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Veröffentlicht am 14.02.2026

Eine Niederlage, das Glück und die Kraft der Bücher

Books & Coffee - An Wunder muss man glauben
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Emilia lebt in Köln, hatte bis gestern noch eine Rolle in einer Serie, einen Freund und ein Zimmer in einer WG. Doch urplötzlich steht sie ohne alles da und muss notgedrungen in ihre Heimatstadt Nürnberg ...

Emilia lebt in Köln, hatte bis gestern noch eine Rolle in einer Serie, einen Freund und ein Zimmer in einer WG. Doch urplötzlich steht sie ohne alles da und muss notgedrungen in ihre Heimatstadt Nürnberg zurückkehren. In ihrem Kinderzimmer, bei ihren Eltern, die voller Erwartungen an sie und ihr Leben stecken und beinahe dauerhaft von ihr und ihrem Werdegang sind, fühlt sie sich alles andere als wohl. Aber was soll sie tun? Ohne Job und ohne Freunde ist der Neuanfang schwierig. Allerdings fügt es sich so, dass sie nach kurzer Zeit Lucy trifft, die bald schon ihre beste Freundin wird und mit ihrem Café Zuckerzeit nostalgische Gefühle und wunderschöne Erinnerungen an ihre Oma in ihr weckt. Und auch mit Florian, Lucys Bruder versteht sie sich überraschend gut.

Ella Lindberg versteht sich auf eine Wohlfühlatmosphäre und schenkt ihren Leser*innen so einen Feel-Good-Roman. Ihre Protagonistin Emilia kehrt in eine Stadt zurück, die voller Familienmitglieder steckt, die mit ihren Ansichten nicht hinter dem Berg halten und ihr so die Rückkehr nicht gerade leichter machen. Doch Emilia lässt sich nicht unterkriegen und geht ihren Weg.

Da sich der Erzählstil der Autorin sehr flüssig liest, sind die Seiten nur so dahingeflogen. Ich mochte die Entwicklung von Emilia, die im Verlauf der Handlung stärker wird und einen großartigen Neustart in Nürnberg hinlegt. Obwohl in den ersten Band der Reihe noch nicht kenne, hatte ich keinerlei Probleme mich im Geschehen zurechtzufinden und wunderbare Lesestunden zu haben.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

...denn nur gemeinsam macht es Spaß!

Zusammen sind wir bärenstark – Vom Streiten und Versöhnen
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Yari und Yuki sind Geschwister und sehen sich beinahe ganz gleich. Doch eines Tages kommt es zum Streit, denn Yari hat einfach die ganze Honigwabe alleine aufgegessen und Yuki nichts übrig gelassen. In ...

Yari und Yuki sind Geschwister und sehen sich beinahe ganz gleich. Doch eines Tages kommt es zum Streit, denn Yari hat einfach die ganze Honigwabe alleine aufgegessen und Yuki nichts übrig gelassen. In ihrer großen Wut sagen beide Dinge, die sie schon bald darauf bereuen. Doch eine Entschuldigung fällt schwer und Yuki muss erst eine Nacht darüberschlafen, um zu dem Entschluss zu kommen, dass der Streit unsinnig war. Aber dann ist Yari verschwunden und Yuki begibt sich auf die Suche. Und auf dem Weg erinnert sich der kleine Bär immer wieder an vergangene Momente mit Yari und er will ihn unbedingt ganz schnell finden und sich entschuldigen. Denn Geschwisterliebe ist wichtiger als alles andere!

Kai Haferkamp erzählt diese Geschichte über Streit und Versöhnung sehr anschaulich und hat mit den beiden kleinen Bäre tolle Protagonisten gewählt. So spüren Kinder schnell, wie wichtig es ist, sich zu entschuldigen und auch zu überlegen, was man im Streit dem Anderen an den Kopf wirft. Zusammen mit den stimmungsvollen Illustrationen von Mareike Ammersken wird das Buch zu einer runden Sache und nimmt seine Leser*innen mit zu den Bären in den Wald.

