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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.12.2024

Sachwissen verpackt in kleine Geschichten

Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 1 - Was erleben wir Tag für Tag?
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Dieser Titel enthält verschiedene kurze Geschichten, bei denen wir unterschiedliche Personen begleiten. Es werden alltägliche Situationen aus der Lebenswelt der Kinder thematisiert, wobei auch ...

Dieser Titel enthält verschiedene kurze Geschichten, bei denen wir unterschiedliche Personen begleiten. Es werden alltägliche Situationen aus der Lebenswelt der Kinder thematisiert, wobei auch Familien vorgestellt werden, die eine Lebensrealität haben, die von der vieler Lesenden abweicht, was mir gut gefällt.
Besonders schön ist, dass alle Personen am Anfang vorgestellt werden und es auch eine Art kleine Karte gibt, auf der die Orte, die in den Geschichten vorkommen, eingezeichnet sind.
Die Geschichten selbst haben uns unterschiedlich gut gefallen. Im Durchschnitt sind es schöne Geschichten, die besonders aufgrund der Kürze auch schon für kleinere Kinder geeignet sind. Wir kennen schon einige Bücher aus der Reihe und im Gegensatz zu den thematischen Sachbüchern haben die Vorlesegeschichten meinen Sohn etwas weniger begeistert. Er hat zwar dennoch gerne zugehört, war aber (vermutlich aufgrund der Kürze der einzelnen Geschichten und der thematischen Vielfalt) nicht so intensiv dabei. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, vor allem auch für Kinder, die gerade erst anfangen, Geschichten mit Sachinhalten zu lesen und erst kürzeren Sequenzen folgen können.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Detektivgeschichte zum Miträtseln

Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer, Band 7 - Das verflixt verfluchte Geisterhaus
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Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer von Cally Stronk und Patrick Fix ist eine Reihe mit Detektivgeschichten für Kinder, bei denen die Lesenden sogar miträtseln können. Im mittlerweile ...

Die Jagd nach dem magischen Detektivkoffer von Cally Stronk und Patrick Fix ist eine Reihe mit Detektivgeschichten für Kinder, bei denen die Lesenden sogar miträtseln können. Im mittlerweile siebten Band, Das verflixt verfluchte Geisterhaus, müssen die Zwillinge Marie und Lukas ihren gestohlenen Koffer zurückholen, wobei die Ganoven Theodor Topf und Doris Deckel mit ihm in einem Geisterhaus verschwunden sind. Die beiden Kinder begegnen Gespenstern, finden ein geheimes Geheimzimmer und bestaunen kreative Ganoven-Erfindungen. Natürlich sind auch die tierischen Begleiter Sokrates, Pfötchen und Brötchen wieder mit von der Partie.
Die Geschichte ist lustig und für die Zielgruppe auch spannend geschrieben. Die Rätselaufgaben, die immer mal wieder zu lösen sind, sind relativ leicht zu knacken, wobei hier sicher der Motivationsaspekt besonders für Erstleser im Vordergrund steht, weshalb ich das nicht so schlimm finde. Lediglich die Tatsache, dass die Figuren doch sehr stereotyp geschrieben sind, stört mich etwas. Der etwas verpeilte Polizist, dem das Wort “verhaften” nicht einfällt, und der nur an seine Beförderung denkt, ist mir dann doch ein bisschen zu überzeichnet.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Leider enttäuschend

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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A Study in Drowning von Ava Reid hatte ich schon sehr lange auf dem Radar. Ich hatte es mir ehrlicherweise nur deshalb noch nicht gekauft, weil mir das aktuelle Cover der englischsprachigen Ausgabe ...

A Study in Drowning von Ava Reid hatte ich schon sehr lange auf dem Radar. Ich hatte es mir ehrlicherweise nur deshalb noch nicht gekauft, weil mir das aktuelle Cover der englischsprachigen Ausgabe nicht gefällt (die Ausgabe mit dem wunderschönen Cover hatte ich irgendwie verpasst…). Zum Glück hat die nun erschienene deutsche Ausgabe ein wunderschönes Cover!

