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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2021

Diverse, liebenswerte und authentische Charaktere in einer spannenden Story!

One Last Stop
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Inhalt (Klappentext)

Die New Yorker Studentin August glaubt weder an Hellseherei, noch an die Art von Liebe, über die Filme gedreht werden. Und ganz sicher glaubt sie nicht, dass ihre WG voller liebenswerter ...

Inhalt (Klappentext)

Die New Yorker Studentin August glaubt weder an Hellseherei, noch an die Art von Liebe, über die Filme gedreht werden. Und ganz sicher glaubt sie nicht, dass ihre WG voller liebenswerter Nerds daran etwas ändern wird – oder gar ihre Nachtschichten in einem Pancake House, das seit den 70er Jahren Kultstatus genießt.
Doch dann ist da in der U-Bahn plötzlich Jane – die ebenso schöne wie unmögliche Jane. Um sie wiederzusehen, fährt August täglich zur selben Zeit mit der Linie Q. Und sie beginnt sich zu wundern: Jeden Tag trägt Jane dieselbe Kleidung, niemals scheint sie aus der U-Bahn auszusteigen. Nur langsam begreift August, dass sie sich für Jane auf ein unmöglich scheinendes Abenteuer einlassen muss …

Meine Meinung

Da ich viel auf Bookstagram und BookTok unterwegs bin, bin auch ich nicht um dem Hype rund um das neue Buch von Casey McQuiston herum gekommen. Besonders im englischsprachigen Raum schwärmten viele von der AutorIn und das Ganze hat mich letztlich so neugierig gemacht, dass ich unbedingt auch eines ihrer Bücher lesen wollte!
Zudem habe ich bisher noch viel zu wenige Romane von queeren Autoren und über queere Charaktere gelesen - da kam mir „One last stop“ ganz gelegen.

Der Schreibstil war Anfangs noch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Casey McQuiston schreibt in der Er-/Sie-Perspektive und im Präsens, wovon ich eigentlich kein großer Fan bin, aber mit der Zeit ist es mir dann doch gar nicht mehr aufgefallen. Die Kapitel werden aus Augusts Perspektive erzählt und waren meistens sehr lang, was mich ehrlich gesagt ein wenig gestört hat. Die kürzesten waren um die 20 Seiten lang, aber meistens waren sie dann doch eher 50 bis 60 Seiten lang.

August Landry hatte alles andere als eine normale Kindheit - und das nicht nur, weil sie schon als Teenager erkannt hat, dass sie bisexuell ist.
Ihre Mutter war ihr ganzes Leben lang nahezu besessen davon, den Fall ihres vermissten Bruders zu lösen, sodass August ihre Kindheit damit verbrachte, ihre Mutter dabei zu helfen, Akten zu besorgen und alles mögliche über das Leben ihres Onkels in Erfahrung zu bringen. Dadurch hatte sie nie viele Freunde und auch heute fällt es ihr schwer, ein „normales“ Leben zu führen. August wechselt ihre Studiengänge immer wieder und hat keine Ahnung, wie es danach weiter gehen soll.
Sie bleibt nie lange an einem Ort, besitzt nur wenige Sachen und lässt andere Menschen nur selten an sich heran. Doch das ändert sich plötzlich als sie eine WG-Anzeige in New York entdeckt und kurzer Zeit später dort einzieht. Ihre neuen Mitbewohner sind… sagen wir mal „gewöhnungsbedürftig“.

Wes, Myla und Niko haben so einige Eigenarten, angefangen damit, dass Niko ein Medium ist und Myla bei ihrer ersten Begegnung Kunst aus Froschknochen erschafft. Und auch wenn ich am Anfang keine Ahnung hatte, was ich von ihnen halten soll, habe ich sie schon wenige Seiten später fest ins Herz geschlossen. Die drei sind echt tolle Mitbewohner und besonders Myla und Niko helfen August sofort sich in New York einzuleben und verhelfen ihr sogar zu einem Job im Billy‘s, das noch große Rolle in der Geschichte spielt.
Und natürlich gibt es auch noch einige anderen Nebencharaktere, die ich gar nicht alle nennen kann, die das Buch aber auch zu etwas ganz besonderem gemacht haben. Casey McQuiston erzeugt eine tolle Wohlfühl-Atmosphäre und ich habe mir mehr als einmal gewünscht dort in New York zu sein und all die Charaktere persönlich zu treffen.

Jane Su ist unsere zweite Protagonistin, die voller Geheimnisse ist und August lässt es sich nicht nehmen, herauszufinden, wer Jane wirklich ist. Schon bei der ersten Begegnung ist August absolut fasziniert von ihr. Kurz darauf trifft sie Jane immer öfter in der Subway - jedes Mal in demselben Outfit, in der selben Bahnlinie… Irgendwann fällt ihr auf, dass es kein Zufall sein kann, dass Jane immer in der Q Linie ist, wenn August damit fährt. Etwas scheint nicht mit ihr zu stimmen und es wirkt, als wüsste auch Jane nicht genau, wer sie eigentlich ist.

Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, habe ich die Richtung, die die Geschichte eingeschlagen hat, gar nicht erwartet. Ich habe eher mit einem mehr… „gewöhnlichen“ Liebesroman gerechnet, aber hier war alles andere. Ich würde sagen, es gab einige Fantasy oder auch SciFi Elemente, je nachdem wie man es nennen möchte - mehr verrate ich nicht, weil ich glaube, dass es dann doch spoilern würde.
Ich liebe August und Jane zusammen und neben dem großen Geheimnis kam auch ihre Liebesgeschichte nicht zu kurz. Sie beide können die Anziehung zwischen einander nicht leugnen, auch wenn sie beide Angst habe, dass die jeweils andere nicht genauso empfinden wird. Aber nicht nur die beiden spüren dieses Knistern zwischen ihnen, auch als Leser kann man ihre Verbindung einfach nicht leugnen. Mit dem Voranschreiten der Story habe ich immer mehr mitgefiebert und mich immer wieder beim Grinsen erwischt, weil ich mich so gefreut habe, wenn die beiden einen Schritt aufeinander zu gemacht haben!

Was mir auch ganz besonders gefallen hat und was mir viel zu oft Büchern fehlt: die Diversität der Charaktere. Homosexuelle, Bisexuelle, Transsexuelle, POC, Drag Queens - alles mit dabei.
Und auch die Geschichte der LGBTQ+-Bewegungen der vergangenen Jahrzehnte spielt eine große Rolle. Wir bekommen einen tollen Einblick darin, wie sich alles seit den 70ern verändert hat und wie viel schon erreicht wurde, aber auch wie viel es noch zu ändern gilt.

Fazit

„One Last Stop“ bekommt eine riesige Leseempfehlung von mir! Wenn ihr auf der Suche nach einer nicht heteronormativen Liebesgeschichte und liebenswerten Charaktere seid, seid ihr hier genau richtig. Die Story ist spannend und mysteriös und es gibt tolle Elemente und Wendungen, die ihr bestimmt nicht kommen seht.
Für mich ist klar, dass ich unbedingt noch einiges mehr von Casey McQuistons Büchern lesen möchte und mich auch in Zukunft auf neue Geschichten freue.

Bewertung

5/5☆



Zu Letzt möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! ♡

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2021

Ein toller Auftakt einer neuen Selfpublisher-Fantasyreihe

Das Mondtor
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Inhalt

Die Nymphe Nasja wird seit Jahren darauf vorbereitet, den jungen Menschenkönig Nemos zu heiraten. Sie kennt ihn nicht und es bleibt ihr nur zu hoffen, dass sie einander lieben werden, auch wenn ...

Inhalt

Die Nymphe Nasja wird seit Jahren darauf vorbereitet, den jungen Menschenkönig Nemos zu heiraten. Sie kennt ihn nicht und es bleibt ihr nur zu hoffen, dass sie einander lieben werden, auch wenn sie sich diese Ehe nie gewünscht haben.
Doch als sie ihm schließlich gegenübersteht, kommt alles anders. Nemos wirkt nicht glücklich über die Heirat und auch der königliche Hof ist nicht besonders begeistert davon, eine Nymphe zur Königin zu haben. Dennoch ist Nasja fest entschlossen ihren Pflichten nachzugehen und ihr Volk zu repräsentieren, denn die Nymphen verlassen sich auf sie.
Seit Jahren werden sie, wie auch die Menschen, von den Zentauren bedroht und sie möchten mit der Hochzeit eine Allianz schließen. Noch ahnt Nasja nicht, dass ein viel gefährlicherer Feind sich gleich in ihrer Nähe befindet. Ihr bleibt nichts anderes als sich auf die Magie er Nymphen zu verlassen - die einzige Möglichkeit ihre Feinde zu überlisten.

Meine Meinung

Ich wurde auf die Chroniken von Galadon durch eine Mainwunder Kampagne aufmerksam. Das Mainwunder-Team hat uns Bloggern die Reihe vorgestellt und mich hat der Klappentext daraufhin sofort angesprochen. Ich liebe Fantasy und ganz besonders, wenn es dabei um Königsfamilien und magische Wesen geht!

Die Geschichte ist aus der Perspektive von Nasja geschrieben und so erkunden wir zusammen mit ihr das fremde Königreich der Menschen. Schon der Prolog, der vom Schreibstil ein wenig an ein Märchen erinnert, hat mich sofort neugierig gemacht. Er erzählt wie Nemos Vater, König Kreotis, das Königreich Galadon zu Ruhm und Wohlstand führte, bevor er verstarb und schließlich sein Sohn den Thron besteigt.

