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Veröffentlicht am 27.10.2024

Harte Kost

Landstrassenkind
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In „Landstrassenkind“ wir die wahre Geschichte der jahrzehntelange Zerstörung einer Familie bzw. einer gesamten Volksgruppe durch den Staat erzählt.
Über Generationen werden die Jenischen in der Schweiz ...

In „Landstrassenkind“ wir die wahre Geschichte der jahrzehntelange Zerstörung einer Familie bzw. einer gesamten Volksgruppe durch den Staat erzählt.
Über Generationen werden die Jenischen in der Schweiz unzählige Menschenrecht beraubt: der Grund ist eine andere Lebenskultur, die aus Sicht des Staates als unstetig, triebhaft und asozial bezeichnet wird. Kinder werden den Eltern entrissen, Geschwister getrennt. Einweisungen mit haltlosen Gründen in Gefängnissen, Heimen und Psychiatrien werden angeordnet. Alles um die Jenischen „umzuerziehen“. Menschlichkeit ist fehl am Platz.

Wir erleben die Geschichte von Mariella Mehr, die ebenfalls ihrer Mutter entfremdet wurde, die ihren Sohn Christian im Gefängnis auf die Welt bringen musste und der ihr dann auch entrissen wurde. Die jahrelange Entfremdung der Familie lässt selbst Jahre später kein Happy End zu. Christian erlebt Gewalt, Misshandlung und Vorurteile in seiner Pflegefamilie. Sein Leben lang ist er gekennzeichnet von diesem Unrecht.

Als hochschwangere Frau mit einem Kleinkind hat es mir die Tränen in die Augen getrieben, wie man Familien so vernichten kann, nur weil sie einer anderen Volksgruppe angehören.

Wann wird man aufhören über andere Kulturen, Menschen etc. so abgrundtief feindselig zu reagieren?
Was den Jenischen in der Schweiz passiert ist, passiert leider auf der ganzen Welt anderen Minderheiten noch tagtäglich. Das muss aufhören.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

New Adult - leider immer noch nicht so mein Genre …

Dunbridge Academy - Anyone
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Ich muss sagen, Sinclair und Tori haben mir als Nebencharaktere in Band 1 besser gefallen. Ich empfand sie lockerer.

!!! Achtung, evtl. leichte Spoiler !!!

Viele Probleme wären nicht so dramatisch, wenn ...

Ich muss sagen, Sinclair und Tori haben mir als Nebencharaktere in Band 1 besser gefallen. Ich empfand sie lockerer.

!!! Achtung, evtl. leichte Spoiler !!!

Viele Probleme wären nicht so dramatisch, wenn beide miteinander geredet hätte Klar, man genötigt Spannung bis beide zusammenkommen, aber oft dachte ich mir: „Rede bitte mit deiner/deinem angeblich/en bester/n Freund/in!!!“

Vielleicht liegt es bei mir zulange zurück, aber sie machen sich ziemlich das Leben schwer. Das Theaterstück war ganz nett, auch wenn ich leider „Romeo und Julia“ mittlerweile ziemlich abgedroschen finde. Wie die Aufführung endet, war auch irgendwie schon von Anfang an klar.
Die Nebenschauplätze waren leider nur ein Hauch von Ablenkung. Irgendwie nicht homogen in der Story: die Kleiderreglung, das Alkoholproblem von Toris Mutter, die toxische Beziehung mit Val, die familiäre Gewalt bei dem Freund von Toris Bruder. Alles angeschnitten, ohne großen Input, schnell in ein paar Sätzen geregelt.

Der Cliffhanger verleitet mich dennoch auch Band 3 zu lesen. Olive ist immer nur ein sehr angeschnittener, untergeordneter Nebencharakter, der mich aber hoffen lässt.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Verrückte Idee mit sympathischen Helden

Mortal Engines - Krieg der Städte
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Nüchtern betrachtet ist „Mortal Engines“ eine richtig verrückte Idee:
Mobile Städte, die jagt auf andere Städte machen und dies in einem postapokalytisches Szenario.

