Cornelia Lohs präsentiert uns ein Buch mit Anregungen zum Entdecken. Ich, als gebürtige Frankfurterin, weiß noch lange nicht alles über meine Heimatregion. Und so hat es mich gleich begeistert, durch das ...
Cornelia Lohs präsentiert uns ein Buch mit Anregungen zum Entdecken. Ich, als gebürtige Frankfurterin, weiß noch lange nicht alles über meine Heimatregion. Und so hat es mich gleich begeistert, durch das Buch zu blättern und mich einzulesen. Die Autorin stellt uns 33 Winkel aus der Region vor, die nicht alltäglich sind und von düsteren Geschichten zu erzählen wissen. Das Buch ist reich bebildert und mit Hintergrundinformationen zu den Orten versehen, die sehr aufschlussreich sind. Die Karte zu Beginn ist gleichermaßen hilfreich. Ein Buch, welches man sicher öfters in die Hand nehmen wird, sei es zum Stöbern oder um eine eigene Entdeckungstour vorzubereiten. Auch schön zum Verschenken!
Hauptkommissar Kant ermittelt mit seinem Team in einem rätselhaften Fall, der viele Fragen aufwirft. Die Auffindesituation des ersten Opfers ist rätselhaft und wie bereits im ersten Fall verläuft die Untersuchung ...
Hauptkommissar Kant ermittelt mit seinem Team in einem rätselhaften Fall, der viele Fragen aufwirft. Die Auffindesituation des ersten Opfers ist rätselhaft und wie bereits im ersten Fall verläuft die Untersuchung eher ruhig. Ein neues Teammitglied unterstützt bei den Recherchen und muss sich auch erst einfinden, kann zunächst auch noch nicht richtig eingeordnet werden – beim Team und beim Leser. Auch aus dem Privatleben von Kant und seiner Tochter und von Rademacher und seiner Familie wird einiges verraten. Der Mix zwischen Fallermittlung und privatem Umfeld im Roman ist stimmig. Die Charakterisierung der Protagonisten passt, zu den wichtigen Figuren gelingt es, eine Beziehung aufzubauen. Der Krimi ist in München angesiedelt, könnte aber durchaus auch in einer anderen Stadt spielen, München „spürt“ man nicht unbedingt beim Lesen (bis auf die Szene am Eisbach).
In der ersten Hälfte kommt noch nicht so viel Spannung auf, danach nimmt der Fall Fahrt auf und bietet im letzten Viertel noch einige überraschende Wendungen, die so nicht zu erwarten waren. Insgesamt liest sich der Krimi gut, kein spektakulärer Thriller, aber ein solider Krimi, den ich gerne empfehle. Und mein Interesse an einem weiteren Fall mit Kant ist geweckt.
Mit gewohnt reichlich Lokalkolorit wartet auch dieser Roman der Reihe um Fabio Fameo und sein Team auf. Der Fall startet kompliziert und stückchenweise tasten sich Polizei und die Leserschaft vor. Parallel ...
Mit gewohnt reichlich Lokalkolorit wartet auch dieser Roman der Reihe um Fabio Fameo und sein Team auf. Der Fall startet kompliziert und stückchenweise tasten sich Polizei und die Leserschaft vor. Parallel ist auch noch ein Unfall im Berg zu klären. Wie auch in den anderen Roman macht das private Umfeld der Ermittler einen Großteil der Geschichte aus.
Leider konnte mich dieser Krimi nicht so fesseln, wie ich erwartet habe. Mit dem Schreibstil kam ich gut zurecht, wenn es auch zeitweise etwas trocken zu lesen war. Viel zu viele Nebenhandlungen und -figuren ziehen alles unnötig in die Länge. Die zwei auftretenden „Astrids“ hatten mich zunächst etwas verwirrt, im Nachgang wird vom Autor erklärt, welche Personen und Namen für einige der Figuren Pate standen, da er auch realen Figuren im Roman eine Plattform bietet. Muss nicht unbedingt sein, finde ich.
Insgesamt hat mich die Auflösung es eigentlichen Falles mit der zerstückelten Leiche nicht sehr überrascht. Und die Aufklärung des Unfalls stellte mich nicht zufrieden und war genauso vorhersehbar. Etwas mehr Spannung und Beschleunigung hätten dem Krimi gutgetan.
