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Veröffentlicht am 29.07.2025

Eine Reihe, die ihren Hype definitiv wert ist.

Play Along
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~ 𝓥𝓮𝓰𝓪𝓼, 𝓕𝓪𝓴𝓮-𝓜𝓪𝓻𝓻𝓲𝓪𝓰𝓮 𝓾𝓷𝓭 𝓢𝓹𝓸𝓻𝓽𝓼-𝓡𝓸𝓶𝓪𝓷𝓬𝓮 ~

Die Ausgangssituation wird im Klappentext ausreichend geschildert, daher verzichte ich auf eine ausschweifende Zusammenfassung. Nur so viel:
Was würdest du ...


~ 𝓥𝓮𝓰𝓪𝓼, 𝓕𝓪𝓴𝓮-𝓜𝓪𝓻𝓻𝓲𝓪𝓰𝓮 𝓾𝓷𝓭 𝓢𝓹𝓸𝓻𝓽𝓼-𝓡𝓸𝓶𝓪𝓷𝓬𝓮 ~

Die Ausgangssituation wird im Klappentext ausreichend geschildert, daher verzichte ich auf eine ausschweifende Zusammenfassung. Nur so viel:
Was würdest du tun, wenn du zwar ohne Erinnerungen, dafür mit einem Ehering am Finger, neben einem attraktiven Menschen aufwachst?
Zum Glück ist Isaiah kein Fremder … Um den Fauxpas nicht in die Öffentlichkeit zu tragen und ihren Ruf als professionelle Sportmedizinerin zu wahren, geht Kennedy auf Isaiahs Vorschlag, dem das alles gar nichts auszumachen scheint, ein. Für Eine Saison mimt sie die Frau an seiner Seite. Doch das ist nicht das, was der Baseballer wirklich will...

„𝐏𝐥𝐚𝐲 𝐀𝐥𝐨𝐧𝐠“ ist Teil vier der »Windy City«-Reihe, jedoch mein erstes Buch von Liz Tomforde. Und ja, ich kann den Hype um die Clique, die wir hier kennenlernen, um die FreundInnen, Liebenden, die "Wahl-Familien" nun besser verstehen.
Stilistisch liest sich die Romance wirklich wunderbar – detailreich, modern und authentisch. Zudem war es leicht, sich in die bildhafte Handlung einzufinden- und zu fühlen.
Die Dialoge sind oft spritzig-witzig und direkt, doch auch ernste Themen und echte Empfindungen, Konflikte und Probleme werden angesprochen und einfühlsam dargelegt.
Während Kennedy ebenso bedacht spricht wie agiert, um Kontrolle bemüht ist und sich nach Sicherheit sehnt, nach Stabilität, leise mit Ängsten und ihrer Vergangenheit kämpft, ist Isaiah aufmerksam, geduldig und bemüht, der Medizinerin den stummen Halt zu geben, um den sie niemals fragen würde. Er ist einfach da. Und komplett, bis über beide Ohren verliebt. Ich genoss die Schlagabtausche, die Annäherung und das sich Öffnen der Figuren, während Isaiahs Obsession hier und da Skurrilität brachte.
Tomforde schuf eine Geschichte mit Tiefe, eine Beziehung mit Kanten, abwechslungsreich und nicht frei von Missverständnissen und Trubel. Einige Ereignisse und Reaktionen lösten Wut aus, Mitgefühl, Seufzer; sorgten dafür, vor allem Kennedy schütteln – Richtung Glück schubsen –, sie fest in den Arm nehmen zu wollen. Humor, große Gefühle, rührende Geständnisse und heiße Momente – ich muss dringend auch die anderen Couples, von denen es hier einen super sympathischen Eindruck gab, kennenlernen.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Mitreißend, originell und reich an Wendungen.

Girls' Trip - Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise.
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„Girls' Trip – Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise“ wird als »ungewöhnlicher Locked-Room-Krimi« bezeichnet und Jan Gangsei bediente sich tatsächlich einem ungewöhnlichen, originellen ...

„Girls' Trip – Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise“ wird als »ungewöhnlicher Locked-Room-Krimi« bezeichnet und Jan Gangsei bediente sich tatsächlich einem ungewöhnlichen, originellen Aufbau – dieser allein trägt schon zu anhaltender Spannung bei und animiert zum Miträtseln- und denken.