Sie Protagonistin Nasja lebte nicht immer in Galadon. Eigentlich stammt sie aus dem Reich der Nymphen und ist die Tochter dessen Königs. Erst vor fünf Jahren musste sie nach Galadon mit ihren Eltern ziehen, um sich auf ihre zukünftige Rolle vorzubereiten. Ihre Mutter starb jedoch kurz danach. Nasja verbrachte die Zeit in Galadon wohl behütet und ihr Vater erlaubte ihr nicht, ihr Schloss zu verlassen.
Doch zum Glück war Nasja dennoch nicht ganz allein. Ihre Kammerzofe Celistra ist auch eine Nymphe und steht ihr jeder Zeit zur Seite. Sowohl sie als auch Nasja habe ich fest ins Herz geschlossen. Beide haben das Herz am rechten Fleck und während Nasja versucht alles zu tun, um dem Reich der Nymphen zu helfen, hilft Celistra ihr bei ihren Plänen.

Es dauert nicht lange bis Nasja Nemos entgegentritt, um ihn zu heiraten und so lernt der Leser Galadon erst im Laufe der Geschichte immer besser kennen. Wie auch Nasja wissen wir nicht ganz, was passiert, als Nemos zu, ersten Mal auftritt. Dadurch wurde schon die Hochzeit sehr spannend, denn ich habe mich die ganz Zeit gefragt, was als nächstes passieren würde.

Nemos ist ganz anders als Nasja erwartet hat - auch ich war überrascht. Der junge König ist sehr von sich eingenommen und fest entschlossen, die Dinge anders anzugehen als sein Vater. Noch darf er zwar ein Jahr lang bis zu seinem 18. Geburtstag noch keine Entscheidung ohne seinen Rat, in dem auch Nasja einen Sitz hat, treffen, allerdings macht er ihr das Leben schwer und schottet sie von der Außenwelt ab.

Doch dann gibt es noch Artem, den jungen Befehlshaber der Armee, der Nasja vom ersten Moment an fasziniert - auch ich konnte seinem Charme nicht entkommen. Er hilft ihr sich durchzusetzen, denn auch Artem ist nicht begeistert von Nemos Plänen.

Es gibt auch noch einige andere Nebencharaktere, die die Geschichte noch besser gemacht haben. Einige haben so gar eine richtige Charakterentwicklung durchgemacht, allerdings möchte ich nicht allzu viel dazu sagen, damit ich niemanden spoiler. Klar ist jedoch, dass gut ausgearbeitete Nebencharaktere eine Story meist authentischer und spannender machen, und genau das war hier der Fall.

Die Handlung hat eine Richtung eingeschlagen, die ich absolut nicht erwartet habe. Die erste Hälfte des Buches war stellenweise ein wenig langatmig, aber ab der Hälfte wurde es dann so richtig aufregend und auch das „Mondtor“ kam zur Sprache. Ohne zu viel zu verraten kann ich euch sagen, dass es etwas mit der alten Magie der Nymphen und einem anbahnenden Krieg zwischen zwei Königreichen zu tun hat…
Auf den letzten Seiten wurden dann zu guter Letzt noch einige Geheimnisse aufgedeckt und auch an Plottwists hat es nicht gefehlt. Da wollte ich das Buch gar nicht ,ehr aus der Hand legen!

Fazit

Insgesamt ein toller Reihenauftakt der Chroniken von Galadon und ich bin wirklich froh, dass ich Teil dieser Kampagne sein durfte! Fantasy-Liebhaber erwartet eine bezaubernde magische Welt und ein Königshof voller Intrigen.
Ich möchte unbedingt auch noch den Rest der Reihe lesen und kann sie wirklich weiterempfehlen. Wenn ihr also nach einer spannenden Fantasy Reihe sucht und gerne eine Selfpublisherin unterstützen würdet, seid ihr hier genau richtig.

Bewertung

4/5☆



Ich möchte mich noch einmal herzlich bei Karola Löwenstein und Mainwunder für das Rezensionsexemplar bedanken. ♡

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2021

Oberflächliche Charaktere und unverständliche Plot Twists

Huntress and Saint
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Inhalt (Klappentext)

Stark, mutig und Nerven wie Drahtseile. Diese Eigenschaften besitzen Maddox und Nevio alle. Nicht mal vor den größten Mafia-Bossen schrecken sie zurück.
Sie sind unkontrollierbar.
Sie ...