Meine Tochter und ich sind begeistert von dieser besonderen Geschichte. Denn die Texte sind für ein Bilderbuch ab vier Jahren eher lang, was aber nicht auffällt, denn die Sprache ist dennoch kindgerecht und die Handlung sehr fesselnd. Uns gefällt sehr, wie offen der Autor über das Thema Streit spricht und in klaren Worten verdeutlicht, dass ein Streit und eine Entschuldigung danach wirklich wichtig sind.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Der Sommer der duftenden Wicken

Duftwickensommer
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England, 1911: Annie lebt als Vorleserin bei ihrer Chefin Mrs Moss. Denn diese liebt die großen Klassiker und lauscht voller Hingabe, wenn Annie sie ihr vorliest. Als sie von einem Wettbewerb der Daily ...

England, 1911: Annie lebt als Vorleserin bei ihrer Chefin Mrs Moss. Denn diese liebt die großen Klassiker und lauscht voller Hingabe, wenn Annie sie ihr vorliest. Als sie von einem Wettbewerb der Daily Mail erfährt, der nach dem schönsten Wickenstrauß Englands sucht und eintausend Pfund als Preisgeld ausgelobt hat, weiß sie, dass sie auch gerne gewinnen möchte. Während sie also ihre Wicken im Garten des Kutscherhäuschens des Anwesens zieht, gedeiht auch die Freundschaft zu Meg, die ebenfalls teilnimmt. Da der, für den Contest zuständige Redakteur auch mit Rosabel Moss verlobt ist, begegnet sie auch diesem immer wieder. Doch kann sie die Gefühle, die damit einhergehen nicht richtig deuten.

Borkum, 2024: Marieke hat sich nach der Scheidung von ihrem fremdgehenden Ex-Mann ein kleines Häuschen auf der Nordseeinsel gekauft. Denn mit diesem Ort verbindet sie neben glücklichen Familienurlauben mit ihren Kindern auch vergangene Aufenthalte bei ihren Großeltern. Eher nebenbei lernt sie den Umweltschützer und Biologen Tibo kennen, der in ihr den Blick für die Pflanzenwelt der Insel weckt und ihr erzählt, dass die Wicken, die an ihrem Zaun wachsen, etwas besonderes sind. Dank dieser wunderschönen Blumen kommen die Beiden auch mit Nachbarin Alwine ins Gespräch und schnell wird deutlich, dass diese eine spannende und berührende Geschichte über Anni, die bereits verstorbene Besitzerin von Mariekes Haus, zu erzählen hat.

Sylvia Lott hat diesen Roman abwechselnd auf zwei Zeitebenen spielen lassen. Während Marieke in der Gegenwart versucht, einen Weg zu finden, sich eine Zukunft ohne ihren Ex-Mann aufzubauen und endlich die depressiven Vormittage, die sie beinahe täglich lahmlegen, zu bekämpfen, wird parallel die Geschichte der mutigen und fortschrittlichen Annie erzählt. So fließen beide Handlungsstränge im Fortschreiten der Geschehnisse immer mehr ineiander und sorgen so für einen bewegenden und mitreißenden Roman.

Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen und ich war schon nach wenigen Zeiten kaum mehr bereit, das Buch aus der Hand zu legen. Die beiden Frauen und ihr ganz besonderer und zukunftsweisender Sommer haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und ich mag, wie die Autorin die Liebe zu Wicken als Aufhänger für einen rundum perfekten Roman verwendet hat.

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Der Hase und die große Eile

Eilig, so unglaublich eilig!
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Der Hase muss heute wohin, doch sein Ziel kennt er gar nicht so genau. Doch er hat keine Zeit innezuhalten und sich Gedanken über sein Ziel und den Weg dorthin zu machen. So übersieht er auch ein Loch ...

Der Hase muss heute wohin, doch sein Ziel kennt er gar nicht so genau. Doch er hat keine Zeit innezuhalten und sich Gedanken über sein Ziel und den Weg dorthin zu machen. So übersieht er auch ein Loch im Boden und fällt hin, doch er hat keine Zeit, nach seiner Verletzung zu sehen und rennt stattdessen auf einem Bein weiter. Als er irgendwann bemerkt, wie die Sonne untergeht und er immer noch mitten im Wald herumrennt, wird er langsamer. Erst jetzt hört er seine Freunde, die friedlich auf zusammensitzen und schon lange Zeit auf ihn warten. Doch er hatte gar keine Zeit und hat auch nichts von den Blumen, Düften und Geräuschen auf dem Weg wahrgenommen. Nun fragt er sich schon, ob es ein Fehler war, so eilig herumzurennen.