Es sollte der perfekte Mädels-Trip werden, die Belohnung, nach einem erfolgreichen Schulabschluss, eine kurze Auszeit bevor das wahre Leben losgeht – luxuriös, voller Partys, Genuss und Alkohol.
Für Giselle, Vivian und Emi sind solche elitären Ausflüge, dekadente Feiern und ausgewählte, kulinarische Speisen nichts Außergewöhnliches. Doch für die Neue in der Clique schon. Dass gerade Maggie die Anführerin des Trupps kurz vor der Ankunft im Zielhafen über Bord geschubst haben soll, ist für die 17-Jährige unbegreiflich. Sie hat keine Erinnerungen an die vergangene Nacht, doch auf den Überwachungsvideos der „Escape“ ist eindeutig sie die Täterin … Oder?

Gangsei rollt ihre Story von vorne nach hinten auf – heißt, der Thriller beginnt mit Maggie, die in ihre Kabine gesperrt und des Mordes verdächtigt wird. Zwei Stunden vor dem nächsten Hafen, an dem bereits die Polizei wartet.
Von Kapitel zu Kapitel kommen wir dem Anfang der Reise näher, rekonstruieren die Situationen an Deck, während der malerischen Haltestationen und unter den Mädchen, sind Teil von Exzessen und Konflikten. Denn ja, bereits am ersten Tag hängt der Haussegen schief. Diese Erzählweise bedarf Aufmerksamkeit, erhöht die Neugier und hält das Interesse aufrecht, immer auf der Suche nach Puzzleteilen, nach Verdachtsmomenten. Zusätzlich wird das Geschehen durch Verhörprotokolle, Nachrichten mit unbekannter Herkunft sowie Tagebucheinträge der Vermissten bereichert – stets die Frage vor Augen, in welche Richtung ermittelt werden muss, ob längst feststeht, wer die Schuldige ist …
Aber was ist mit dem Bordpersonal, das nicht begeistert von der herablassenden Art zu sein scheint, wie die selbsternannte Prinzessin mit ihnen umgeht? Oder mit Giselles neuer Stiefmutter? Ihrem Vater, dem sie ein Dorn im Auge ist? Den FeindInnen und Neidern an Land? Vivien und Emi – auch die beiden waren, wie sich im Verlauf mehrfach zeigt, nicht immer mit Haverfords Verhalten einverstanden. Und Giselle selbst? Nun …

Jede der Frauen hat Geheimnisse, jedoch sind es vor allem Maggie Mitchells, die hauptsächlich besprochen und nur langsam sichtbar werden. Argwohn schüren. Es war unterhaltsam, Vermutungen über ihr wahres Wesen, ihre Intentionen anzustellen, mehr über sie und ihr Leben herauszufinden. Und auch die Richkids kennenzulernen lockte eine Menge Zweifel hervor: Emi blieb durchweg unnahbar und distanziert; ihr Misstrauen war ansteckend. Vivi erschlich sich hingegen mit ihrer unkonventionellen Einstellung, ihrem überraschenden Scharfsinn und Herzlichkeit zahlreiche Sympathiepunkte. Giselle … zeigte eine Bandbreite von (widersprüchlichen) Facetten, verbarg offensichtlich einiges und war alles andere als aufrichtig wohlwollend oder gar selbstlos. Bis wir herausfinden, welche Intrigen sich klammheimlich auf der „Escape“ entsponnen haben, welche perfiden Pläne, braucht es das gesamte Buch. Der Weg gen ausgeklügeltem Ende ist reich an unerwarteten Einblicken und Offenbarungen, subtilen Anfeindungen und Dekadenz.
Tiefschürfende, kritische Themen und Gedanken finden sich hier übrigens auch – zum Beispiel über Armut/Reichtum und Loyalität.
Unabdingbar für das Funktionieren eines Locked-Room-Krimis sind Engegefühle, der Eindruck, gefangen zu sein; der mitschwingende Hauch von Bedrohung, greifbare Schwere, die (noch) nicht ersichtliche Gefahr und Figuren, denen alles zuzutrauen ist. Motivationen und Wahrheiten, die nur leise ans Licht treten … und all das findet sich in „Girls' Trip“.

Der einzige Kritikpunkt: zu einem wirklich zufriedenstellenden, runden Abschluss fehlt es an einem kurzen Danach – denn die Geschichte endet abrupt mit der Auflösung. Ohne einen Blick auf Viv und Emi. Auf die Haverfords, auf Maggie.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Kurzweilige Urban-Romantasy

When the Moon touches my Soul
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Skylar Davis ist die Leiterin der Security-Abteilung eines der erfolgreichsten Nachtclubs in Downtown, Los Angeles. In Ihren freien Nächten streift die Mittzwanzigerin über die Dächer der Stadt, genießt ...