Inhalt (Klappentext)

Stark, mutig und Nerven wie Drahtseile. Diese Eigenschaften besitzen Maddox und Nevio alle. Nicht mal vor den größten Mafia-Bossen schrecken sie zurück.
Sie sind unkontrollierbar.
Sie sind verwegen.
Und bereit, alles für diejenigen zu tun, die ihre Hilfe benötigen.
Für Maddox und Nevio war das Leben in Irland bisher immer einfach. Als Maddox´ Mutter jedoch stirbt, gibt sie ihm ein Familiengeheimnis mit auf den Weg. Eines, das Maddox nach Santa Rosa in Amerika führt. Dort will er seine Großmutter finden, die das größte Mafia-Kartell der Westküste leitet. Nevio schickt er unterdessen nach New Orleans, damit er ein Mädchen für Maddox ausfindig macht, das ebenfalls zu diesem Familienclan gehört. Was sie dabei noch nicht ahnen, ist, dass ihnen bald der größte Kampf ihres Lebens bevorsteht.
Denn einmal in Amerika angekommen, entwickelt sich für beide Männer alles anders, als sie vermutet haben. Sie verlieren ihr Herz an zwei Frauen, die ihren Schutz benötigen. Einen Schutz, den Brooke und Faith aber nicht sofort annehmen wollen.
Erst als es zum großen Showdown kommt, der die Vier zurück nach Irland führt, ist klar, dass sie nichts mehr auseinanderbringen kann.

Meine Meinung

Das wunderschöne Cover von „Huntress and Saint“ hat mich sofort angezogen. Ich liebe die goldenen Elemente auf schwarzem Hintergrund. Es sieht gleichzeitig elegant und mysteriös aus - es scheint also perfekt zu Dark Mafia Romance passen. Und als hätten mich Cover und Genre nicht schon neugierig genug gemacht, klang der Klappentext auch noch sehr gut.

Das Buch an sich ist in drei Teile geteilt. In den ersten beiden Teilen erfährt man etwas über je zwei Protagonistenpaare und im letzten Teil verknüpft sich ihre Story. Die Geschichte wird dabei aus der Sicht von allen vier Protagonisten erzählt.

Der Prolog baut schon direkt zu Anfang Spannung auf und macht den Leser sehr neugierig. Uns wird die Geschichte des größten amerikanischen Westküsten-Kartells erzählt und wir erfahren, dass dieses in jeder Generation von einer Frau geleitet wird. Eines Tages möchten zwei Töchter dieses Leben jedoch nicht führen und so entschließen sie sich zu gehen, auch wenn dies für die älteste Tochter bedeutet, ihre eigene kleine Tochter zurücklassen zu müssen. Alles was wir ansonsten noch erfahren, ist, dass sich die Geschichte um die Nachfahren dieser Frauen dreht… Wie genau alles zusammenhängt, offenbart die Autorin erst im Laufe der Geschichte.

Teil I - Die Jägerin

Zu Beginn lernen wir die erste weibliche Protagonistin kennen. Dass ihr Name Faith ist, wissen wir erst zum Ende des Abschnitts. Faith lebt ihr Leben in New Orleans im Verborgenen. Sie lässt nie jemanden nah an sich heran, denn sie scheint vor den Gestalten ihrer Vergangenheit zu flüchten. Diese bleiben jedoch erst auch noch ein Geheimnis. Sie umgibt eine Aura des Mysteriösen, die mich auf der Stelle fasziniert hat.
Faith ist fest entschlossen nie wieder einem Mann die Kontrolle über sich und ihren Körper zu überlassen. Um zu Überleben, musste sie schon vor langer Zeit von der Gejagten zur Jägerin werden. Wenn sie sich entschließt, mit einem Mann zu schlafen, dann nur zu ihren Bedingungen. Sie verrät nie ihre wahre Identität, bleibt nie länger als eine Nacht und nur sie wählt die Männer aus.

Als sie den attraktiven Nevio für ihre nächste „Jagd“ auserwählt, weiß sie noch nicht, dass er ihr danach nicht mehr aus dem Kopf gehen würde. Und dass die beiden mehr verbindet, als sie je ahnen würden.
Faith mochte ich ganz besonders. Sie weiß genau, was sie möchte und plant alles ganz genau. Es hat mich sofort beeindruckt, wie stark und unabhängig sie ist, obwohl sie offensichtlich in der Vergangenheit so einiges Schlimmes erlebt haben muss.
Nevio wirkt eher zurückhaltend und geht anfangs noch nicht auf Faith ein, obwohl auch er fasziniert von ihr ist. Eigentlich ist er jedoch mit einem ganz anderen Ziel nach New Orleans gekommen.

Teil II - Die Heilige

Hier ändert sich nun das Setting. Die Autorin führt uns in eine Kirchengemeinde, wo Brooke das Leben einer „Heiligen“ führt - die reine, herzensgute Christin. Zumindest bei Tag. Was keiner weiß: bei Nacht ist sie die berüchtigte Lady B., das Oberhaupt des Black Widow Kartells. Nicht einmal die Mitglieder des Kartells wissen von ihrer Identität bei Tag. Doch genau das braucht sie zum Ausgleich.
Eines Tages taucht Maddox in der Kirchengemeinde auf. Als Kleinkrimineller gehört sein Aufenthalt dort zu seinen Bewährungsauflagen. Das behauptet er zumindest, aber wir auch sein Freund Nevio verfolgt er einen bestimmten Plan. Als er dann auch noch in einem ihrer Clubs auftaucht und sich ihrer „Familie“ anschließen möchte, beginnt Brooke zu befürchten, dass Maddox ihre Identität enthüllen kann.