Die Geschichte spielt in einem fiktiven Land, dessen Bewohner in in zwei Völker gespalten sind, die LLyrier und die Argantier. Die Protagonistin Effy, eine Llyrierin, würde zu gerne Literatur studieren, was ihr aber aufgrund ihres Geschlechts verwehrt bleibt, und so muss sie sich mit Architektur zufriedengeben. Zumindest ermöglicht ihr dies, sich ihrem verstorbenen Lieblingsautor zu widmen, denn dessen Anwesen im tiefsten Süden des Landes soll renoviert werden. Doch als sie dort ankommt, muss sie merken, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Die Idee zu diesem Buch finde ich wirklich interessant und stellenweise habe ich mich sehr über liebevolle Details gefreut. Auch der männliche Protagonist ist durchaus gut angelegt: obwohl er jetzt nicht unbedingt mein Fall ist, wurde er sehr sensibel und gleichzeitig selbstbewusst geschrieben, was ich als Gegenentwurf zum alpha male der meisten Bücher des Genres sehr erfrischend fand. An einigen Stellen war es mir dann aber nicht konsequent genug umgesetzt. Insgesamt konnte mich die Geschichte leider nicht abholen, denn irgendwie bleibt alles schrecklich oberflächlich und nicht nur der Protagonist Preston sondern auch die anderen Charaktere sind zwar an sich gut konzipiert, aber dann leider nicht rund genug, um mich wirklich emotional mitzunehmen. Teilweise sind ihre Reaktionen total überzogen, dann wieder fallen sie meines Erachtens zu wenig intensiv aus. Des Öfteren (!) habe ich auch bezüglich der Logik doch zwei Augen zudrücken müssen (wenn euch die ganze Nacht Wasser ins Gesicht tropft, würdet ihr vermutlich auch davon aufwachen, oder?) und leider sind ein paar sprachliche Fehler nicht vor der Veröffentlichung entdeckt worden. Da bin ich berufsbedingt ziemlich pingelig und so etwas verleidet mir auch oft die Lektüre, ebenso wie die unzähligen Wiederholungen (ja, ich habs kapiert, sie nimmt ihre Tabletten ohne Wasser ein…).

Eventuell war das Buch etwas zu sehr gehyped worden, weswegen ich mir mehr erhofft hatte. Ich bin mir natürlich auch bewusst, dass es sich hier um YA handelt und einige meiner Kritikpunkte daher vielleicht etwas hart ausfallen. Aber es bleibt einfach dabei, dass ich zu keinem Zeitpunkt wirklich in die Geschichte eintauchen konnte und alles eher distanziert und emotionslos gelesen habe, was bei den durchaus guten Ansätzen einfach schade war.

Eine Info noch zum Schluss: Das Buch ist mit mehreren Triggerwarnungen versehen (diese findet man im Buch selbst ganz am Schluss) und ich kann mir gut vorstellen, dass das für Einige sehr hilfreich sein kann, wenn es um die Entscheidung geht, ob man das Buch lesen möchte oder nicht. Allerdings geben sie natürlich auch schon einige Plotelemente preis, sodass man hier individuell abwägen sollte.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Süße Geschichte

Pino – Ein Abenteuer auf vier Pfoten
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In dem Kinderbuch PINO - ein Abenteuer auf vier Pfoten von Annika Scheffel verbringen zwei Brüder das Wochenende alleine, während die Mutter in den dringend notwendigen Erholungsurlaub fährt ...

In dem Kinderbuch PINO - ein Abenteuer auf vier Pfoten von Annika Scheffel verbringen zwei Brüder das Wochenende alleine, während die Mutter in den dringend notwendigen Erholungsurlaub fährt (ein Detail, das ich grundsätzlich sehr begrüße, denn auch Kinder dürfen ruhig früh lernen, dass Eltern Pausen brauchen; die Umsetzung hätte ich mir allerdings etwas besser gewünscht - siehe Kritikpunkt am Schluss).

