Profilbild von Freakajules

Freakajules

Lesejury Star
offline

Freakajules ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Freakajules über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2017

Mr. Wednesday

Diamond Men - Versuchung pur! Mr. Wednesday
0

„Mr. Wednesday“ hat mir von den drei bisher gelesenen Büchern aus der „Diamond Men“-Reihe am besten gefallen. Ich mag es, wie Tess immer mehr in einen inneren Zwiespalt gerät. Einerseits will sie bei ihren ...

„Mr. Wednesday“ hat mir von den drei bisher gelesenen Büchern aus der „Diamond Men“-Reihe am besten gefallen. Ich mag es, wie Tess immer mehr in einen inneren Zwiespalt gerät. Einerseits will sie bei ihren Prüfungen glänzen, will was für die Firma tun, sich einsetzen und somit auch gute Denkanstöße für die Zukunft des Unternehmens geben. Sie lernt langsam die Mitarbeiter und ihre Probleme kennen, deren Umgang mit dem Unternehmen und wie sie als eventuelle CEO von Diamond Enterprises Änderungen in Gang setzen könnte. Man merkt, dass sie sich wirklich Gedanken macht und es ihr nicht mal mehr primär um das Gelingen der Prüfungen geht, sondern, dass sie wirklich hinter dem steht, was sie tut – selbst wenn es bedeutet, dass sie Diamond Enterprises mit ihren guten Ideen weiter nach vorne bringt. Andererseits hält sie weiterhin an ihrer Rache und an ihren Plänen fest, will sich unbedingt die wichtigen Unterlagen besorgen und das Unternehmen zerstören. Dabei stelle ich mir immer wieder die Frage, ob sie das am Ende wirklich tun wird und welche Überraschungen bezüglich ihres Vaters noch auf sie warten.

Auch wenn man definitiv noch die erotische Spannung zwischen Tess und „Mr. Monday“ merkt, bekommt dieser jetzt erhebliche Konkurrenz – durch den attraktiven und selbstbewussten „Mr. Wednesday“, den Tess ebenfalls ungemein anziehend findet. Dieses Dreieck hätte zwar meiner Meinung nach nicht unbedingt sein müssen, so plötzlich wie sich dieser Nebenplot entwickelt hat, aber andererseits hoffe ich jetzt auf den Anstoß in die richtige (meiner Meinung nach in „Mr. Mondays“) Richtung. Ich finde es zwar toll, dass der Fokus auf Tess Leben und ihrem Weiterkommen in der Firma liegt, aber ich würde mir ein bisschen mehr Interaktion zwischen Tess und „Mr. Monday“ wünschen. Ansatzweise setzen sie das ja morgens in der Limousine um; genug ist mir das bisher aber leider nicht. Nicht, wenn ich die Entwicklung der (eventuellen) Beziehung ernst nehmen soll.

Trotzdem bleibt die Geschichte meiner Meinung nach bisher spannend. Man fragt sich immer wieder, welche Prüfung als nächstes auf Tess wartet, ob sie sich vielleicht doch für die Firma und gegen die Rache entscheiden wird, ob „Mr. Monday“ sie sogar vielleicht am Ende überzeugen kann und was zwischen den beiden passieren wird, denn schließlich fliegen da einige Funken. Deshalb möchte ich natürlich, auch nach dem dritten Band, gerne wissen, wie die Geschichte sich weiterentwickelt.

Veröffentlicht am 11.11.2017

Mr. Tuesday

Diamond Men - Versuchung pur! Mr. Tuesday
0

„Mr. Tuesday“ knüpft – wie von mir in der Rezension zu „Mr. Monday“ vermutet – nahtlos an den ersten Band an und macht es dem Leser dadurch sehr einfach, direkt dem weiteren Verlauf der Geschichte zu folgen.

Während ...

„Mr. Tuesday“ knüpft – wie von mir in der Rezension zu „Mr. Monday“ vermutet – nahtlos an den ersten Band an und macht es dem Leser dadurch sehr einfach, direkt dem weiteren Verlauf der Geschichte zu folgen.

