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Veröffentlicht am 03.08.2021

Ein wilder Thriller spielend in Westafrika

Wild Card
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Im neu erschienenen Thriller „Wild Card“ geht es um Weston Kogi, der nach langen Jahren aus England wieder nach Westafrika, zu seinen Wurzeln reist. Seine Tante ist verstorben, sodass eine Beerdigung stattfindet. ...

Im neu erschienenen Thriller „Wild Card“ geht es um Weston Kogi, der nach langen Jahren aus England wieder nach Westafrika, zu seinen Wurzeln reist. Seine Tante ist verstorben, sodass eine Beerdigung stattfindet. Vor Ort macht er den Fehler, dass er allen rumerzählt, dass er in London ein Detektiv sei. Dies stimmt leider nicht, da er nur ein Wachmann in einem herkömmlichen Einkaufszentrum ist. Nichtsdestotrotz gelangt er in den Fokus von Rebellengruppierungen, sodass er für sie einen Mord an einem Politiker aufklären muss. Als wäre es nicht schlimm genug, mischt sich der Geheimdienst in diese Angelegenheit ein. Für Weston Kogi bleibt nur eine Möglichkeit hier heil rauszukommen: Er muss die Gruppierungen gegeneinander ausspielen.

Thriller mit einem Handlungsort in einer afrikanischen Stadt habe ich bisher noch nicht gelesen, sodass ich total neugierig war, wie sich die Handlung entwickeln wird. Als Leser befinden wir uns in Nigeria, einem Land, in welchem es nicht den rechten Dingen zu sich geht. Korruption, Morde und Gewalt stehen tagtäglich an der höchsten Ordnung. Und dies ist nicht nur eine Fiktion. Der Autor nimmt kein Blatt vor dem Mund und spiegelt mit grauenhaften Beschreibungen von Folterszenen, Krankheiten und elendiger Armut die heutige Realität des Landes. Deswegen ist dieses Buch auch nichts für Leser, die mit derartigen Themen Schwierigkeiten haben.

An der Seite von dem Protagonisten Weston Kogi stürzen wir uns in ein actionreiches Thriller-Abenteuer. Schon von der ersten Seite an, wird es wild. Diese “wilde“ Atmosphäre kommt durchgängig zur Geltung. Somit liegt auch der Fokus auf den Beschreibungen der Umstände, viel weniger auf einem Entwurf einer durchgängigen Spannung. Natürlich kommt an manchen Stellen durch unvorhersehbaren Wendungen die nötige Spannung auf – diese hält sich aber abseits dieser Momente in Grenzen. Für mich war es trotzdem ein rasantes aber dennoch trauriges Leseabenteuer, da es schon zum Denken anregt, weswegen manche Menschen alles haben und manche in derartigen Verhältnisse leben - wie es im Buch geschildert wird. Dennoch fand ich die Gestaltung von Weston gelungen, da er mir sympathisch wirkte und man im Allgemeinen auch etwas über seine Stammeszugehörigkeit erfahren konnte.

Fazit: „Wild Card“ ist ein Thriller nur für starke Nerven. Mit brutalen Beschreibungen stürzt man sich als Leser in ein rasantes Leseabenteuer im wilden Westafrika. Für mich persönlich war es auf jeden Fall etwas Neues, sodass ich auf diesen Thriller mit großen Respekt zurückblicke.

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Veröffentlicht am 02.08.2021

Ein Thriller mit einer herausragenden düsteren Stimmung

Sei still, mein Kind
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Robin ist Kinderpsychologin und hat sich ein gutes Leben aufgebaut. Nach 12 Jahren kehrt sie in ihren Heimatort: Vrakören, eine abgelegene Villenkolonie vor den Toren Helsinkis, zurück. Vor 12 Jahren kam ...

Robin ist Kinderpsychologin und hat sich ein gutes Leben aufgebaut. Nach 12 Jahren kehrt sie in ihren Heimatort: Vrakören, eine abgelegene Villenkolonie vor den Toren Helsinkis, zurück. Vor 12 Jahren kam Robins Bruder Lukas grauenhaft ums Leben. Seitdem hat sie auch ihre Mutter vor Ort nicht besucht. Vor Ort merkt sie, dass die Bewohner sie mit einer abgeneigten Haltung begegnen. Ihre Mutter? Eine Feindin im Ort. Aber nicht nur die Siedlung scheint schräg zu sein. Auch im Wald, der die Siedlung umgibt, scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Als dann Robin merkt, dass sie verfolgt wird und knapp dem Tod entkommt, merkt Robin, dass sie alle mögliche Grenzen überschreiten muss, um die Wahrheit herauszufinden.

