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Veröffentlicht am 10.10.2025

Brunos ganz eigene Welt

In meiner Welt
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Bruno und sein Opa sind gemeinsam unterwegs. Während sie in der Stadt unterwegs sind, überlegt sich Bruno, was er in seiner eigenen Welt gerne anders haben würde. Denn als Welterfinder kann er alles anders ...

Bruno und sein Opa sind gemeinsam unterwegs. Während sie in der Stadt unterwegs sind, überlegt sich Bruno, was er in seiner eigenen Welt gerne anders haben würde. Denn als Welterfinder kann er alles anders machen und Bäume immer höher wachsen lassen oder die Zeit einfach anhalten, damit alles so bleibt, wie es gerade ist. Es wäre doch auch toll, wenn niemand mehr stirbt oder aber wenn keine Babys mehr geboren werden. So überlegt Bruno immer weiter, denn der Tod seiner Großmutter geht ihm sehr nahe und er würde seine Oma gerne noch länger hier auf der Erde haben.

Sabine Bohlmann stellt sich und ihren Lesern in diesem Kinderbuch vielfältige Fragen, die zum Nachdenken und genauen Überlegen anregen. Die Geschichte ist sehr berührend und sorgt für nachdenkliche, aber auch lustige Momente. Zusammen mit den kindgerechten und detailreichen Illustrationen von Simona Ceccarelli lädt das Buch zu einer interessanten Familienzeit ein.

Meine Tochter und ich schätzen es sehr, wenn ein Bilderbuch zu anschließenden Überlegungen und Gesprächen anregt und so länger im Kopf bleibt. Es ist der Autorin auf eine ganz besondere und sehr berührende Weise gelungen, die Themen Tod und Leben auf eine außergewöhnliche und sehr einfühlsame Art anzusprechen.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Liebeschaos auf der Nordseeinsel Föhr

Hochzeit auf der kleinen Frieseninsel
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Hannah lebt für ihren Job als Immobilienmaklerin und widmet ihr komplettes Leben ihrem Job. So kennt sie eigentlich gar keinen Feierabend, denn die besten Abschlüsse macht man am Abend oder am Wochenende. ...

Hannah lebt für ihren Job als Immobilienmaklerin und widmet ihr komplettes Leben ihrem Job. So kennt sie eigentlich gar keinen Feierabend, denn die besten Abschlüsse macht man am Abend oder am Wochenende. Auch ihr letzter Deal, der wirklich großartig war, hat ihr viel Zeit und Kraft abverlangt, um zu gelingen und alle zufrieden zu stellen. Daher rechnet sie nun fest mit der Beförderung und der damit einhergehenden neuen Stelle auf Mallorca. Doch ihr Chef Ralf übergeht sie und gibt stattdessen der Anfängerin Nicole, die erst seit einem halben Jahr für die Firma tätig ist. Hannah ist enttäuscht und bemerkt, wie kräftezehrend ihr momentaner Lebenswandel ist und auch ihr Freund Frederic und seine Affäre, die sorgen nicht dafür, dass Hannah noch länger in Berlin bleiben möchte. Kurzentschlossen nimmt sie sich deshalb Urlaub und fährt nach Hause auf die Insel Föhr. Dort gibt es schließlich noch einiges für die Hochzeit ihrer Schwester zu organisieren und auch ihre Eltern können sicherlich Hilfe gebrauchen. Allerdings kommt es in den nächsten Tagen zu einigen Missverständnissen, die die gesamte Hochzeit platzen lassen könnten...

Melanie Petersen erzählt diesen sommerlichen Roman aus den beiden Perspektiven der Schwestern Hannah und Stine. So erhalten die Leser deutlich mehr Einblicke in das Leben der Beiden. Obwohl so manches Geheimnis nun ans Licht kommt, herrscht im Roman eine vorwiegend gute und wunderbar leichte Stimmung. Natürlich sind die Nordsee und die Insel Föhr eine sehr gut gewählte Kulisse für diesen Roman.

Es ist wirklich faszinierend, wie die 550 Seiten des Buches nur so dahingeflogen sind und mir wunderschöne Lesestunden geschenkt haben. Ich mochte Hannah und Stine sehr und war begeistert, wie sehr sich Hannah mit ihrem Aufenthalt auf der Insel zum Positiven verändert hat. Daher würde ich gerne noch mehr von der Autorin lesen!