Während Pino sich auf ein Spiel- und Spaßwochenende mit seinem großen Bruder freut, möchte dieser nur alleine in seinem Zimmer chillen. Nach mehreren Versuchen von Pino, Janne doch zum Spielen zu animieren, ist dieser so genervt, dass er ihm im Streit an den Kopf wirft, dass er sowieso viel lieber einen Hund als einen kleinen Bruder hätte. Kurz darauf passiert es dann: Pino verwandelt sich tatsächlich in einen kleinen Hund! Nachdem er aus der Wohnung gerannt ist, erlebt er unzählige Abenteuer in der Stadt, findet in der Katze Fritzi einen neuen Freund und macht viele neue Erfahrungen. Ein absolutes Highlight war hier, dass Pino auf seinen Abenteuern auch in einem Museum landet und dort ein Dinosaurierskelett vorkommt. Für meinen kleinen Dinofan hat das die Geschichte gleich noch interessanter gemacht. Ob (und wenn ja: wie) er wieder nach Hause findet oder sich zurückverwandelt, verrate ich an dieser Stelle nicht, das müsst ihr selbst nachlesen.

Insgesamt eine süße Geschichte, die von Lisa Rammensee sehr schön illustriert wurde. Einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass ich es wenig realistisch/verantwortlich finde, ein Kind, das vermutlich 6 oder 7 Jahre alt ist, ein ganzes Wochenende in die Obhut des großen Bruders zu geben, der so wirkt, als wäre er etwa 13 oder 14. Natürlich ist an dem Buch grundsätzlich wenig realistisch, und das ist ja auch der Zauber der Geschichte, aber zumindest innerhalb der Rahmengeschichte hat mich das etwas gestört. Meinen Sohn natürlich überhaupt nicht, und das ist ja letztendlich auch das Wichtige.

Mein Fazit: eine wunderbare Geschichte zum Vorlesen, die sowohl lustige Momente beinhaltet als auch solche, die zum Nachdenken anregen. Mir und meinem Sohn (5) hat es sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Nette Geschichten aber leider auch einige Stereotype

Murmelschreck und der Pantoffelfresser
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Das Buch Murmelschreck und der Pantoffelfresser, geschrieben von Frank Maria Reifenberg und illustriert von Maja Bohn ist in mehrere Kapitel eingeteilt. In jedem davon erlebt Murmelschreck ein anderes ...

Das Buch Murmelschreck und der Pantoffelfresser, geschrieben von Frank Maria Reifenberg und illustriert von Maja Bohn ist in mehrere Kapitel eingeteilt. In jedem davon erlebt Murmelschreck ein anderes Abenteuer auf dem Rummelplatz.
Meinem Sohn hat die Geschichte mit der Geisterbahn am besten gefallen, mir selbst die mit dem goldenen Karussell. Grundsätzlich hatte mein Sohn (5 Jahre alt) viel zu lachen und hat sich an den Geschichten und auch den Illustrationen erfreut. Seine Lieblingsstelle ist wohl, als Adalbert Bombasto Ceralius (ja!) ein Wort mit K für einen Zauberspruch sucht. Mein sprachbegeistertes Kind hat hier gleich selbst mitgesucht :). Stellenweise haben ihm die Geschichten also sehr gut gefallen, allerdings habe ich gemerkt, dass er insgesamt nicht so gefesselt war, wie bei manch anderen Büchern.
Mir persönlich waren ein paar zu viele Klischees/Stereotype dabei: der hässliche Troll, die zarte Fee und natürlich ist es der Troll, der einen Fehler macht und die gutmütige Fee, die ihm hilft, ihn wieder auszubaden. Grundsätzlich finde ich auch nicht, dass eine bärtige Frau als Zirkusattraktion dargestellt werden sollte. Zudem (und das ist total subjektiv und hat nichts mit der Qualität der Geschichten zu tun) waren mir die Geschichten einen Tick zu lang zum Vorlesen.
Insgesamt ein nettes Kinderbuch, das wir gerne gelesen haben, das aber vermutlich nicht zu unseren Favoriten gehören wird.

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