In diesem Thriller herrscht von Anfang an, eine sehr düstere aber auch melancholische Stimmung. Diese entsteht besonders durch die Tristheit von Robins Mutter, durch die geheimnisvollen Bewohner der Stadt sowie eines unbekannten Mannes. Zudem beschreibt die Autorin die Szenerie sowie das Dorf sehr detailliert, wodurch mein Kopfkino angeregt worden ist. Diese Atmosphäre kommt wirklich zur Geltung, sodass an dem heutigen regnerischen Tag, der Thriller mir umso mehr gefallen hat.
An Seite von Robin versuchen wir herauszufinden, was wirklich im Dorf sowie dem angrenzenden Wald passiert. Da Robin durchgängig auf Abneigung der Bewohner trifft, sodass Hilfe jeglicher Art der Protagonistin verwehrt bleibt, hat es mir Spaß gemacht, mit Robin die Lösung zu finden. Robin mochte ich zu Beginn des Buches gar nicht, da mir ihre Einstellung zum Leben nicht gefallen hat. Aber je mehr ich im Buch vorangeschritten bin, desto mehr konnte ich mich mit Robin anfreunden können und ihre Denkweisen besser nachvollziehen können. Vom Spannungsaufbau legt das Buch den Fokus weniger auf actionreiche Szenen, sondern mehr auf unvorhersehbaren Wendungen sowie Intrigen und Verrat. Deswegen ist das Buch eher ruhiger gestaltet worden. Zudem sind die Kapitel meines Erachtens nach zu lang gestaltet worden. Dadurch zieht sich die Handlung bzw. einzelne Szenen zu sehr. Des Weiteren fanden ab und zu in Kapiteln Zeitwechsel, welche ich unübersichtlich fand. Schade, weil mir das Buch wirklich sehr gut gefallen hat.

Fazit: Es herrscht eine richtig tolle Atmosphäre im Buch vor und der Plot ist durch die Autorin hervorragend konzipiert worden. Würden letztere Kritikpunkte nicht meinen Leseeinfluss beeinflussen, würde ich das Buch eindeutig als Lesehighlight einstufen und dem Thriller 5 Sterne geben. Nichtdestotrotz ist es wert, dieses Buch zu lesen!

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Veröffentlicht am 01.08.2021

Ein neues Fantasyabenteuer!

Die Erbin des Windes
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Mit "Die Erbin des Windes" stürzte ich mich in ein neues Fantasyabenteuer. In diesem Buch geht es um Likah, die mit Zwillingen einen letzten großen Diebstahl durchführen müssen. Stattdessen läuft der Plan ...

Mit "Die Erbin des Windes" stürzte ich mich in ein neues Fantasyabenteuer. In diesem Buch geht es um Likah, die mit Zwillingen einen letzten großen Diebstahl durchführen müssen. Stattdessen läuft der Plan schief und sie landen vor Gericht. Ausgegangen von einer Strafe, wird Likah über ein Angebot erschüttert: Likah soll sich vom Herrscher Armin in der Magie der ersten Sprache belehrt werden. Sie geht den Deal ein und begibt sich auf den Hof. Trotz vielen Intrigen und Machtspielen bleibt sie dabei. Doch als sie den wahren Grund herausfindet, warum Armin sie wirklich als Schülerin zu sich gebracht hat, stellt sie alles infrage, woran sie jemals geglaubt hat.

