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Veröffentlicht am 03.06.2025

Bentje und das Lüttje Glück

Neue Träume am Strand
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Bentje lebt seit vielen Jahren in Hamburg und kehrt in ihre alte Heimat Kiekersum nur noch für kleine Auszeiten zurück. So auch jetzt, denn ihre Arbeit als Mediengestalterin fordert sie sehr und ihr Chef ...

Bentje lebt seit vielen Jahren in Hamburg und kehrt in ihre alte Heimat Kiekersum nur noch für kleine Auszeiten zurück. So auch jetzt, denn ihre Arbeit als Mediengestalterin fordert sie sehr und ihr Chef noch mehr. Die Zeit am Meer sorgt endlich wieder für die Entspannung und Ruhe, die Bentje so dringend benötigt. Aber ihr Chef kann sie nicht einmal ihren wohlverdienten Urlaub ungestört verbringen lassen, sondern möchte, dass sie schnellstmöglich zurückkehrt, um den neuen Kunden zu betreuen und hat ihr auch eine Beförderung in Aussicht gestellt. Allerdings kommt in Bentje keine wirklich Freude auf und sie beginnt, ihren Beruf und ihr Leben in Hamburg in Frage zu stellen. Als dann auch noch ihre großmütterliche Freundin Finna anbietet, dass sie deren Frühstückspension "Lüttje Glück" übernehmen könnte und sie zusätzlich noch ihrer Jugendliebe Jasper begegnet, gerät Bentje komplett durcheinander.

Susanne Oswald hat einen Erzählstil, der sofort gute Laune macht und die entspannte Stimmung an der Nordseeküste auch auf ihre Handlung überträgt. Bentje ist eine mutige junge Frau, dich sich selbst immer wieder komplett unterschätzt und von Unsicherheiten geplagt wird. Dennoch wagt sie den Schritt zu einem Neuanfang und beweist damit mehr Mut, als alle anderen Charaktere in diesem Roman.

Ich liebe Sommerromane, die am Meer spielen. Denn mit ihnen kann ich zuhause auf meinem Sofa auf Reisen gehen und den Alltag vergessen. Besonders toll finde ich neben dem gelungenen Roman auch die Strickanleitungen und das Apfelkuchenrezept, das demnächst von mir nachgebacken wird, denn ich liebe neue Kuchen und bin gespannt, wie der Dinkelmürbteig mit den Äpfel und karamellisierten Walnüssen harmoniert. Ein rundum gelungener Wohlfühlroman, der mir bezaubernd schöne Lesestunden geschenkt hat.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Eine bewegende Familiengeschichte

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Anna ist Mitte fünfzig und mit Leib und Seele Journalistin. Bisher hat die zumeist Sachbücher verfasst und ist in letzter Zeit mit ihrem Podcast "Bemerkenswerte Bücherfrauen" sehr erfolgreich. Daher möchte ...

Anna ist Mitte fünfzig und mit Leib und Seele Journalistin. Bisher hat die zumeist Sachbücher verfasst und ist in letzter Zeit mit ihrem Podcast "Bemerkenswerte Bücherfrauen" sehr erfolgreich. Daher möchte sie über ihre allerliebste Bücherfrau Fenja Lorenzen eine Biografie veröffentlichen, die schlussendlich der Auftakt zu einer ganzen Reihe über besondere Frauen der Bücherwelt werden soll. Als Anna aber am wilden und unberührten Lister Ellenbogen auf Sylt ankommt, ist von Fenja keine Spur zu finden. Nur ein Brief auf dem Küchentisch teilt ihr mit, dsas sie dringend nach Niebüll reisen müsse, aber bald zurückkehre und Anna auf sie warten solle. Auch Fenjas Tochter Elisa trifft bald darauf im Haus der Bücherfrau ein und ist ebenso nichtsahnend wie Anna. Gemeinsam beschließen sie, zu warten. Ein Unwetter mit undichtem Reetdach wirft aber alle ihre Pläne durcheinander, denn nun müssen sie unzählige Kisten voller antiquarischer Buchschätze vor dem Wasser retten. Aber auch ein Geheimfach mit rätselhaftem Inhalt kommt bei der Aktion ans Licht und Anna ahnt, dass es in dieser Familie noch viele Geheimnisse gibt, die gelüftet werden sollten. Eventuell auch, um endlich den Frieden der Familienmitglieder untereinander wieder herzustellen...

Gabriella Engelmann hat in diesem Auftaktband zu ihrer neuen Dilogie über die Bücherfrauen von Listland auf zwei Zeitebenen erzählt, sodass die Geschichte der jungen Frau Lene im Jahr 1937 parallel neben der Gegenwart mit Anna, Elisa und Fenja verläuft. Schnell wird den Lesern klar, dass hier ein großes Geheimnis besteht, das bis ins Heute reicht und Schatten auf die Familie wirft.

