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Veröffentlicht am 09.08.2023

Wo ist das Glück?

Komm, wir suchen das Glück, sagte der Frosch
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Der Frosch lebt glücklich in seinem Teich. Doch eines Tages springt ein Bär in seinen Teich und das Wasser ist einfach weg. Da der Bär so traurig ist, weil er kein Zuhause mehr hat, beschließt der Frosch ...

Der Frosch lebt glücklich in seinem Teich. Doch eines Tages springt ein Bär in seinen Teich und das Wasser ist einfach weg. Da der Bär so traurig ist, weil er kein Zuhause mehr hat, beschließt der Frosch sich mit ihm gemeinsam auf die Suche nach dem Glück zu machen. So gehen sie los und finden immer wieder ein wenig vom Glück, aber das große Glück ist gar nicht so einfach zu finden. Erst als der Bär glaubt, der Frosch ist verschwunden, bemerkt er, dass er das ganz große Glück eigentlich schon lange in Form von Frosch gefunden hat.

Anke Faust schreibt in ihrem Kinderbuch über eine ganz besondere Freundschaft zwischen zwei sehr ungleichen Tieren. Obwohl sie sich erst kennengelernt haben, machen sie sich auf den Weg und erleben viele Abenteuer gemeinsam, sodass eine tolle Freundschaft heranwächst. Die Geschichte ist kindgerecht erzählt und lässt sich aufgrund dessen flüssig vorlesen. Die Illustrationen sind wunderschön und auch besonders, denn sie füllen nie eine ganze Seite, sondern stellen immer wieder einzelne Szenen dar, passend zum Text daneben.

Meine sechsjährige Tochter brachte mir gerade das Buch und hat sich gewünscht, dass ich es ihr vorlese. So haben wir gemeinsam mit dem Frosch und dem Bär erlebt, wie eine Freundschaft entsteht und dass das Glück manchmal einfach schon da ist und man es nur gar nicht bemerkt. Wir waren beide begeistert von der Geschichte und haben danach noch länger über Freundschaft und Glück gesprochen, denn Stoff zum Nachdenken und darüber Sprechen liefert das Buch reichlich, was gerade mir als Mutter sehr gut gefällt. Ein wirklich besonderes Kinderbuch!

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Veröffentlicht am 08.08.2023

In unserem Haus ist was los...

Unser kunterbuntes Haus
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Henri ist ein fünfjähriger Hase, der in einem ganz besonders cooles Haus wohnt. Gemeinsam mit seiner Mutter, seinen drei Hasengeschwistern, seinem Fuchs-Stiefpapa und seinem Fuchs-Stiefbruder lebt er im ...

Henri ist ein fünfjähriger Hase, der in einem ganz besonders cooles Haus wohnt. Gemeinsam mit seiner Mutter, seinen drei Hasengeschwistern, seinem Fuchs-Stiefpapa und seinem Fuchs-Stiefbruder lebt er im Erdgeschoss. Aber es leben noch viele andere Tiere mit im Haus, wie die Eisbärin Nanuk, die Schildkröte Frau Schlemmer und viele andere. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte, die berührt und zeigt, wie vielfältig alle Persönlichkeiten sind. Das gemeinsame Hoffest lässt sie zusammenwachsen und noch besser kennenlernen, denn die Bewohner sind immer füreinander war und können so zu einer noch besseren Gemeinschaft zusammenwachsen.

Ninette Sarnes beschreibt in diesem Bilderbuch, wie wichtig es ist, alle so zu akzeptieren, wie sie sind. Denn jeder ist anders, aber nicht weniger liebenswert. Beim Lesen der Geschichte und betrachten der wunderschönen Illustrationen wird das immer wieder verdeutlicht.

Meine Tochter und ich waren schon beim ersten Blättern im Buch total verzaubert, denn die Bilder sind wunderschön. Auch die Geschichte ist perfekt gelungen, denn obwohl Tiere die Protagonisten sind, lassen sie problemlos eine Querverbindung zu den Menschen ziehen. Mit viel Feingefühl berichtet Ninette Sarnes über eine Witwe, eine Patchworkfamilie, eine Kleinfamilie in einem anderen Land, ein gleichgeschlechtliches Paar mit Kind, ein Person mit ganz besonderen Fähigkeiten und eine Familie mit vielen Kindern. Sie alle leben gemeinsam in einem Haus und zeigen, wie toll ein Leben sein kann, wenn man einander akzeptiert, die Eigenheiten toleriert und sich an der Vielfalt erfreut. Ein ganz zauberhaftes Kinderbuch und wahrer Buchschatz!

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Veröffentlicht am 07.08.2023

Die Familiengeschichte geht weiter

Das Schicksal der Blankenburgs
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Frankfurt, 1936: Nach den großen Schwierigkeiten und Schicksalsschlägen der letzten Jahre scheint sich die Porzellanmanufaktur Blankenburg endlich wieder erholt zu haben. Elise führt als Geschäftsführerin ...

Frankfurt, 1936: Nach den großen Schwierigkeiten und Schicksalsschlägen der letzten Jahre scheint sich die Porzellanmanufaktur Blankenburg endlich wieder erholt zu haben. Elise führt als Geschäftsführerin die Geschäfte von Löwenstein und Blankenburg, Ophélie ist vollkommen beschäftigt mit ihrer Manufaktur Blancbourg in Frankreich und Tankred ist mit seinen dreißig Prozent Anteilen momentan ruhiggestellt. Doch die Zeiten drohen der Familie schon wieder mit weiteren Problemen, so befindet sich Isaac in Gefangenschaft und ihm soll bald der Prozess wegen Drogenschmuggels gemacht werden, Esra ist ebenfalls seit zwei Jahren verschwunden und keiner weiß um sein Schicksal und auch Tankred bekleidet ein hohes Amt bei der SS. Allerdings ist es Tankred, der durch Arabellas eine Einsicht hat und merkt, dass er bald seine gesamte Familie verliert und deshalb manches tut, was den Nazis nicht so gut gefällt. Das Schicksal und auch der Krieg schaffen es dann, die Familie nochmals in ihren Grundfesten zu erschüttern...