In das Buch bin ich aufgrund eines spannenden Einstiegs gut gestartet. Und so hat das Buch gut angefangen. Die Figuren sind alle sehr übersichtlich gestaltet worden, sodass man alle Figuren gut unterscheiden kann. Mit Likah als Protagonistin konnte ich mich schon von Beginn an anfreunden. Der Autorin gelingt es die Figur aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, sodass man Likah gut kennenlernen konnte. Auch wenn man etwas über ihre Vergangenheit erfährt, war mir persönlich es zu wenig. Hier ist noch Luft nach oben. Apropos Tiefgründigkeit: Beim Woldbuilding hätte ich mir an manchen Stellen auch mehr Tiefe gewünscht, um die Rahmenbedingungen etc. besser kennenzulernen. Auch wenn sich dies alles schlecht anhört, ist dies aber nicht so. Es gibt viele Szenen, die mir ein tolles Kopfkino angeregt haben - besonders die Szenen als Likah neue Ortschaften erkundet. Dennoch wird hier, wie erwähnt, das volle Potential nicht ausgeschöpft.

Sonst lässt sich sagen, dass die Geschichte eine gute Spannung aufweist. Ich habe mit viel Spaß die Geschichte verfolgt, um herauszufinden, was es mit Likah auf sich hat. Auch der zweite Handlungsstrang aus der Perspektive einer anderen Figur weist die nötige Spannung auf.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich super lesen. Zudem weisen die Kapitel die optimale Länge auf - nicht zu kurz, nicht zu langatmig. Auf jeden Fall würde ich mich freuen, wenn ein Folgeband erscheinen würde, da man die Geschichte gut fortführen könnte.

Fazit: "Die Erbin des Windes" ist ein gelungener Fantasy-Roman, der gute Ansätze aufweist. Auch wenn für mich das Woldbuilding sowie die Protagonisten Gestaltung noch Luft nach oben hat, ist die Geschichte trotzdem stark. Fantasy-Fans können hier auf ihre Kosten kommen. Für mich sind es 3,5 Sterne, Tendenz nach oben.

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Veröffentlicht am 31.07.2021

Gute Ansätze, jedoch ausbaufähig

Bonuskind
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Die Mutter namens Jet von der 15-jährigen Lies verschwindet spurlos. Ihr Bett ist unberührt - das Handy Zuhause gelassen. Lies Vater glaubt, dass seine Ex-Frau wiederkommen wird, da er sie als psychisch ...

Die Mutter namens Jet von der 15-jährigen Lies verschwindet spurlos. Ihr Bett ist unberührt - das Handy Zuhause gelassen. Lies Vater glaubt, dass seine Ex-Frau wiederkommen wird, da er sie als psychisch labil einstuft. Er ist der Meinung, dass Jet die Scheidung immer noch nicht verkraftet hat und aus diesem Grund dann das Weite gesucht hat. Aber an die Meinung ihres Vaters glaubt Lies nicht, da sie weiß, dass ihre Mutter sie nie im Stich lassen würde. Lies stellt Ermittlungen auf und stößt auf ein Tagebuch von ihrer Mutter, in dem die Mutter etwas über ihr Liebesleben erzählt. Sie hat nach der Trennung sich in einer toxischen Beziehung verhängen. Wahrheit oder reiner Schwindel?

Die Plotidee gefiel mir sehr, sodass ich mich auf dieses Buch sehr gefreut habe. Zudem schwärmen viele Zeitungen darüber, dass es der Autorin gelungen ist, lebendige Figuren zu entwerfen. Folglich war ich gespannt was mich hier erwarten wird.

In das Buch bin ich problemlos eingestiegen. Der Schreibstil ist einfach zu lesen und wir verfolgen die Geschichte aus der Sicht der 15-jährigen Lies. Außerdem findet man noch die Tagebucheinträge der Mutter vor, sodass ein Wechselspiel hinsichtlich der Erzählperspektive vorliegt.

Mit Lies sowie den weiteren Figuren konnte ich mich beim Lesen nicht anfreunden. Sie wirkten mir zu distanziert zum Leser, blass gezeichnet und ich empfand, dass die Tagebucheinträge teilweise nur interessant. Zudem habe ich das Gefühl gehabt, dass die Mutter sich in den Tagebucheinträgen konstant um sich gedreht hat. Sie kam psychisch einfach nicht voran. Außerdem fand ich Lies für ihr Alter zu reif, sodass mir dadurch die Authentizität gefehlt hat.

