe, die auch über den Tod hinaus besteht...

P.S. Ich liebe Dich
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Die 29-jährige Irin Holly ist am Boden zerstört. Ihr Ehemann Gerry ist nach 15 gemeinsamen Jahren an einem Hirntumor verstorben. Sie findet keinen Sinn mehr in ihrem Leben und weiß nicht, wie es weitergehen ...

Die 29-jährige Irin Holly ist am Boden zerstört. Ihr Ehemann Gerry ist nach 15 gemeinsamen Jahren an einem Hirntumor verstorben. Sie findet keinen Sinn mehr in ihrem Leben und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Doch als sie sich langsam wieder aufrafft, merkt sie, dass das Leben doch auch noch positive Seiten hat, vorallem nachdem sie ein Päckchen von Gerry überreicht bekommt. Dieses Geschenk von ihrer großen Liebe enthält zehn Briefe, für jeden der kommenden Monate einen. Von nun an fiebert sie den Briefen entgegen und findet endlich wieder Halt.

Cecilia Ahern schreibt so gefühlvoll und tiefbewegend, dass es den Leser fesselt. Sie beherrscht eine Erzählweise, die mich zu Tränen gerührt hat. Das Buch ist sehr übersichtlich in kürzere Kapitel gegliedert, die sich schnell lesen lassen.

Das Buch hat mich tief bewegt und ich habe es innerhalb von zwei Tagen gelesen.

Veröffentlicht am 06.11.2019

Viele lustige Geschichten aus dem Leben

Mein Leben als Mensch
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Jan Weiler lebt zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern, zur Familie gehört aber auch noch der Schwiegervater samt Ehefrau, die desöfteren anrufen oder zu Besuch kommen. Zusammen haben sie viele ...

Jan Weiler lebt zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern, zur Familie gehört aber auch noch der Schwiegervater samt Ehefrau, die desöfteren anrufen oder zu Besuch kommen. Zusammen haben sie viele lustige Erlebnisse, zum Beispiel der Kauf eines neuen Fernsehers oder der Besuch der Kosmetikerin.

Jan Weiler beschreibt in seiner unverkennbaren Art Begebenheiten aus seinem Leben. Sein Schreibstil ist unverwechselbar. Er schreibt flüssig, abwechslungsreich und nie langweilig.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da die einzelnen Geschichten nicht allzu lang sind. Außerdem musste ich öfters lachen!

Veröffentlicht am 05.11.2019

Die Sokoladenvilla und ihre Familie muss schwere Zeiten meistern...

Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre
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Die goldenen Zwanziger in Stuttgart: Beinahe zwanzig Jahre nach den, dem Leser bekannten Ereignisse, beginnt nun der zweite Teil. Judith und Victor sind immer noch ein glückliches Paar, mittlerweile haben ...

Die goldenen Zwanziger in Stuttgart: Beinahe zwanzig Jahre nach den, dem Leser bekannten Ereignisse, beginnt nun der zweite Teil. Judith und Victor sind immer noch ein glückliches Paar, mittlerweile haben sie zwei Kinder, Martin und Viktoria und leben nach wie vor in der Degerlocher Villa, von Victor liebevoll Schokoladenvilla genannt. Karl ist seit einigen Jahren mit in der Geschäftsführung der Schokoladenfabrik tätig, Anton dagegen hat seine eigene Klavierfabrik eröffnet. Doch die Familie wächst weiter, denn nach dem Tod von Victors Vater kommt dessen Tochter und die Halbschwester von Victor, Serafina nach Stuttgart. Leider ist Serafina momentan sehr verängstigt, da jemand von ihr Fotografien angefertigt hat, die sie vernichten könnten und damit erpresst. Aber sie lernt am Stuttgarter Bahnhof die Französin Lilou kennen, der sie sich schließlich anvertraut und bei ihr großen Rückhalt erfährt. Doch auch in der Familie wird sie herzlich aufgenommen und sofort als ein vollwertiges Mitglied der Familie anerkannt. Leider entwickeln sich die Dinge nicht so gut wie erhofft und die Familie muss schließlich nicht nur um ihre Schokoladenfabrik bangen...

Maria Nikolai hat es auch in diesem zweiten Teil geschafft, ihre Leserschaft zu fesseln. Ihr Schreibstil ist immer an die jeweilige Zeit angepasst, in der das Buch spielt und nimmt den Leser so noch tiefer in diese Epoche mit. Ihre Personen sind realistisch und keine ihrer Handlungen wirkt konstruiert. Durch die klare Einteilung in Kapitel mit genauen Zeit- und Ortsangaben kommt es zu keinerlei Verwirrung. Auch die Personenübersicht am Ende des Buches hilft, sich einen Überblick zu verschaffen. Ebenfalls sehr gut gelungen ist die Übernahme von realen Personen dieser Zeit in die Handlung.

Mir hat das Buch von der ersten Seite an sehr gut gefallen! Es ist bestens geeignet für Leser wie mich, die die geschichtlichen Hintergründe ebenso interessieren wie eine spannende Geschichte.

Veröffentlicht am 30.10.2019

Ein gelungener Auftakt einer Familiensaga

Die Schokoladenvilla
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Stuttgart 1903: Judith Rothmann, die Tochter eines bekannten Stuttgarter Schokoladenfabrikanten, liebt die Schokolade und hält sich sehr gerne in der Fabrik auf. Dort entwickelt sie leidenschaftlich gerne ...

Stuttgart 1903: Judith Rothmann, die Tochter eines bekannten Stuttgarter Schokoladenfabrikanten, liebt die Schokolade und hält sich sehr gerne in der Fabrik auf. Dort entwickelt sie leidenschaftlich gerne neue Kreationen und umgibt sich gerne mit den anderen Frauen, die dort arbeiten. Da ihre Mutter schon seit längerer Zeit in Italien weilt, um sich von einem Nervenleiden zu erholen, muss sie sich auch um ihre Zwillingsbrüder Karl und Anton kümmern. Die beiden Jungen sind allerdings, trotz ihres jungen Alters von acht Jahren schon sehr umtriebig und haben, zum Leidwesen ihres Vaters viel Unsinn im Kopf. Nach einem ihrer Streiche hat Karl einen Unfall und wird von Victor Rheinberger gerettet. Auf diesem Weg lernt Victor die Familie Rothmann kennen und bekommt zum Dank einen Arbeitsplatz in der Schokoladenfabrik. Nun kreuzen sich auch die Wege von Judith und Victor während der Arbeit...

Maria Nikolai hat einen sehr schönen Schreibstil. Sie schildert die Ereignisse mit viel Emotion, allerdings nicht langweilig oder ohne Tiefgang. Die Einteilung in viele kürzere Kapitel, die immer mit Ort und Zeitpunkt überschrieben sind, macht es einfach, sich zurechtzufinden. Die geschichtlichen Hintergrundinformationen, die immer wieder in die Handlung eingeflochten werden, sind sehr interessant und lehrreich.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Durch viele Bezüge zur Geschichte Stuttgarts, war es für mich sehr interessant. Auch die handelnden Personen sind gut gestaltet und wirken realistisch.