Eric Berg knüpft mit diesem zweiten Teil der Reihe nahtlos an den ersten an und wiederholt im Laufe der ersten Kapitel nur die nötigsten Vorfälle aus der ersten Teil nochmals. So habe ich mich nach über einem Jahr, das vergangen ist seit ich den ersten Band gelesen habe, doch etwas schwergetan und immer wieder nachdenken musste, was denn nun genau zuvor geschehen war. Nach dem ersten Viertel des Buches habe ich mich aber wieder in die Handlung eingefunden und war regelrecht gefangen in den jüngsten Geschehnissen, sodass ich teilweise gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Der Aufbau der Geschichte ist wieder sehr vielschichtig, damit auch viele verschiedene Personen zu Wort kommen, was die Handlung insgesamt noch spannender und interessanter macht. Insgesamt fand ich den zweiten Teil der Reihe sehr gut, war aber vom ersten begeisterter. Ich denke, es wäre perfekt gewesen, ich hätte beide Teile direkt nacheinander gelesen.

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Veröffentlicht am 06.08.2023

Ein abenteuerlicher Dammbau

Wir bauen einen Damm!
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Mia und Leni beginnen im Wasser einen Damm zu bauen. Anfangs schaut Noah nur zu, doch schnell baut auch er emsig mit und der Damm wächst stetig an. Als dann der König mit seinem Schiff anhält und seine ...

Mia und Leni beginnen im Wasser einen Damm zu bauen. Anfangs schaut Noah nur zu, doch schnell baut auch er emsig mit und der Damm wächst stetig an. Als dann der König mit seinem Schiff anhält und seine Untertanen anweist mitzubauen, geht es noch schneller. Sogar die Piraten helfen schließlich mit, obwohl sie eigentlich das Schiff des Königs entern wollen. Der Damm wächst immer weiter, aber schließlich will Noah seinen Stein wiederhaben und der Damm stürzt in sich zusammen. Daheim schimpft Mama dann mit den drei pitschnassen Kindern, aber trotzdem hatten sie einen ziemlich schönen Tag am Wasser - und nächstes Mal soll der Kaiser vorbeikommen!

Daniel Fehr hat sich in diesem Kinderbuch an seine eigene Kinderheit erinnert und wie schön er es immer fand, am Wasser zu spielen. Gemeinsam mit den Illustrationen von Mariachiara Di Giorgio regt die Geschichte, die nur aus wenig Text aber umso mehr ausdrucksstarken Illustrationen besteht, die Phantasie an.

Meine sechsjährige Tochter war sofort ganz versunken in der Geschichte, denn sie selbst liebt es auch, am Wasser zu spielen. Die Handlung war also schnell verständlich und kommt wirklich mit nur wenig Text aus. Es war toll anzusehen, wie meine Tochter mir dann ganz selbständig eine lange und sehr kreative Geschichte nur anhand der Bilder erzählen konnte und sich im Geschehen verloren hat.

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Veröffentlicht am 05.08.2023

Zeit, mit der Vergangenheit abzuschließen?

Leuchtturmherzen
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Marie Freitag verkauft täglich Brautkleid und hat sich damit ihren Traum erfüllt. Obwohl sie täglich von glücklichen, verliebten Bräuten umgeben ist, glaubt sie selbst nicht mehr an die Liebe und möchte ...

Marie Freitag verkauft täglich Brautkleid und hat sich damit ihren Traum erfüllt. Obwohl sie täglich von glücklichen, verliebten Bräuten umgeben ist, glaubt sie selbst nicht mehr an die Liebe und möchte nie mehr einen Mann näher an sich heranlassen. Das war aber nicht immer so, denn in Simon hatte sie ihren Herzensmann gefunden, doch bei einem tragischen Unfall ist er ums Leben gekommen und Maries Herz in tausend Stücke zerbrochen. Nun, nach vier Jahren, ist sie immer noch nicht an Männern interessiert und fristet ein eher einsames Leben in ihrer kleinen Wohnung. Hätte sie ihre Eltern und ihren Bruder Ludwig nicht, wäre sie nicht durch so manche schwere Stunde gekommen. Als sie aber Hannes, Simons bestem Freund, überraschend über den Weg läuft, kann sie es nicht fassen und die Wut auf ihn ist wieder da. Denn für sie ist er der Schuldige, war er doch bei dem schrecklichen Unfall dabei und hätte Simon retten müssen. Erst mit der Zeit merkt sie, dass Hannes und sie sich gegenseitig helfen können und sie können wieder langsam an ihre frühere Freundschaft anknüpfen.

Silvia Konnerth ist es in diesem Roman schnell gelungen, ihre Leser mitten in die Welt von Marie zu bringen und ihre Emotionen hautnah spüren zu lassen. Die Kulisse an der Schlei und der Ostsee ist wunderschön und passt perfekt zur Handlung. Sämtliche Charaktere haben von der Autorin eine wichtige Rolle zugewiesen bekommen, sodass niemand überflüssig erscheint und sich alle perfekt ergänzen.

Ich habe den Roman innerhalb weniger Stunden gelesen, denn ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Das Schicksal von Marie und Hannes ist sehr berührend, ebenso wie die zarte Liebe, die ganz langsam wächst und mich mit großer Freude erfüllt hat. Dieser Roman ist rundum perfekt gelungen und hat die allerbeste Bewertung, die es gibt verdient.

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