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Veröffentlicht am 29.04.2026

Überraschungen, Geheimnisse und viel Gefühl

Das Haus am Walchensee
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Niklas und Freya sind zufrieden mit dem ersten Jahr ihres Gasthauses. Denn der Fischerfleck ist mittlerweile weit über den Walchensee hinaus bekannt und viele Tage sind komplett ausgebucht. Sogar während ...

Niklas und Freya sind zufrieden mit dem ersten Jahr ihres Gasthauses. Denn der Fischerfleck ist mittlerweile weit über den Walchensee hinaus bekannt und viele Tage sind komplett ausgebucht. Sogar während der Nebensaison gelingt es ihnen genug Gäste anzulocken. Doch das Leben hält immer wieder neue Überraschungen bereit, sodass Niklas vollkommen überrumpelt auf seine Ex-Verlobte Pia trifft, die ihm mitteilt, dass sie ab jetzt häufiger wieder am Walchensee sein wird. Und das, nachdem sie ihn vor elf Jahren wortlos verlassen hat und er sie seither nie mehr gesehen hat. Niklas ist durcheinander und weiß nicht, was er denken soll, denn obwohl er sich einredet, dass da keine Gefühle mehr wären, ist er sich dessen nicht so sicher. Als die Geschwister auch noch auf Pias Verlobten, den Unternehmer Sven Neuroth, treffen, der eine große Brauerei mit Gin- und Whisky-Destillerie bauen möchte, spüren sie schon deutlich, dass da so einige Probleme auf sie zukommen.

Sophie Oliver knüpft mit diesem zweiten Band der Walchensee-Reihe nahtlos an den ersten Teil an. Mit Pia ist eine neue Protagonistin aufgetaucht, die für Wirbel im Ort, aber auch in Niklas Gefühlswelt sorgt. Da sämtliche Hauptcharaktere abwechselnd zu Wort kommen, bleibt die Handlung vielschichtig und gibt den Leser*innen tiefe Einblicke in die Gedanken und Gefühle.

Nach meinem Ausflug an den Walchensee im letzten Jahr, weiß ich, warum die Autorin immer wieder ins Schwärmen gerät, wenn es um den See an sich und das wunderbar klare Wasser geht. Aber auch die natürliche und kaum verbaute Umgebung ist einzigartig und sorgt dafür, dass sich sofort Entspannung breitmacht. Dennoch habe ich auch die große Masse an Touristen gesehen und weiß, wie belastend dies für die Einheimischen ist. Daher werde ich vermutlich nicht mehr allzu häufig dorthin fahren und lieber noch den dritten Band der Reihe lesen und mich gedanklich an den wunderschönen Walchensee träumen. Dafür ist die Reihe aber wirklich perfekt, denn sie ist fesselnd, berührend und einfach rundum perfekt gelungen!

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Ein Ausflug in die Vergangenheit

Alte Kulturen
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Bereits seit 65000 vor Christus leben Völker überall auf der ganzen Welt verteilt und haben ihre ganz eigenen Lebensweisen. So haben 6500 vor Christus vermutlich die Sumerer in Mesopotamien die ersten ...

Bereits seit 65000 vor Christus leben Völker überall auf der ganzen Welt verteilt und haben ihre ganz eigenen Lebensweisen. So haben 6500 vor Christus vermutlich die Sumerer in Mesopotamien die ersten Städte der Welt erbaut und haben auch sonst viele Dinge entwickelt, die bis heute exisiteren. Doch auch die alten Ägypter, die Maya, die alten Griechen oder die Römer hatten ganz eigene Kulturformen.

Justine Willis hat für dieses Kindersachbuch für Kinder ab sieben Jahren zwölf der bekanntesten alten Kulturen ausgewählt. Deren Leben wird anhand eines großformatigen Panoramas dargestellt. So wird auf den ersten Blick deutlich, wie die Menschen gelebt, wovon sie sich ernährt, was sie getrunken oder an was sie geglaubt haben. Anhand kurzer Erläuterungen an den Bildrändern wird verständlich, was auf den Bildern zu sehen ist. Die Szene selbst spiegelt immer eine charakteristische Szene aus dem Leben der Leute wider.