Ehrlich gesagt hatte ich so meine Probleme mit diesem Abschnitt des Buches. Die beiden Protagonisten verlieben sich unsterblich in einander und Brooke enthüllt sehr schnell all ihre Geheimnisse. Plötzlich wird aus der starken, knallharten Kartell-Anführerin eine verliebte Frau, die kaum noch in der Lage ist, klar zu denken. Maddox scheint ganz selbstverständlich die Beschützer-Rolle zu übernehmen. Das alles geschah in wenigen Tagen, ohne dass die beiden je ein vernünftiges Gespräch geführt hätten.
In diesem Teil gab es sehr viele explizite Szenen und alles drehte sich um die körperliche Beziehung der beiden. Für mich kam alles viel zu plötzlich und ich konnte nicht wirklich nachvollziehen, wo diese Verbindung der beiden herkam. Auch dass Brooke auf einmal ihre gesamte Persönlichkeit verändert hat, kam überraschend. Maddox im Gegenteil wurde plötzlich knallhart und hatte nicht das Geringste Problem, ein Kartell zu übernehmen - dabei war sein Leben zuvor ganz gewöhnlich und kaum von Kriminalität geprägt.

Zum Schluss des Abschnitts hielt die Autorin noch einige Plot Twists bereit, allerdings muss ich sagen, dass ich diese - zumindest im zweiten Teil - schon vorhergesehen habe. Die Verbindungen zwischen allen Protagonisten hat die Autorin wirklich gut geknüpft. Von Anfang an wurde das Fundament für diese Wendung gelegt, sodass das sie sofort Sinn gemacht hat.

Teil III - Die Ungezähmten

Im letzten und spannendsten Abschnitt werden nun endlich alle vier Perspektiven der Protagonisten zusammengeführt. Leider ging es mir aber auch hier viel zu schnell und so hat mir der dritte Teil letztlich am Schlechtesten gefallen.

Es folgte ein Plot Twist nach dem anderen bis ich der Story kaum noch folgen konnte. Zum Ende hin gab es die größte Wendung, die für mich leider gar nicht nachvollziehbar war. Während die Briana B. Sinners sich zuvor mehrere Kapitel Zeit ließ für explizite Szenen, wurde hier alles auf höchstens einer oder zwei Seiten abgehandelt, so als sei die eigentliche Story zu unwichtig, um ihr mehr Zeit zu geben. Ich glaube, hätte es hier noch 100 bis 150 Seiten mehr gegeben, hätte mir die Geschichte viel besser gefallen. Das Potenzial war auf jeden Fall dar.

Was mich am Ende aber am meisten gestört hat, war die Charakterentwicklung aller Charaktere. Faith und Brooke überlassen Maddox und Nevio das Planen, obwohl beide viel mehr Erfahrung mit organisiertem Verbrechen haben. Maddox und Nevio spielen sich währenddessen so auf, als müssten die Frauen von ihnen geredet werden und als hätten sie ihr ganzes Leben auf die beiden Ritter in strahlender Rüstung gewartet. Es war geradezu lachhaft.

Darüber, wie dumm ihr Plan zum großen Showdown war, konnte ich nur den Kopf schütteln. Zwar weiß ich, dass es bei Dark Mafia Romance nicht unbedingt darum geht, wie authentisch ein Kartell und die Mitglieder wirken, hat hier einfach nichts gepasst. Wie man es auch dreht und wendet, das Black Widow Kartell und Brooke als Anführerin konnten einfach nicht das mächtigste Kartell der amerikanischen Westküste sein. Und so wie Brooke sich am Ende angestellt hat, wundert es mich, dass sie auch nur eine Woche als Anführerin überlebt hat.

Fazit

So gut mir der Anfang des Buches gefallen hat, so schnell hat es sich schließlich geändert. Für mich persönlich war es leider eine Enttäuschung. Die Story schien eher nebensächlich und schlecht durchdacht, während die körperliche Beziehung der Protagonisten im Fokus stand.
Der erste Teil allein für sich hat mir trotzdem sehr gut gefallen und dort hat sich ganz besonders gezeigt, wie toll Briana B. Sinners einige Szenen schreiben könnte. Doch die Charaktere waren mir letztlich viel zu oberflächlich angeschnitten und die Wendungen haben irgendwann keinen Sinn gemacht.
Ob einem das Buch gefällt, hängt davon ab, was man sucht. Es gibt durchaus Leser, die sich nicht an meinen Kritikpunkten stören und die eher eine heiße Geschichte mit einiger Spannung suchen. Diese werden bestimmt zufrieden mit der Geschichte sein. Ich hatte nach dem Klappentext etwas ganz anderes erwartet, als die Geschichte am Ende bereithielt.