Skylar Davis ist die Leiterin der Security-Abteilung eines der erfolgreichsten Nachtclubs in Downtown, Los Angeles. In Ihren freien Nächten streift die Mittzwanzigerin über die Dächer der Stadt, genießt die Freiheit hoch oben und den Wolf in ihr. Eines Abends stößt sie auf eine entstellte Leiche und alarmiert den Alpha – Alisha –, doch die Spuren verlaufen in nichts. Als eine weitere Tote auftaucht und ihresgleichen verschwinden, fällt der Verdacht auf die offensichtlichsten Feinde der Wölfe.
Doch das ist nicht Skylars größtes Problem. Denn noch jemand ist auf der Jagd nach Monstern und ihr verdammt nah...

Schuld und Trauer, das Wissen um die Schrecken, die L.A. verbirgt, hielten Ryan Green von der pulsierenden Großstadt, jenem Ort, an dem sein Verlust so greifbar ist, fern – bis jetzt. Denn nun, getrieben von Rache und vorbereitet, ist der ehemalige Soldat zurück.
Als neuestes Mitglied des Security Teams des Nightwings.
Bis oben hin bewaffnet.
Mit einem einzigen Ziel.

Erzählt wird die urbane Romantasy aus wechselnder Perspektive – so bringt uns die Autorin Ryans Tragik, seine unerschütterliche Intention und seine grenzenlose Wut näher. Im selben Maße werden wir Teil von Skylars Leben. Introvertiert und unabhängig geht sie in ihrem menschlichen Job auf und behält in sämtlichen Bereichen gerne die Kontrolle. Dass diese ihr nun langsam entgleitet, ist neu für die Wandlerin – genau wie die besorgniserregenden Vorfälle und die Konfrontationen mit den beiden größten Bedrohungen für sie und ihre Art …

War das erste Aufeinandertreffen der Protagonisten von Anspannung durchzogen, wird diese rasch von Anziehung ersetzt. Aber während Ryan mit einer Mission, die seinen Tod bedeuten könnte, nach L. A. kam und seine verlorenen Lieben ihn quälen, ist es vor allem Skylars Geheimnis, das es ihr unmöglich macht, sich auf einen „normal Sterblichen“ einzulassen – und gerade auch das Wissen um Ryans Hass.

Maria Winter schreibt in einem leichten Ton, eröffnet uns logisch die widernatürlichen Gegebenheiten ihrer hier geschaffenen urbanen Welt und der Wesen. Die Autorin gab ihrem Setting unbestreitbar Tiefe, indem sie nicht nur auf bildhafte Weise die Vorteile hervorhob, die Schönheit und Vielfalt, sondern auch die Missstände und den Egoismus, den Anonymität bringt. Abgesehen des ehemaligen Soldaten und seiner Vorgesetzten treffen wir weitere Figuren, die neugierig machen und – wie diverse Entwicklungen – Abwechslung bringen. So zum Beispiel Alisha und Mason, von denen ich gerne noch mehr lesen würde, oder auch Arcan.
Was mich leider nicht erreichen konnte, war die romantische Fast-Burn-Komponente und Skylar, die nur sehr selten wie eine wachsame Kämpferin wirkte.
Nichtsdestotrotz gab es actionreiche, unerwartete und unterhaltsame Szenen.
Wer für die Entführung der Wölfe und die Morde verantwortlich ist? Ob Ryan seine Pläne umsetzen und wie lange Skylar ihr Geheimnis bewahren kann?
Das solltet ihr selbst ergründen –
Fazit: „When the Moon touches my Soul“ ist eine softe Romantasy, die daran erinnert, dass die wahren Monster mitten unter uns leben!

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Starker, emotionaler Mittelteil – der Abschluss der „Nytefall-Trilogie“ kann kommen!

The Night is Defying
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„The Night is Defying“ ist Teil zwei der „Nytefall-Trilogie“ von Chloe C. Peñaranda und führt die Geschehnisse des Auftakts fort. Konnte mich „The Stars are Dying“ nicht zu Gänze von sich überzeugen – ...

„The Night is Defying“ ist Teil zwei der „Nytefall-Trilogie“ von Chloe C. Peñaranda und führt die Geschehnisse des Auftakts fort. Konnte mich „The Stars are Dying“ nicht zu Gänze von sich überzeugen – was hauptsächlich an den oberflächlichen Gegebenheiten, Wiederholungen und einer wirren Handlung lag –, zog mich diese Fortsetzung – auch emotional – komplett in ihren Bann.