Fazit: ich fand es grandios!
Aber ...

Nüchtern betrachtet ist „Mortal Engines“ eine richtig verrückte Idee:
Mobile Städte, die jagt auf andere Städte machen und dies in einem postapokalytisches Szenario.

Fazit: ich fand es grandios!
Aber ich fand auch den Film ganz gut, doch das Buch übertrifft diesen auf jeden Fall (alleine die äußerliche Darstellung von Hester Shaw ist im Buch drastischer als im Film).

Die Raubstadt London macht wieder jagt auf kleinere Städte um dessen Ressourcen zu recyceln. „Städtedarwinismus“ nennt sich dies. Bei der letzten Beute schmuggelt sich die junge Hester Shaw nach London um eine offene Rechnung zu begleichen. Allerdings wird sie von Tom Natsworthy daran gehindert. Und so nimmt das Abenteuer seinen Lauf.

Das Worldbuilding ist wild und interessant, die Figuren fingen an mir schnell ans Herz zu wachsen und ich bin bereit für mehr.

Empfehlen kann ich auch das Hörbuch: Robert Frank macht einen verdammt guten Job.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Willkommen auf Yggdrasil

Die Erben der Nornen
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Lukas und Kara sind beste Freunde, doch sie verbindet noch eine viel größeres Band, als sich Kara jemals vorstellen hätte können.
Ohne große Umwege wird sie in die nordische Mythologie verschleppt und ...

Lukas und Kara sind beste Freunde, doch sie verbindet noch eine viel größeres Band, als sich Kara jemals vorstellen hätte können.
Ohne große Umwege wird sie in die nordische Mythologie verschleppt und mit Walküren, Riesen und dem nahenden Ragnarök konfrontiert.

„Die Erben der Nornen“ ist Band 1 der „Walküren-Saga“ und hat mich sehr gut unterhalten. Sehr berührt hat mich das Schicksal der Walküre Valeria, aber auch das Geheimnis um Karas Vergangenheit sowie der Aufbau der neun Welten und Yggdrasil fand ich sehr interessant.

Ich bin gespannt, was die weiteren Bände der Trilogie für mich bereit halten.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Etwas schwache Geister …

Das Flüstern der Seelen
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Der 1. Abschnitt des Buches hat mich gefesselt. Das Setting des Friedhofes, der Beginn von Annabels Fähigkeiten mit den Geistern zu agieren und ihre Flucht aus dem trostlosen Leben bei ihrem Onkel.
Alles ...

Der 1. Abschnitt des Buches hat mich gefesselt. Das Setting des Friedhofes, der Beginn von Annabels Fähigkeiten mit den Geistern zu agieren und ihre Flucht aus dem trostlosen Leben bei ihrem Onkel.
Alles stimmig, mit vielleicht ein paar kleinen Logikfehlern, die aber zu verkraften waren.

Leider empfand ich den Mittelteil als etwas zäh. Alles was mit den Ermittlungen zu tun hatte (was sehr wenig war) hielt mich an der Stange, doch es kam für meinen geschmachtet zu recht ermüdende Längen.

! ! ! Achtung: Kleine Spoiler ! ! !
Die Beziehung zu ihrem vergötterten Geist Victor lies mich kalt - so kalt wie der Geist selbst immer in Erscheinung tritt.
Zu schnell, zu naiv und ohne nachzudenken verfällt sie Victor und ich frage mich: warum? Erst war er ein Gentleman und für mich noch ok, aber eigentlich dann doch wieder ein Aufreißer … alleine diese unsterbliche Liebe ihrerseits, weil sie ihn vor 11 Jahren kurz sah und er ihr half … für mich nicht ganz nachvollziehbar.

Der dritte und letzte Abschnitt verrät, warum der Liebschaft zwischen Medium und Geist soviel Platz eingeräumt wurde und erhöht Spannung und Tempo.
Doch für mich konnte es über die Längen im Mittelteil nicht wirklich hinweghelfen.

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