Meine beiden Kinder und ich sind große Fans dieser Kindersachbuchreihe. Denn seit wir das Buch "Die Geschichte einer Straße" zum ersten Mal gelesen haben, sind wir begeistert vom Querformat der Bücher und wie perfekt hierauf das Leben der Menschen damals dargestellt werden kann. Auch in diesem Buch über die alten Kulturen sind die Seiten perfekt für die abgebildeten Szenen. Die Informationen über die verschiedenen Völker sind umfassend und beschränken sich nicht auf ein bestimmtes Thema, sondern beinhalten viele Kernpunkte des damaligen Lebens.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Drei Schwestern und eine Menge Geheimnisse

Die Schloss-Schwestern: Dünensommerliebe
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Der erste Monat auf Schloss Süderholt ist für die drei Schwestern Marie, Ebba und Levke nun um. So bleiben noch zwei Monate, die sie alle gemeinsam in ihrem alten Heimatort verbringen müssen, um die testamentarischen ...

Der erste Monat auf Schloss Süderholt ist für die drei Schwestern Marie, Ebba und Levke nun um. So bleiben noch zwei Monate, die sie alle gemeinsam in ihrem alten Heimatort verbringen müssen, um die testamentarischen Verfügungen ihres Großvaters zu erfüllen. Doch obwohl sie schon auf den Spuren der Familie Jensen und auf so manches Geheimnis gestoßen sind, ist noch vieles rätselhaft. Deshalb verbringt Marie auch viel Zeit mit Noah, denn er und dessen dementer Großvater besitzen noch Unterlagen über das Schloss und in klaren Momenten sind die Erzählungen des alten Mannes eine große Hilfe. Doch eine vollständige Lösung um die Geschehnisse in dieser bedeutendenden Nacht 1960 gibt es noch lange nicht. Für Ebba dreht sich stattdessen alles um ihre Tochter Feli und deren Vater Cord, der erst jetzt von seiner Vaterschaft erfahren hat und nun dementsprechend wütend und enttäuscht ist. Doch die Annäherung der Beiden klappt gut und mit dem Surfen haben sie ein tolles gemeinsames Hobby. Levke bangt leider um ihren großen Traum, selbst Events im Schloss ausrichten zu können, denn das Denkmalschutzamt ist streng und Levke weiß, dass sie sich eine solche Renovierung nicht leisten kann, wie der Beamte fordert.

Liv Helland erzählt in diesem zweiten Band rund um die Schloss-Schwestern nahtlos weiter und knüpft direkt an Vergangenes an. Da sie die Trilogie nicht auf die Schwestern aufgeteilt hat, sondern in die drei Monate der testamentarischen Forderung, kommen alle drei Schwestern und andere Charaktere abwechselnd mit dem Erzählen dran und sorgen so für eine vielschichtige und abwechslungsreiche Handlung.

Diese Reihe hat mich bisher von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Denn die Autorin hat eine großartige Art zu erzählen. Zudem finde ich die Gliederung der drei Bände perfekt gelungen und mag es, dass alle Personen gleichermaßen in den Fokus rücken und ihre Perspektive in die Gesamthandlung einfließt. So bleibt es immer spannend und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Schade, dass es noch ein wenig dauert, bis der dritte und leider schon letzte Band erscheint.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Bärs Unglückstag

Dieser Tag ist schwer, denkt der Bär
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Bär will heute das Feuer für das Waldfest am Abend machen. Dafür macht er sich auf den Weg, um Feuerholz zu sammeln. Doch bereits das erste Holzstück jagt ihm einen Splitter in die Pfote. Beim Biber trifft ...