Aus der erinnerungslosen und unsicheren Astraea wurde eine wahre Kriegerin, die sich nun ihrer Identität, ihrer Macht bewusst ist. Erst langsam, dann mit voller Wucht lernt das Kind zweier Gottheiten, ihre Kraft zu beherrschen, entdeckt die ausgelöschten Fragmente ihrer Selbst, findet zurück zu der Größe, die sie einst war, zu der Liebe, die sie einst spürte. Für Nyte. Und trotz der Gewissheit, wo ihr Platz ist, muss Astraea jene Wege gehen, die ihr bestimmt sind, muss ihr Volk sehen, all die, die vor Jahrhunderten FreundInnen, Familie waren – und stolpert. In Hinterhalte, in Verrat, in lang gesponnene, weitreichende Intrigen …
„Nightsdeath“ kann nichts weiter tun, als an der Seite des strahlendsten Sterns zu stehen, wenn das auch heißt, sie gehen zu lassen …

„𝓙𝓮𝓽𝔃𝓽. 𝓓𝓪𝓶𝓪𝓵𝓼. 𝓤𝓷𝓭 𝓯𝓾𝓮𝓻 𝓲𝓶𝓶𝓮𝓻.“

Peñaranda bestückte den zweiten Band ihrer düsteren Fantasy-Serie mit der bisher fehlenden Tiefe – so erfahren wir einiges über die Vergangenheit der konträren – verfeindeten – Protagonisten, über den Fluch ihrer Verbindung, die selbst der Tod nicht zu zerreißen vermag, über die Uneinigkeiten, Kriege und Vorurteile zwischen Celestials, Vampiren und Fae, den Egoismus der Unsterblichen und über die hier eindrucksvoll erschaffene Welt, die vor Korruption, Unterdrückung, Rassismus und (Macht)Gier strotzt.

Die mystischen Fähigkeiten, die Darstellung der verschiedenen Wesen und das Worldbuilding insgesamt sind originell, die Atmosphäre von Misstrauen, Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit durchzogen. Es war herzzerreißend, den klaffenden Zwiespalt von Nyte und Astrae auf so eindringliche Art zu erleben – ihre grenzenlose Liebe im Austausch für das Gleichgewicht von Solanis?! Das Ringen mit Prophezeiungen, Vorverurteilungen und den eigenen Selbstvorwürfen zu verfolgen, sehen zu müssen, wie die Guten fallen und wie bedingungslos, endgültig diese Beziehung ist. Leidenschaftliche Schwüre, aufrichtige Geständnisse, die Intensität der Emotionen, die Kraft der von Chloe C. gewählten Worte gingen nah. Trieben mir Tränen in die Augen – so wie mich die letzten 25% des Öfteren den Kopf abwenden, die Augen vor der Grausamkeit, vor der Endlichkeit schließen ließen.
Im Verlauf werden Fragen beantwortet, Geheimnisse gelüftet und Lücken gefüllt, neue geschaffen und gleichzeitig Pläne geschmiedet, Rache geübt, Schlachten geschlagen und vor Zorn gewütet – die Autorin verschont weder die LeserInnen vor ungeahnten Verlusten noch ihre Figuren, die geprüft und gequält werden. Brutal, gewaltvoll, blutig.

Doch inmitten der Düsternis blitzen auch romantische, innige Momente auf, harsche, stimmungsvoll inszenierte Intimitäten, Freundschaften und leise Gefühle von Glück.
Eine Rebellion, die nach Veränderung strebt.
Abgesehen des im Vordergrund stehenden Paares treffen wir auf weitere Charaktere, die ausreichend bis stark integriert und ausgearbeitet wurden: Zephyr, Drystan, Rose, Davina, Lilith, Zath, Auster (…) bereichern die Storyline, treiben ungute Vorahnungen in die Höhe, zeigen ungeahnte Seiten – sind Verräter und Feind oder wahrhaftig Freund?

Stilistisch ist „The Night is Defying“ malerisch und lebendig geschrieben. Sehnsucht und Verlangen kamen spür-, Setting und Verlauf vorstellbar zur Geltung. Kämpfe und Konfrontationen verströmten durchweg Tempo und Aufregung und sowohl die Entwicklung von „Starlight“ als auch jene von „Nightsdeath“ – unerwartet sanft und warm – ging authentisch und wendungsreich vonstatten. Es war so leicht, sich von dieser Geschichte, ihren Twists und der Tragik mitreißen zu lassen. Zu leiden. Zu hoffen. Zu hassen.

