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Veröffentlicht am 23.05.2024

Das verträumte romantische Bullerbü gibt es nicht!

Das Baumhaus
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Das Baumhaus ist das zweite Buch von Vera Buck, welches ich begeistert gelesen habe. Allein das Cover ist schon ansprechend und verführt zum Zugreifen. Der Klappentext hat mich dann überzeugt: das muss ...

Das Baumhaus ist das zweite Buch von Vera Buck, welches ich begeistert gelesen habe. Allein das Cover ist schon ansprechend und verführt zum Zugreifen. Der Klappentext hat mich dann überzeugt: das muss unbedingt gelesen werden.
Ein Thriller, den man nicht aus der Hand legen mag, mit vielen Twists und Wendungen, mit denen der Lesende absolut nicht rechnet.
Mir gefällt, dass die Kapitel aus der Sicht der Protagonisten geschrieben sind. Man lernt diese immer besser und besser kennen und mögen (oder auch nicht).
Der Kinderbuchautor Henrik, Nora seine Ehefrau und ihr Sohn Fynn fahren nach Schweden, in das Ferienhaus, das einst Henriks Großvater gehörte, mitten im Wald auf einer Lichtung. Ein Traum für ein Kind, Wald, ein kleiner See, Freiheit.
Schon nach kurzer Zeit beginnt der Albtraum: beim Spielen im Wald mit Henrik verschwindet Fynn. Weder die Eltern, die ihn natürlich sofort suchen, noch die Polizei findet den vermissten Jungen. Während der Suche erinnert sich Henrik immer mehr und mehr an den letzten Urlaub, den er mit seinen Eltern bei seinem Großvater verbraucht hat (und die Erinnerungen sind nicht nur schön). Ihm dämmert, dass vieles nicht so war, wie er bisher dachte.
Bis er das Baumhaus entdeckt... und sich an Marla erinnert.
Das Baumhaus entführt den Lesenden von der ersten Seite in die Wälder Schwedens und lässt ihn auch nicht mehr los.
Dank der Twists wird das Buch nicht ansatzweise langweilig und ich gebe hier gern 5 von 5 Sternen und freue mich auf das nächste Werk von Vera Buck!

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Veröffentlicht am 16.04.2024

Interessantes Thema

Die Stimme der Kraken
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Mich hat das Cover angesprochen und da mein Sohn zum Thema Meeresbiologie promoviert hat, war ich natürlich sofort begeistert. Ich finde Kraken superspannende und faszinierende Tiere, da sie sehr ...


Mich hat das Cover angesprochen und da mein Sohn zum Thema Meeresbiologie promoviert hat, war ich natürlich sofort begeistert. Ich finde Kraken superspannende und faszinierende Tiere, da sie sehr intelligent sind und auch in den Tiefen vorkommen.
"Die Stimme der Kraken" ist für mit sowohl Thriller, Science Fiction, als auch ein Buch, das zum Nachdenken anregt.
Ray Nayler hat viele Themen miteinander verknüpft, künstliche Intelligenz, menschliches Bewusstsein, Emotionen, Beziehungen, Gier, Macht und dann die Kraken, diese hochintelligenten Lebewesen unserer Meere.
Der erste Android mit dem Bewusstsein eines Menschen ist erschaffen. Es hat mich immer wieder begeistert, wie sich die Beziehungen und auch die Kommunikation untereinander entwickelt haben.
Mir hat das Buch gefallen, ist aber kein absolutes Highlight, aber gern gebe ich für das Buch 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.04.2024

Umwerfend spannend

Die Dämmerung (Art Mayer-Serie 2)
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"Der Morgen" von Marc Raabe war ja schon hervorragend, und mit "Die Dämmerung" hat er den ersten Band noch getoppt.
Das Cover von "Die Dämmerung" passt sehr gut zum Vorgänger, der Wiedererkennungswert ...


"Der Morgen" von Marc Raabe war ja schon hervorragend, und mit "Die Dämmerung" hat er den ersten Band noch getoppt.
Das Cover von "Die Dämmerung" passt sehr gut zum Vorgänger, der Wiedererkennungswert ist auf jeden Fall gegeben, was ich bei Buchreihen immer sehr wichtig finde.
Art Mayer und Nele Tschaikowski ermitteln in einem ungewöhnlichen Fall. In einem Wald hört eine junge Jägerin den Schrei einer Frau. Es ist dunkel und neblig. Da sie vorher von Wildschweinen angegriffen wurde, hält sie ihr Gewehr im Anschlag. Und plötzlich sieht sie an einem Baum ein Wesen, eine Frau mit einem großen Hirschgeweih. Vor Schreck fällt ein Schuss....
Art und die schwangere Nele werden zum Tatort gerufen und schon bald wird das Opfer identifiziert. Es handelt sich um die bekannte Wohltäterin Charlotte Tempel.
Charlottes Tochter, Leo, wird schon kurz danach als Verdächte gehandelt. Leo, rebellisch, Klimaaktivistin, ist alles andere als kooperativ.
Art Mayer glaubt jedoch nicht, dass Leo ihre Mutter auf eine so bestialische Art umgebracht hat.
Und dann passiert ein zweiter Mord. Wieder eine Frau, wieder ein Hirschgeweih... wo laufen hier die Fäden zusammen?
Und was hat eine mysteriöse Kassette mit der ganzen Geschichte zu tun?
Marc Raabe hat es geschafft, eine so knisternde und spannende Atmosphäre zu erschaffen, dass es wirklich schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen.
Und immer wieder zaubert er uns auch mit Milla ein Lächeln ins Gesicht. Die Kleine kann man nur lieben.
Und jetzt heißt es, ein gaaaanzes Jahr warten, bis wir die Drei wieder treffen.
Danke, Marc Raabe für die schönen, spannenden Lesestunden.
Gern gebe ich hier 5 von 5 Sternchen (und ein kleines Milla-Sternchen dazu)