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Der Regenbogenfisch braucht Hilfe

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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Schon häufig hat der Regenbogenfisch davon gehört, dass es in anderen Teilen des Meeres zu gefährlichen Vorfällen mit sogenannten Schleppnetzen gekommen ist. Allerdings ist hier, wo der Regenbogenfisch ...

Schon häufig hat der Regenbogenfisch davon gehört, dass es in anderen Teilen des Meeres zu gefährlichen Vorfällen mit sogenannten Schleppnetzen gekommen ist. Allerdings ist hier, wo der Regenbogenfisch und seine Freunde leben, noch alles in Ordnung und den Unterwasserpflanzen und Korallen geht es gut. Eines Tages vernimmt der Regenbogenfisch aber ein fernes Rauschen und sieht, wie eine Menge Fische auf ihn zuschwimmen und auch er und sein Schwarm mitgerissen werden. Sie erzählen, dass sie vor einem Schleppnetz fliehen und Angst haben, gefangen zu werden. Und plötzlich ist es soweit, das Netz hat sich um die Fische zugezogen. Nur der kleine Blaue konnte durch die Maschen entkommen, weil er noch zu klein ist. Alleine kann er seine Freunde aber nicht aus dem Netz befreien, sodass er die Krustentiere mit ihren scharfen Scheren um Hilfe bittet. Gemeinsam können sie die Maschen des Netzes aufschneiden und dem Regenbogenfisch und seinen Freunden zur Flucht verhelfen. Nun sind sie wieder frei, aber um sie herum sind deutlich die Spuren des Schleppnetzes zu sehen, das Korallen und anderen Pflanzen einfach umgeknickt hat.

Marcus Pfister erzählt in diesem neuen Band aus der Reihe rund um den Regenbogenfisch nicht nur ein spannendes Abenteuer, sondern macht auch auf die Umweltzerstörung durch Menschen aufmerksam. Denn gerade die Hochseefischerei mit ihren großen Schleppnetzen hinterlässt große Schäden auf dem Meeresboden und sorgt für irreparable Schäden. Da die Texte in kindgerechter Sprache verfasst wurden und auch nicht allzu lang sind, können auch schon Kinder ab vier Jahren der Handlung folgen. Zusammen mit den einzigartigen Illustrationen ist das Buch rundum gelungen und reiht sich perfekt in die Reihe der anderen Geschichten rund um den Regenbogenfisch ein.

Meine Kinder und ich lieben den Regenbogenfisch und haben uns sehr gefreut, als wir den neuen Teil in den Händen halten durften. Besonders gut gefällt uns hier, dass nicht nur der Regenbogenfisch ein Abenteuer erlebt, sondern auch die kritische Beleuchtung der Hochseefischerei erfolgt und Kinder so dazu bringt, diese Art der Fischerei zu hinterfragen.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Bernadettes größter Wunsch geht in Erfüllung

Vienna Love
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Bernadette von Althenau war während der letzten Monate sehr enttäuscht, denn als die Familie noch in München gelebt hat, hatte sie einen Platz am bayerischen Hofe sicher. Hier in Wien ist ihre Familie ...

Bernadette von Althenau war während der letzten Monate sehr enttäuscht, denn als die Familie noch in München gelebt hat, hatte sie einen Platz am bayerischen Hofe sicher. Hier in Wien ist ihre Familie aber noch gänzlich unbekannt und sie müssen sich um neue Bekanntschaften und die Einladungen zu Jour Fixe erst verdienen. Während Antonia, wegen der dieser Umzug nur vonnöten war, bereits mit ihrem Benedict glücklich verheiratet ist und das größte Übel abwenden konnte, spürt Bernadette immer wieder diese drohende Gefahr, die sie aber nicht benennen kann. Doch gerade ist sie überglücklich, denn ihre Tante Elinor konnte ihr endlich eine der heißbegehrten Positionen als Hofdame am kaiserlichen Hof in der Hofburg Wiens besorgen. Hier soll sie sich, gemeinsam mit elf anderen jungen Damen, vorallem um die neue Kaiserin Elisabeth kümmern, die bald in Wien ankommen soll. Doch für Bernadette ändert sich alles, als sie plötzlich zur persönlichen Gesellschafterin der eigenwilligen Erzherzogin Maria Karolina ernannt wird und sich mit deren egoistischen Auswüchsen beschäftigen muss. Für Bernadette gibt es nur einen Lichtblick und das ist der häufige Kontakt zu Karl Ludwig von Trauttmannsberg, dem sie seit ihrer ersten spontanen Begegnung im Hofgarten an verfallen war.