Während der erste Band eher die Charaktere eingeführt hat und ein bisschen Spannung erzeugen wollte, aber den Großteil der eigentlichen Geschichte im Unklaren gelassen hat, liegt der Fokus im zweiten Band auf Tess’ Prüfung. Diese wird von Mr. Tuesday geleitet, der ebenso wenig wie Mr. Monday geradezu mit Informationen um sich schmeißt, was den Plot zwar sehr mysteriös wirken lässt, mir aber auch das Gefühl gegeben hat, dass er nicht wirklich vorankommt. 50 Seiten sind eben nun mal einfach nicht viel, dazu noch die sehr schweigsamen Männer von Diamond Enterprises; das kann schon sehr frustrierend sein. Trotzdem finde ich die abwechselnden Charaktere irgendwie spannend, vor allem, da es offensichtlich irgendwelche Differenzen zwischen Mr. Monday und Mr. Tuesday gibt. Ich hoffe, die Autorin wird dies nochmal aufgreifen und genauer erläutern.

Tess kann natürlich bei ihrer Prüfung glänzen (auch wenn ich da so meine Zweifel habe, ob das im echten Leben funktioniert hätte), was mich sehr beeindruckt hat. Ich wäre in ihrer Situation definitiv nicht so ruhig und professionell geblieben. Momentan fällt es mir immer noch schwer, Tess einzuschätzen, auch wenn sie mir weiterhin sehr sympathisch und ehrgeizig erscheint. Auf der einen Seite wirkt sie geschäftsmäßig, qualifiziert und erfahren, so dass man das Gefühl bekommt, sie würde sich auf die Aufgaben als CEO freuen, aber andererseits vergisst sie auch nie ihre Rache. Die Charakterentwicklung weist da auf jeden Fall noch Potenzial auf.

Auch dieser Band enthält keine expliziten erotischen Szenen, allerdings gefällt mir die Spannung zwischen Tess und Mr. Monday weiterhin. Ich finde es toll, dass Tess nicht bei jeder Prüfung einen anderen Mann absolut toll findet oder mit jedem Mr. Wochentag direkt ins Bett geht, sondern, dass sie sich weiterhin auf den mysteriösen Mr. Umwerfend/Mr. Monday konzentriert und das auch ganz offensichtlich zeigt (bisher zumindest – wer weiß, wie es weitergeht?). Auch wenn man bisher nur sehr wenig über ihn erfahren hat und er sich ebenso schwer einschätzen lässt, knistert es zwischen den beiden Charakteren gewaltig. Ich bin gespannt, wie sich die Beziehung zwischen den beiden in Band 3 weiterentwickeln wird.

Veröffentlicht am 11.11.2017

Ein toller Fitzek!

Flugangst 7A
0

Erst acht Monate ist es her, dass „AchtNacht“ von Sebastian Fitzek im März erschienen ist, schon steht der nächste Thriller des Bestseller-Autors in den Startlöchern. Ich habe mich sehr auf dieses Buch ...

Erst acht Monate ist es her, dass „AchtNacht“ von Sebastian Fitzek im März erschienen ist, schon steht der nächste Thriller des Bestseller-Autors in den Startlöchern. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, vor allem, da ich selbst kein leidenschaftlicher Fluggast bin, aber auch, weil ich gespannt darauf war, wie Fitzek nach "Passagier23" ein zweites Beförderungsmittel für den Leser auseinandernimmt. Er hat mich nicht ganz so schockieren können (wer kann das noch nach der Germanwings-Katastrophe?), aber es hat mir auf jeden Fall beim Lesen ein ungutes Gefühl bereitet.