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Veröffentlicht am 02.04.2024

halb Thriller, halb Familientragödie

Das Waldhaus
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Der Titel sowie das Cover hat mich sehr angesprochen. Auch der Klappentext lässt auf spannende Stunden hoffen.
Hannah kehrt aus London in ihr Elternhaus zurück um ihren dementen Vater zu unterstützen. ...

Der Titel sowie das Cover hat mich sehr angesprochen. Auch der Klappentext lässt auf spannende Stunden hoffen.
Hannah kehrt aus London in ihr Elternhaus zurück um ihren dementen Vater zu unterstützen. Ihre Mutter ist schon vor vielen Jahren gewaltsam gestorben, bis heute wurde kein Täter ermittelt, es lief auf einen vermeintlichen Selbstmord hinaus.
Hannah's Bruder, inzwischen bekannter Schauspieler, kümmert sich Anfangs gar nicht um den Vater. Ihn scheint nur seine Schauspielerei zu interessieren.
Hannah will mehr über den Tod ihrer Mutter herausfinden und da ihr Vater sie mehr und mehr für ihre Mutter hält, schlüpft sie auch mehr und mehr in die Rolle der Mutter. Verkleidet besucht sie auch eine Lesung ihres Bruders, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Der Bruder erkennt sie jedoch und sie treffen sich, um über die Vergangenheit und den Vater zu reden.
Auf der Suche nach der Wahrheit befragt sie die direkten Nachbarn, die ihre Eltern bei der Erziehung der Kinder unterstützt haben, sowie den ehemaligen Polizisten Chris, der inzwischen nicht mehr bei Polizei arbeitet, ihr aber seine Unterstützung zusagt.
Richtig Fahrt aufgenommen hat die Story meiner Meinung nach erst im 3. Drittel. Ab da mochte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Ich sehe noch viel Luft nach oben, gebe daher hier 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.03.2024

Berührendes und herzzerreißendes Meisterwerk

Demon Copperhead
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Das Cover und auch die Leseprobe haben mich gleich angesprochen. Da ich aus der Generation komme, die "David Copperfield" von Charles Dickens schon als junges Mädchen gelesen habe, war ich natürlich sehr ...

Das Cover und auch die Leseprobe haben mich gleich angesprochen. Da ich aus der Generation komme, die "David Copperfield" von Charles Dickens schon als junges Mädchen gelesen habe, war ich natürlich sehr gespannt auf die Neuinterpretation von Barbara Kingslover's "Demon Copperhead".
Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
Was hab ich mitgefiebert, mitgelitten, mich gefreut und auch geweint auf meinem gemeinsamen Weg mit Demon, den ich doch sehr ins Herz geschlossen habe. Genauso, wie ich wütend auf den ein oder anderen der "Pflegefamilien" war, genauso sind mir andere Personen sehr ans Herz gewachsen (Angus zum Beispiel).
Demon wird in einer Trailer-Siedlung geboren. Seine Mutter, immer wieder zugedröhnt, überlässt Demon viel sich selbst. Er übernimmt schon früh die Verantwortung für seine Mutter. Sein Vater ist schon vor seiner Geburt gestorben. Demon verbringt viel Zeit bei den Nachbarn, mit deren Enkel, der dort aufwächst, verbindet ihm eine tiefe Freundschaft. Dort erlebt er "Familie", so wie er es nie kennengelernt hat. Als auch Demons Mutter stirbt, beginnt für Demon eine traurige Reise durch verschiedene Pflegefamilien und -stellen. Er erlebt Gewalt, Drogenmissbrauch (und da ist wohl jede Droge bei, die man sich nur vorstellen kann) und träumt von Meer. Demon ist immer auf der Suche... nach sich selbst, nach Liebe, nach Familie, nach Zugehörigkeit.
Die Autorin hat mich mit ihrem Werk in ihren Bann gezogen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und bin nur so durch die knapp 900 Seiten geflogen. Von mir aus hätte das Buch gern noch mehr Seiten haben können.
Immer noch sehe ich den jungen Demon mit seinen roten Haaren vor mir und würde mir wünschen, einige seiner Comics lesen zu können, die er gezeichnet hat. Und so gern hätte ich ihn immer wieder am liebsten in den Arm genommen.
Das Buch hat mich sehr berührt. Ein grandioses Werk, welches mit Recht mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.

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