Bewertung

2/5☆



Auch wenn mir das Buch leider nicht ganz so gut gefallen hat, möchte ich mich trotzdem beim Federherz Verlag bedanken, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. ♡

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Veröffentlicht am 22.06.2021

Mehr Gemeinsamkeiten als man denkt

Try & Trust
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Achtung - es handelt sich um den zweiten Band der Reihe, jedoch lassen sich die Bände unabhängig voneinander lesen.


Inhalt (Klappentext)

Matilda hat das Drama um die Liebe satt. Die Psychologie-Studentin ...

Achtung - es handelt sich um den zweiten Band der Reihe, jedoch lassen sich die Bände unabhängig voneinander lesen.


Inhalt (Klappentext)

Matilda hat das Drama um die Liebe satt. Die Psychologie-Studentin ist sich sicher, dass man keinem Mann trauen kann. Davon versucht sie auch ihre Mitbewohnerin Briony zu überzeugen, die sich in den gut aussehenden Künstler Anthony verliebt hat. Denn Matilda durchschaut sofort, dass er mit ihrer besten Freundin spielt. Um Briony noch größeren Herzschmerz zu ersparen, geht sie einen gefährlichen Deal mit Anthony ein: Wenn er endlich aufhört, Briony falsche Hoffnungen zu machen, lässt Matilda sich von ihm malen – und zwar nackt. Doch mit jedem Pinselstrich erinnert er sie nicht nur an ihren längst begrabenen Traum, sondern auch an den Menschen, der sie früher war. Und plötzlich beginnt ihre Fassade zu bröckeln …

Meine Meinung

Band 1 der Reihe habe ich an nur zwei Abenden beendet, weil ich mich gar nicht mehr von dem Buch lösen konnte und dementsprechend habe ich mich auch schon sehr auf die Fortsetzung rund um die Soho-WG gefreut.

Unsere Protagonistin Mathilda mochte ich schon als Nebencharakter in “Fly & Forget” sehr gerne sehr gerne. Sie hat eine aufgeweckte, leicht aufgedrehte Art, scheint völlig offen zu sein und sagt rundheraus ihre Meinung. Body Positivity und Feminismus. Schlagworte, die mich direkt an sie denken lassen. Mathilda ist niemand, dem man etwas befehlen kann oder vorschreibt, was zu tun uns zu lassen ist.
Außerdem ist sie immer für ihre Freunde da, allen voran Briony, die seit ihren Teenagerjahren unter einer Essstörung leidet - ehrlich gesagt, hätte ich mir gewünscht, es wäre nicht so stark in diesem Buch darauf eingegangen, denn so muss ich mich fragen, was denn noch für Brionys eigene Geschichte im dritten Band bleibt. Gleichzeitig erklärte sich dadurch die meiste Zeit das Verhalten von Mathilda.

Ursprünglich lässt sich Mathilda nur darauf ein, von Anthony gemalt zu werden, wenn er Briony endgültig sagt, dass er keine Beziehung möchte, bevor Briony sich zu sehr hineinsteigert und letzten Endes rückfällig wird - was sie nicht weiß: Anthony hat von Anfang an Klartext gesprochen. Aber Anthony möchte sich die Chance auf ein Gemälde nicht entgehen lassen.

Anthony ist Künstler. Auch wenn er bisher einige Rückschläge verbuchen musste, gibt er nicht auf und malt weiter. Um sich über Wasser zu halten hat er mehrere Jobs, denn er muss sich ganz auf sich selbst verlassen. Auch wenn Mathilda glaubt, er sei ein verwöhnter Aufreißer mit einem perfekten Leben, sagt seine Vergangenheit etwas ganz anderes...

Ihn habe ich im Laufe des Buches ganz besonders lieb gewonnen auch wenn ich in Band 1 noch nicht ganz von seinen Absichten überzeugt war. Er ist durch und durch ein guter Kerl, der auch bei der Chance Karriere zu machen, nicht bereit ist, Mathilda zu hintergehen.
Mit Mathilda hatte ich leider einige Probleme mehr, besonders am Anfang. Zwar führt sie sich ihre Vorurteile ab der zweiten Hälfte des Buches selbst vor Augen, aber bis dahin urteilt sie immer wieder aufs Neue, ohne eine Idee zu haben wer Anthony wirklich ist.
Auch dass sie hinter Brionys Rücken agiert, hat mir wirklich aufgeregt. Zwar meinte sie, das Beste zu wollen, aber ich an Brionys Stelle würde ihr vermutlich nicht so schnell solche Geheimnisse vergeben. Dadurch fiel es mir anfangs auch etwas schwer in die Geschichte hineinzukommen und mich in Mathilda hineinzuversetzen. Noch schlimmer wurde es für mich, als ich von Mathildas Vergangenheit und dem Grund, weshalb sie Probleme mit ihrem Vater hat, erfuhr. Gerade sie sollte wissen, was passiert, wenn man so hintergangen wird. Dennoch hat mich ihre Hintergrundgeschichte ein wenig berührt um nach einigen Kapiteln fiel es mir etwas leichter, mich in sie hinein zu versetzen.