Dies ist der erste Band einer Trilogie, die weiteren Bänden stehen bereits in den Startlöchern und kommen im Juli und November 2023 heraus.
Kurz zum Inhalt: Der CIA-Agent Jan Jordi Kazanski stürzt nach ...
Dies ist der erste Band einer Trilogie, die weiteren Bänden stehen bereits in den Startlöchern und kommen im Juli und November 2023 heraus.
Kurz zum Inhalt: Der CIA-Agent Jan Jordi Kazanski stürzt nach dem tragischen Verlust seiner Familie ab und wird zum Alkoholiker. Dennoch wird er nach Krakau geschickt, um eine in der dortigen Unterwelt bekannte Größe zu finden. Dabei gerät er zwischen die Fronten. Die Handlung spielt um die Jahrhundertwende 1999/2000.
Dem Impressum ist zu entnehmen, dass das Buchoriginal bereits 1997 herauskam und erst jetzt für den deutschen Markt übersetzt wurde. Stilistisch liest sich das Buch nicht mal schlecht, leider konnte mich die Handlung nicht überzeugen. Ein schleppender Start und spannungsarme Schilderungen lassen schon den Einstieg in das Buch zu einer Herausforderung werden. Leider kommt kein echter Lesegenuss auf, auch wenn sich das verschlungen wirkende Geschehen letztendlich auflöst. Die Charakterisierung des Hauptprotagonisten machte ihn für mich nicht sehr sympathisch, auch die weiteren Protagonisten konnten mich nicht recht für sich gewinnen, es fiel mir schwer, einen Zugang zu finden.
Ich lese gerne Agententhriller, aber diesen kann ich nicht wirklich empfehlen, es gibt meines Erachtens deutlich bessere. Schade, denn ich war neugierig auf den Autor Jens Henrik Jensen, es war mein erstes Buch von ihm.
Der Roman spielt in den 50er Jahren in Frankfurt am Main. Die Buchhändlerfamilie Wünsche ist aus Leipzig nach Frankfurt geflohen und will sich hier eine neue Existenz aufbauen. Sie findet Unterschlupf ...
Der Roman spielt in den 50er Jahren in Frankfurt am Main. Die Buchhändlerfamilie Wünsche ist aus Leipzig nach Frankfurt geflohen und will sich hier eine neue Existenz aufbauen. Sie findet Unterschlupf im Haus von Tante Elvira. Die älteste Tochter, Karin, verliebt sich in den farbigen GI Billy und wird von ihm mit Caroline schwanger. Da er aufgrund der Krankheit seines Vaters kurzfristig zurück in die Staaten musste, erfährt er nichts von seiner Vaterschaft.
Dieses Buch ist nicht nur ein Stück Familiengeschichte, sondern auch eine Liebes- und Zeitgeschichte. Für mich als Frankfurterin war es interessant der Stadt im Wiederaufbau zu folgen und zu lesen, wie die Frauen der Familie anfingen, sich im Berufsleben zu etablieren. Das war damals noch nicht ohne Zustimmung eines männlichen Verwandten möglich. Für mich heute unvorstellbar. Karin ist Jahrgang 1930 und damit die Generation meiner Mutter und ihrer Schwestern, die auch 1950 eine neue Heimat in Frankfurt fanden.
Billy und Karin, beide gleichaltrig, verbindet die Liebe zum Lesen, worüber sie miteinander ins Gespräch kommen. Die sich anbahnende Liebesgeschichte dreht sich auch um die erwachte Lebenslust nach dem Krieg und thematisiert die öffentliche Diskriminierung einer Mischbeziehung. Trotz Anfeindung aus der Nachbarschaft und Problemen mit dem Jugendamt hält die Familie zusammen. Ferner wird deutlich, dass das Leben eines Afroamerikaners zu der Zeit in seiner US-Heimat noch mehr Restriktionen unterlag als bei uns in Deutschland.
Vom Schreibstil her liest sich das Buch sehr gut, die Protagonisten mit ihren unterschiedlichen Charakteren, ihren Wünschen und Hoffnungen sind prima getroffen. Ich war gleich in der Handlung drin und habe das Buch in wenigen Tagen gelesen. Ein guter und authentischer Roman mit Lokalkolorit, dessen Geschichte ich auch aufgrund der eigenen Familiengeschichte gut nachempfinden konnte und den ich gerne weiterempfehle.