Bär will heute das Feuer für das Waldfest am Abend machen. Dafür macht er sich auf den Weg, um Feuerholz zu sammeln. Doch bereits das erste Holzstück jagt ihm einen Splitter in die Pfote. Beim Biber trifft ihn versehentlich ein Holzstamm am Kopf und das Feuerholz, das er als Entschuldigung vom Biber bekommen hat, wird beim Regen nass. Außerdem ist da plötzlich eine große Matschpfütze, die Bär über und über voll Matsch spritzt. Aber der Frosch ist einfach Bärs bester Freund und sorgt mit einfachen Mitteln dafür, dass der Tag von einem Unglücks- zu einem wunderbaren Glückstag wird.

Duncan Beedie hat die Geschichte geschrieben und illustriert. Voller Mitgefühl schildert er Bärs Tag und zeigt, wie wichtig es ist, nicht nur das Negative zu sehen, sondern tatkräftig zu versuchen, die Geschehnisse ins Positive zu verkehren. Da die Erzählweise kindgerecht ist und die Illustrationen einzigartig und farbenfroh sind, ist das Buch rundum gelungen.

Die Bücher vom Bär und seinen Erlebnissen sind immer wunderschön und haben uns sofort begeistert. Denn gerade in diesem Buch wird anschaulich und an alltäglichen Beispielen gezeigt, wie wichtig es ist, nicht nur an das eigene Unglück zu glauben, sondern selbst tätig zu werden und die schlechten Tage ins Positive zu verkehren.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Liebe oder Beruf - Amélie muss eine Wahl treffen

Lübecks Töchter. Der Traum von Bildung und Freiheit
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Lübeck, 1874: Amélie kehrt nach vielen Jahren fern ihrer Heimat zurück nach Lübeck. Denn hier kann sie in der Schule für höhere Töchter unterrichten und zudem ein Lehrerinnenseminar aufbauen. Doch die ...

Lübeck, 1874: Amélie kehrt nach vielen Jahren fern ihrer Heimat zurück nach Lübeck. Denn hier kann sie in der Schule für höhere Töchter unterrichten und zudem ein Lehrerinnenseminar aufbauen. Doch die Begegnung mit ihrem früheren besten Freund Richard, den sie immer liebevoll "Sonnenkopf" genannt hat, bringt Erinnerungen an ihre glückliche Kindheit zurück und weckt längst vergessene Gefühle, die einer Lehrerin leider vollkommen untersagt sind, soll sie doch ihr Leben allein verbringen und sich ganz ihren Schülern und Schülerinnen widmen können. Obwohl sie mit ihrer Schwester die Gründung des Lehrerinnenseminars gründlich vorbereiten und auf alle Fragen eine Antwort haben, legt ihnen ein Beamter der Oberschulbehörde und Vater einer Schülerin, Ferdinand Rubens, immer wieder Steine in den Weg, nähert sich ihnen beschämend und ungehörig und scheut nicht vor einem skandalösen Beitrag in einer Zeitung zurück. Doch Amélie und ihre beiden Schwestern, aber auch Richard geben nicht auf und begeben sich auf Spurensuche.

Anna Husen hat einen fesselnden Erzählstil, der durch wechselnde Erzählperspektiven mehr Tiefe erhält. Die Zeit um 1875 ist eine schwierige für Frauen, denn diese haben keinerlei Bestimmungsrechte sobald sie verheiratet sind und müssen als Lehrerinnen zudem unverheiratet bleiben. Doch Amélie und ihre Schwestern sind mutig und intelligent, sodass sie damit so manche Männer gegen sich aufbringen. Dennoch halten sie an ihren Träumen fest und gehen ihren Weg.

Dieser Roman hat mich schnell in seinen Bann gezogen, denn die Handlung ist abwechslungsreich, aber auch bewegend und regt zum Nachdenken an, haben Amélie, ihre Schwestern und auch Richard mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen und geben dennoch nicht auf. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil der Reihe und hoffe, dass es ebenso spannend weitergeht.

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