Spannung ist größtenteils vorhanden, jedoch kommen öfters sehr langatmige Momente vor, die meinen Lesefluss gestört haben. Natürlich kann das vorkommen, aber hier fand ich es teilweise anstrengend zu Lesen. Dennoch kann ich noch zum Schluss sagen, dass mich das Ende dann positiv überzeugt hat.

Fazit: Der Thriller weist gute Ansätze auf und thematisiert interessante Themen, die oft in der Gesellschaft als "Tabu" angesehen werden. Des weiteren mochte ich die Erzählperspektive, könnte mich aber in keiner Weise mit den Figuren anfreunden. Deswegen nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 31.07.2021

Spannender und facettenreicher Thriller

Mein. Du gehörst nur mir
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Im neu erschienenen Thriller "Mein. Du gehörst nur mir" wird das Thema Stalking in den Vordergrund gerückt. Im Buch geht es um die berühmte Schriftstellerin Marie Kardisch, die seit einiger Zeit in einem ...

Im neu erschienenen Thriller "Mein. Du gehörst nur mir" wird das Thema Stalking in den Vordergrund gerückt. Im Buch geht es um die berühmte Schriftstellerin Marie Kardisch, die seit einiger Zeit in einem kleinen Häuschen am Waldrand wohnt. In diesem Häuschen schreibt die Autorin ihre Romane und genießt die Zeit für sich selbst. Doch die ganze Situation ist mehr Schein als Sein. Es stellt sich heraus, dass Marie von jemanden beobachtet wird. Es passieren Ereignisse, die eigentlich nur ein Mensch gemacht haben könnte. Als dann ihr Liebhaber noch verschwindet, droht die Situation zu eskalieren. Aber dabei merkt Marie nicht, wie nah die Gefahr ihr wirklich ist!

Beim Lesen habe ich gemerkt, dass dieses Buch von der Grundidee und Thematik her, dem Psychothriller "Ich will dir nah sein", welcher im Mai diesen Jahres erschienen ist, ähnelt. Aber der Plot geht in eine andere Richtung und das hat mir gut gefallen!

Das Buch fand ich vom Erzählstil sehr gut. Als Leser verfolgen wir das Leben und die Routine der Autorin. Trotz einer distanzierten Erzählweise habe ich mich der Protagonistin sehr nah gefühlt. Nach dem Lesen habe ich auch das Gefühl entwickeln können, dass ich sie ausreichend kennenlernen dürfe. Dennoch bin ich der Meinung, dass ich es noch umso spannender finde, wenn der Autor in diesem Buch auf eine Ich-Perspektive zurückgreifen würde, da man bei dieser Perspektive noch intensiver die Gefühle der Figur nachvollziehen kann. Und das würde sich wirklich hier gut anbieten, da zumindest der Stalker auch aus der Ich-Perspektive schildert.

Apropos Antagonist: Die Abschnitte des Stalkers fand ich unfassbar stark. Nach und nach erfährt man etwas von der Person, was mich als Leser motiviert hat, Theorien hinsichtlich der Auflösung der Identität aufzustellen.

Spannungstechnisch fand ich das Buch im Großen und ganzen gelungen. Auch wenn man schon gröstenteils aus dem Klappentext weiß, was für Vorfälle passieren wären, war ich trotzdem irgendwie gespannt, was als nächstes passieren wird. An mancher Stelle könnte man noch die ein oder andere Wendung noch einbauen - aber es war schon gut! Die nötige Tiefe ist zudem in den Figuren sowie der Handlung gegeben. Besonders positiv fand ich, dass die Konversationen zwischen den Figuren nicht nur auf Smalltalk endeten, sondern auch tiefgründigere Aspekte thematisiert worden sind. Zum Ende hin gewinnt das Buch noch die gewisse Spannung, und wird mit einem nachvollziehbaren und gelungenem Ende beendet.


Fazit: Der Thriller "Mein. Du gehörst nur mir" ist ein Thriller, der an manchen Stellen unter die Haut geht. Dem Autor gelingt es mit diesem Buch einen spannenden aber tiefgründigen Thriller zu schreiben, der für spannende Lesestunden sorgt. Trotz kleinerer Mängeln, was wirklich Kritik auf hohem Niveau ist, ist das Buch schon stark. Deswegen vergebe ich 4 Sterne Tendenz nach oben!

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