Der Autor Christian Merveille und Illustrator Lorenzo Sangiò widmen die Geschichte über den kleinen Hasen, der vorlauter Eile nichts mehr um sich herum wahrnimmt, der Achtsamkeit. Denn manchmal lohnt es sich im Alltag, einfach einmal innezuhalten und die Umwelt wirken zu lassen. Da das Buch so anschaulich und in kurzen Texten in einfacher Sprache erzählt ist, verstehen bereits Kinder ab vier Jahren, was der Autor ihnen sagen möchte.

Dieses Kinderbuch ist etwas ganz Besonderes, denn es erklärt Achtsamkeit auf eine sehr eindrückliche Weise. So hetzt der Hase nur herum und hat keine Ruhe mehr, um seine Umwelt überhaupt wahrzunehmen. Daher ist das Bilderbuch sehr empfehlenswert und verliert auch nach mehrmaligem Vorlesen und Ansehen nicht seinen Reiz.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Lacey & Jimmy - eine spicy Lovestory

A League for Love
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Lacey Logan füllt Hallen mit ihren Fans, denn ihre Musik hat sie berühmt gemacht. Doch mittlerweile spürt sie die Last der Berühmtheit und kann keinen Schritt mehr machen, ohne von ihren Fans erkannt zu ...

Lacey Logan füllt Hallen mit ihren Fans, denn ihre Musik hat sie berühmt gemacht. Doch mittlerweile spürt sie die Last der Berühmtheit und kann keinen Schritt mehr machen, ohne von ihren Fans erkannt zu werden. So bleibt auch die Begegnung mit Jimmy, dem bekannten Baseballspieler nicht lange geheim. Dabei hat Lacey viel dafür getan, dass dieses erste, spicy Zusammentreffen im Verborgenen bleibt. Da ihr der sexy Kerl aber nicht mehr aus dem Kopf geht, schreibt sie ihm nach einigen Tagen privat und der Beginn einer Freundschaft mit gewissen Extras ist gemacht. Doch kann ihre Freundschaft dem Fame und dem Druck ihrer Karrieren standhalten?

Katie Cotugno hat für diese spicy Celebrity-Athlete-Romance zwei Charaktere gewählt, die sehr unterschiedlich sind, aber dennoch in der Öffentlichkeit stehen. So ist Lacey eine junge Frau, die sich zwar über ihre Fans und deren Verbundenheit mit ihr freut, aber auch kaum mehr Privatsphäre hat und jeden Schritt, den sie tut mit ihrem Management abklären muss. Jimmy ist nicht so bekannt wie Lacey und kann deshalb noch ausgehen und Spaß haben, wie es ihm gefällt. Dennoch kämpft er mit den Folgen seiner jahrelangen Profi-Sportkarriere und ist körperlich beinahe am Ende. Obwohl die Beiden so verschieden sind, gibt es da von Anfang an eine Verbindung.

Dieser Roman hat mich bereits auf der ersten Seite überrascht, denn die Autorin verwendet bei beiden Perspektiven die Erzählerform und schreibt komplett in der Gegenwart. Auch ihre Sprache ist eher einfach gewählt und enthält so manche Ausdrücke, die saftig sind. Das war aber leider nicht so mein Ding und ich konnte mich auch nach einigen Seiten nicht daran gewöhnen. Leider hatte auch die Handlung einige Schwächen, über die ich nur schwer hinwegsehen kann. Denn obwohl die Telefonate scheinbar tiefgründig sind und die beiden Protagonisten einandernäherbringt, spüren die Leser*innen das nicht, denn hier stehen eindeutig die spicy Szenen im Vordergrund. Trotz der bewegenden Momente, in denen die Autorin zeigt, wie hart das Leben in der Öffentlichkeit sein kann, war mir der gesamte Roman etwas zu seicht und oberflächlich.

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