Da ich Romane liebe, die auf zwei Zeitebenen spielen, war dieser hier einfach perfekt für mich. Außerdem mag ich den Schreib- und Erzählstil Gabriella Engelmanns sehr gerne und habe beim Lesen komplett den Alltag vergessen können. Da mich die Familiengeschichte von Fenja, Elisa, Lene und Beeke sehr bewegt hat, finde ich es nun sehr schade, nicht sofort im zweiten Band weiterlesen zu können, sondern mich noch einige Zeit gedulden zu müssen.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

Ein tolles Buch mit vielen Rezepten für das Frühstück

Stelzendorfer Lieblingsfrühstück
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Doreen Bergmann, die Besitzerin der Patisserie Bergmann, wollte eigentlich Juristin werden und hat bereits das erste Staatsexamen absolviert, als ihr Sohn geboren wurde und sie das weitere Studium an den ...

Doreen Bergmann, die Besitzerin der Patisserie Bergmann, wollte eigentlich Juristin werden und hat bereits das erste Staatsexamen absolviert, als ihr Sohn geboren wurde und sie das weitere Studium an den Nagel gehängt hat. Nach ihrer Rückkehr in ihren Heimatort Stelzendorf hat sie ihre Leidenschaft für die Bäckerei entdeckt und nach unzähligen Weiterbildungen und Torten auf Bestellung, ihr Café eröffnet. Da für Doreen ein gutes Frühstück gleichzeitig auch einen positiven Start in den Tag bedeutet, denn die große Vielfalt an Speisen, von deftig bis süß, von vegan bis zu Fleisch, ist nur hier so perfekt möglich.

Die Einteilung in Abschnitte ist etwas anders, als man sie von anderen Kochbüchern kennt. Denn Doreen Bergmann hat die Rezepte nach ihren Hauptkomponenten, wie Körnern, Banane oder Ei oder aber nach ihren Hauptgeschmacksrichtungen wie süß oder deftig geordnet. So kommen in diesem Buch rund achtzig ganz unterschiedliche Rezepte zusammen, die sich aber alle perfekt für das Frühstück oder den Brunch eignen. Da zu jedem Rezept auch mindestens ein Foto existiert, das auf wunderschöne Weise das Essen in Szene setzt, bekommt man schon beim ersten Durchblättern des Buches Hunger.

Meine Familie und ich frühstücken vorallem an unseren gemeinsamen freien Tagen sehr gerne und freuen uns dann über neue Ideen dafür. Deshalb haben wir auch die Overnight Oats ausprobiert, die sofort zu einem Lieblingsrezept geworden sind. Ebenso erging es uns mit den DDR-Semmeln und dem "no knead" Emmer-Dinkel-Brot, die seither schon häufiger nachgebacken wurden. Somit hat uns dieses Buch überzeugt, denn diese drei Rezepte waren sofort Lieblingsessen und auch die vielen anderen Gerichte, die wir zwar noch nicht ausprobiert, aber markiert haben, lesen sich sehr vielversprechend, sodass dieses Buch noch lange in Gebrauch sein wird.

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Veröffentlicht am 28.05.2025

Das bewegende Leben der Astrid Lindgren

Astrid Lindgren
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Stockholm, 1929: Astrid Ericsson muss nach drei Jahren ihren Sohn Lasse zu sich holen, weil dessen Pflegemutter schwerkrank ist und sich nicht mehr um ihn kümmern kann. Obwohl sich Astrid sehr auf die ...

Stockholm, 1929: Astrid Ericsson muss nach drei Jahren ihren Sohn Lasse zu sich holen, weil dessen Pflegemutter schwerkrank ist und sich nicht mehr um ihn kümmern kann. Obwohl sich Astrid sehr auf die Zeit mit ihrem Sohn freut, hat sich auch Angst vor den Einschränkungen, die sie aufgrund des beinahe immer leeren Geldbeutels haben würden. Allerdings ist Astrids Chef Sture Lindgren immer sehr freundlich zu ihr und unterstützt sie. Denn das Leben als alleinerziehende Mutter mit einem unehelichen Kind ist nicht gerade einfach. Auch deshalb gibt sie Lasse nach einiger Zeit zu ihren Eltern, auf den Bauernhof Näs, wo sie eine glückliche Kindheit verbracht hat. Erst mit der Heirat von Sture kann sie Lasse endlich das Heim bieten, das sie sich immer für ihr Kind gewünscht hat und auch sonst fühlt Astrid sich angekommen. Mit ihrer Tochter Karin vervollständigt sich dieses Glück. Doch um Schweden tobt der Zweite Weltkrieg und Astrid fürchtet sich vor der Zukunft. Nur bei den abendlichen Geschichten, die sie Karin vor dem Einschlafen erzählt, kann sie in eine andere Welt abtauchen und mit der kleinen, starken und wirklich einzigartigen Pippi Langstrumpf die wildesten Abenteuer erleben. Dass sie diese Geschichten aber eines Tages einmal niederschreiben und sogar veröffentlichen würde, damit hätte sie zu diesem Zeitpunkt niemals gerechnet...