Verlust und Wut, Zweifel und Ängste, purer Schmerz, Rachsucht und reine, allen Widrigkeiten zum Trotz bestehende Liebe – aufrechterhalten durch Jahrhunderte und nachtschwarze Stürme, in bodenloser Dunkelheit und blendendem Sternenlicht – durchziehen die detailreich ausgearbeitete, ereignis- und erkenntnisreiche, bittersüße Handlung. Und ja, das Ende hat die Kraft, Herzen zu brechen.

Abgesehen der großartigen Aufmachung, findet sich im Anhang eine Hilfe zur Aussprache einzelner Namen und Bezeichnungen. Auch die Karte, die die Endpages ziert, ist der Orientierung und der Verbildlichung zuträglich. Was ich jedoch wirklich wichtig und wünschenswert gefunden hätte: ein kurzes „Was bisher geschah“, ein Personenverzeichnis, denn es kommen (und gehen) eine Vielzahl von Figuren, und ein Glossar, um Begriffe zuordnen zu können.

Starker, emotionaler Mittelteil – der Abschluss der „Nytefall-Trilogie“ kann kommen!

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Veröffentlicht am 20.07.2025

CliFi trifft auf Dystopie und eine Slow-Burn-Liebe ...

Fable for the End of the World
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In ihrem neuen Roman fackelt Ava Reid nicht lange – „Fable for the End of the World“ reißt uns in eine dystopische Welt, in der tödliche Spiele zur Unterhaltung beitragen und „Engel“ auf die Jagd gehen ...

In ihrem neuen Roman fackelt Ava Reid nicht lange – „Fable for the End of the World“ reißt uns in eine dystopische Welt, in der tödliche Spiele zur Unterhaltung beitragen und „Engel“ auf die Jagd gehen …

Erzählt wird aus wechselnder Perspektive, was die Unterschiede, die jeweiligen Situationen und Intentionen der Protagonistinnen darlegt und dafür sorgt, dass wir Reaktionen und Verhalten nachvollziehen können.

Inesa, die durch die Schulden ihrer Mutter in die Rolle eines „Lamms“ gedrängt wird, bleibt nichts anderes übrig, als bei den verhassten Wettkämpfen um ihr Leben zu rennen und somit zur Belustigung der „Obigen“ beizutragen. Nur ihrem Bruder Luka kann sie noch vertrauen.
Melinoë ist jener Engel, der es auf Inesa abgesehen haben sollte, doch statt ihrem „Instinkt“, ihrer Aufgabe nachzugehen, verliert sie sich in einem unerwarteten Zwiespalt – zwischen Gefühlen, die sie nicht empfinden dürfte, und ihrem Dasein als gnadenlose Jägerin.
Schon bald müssen beide Frauen um ihr Überleben kämpfen …


Ava Reid schafft es, von der ersten Seite an zu fesseln und mit ihren ungleichen, starken Figuren, den Umständen ihrer Begegnung und einem grausamen System zu faszinieren. Obgleich „Spiele auf Leben und Tod“ kein neues Element ist, wurde dieses originell und spannend ein- sowie umgesetzt. Es war durchweg interessant, die geschaffene, logisch aufgebaute Welt und die – von innen heraus strömende – Bedrohung, die Gegebenheiten und Hierarchien zu ergründen und sich rege überraschen zu lassen. Die Autorin verzichtet weder auf Action noch auf sanfte Töne, welche vornehmlich in der Liebesgeschichte, die zu keiner Zeit die eigentliche Handlung überlagert, zu finden sind. Das aufeinander zubewegen von Melinoë und Inesa erfolgt sachte, den gefährlichen Umständen entsprechend nicht ohne Misstrauen, und fügt sich wunderschön in die nervenaufreibende Storyline. Slow-Burn vom Feinsten und somit durchweg greif- und spürbar.

Dass das Thema Klimawandel/Umweltkatastrophen verwoben ist, die Liebe allen Widrigkeiten zum Trotz und der Wunsch nach Veränderung – mit der Bereitschaft, für diese Opfer zu bringen – machen „Fable for the End of the World“ zu einem aktuellen, realen Fantasy-Roman.

Stilistisch möchte ich erwähnen, dass Reid mit ihren klaren, zugleich eindringlichen Worten tief berührt, wir detailreich, aber ohne Ausschweifungen durch einen stimmig aufgebauten, lebendig konzipierten Verlauf geführt werden. Mitfiebern und -leiden inklusive.


Dramatisch, temporeich und romantisch: „Fable for the End of the World“ ist ein Muss.

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