Die Liebesgeschichte der beiden nimmt eher langsam Gestalt an, aber in meinen Augen war es genau das perfekte Tempo. Auch wenn Mathilda und Anthony es vielleicht nicht direkt wahr haben wollen: Trotz ihrer unterschiedlichen Vergangenheit haben sie weitaus mehr Gemeinsamkeiten als es auf den ersten Blick scheint. Sie beide helfen einander, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und ein neues Kapitel in ihrem Leben zu beginnen. Auch wenn Beginn ihrer gemeinsamen Geschichte eher unkonventionell ist.

Was mir besonders gefallen hat, war das Einbeziehen der Kunst als gemeinsame Leidenschaft - auch wenn Mathilda das lange verleugnet und am liebsten vergessen würde, wie viel ihr die Kunst und das Malen einst bedeuteten.
Obwohl ich selbst alles andere als eine Kunstkennerin bin, hat die Autorin die Emotionen der Protagonisten so gut vermittelt, dass ich mir Gemälde und die Gefühle, die sie auslösen, perfekt vorstellen konnte. Einige Gedanken haben mich sogar mehr berührt und begeistert, als ich erwartet hätte.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass Mathildas Psychologiestudium ab und an mal erwähnt wird. Ich habe mich zwischendurch ab und an mal gefragt, warum sie diese Richtung eingeschlagen hat, da man dafür bei ihr keine Leidenschaft erkennen konnte.

Dass die Nebencharaktere aus Band 1 alle aufgetaucht sind, hat mir auch gut gefallen. Ich mag sehr, wenn man die Protagonisten aus früheren Bänden mal aus einer anderen Perspektive erlebt und ihnen wieder begegnet.

Fazit

Insgesamt fand ich den zweiten Band der Reihe etwas schwächer, aber dennoch lesenswert. Anfangs hatte och so meine Probleme mit Mathilda, aber das hat sich im Laufe des Buches geändert. Positiv überrascht hat mit Anthony, den ich wirklich ins Herz geschlossen habe. Das Buch hat so seine Schwächen, aber die Stärken überwiegen ganz klar.

Bewertung

4/5☆


Vielen Dank an den Penguin Verlag und das Randomhouse Bloggerportal, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. ♡

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Veröffentlicht am 13.06.2021

Verstrickt in einem Netz aus Lügen

Rokesby - Tollkühne Lügen, sinnliche Leidenschaft
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Achtung - Es handelt sich um den zweiten Band der Reihe, aber man kann alle Bände unabhängig voneinander lesen.


Inhalt (Klappentext)

Derbyshire, 1779. In den britischen Kolonien wurde Cecilias Bruder ...

Achtung - Es handelt sich um den zweiten Band der Reihe, aber man kann alle Bände unabhängig voneinander lesen.


Inhalt (Klappentext)

Derbyshire, 1779. In den britischen Kolonien wurde Cecilias Bruder im Kampf verletzt. Mutig tritt sie die Schiffspassage nach Nordamerika an. Doch in Manhattan angekommen, entdeckt Cecilia, dass eine Verwechslung vorliegt. Statt ihres Bruders findet sie den attraktiven Captain Edward Rokesby bewusstlos im Lazarett vor. Einen innigen Briefwechsel hatte sie mit ihm und dabei ihr Herz verloren. Jetzt will sie ihm helfen, obwohl das eigentlich nur Anverwandten gestattet ist. Cecilia greift zu einer tollkühnen Lüge: Sie gibt sich als Edwards Gattin aus. Und erwartet bang den Moment, in dem ihr »Mann« die Augen aufschlägt.

Meine Meinung

Mit dem ihrem Reihenauftakt, “Bridgerton - Der Duke & ich“, konnte Julia Quinn mich schon ganz überzeugen, sodass ich direkt noch mehr von ihren historischen Liebesromanen lesen wollte. „Rokesby“ erzählt die Vorgeschichte zu Bridgerton und so haben mich die Bücher gleich noch neugieriger gemacht. Es geht um die Adelsfamilie Rokesby, die Nachbarn und enge Freunde der Bridgertons.
Eigentlich handelt es sich bei diesem Band um den zweiten, aber da ich mir sagen lassen habe, dass man sie unabhängig voneinander lesen kann, habe ich mit die Reihe mit diesem Buch begonnen.