Susanne Lieder hat das Leben von Astrid Lindgren sehr packend erzählt. Widmet sie sich doch vorallem der Frau, die hinter den berühmten Kinderbüchern steckt und weit mehr als nur eine Schriftstellerin ist. Denn Astrid ist eine Frau, die mit ihrem unehelichen Sohn schon mit achtzehn Jahren ihr Elternhaus und ihre Heimat verlassen musste, vorallem auch um ihre Eltern vor dem Gerede der Dorfbewohner zu schützen. Bereits hier zeigt sich ihre Stärke, die sie ihr ganzes Leben über nicht verliert, sich dessen aber häufig gar nicht bewusst ist. Ebenso wie ihre Fähigkeit, sich in Kinder hineinzuversetzen und die allgemeingültigen gesellschaftlichen Erziehungsmethoden zu hinterfragen.

Bisher haben Biografien nicht zu meinen Lieblingsbüchern gehört, denn sie waren mir häufig zu trocken und die Personen trotz der interessanten Handlungen nicht greifbar. Doch Susanne Lieder konnte mich nun vom Gegenteil überzeugen und ich konnte gar nicht mehr aufhören, in diesem Buch zu lesen. Erzählt sie das Leben von Astrid Lindgren doch sehr lebhaft, realistisch und nahbar, sodass ich die Gedanken und Hintergründe, die die Autorin sich zu den entsprechenden Büchern gemacht hat, nun besser verstehen kann. Vorallem auch, weil Astrid Lindgren ganz selbstverständlich zu einem Teil meiner Kindheit geworden ist und mich so nachhaltig geprägt hat.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Cleo und die Zauberfeder

Meerschweinchentage
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Cleo hat von ihren Eltern ein Meerschweinchen zum Geburtstag bekommen. Doch die kleine Frida, wie sie das neue Haustier genannt haben, sieht immer traurig aus. Da fragt Cleo eines Tages die Elster vor ...

Cleo hat von ihren Eltern ein Meerschweinchen zum Geburtstag bekommen. Doch die kleine Frida, wie sie das neue Haustier genannt haben, sieht immer traurig aus. Da fragt Cleo eines Tages die Elster vor ihrem Fenster um Rat. Diese gibt ihr eine Feder, die sich sich bei Nacht hinter das Ohr stecken soll. Und siehe da, Cleo schrumpft auf Größe eines Meerschweinchens und kann ab jetzt Zeit mit ihrer Frida verbringen. So erfährt sie auch, dass diese ihre Freundin Lolo vermisst. Als die beiden Freundinnen wieder vereint sind, bleibt Cleo noch eine Woche bei ihnen, in der kleinen, beschaulichen, aber umso abenteuerlicheren Meerschweinchenwelt. Doch eines Tages mischt die Elster sich in Cleos Leben ein und macht sie darauf aufmerksam, wie traurig Cleos Eltern sind, dass sie nur noch mit den Meerschweinchen unterwegs ist. Also begibt sich Cleo wieder in die Menschenwelt und wird fröhlich von ihren Eltern empfangen. Doch die Erfahrungen, die sie in ihren Tagen mit Frida und Lolo gesammelt hat, wird sie nie mehr vergessen.

Cornelia Funke nimmt ihre kleinen und großen Leser mit auf eine ganz besondere Reise in die Welt der Haustiere und fordert so dazu auf, sich auch einmal in deren Lage zu versetzen. Die Geschichte erzählt sie in Form von kürzeren Texten, die auf den Seiten verstreut zwischen den Illustrationen sind. Zusammen mit den liebevoll gezeichneten Bildern von Clara Gazzarri wird das Buch zu einem wunderschönen Leseerlebnis.

Mal wieder haben meine Tochter und ich ein neues Bilderbuch entdeckt, das uns sehr gut gefallen hat. Vorallem die Botschaft, die hinter allem steckt, ist wichtig und sorgt für einen Perspektivwechsel, der im Alltag viel zu sehr vernachlässigt wird, aber die Sozialkompetenz und Empathie eines Kindes fördert.

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