Sophie Dornbach knüpft beinahe nahtlos an den ersten Band der Reihe an und wiederholt nur die allernötigsten Details aus dem ersten Teil. So sorgt sie sofort für unterhaltsame Lesestunden und nimmt ihre Leser*innen direkt mit hinein in das Leben der Bernadette von Althenau und ihrer Familie. Auch das höfische Leben spielt diesmal eine große Rolle und zeigt das Leben als Hofdame. Allerdings darf die Romantik auch diesmal nicht zu kurz kommen, denn Bernadettes und Karl Ludwigs Liebesgeschichte ist während der gesamten Handlung präsent.

Da ich bereits den ersten Teil großartig gefunden habe, habe ich nun voller Vorfreude auch den zweiten Band gelesen. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn trotz einiger spicy Szenen wird es, für mein Empfinden, nicht zu viel und passt zum sonstigen Verlauf der Handlung. Gerade weil ich Maria Karolina und deren Zofe Clara als eher unsympathisch empfunden habe, ist mir Bernadette immer mehr ans Herz gewachsen, denn sie ist aufrichtig und ehrlich und hat große Probleme mit den Spielchen der Erzherzogin. Nun freue ich mich schon sehr auf den dritten Teil und bin gespannt, wie es mit der Familie von Althenau weitergeht!

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Maru zeigt uns seine Welt

Pfotenteam
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Maru-a-Pula ist ein waschechter Catahoula Leopard Dog und durfte bereits als Welpe zu seiner jetzigen Menschenfamilie ziehen. Seither gehören Eva, Hendrik, der achtjährige Julius und die sechsjährige Jani ...

Maru-a-Pula ist ein waschechter Catahoula Leopard Dog und durfte bereits als Welpe zu seiner jetzigen Menschenfamilie ziehen. Seither gehören Eva, Hendrik, der achtjährige Julius und die sechsjährige Jani fest zu seiner Familie. Da er eine sehr gut Erziehung genossen hat und daher weit mehr Freiheiten als ein unerzogener Hund genießen darf, liebt er die Abenteuer, an denen er teilhaben darf. Für Maru sind seine Hundekekse das allerbeste auf der Welt und er tut auch so einiges dafür. Denn neben Diener, Pfötchen reichen, niesen, Küsschen geben kann er natürlich auch Sitz, Platz und Hier und freut sich immer, wenn es eine Belohnung gibt. Damit auch Menschen außerhalb Marus Familie die Gedanken, Wünsche und Bedürfnisse kennenlernen können, nimmt Maru alle auf eine Reise durch seine Hundewelt mit.

Perdita Lübbe-Scheuermann ist zertifizierte Hundetrainerin, Hundeverhaltensberaterin sowie Autorin und besitzt eine Hundeschule in der Nähe von Darmstadt. Ihr ist es sehr wichtig, die Missverständnisse zwischen Hund und Mensch aus der Welt zu schaffen und sieht sich als Vermittlerin. In diesem Kinderbuch schildert sie das Leben von Maru, der nebenbei erwähnt, nicht ganz dem Standard eines Catahoula entspricht und in der Realität wesentlich schwieriger zu halten ist, aus dessen Sicht. So erkennen Kinder, wie wichtig es ist, auf die Signale eines Hundes zu achten und sich an grundlegende Regeln zu halten. Diese werden anschaulich mit vielen Beispielen und in kindgerechter Sprache erklärt. Zusammen mit den farbenfrohen und realistischen Illustrationen von Elke Reinhart ist das Buch eindrücklich und gut verständlich.

Da ich meine komplette Kindheit mit Hunden verbracht habe, wollte ich auch meinen Kindern dieses Glück ermöglichen, weshalb wir uns für einen Labrador entschieden haben. Daher waren uns schon so einige Dinge aus diesem Buch bekannt, während anderes neu für uns war und wir noch so einiges lernen konnten. Dieses Kindersachbuch hat meine beiden Kinder und mich wirklich rundum begeistert und wir sind voll des Lobes für die vielen Informationen, die in den Texten stecken und das Buch trotzdem nicht eine einzige Sekunde langweilig werden lassen, sondern eher dafür sorgen, dass wir immer weiterlesen wollten.

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