Ich mag die Bücher der Autorin sehr gerne. Sie sind locker und romantisch geschrieben und obwohl sie im 18. Jahrhundert spielen, eignen sich die Bücher auch für alle, die keine so großen Fans von historischen Romanen sind. Historische Ereignisse sind hier eher ein wenig nebensächlich, dafür ist die Beziehung der Protagonisten umso schöner geschrieben.

Als Cecilia ein Brief aus Nordamerika erreicht, mit der Botschaft, ihr Bruder wurde im Kampf verletzt, zögert sie nicht lange und bricht kurzerhand auf, um nach ihm zu suchen. Nach dem Tod ihres Vaters ist sie zudem darauf angewiesen, dass ihr Bruder sich um sie kümmert. Doch leider verläuft die Reise ganz anders als erwartet und anstatt ihren Bruder vorzufinden, trifft sie auf den verletzten Captain Edward Rokesby. Man möchte sie nicht zu dem bewusstlosen Freund ihres Bruders vorlassen und so muss schnell eine Notlüge helfen: sie behauptet, sie wäre seine Frau. Doch sie erwartet nicht, dass Edward so früh aufwacht - und sie obendrein noch erkennt.
Cecilia möchte eigentlich nur ihren Bruder finden und Edward helfen gesund zu werden, aber ehe sie sich versieht, hat sie sich in einem Netz aus Lügen verstrickt. Ich mochte sie wirklich sehr gerne, auch wenn ich sie manchmal schütteln wollte, damit sie Edward endlich die Wahrheit sagt. Das letzte was sie möchte, ist, ihn in eine Heiratsfalle zu locken, doch sie merkt schnell, dass Edward nicht zulassen würde, sie nicht zu heiraten, damit ihrem Ruf nicht geschadet wird. Sie ist fest entschlossen, sich nicht von ihrem Ziel abbringen zu lassen. Womit Cecilia nicht gerechnet hat: ihre harmlose Schwärmerei für Edward entwickelt sich langsam zu etwas mehr...
Edward hat sein Gedächtnis durch seine Verletzung verloren und erinnert sich weder daran, wie es geschehen ist, noch ob er Cecilia wirklich geheiratet hat. Da die beiden sich aber schon indirekt durch die Briefe, die Cecilia offiziell ihrem Bruder Thomas geschrieben hat, und in denen auch die beiden sich immer wieder einige Worte geschrieben haben, glaubt er ihre Lüge. Nicht zuletzt wegen der unleugbaren Anziehung zu Cecilia.
Er ist durch und durch ein Gentleman und auch wenn er sich an keine Hochzeit erinnert, ist er fest entschlossen für seine „Ehefrau“ zu sorgen.

Die Liebesgeschichte der beiden entwickelt sich langsam, wirkte so aber noch authentischer. Cecilia wird von der Angst um ihren Bruder geplagt und obwohl sie nichts lieber möchte, als Edward endlich die Wahrheit zu sagen, fürchtet sie, ohne seine Hilfe ihren Bruder nicht mehr zu finden.
Manchmal hat es mich ein wenig aufgeregt, dass Cecilia ihm nicht endlich sagt, was wirklich Sache ist, aber ich weiß wirklich nicht, wie ich an ihrer Stelle gehandelt hätte. Ich kann ihren inneren Konflikt wirklich nachvollziehen. Und auch dass Edward ihr als Ehemann, ganz gleich ob er sich an etwas erinnert, ein gutes Leben bieten möchte, hat ihm direkt einen Platz in meinem Herzen geöffnet.

In der Mitte der Geschichte wurde die Handlung rund um Thomas, ihren Bruder, etwas langatmig und rückte mehr in den Vordergrund, bevor es dann wieder spannend weiterging. Was mir besonders gefallen hat, waren die Ausschnitte aus den Briefen von Cecilia und Thomas, die es an fast allen Kapitelanfängen gab. So konnte man die Entwicklung der Beziehung zwischen Edward und Cecilia noch besser nachvollziehen in der Gegenwart und auch der Vergangenheit.

Die historischen Elemente traten wie schon erwähnt meist eher etwas im Hintergrund. Sie vervollständigten die Story, aber auch wenn man eigentlich kein Fan von diesem Genre ist, lohnt es sich, das Buch für die Liebesgeschichte zu lesen!

Fazit

„Rokesby“ sorgt für einige entspannte Lesestunden und ich habe die Story sehr genossen. „Bridgerton“ von der Autorin hat mir noch etwas besser gefallen, aber ich möchte auf jeden Fall auch noch die anderen Bände der Reihe lesen! Wenn ihr nach einem lockeren Liebesroman mit historischem Setting sucht, seid ihr hier genau richtig.

Bewertung

4/5☆



Vielen Dank an MIRA Taschenbuch, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. ♡

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