Vollkommen umgehauen hat mich sein neues Buch „Flugangst 7A“ leider auch dieses Mal wieder nicht – das mal direkt am Anfang. Nachdem ich „AchtNacht“ und davor „Das Paket“ zwar gut und unterhaltend, aber nicht besonders überragend fand, hatte ich auf Fitzeks Neuerscheinung gehofft und mir mal wieder ein Buch à „Die Therapie“ oder „Der Augensammler“ gewünscht. Jeder seiner Fans weiß, dass er absolut gruselige und einnehmende Bücher schreiben kann, dass er überragend sein kann, nur leider hat auch „Flugangst 7A“ das bombastische Ende missen lassen, was ich aus den oben genannten Büchern von ihm kenne. Mir fehlte einfach dieser vollkommen geflashte Moment, dieses "Das darf doch nicht wahr sein"-Gefühl, was mich beispielsweise bei "Der Augensammler" nachts wachgehalten hat.

Trotzdem ist die Handlung mehr als spannend und wird durch mehrere sehr starke Wendungen, verschiedene Perspektivenwechsel und verwirrende, kleine Informationshäppchen auch relativ weit oben gehalten. Die Geschichte ist wie immer eher undurchsichtig und verwirrend und sobald man denkt, man hat die Lösung gefunden, ändert sich alles wieder. Das ist Fitzeks Spezialität, die er auch in "Flugangst 7A" wieder zeigen konnte. Ich frage mich ja immer wieder, wie der Autor zu solchen, teilweise sehr abstrusen, aber gut verpackten, Ideen kommt und diese schafft, in einer fast alltäglichen (bzw. alltäglich wirkenden) Situation unterzubekommen. Es ist gleichermaßen beängstigend und schockierend.

Grundsätzlich ist die Geschichte in drei unterschiedliche Handlungsstränge unterteilt: die Geschehnisse in der Luft mit dem Psychologen Mats Krüger, die Ereignisse rund um seine entführte und in den Wehen liegende Tochter Nele und schließlich Felis Ermittlungen, die zwar eine Verflossene des Seelenklempners ist, sich aber trotzdem auf dem Boden mit Mats Zwiespalt auseinandersetzt und versucht, die Entführte zu finden. Die drei Perspektiven sind meiner Meinung nach sehr gut miteinander verknüpfen, geben ein gutes Verständnis für die umfassende Geschichte und erklären auch mühelos gerade solche Passagen, die unklar oder verwirrend wirken. Alle drei Charaktere kämpfen dabei gegen die unterschiedlichsten Bedrohungen und Ängste an, erleiden Verluste, Schmerz und Kummer und allen drei ist am Ende leider nicht wirklich ein Happy End vergönnt – zumindest hat es sich nicht so angefühlt.

Gerade das war es, was mich, zusätzlich zu den Wendungen und der Spannung, extrem bedrückt hat. Denn sowohl Mats, als auch Nele und Feli waren mir sehr sympathisch und machten es mir einfach, mich mit ihnen identifizieren zu wollen. Gerade Mats innerer (wenn auch leider nicht äußerer) Widerstand wird sehr deutlich und seine damit verbundene wachsende Verzweiflung teilweise unerträglich. Immer wieder ist mir aufgefallen, dass auch ich mich in einem Zwiespalt befunden und mich immer wieder gefragt habe, was ich an Mats Stelle tun würde. Würde ich meine Tochter retten wollen und ein Flugzeug zum Absturz bringen oder würde ich mich gegen die Erpressung wehren und meine Tochter sterben lassen? Meiner Meinung nach hat es Fitzek dabei sehr leicht geschafft, Mats Gedanken und sein Widerstreben auf den Leser zu übertragen. Wäre ich wirklich dazu in der Lage gewesen, meine Tochter zu opfern und ein ganzes Flugzeug zu retten? Eines gegen so viele Leben? Wäre das Flugzeug dann wirklich gerettet oder würde es anders zum Absturz gebracht werden? Oder würde ich auch alles für das Leben meines Kindes tun? Ich habe während des Lesens keine Antworten darauf finden können, was mich nachdenklich zurückgelassen hat.

Wie in all seinen anderen Büchern auch, merkt man auch seinem neuesten Werk an, wie viel und vor allem wie gut Fitzek für seinen Plot recherchiert hat und auf welche Aspekte er in der Geschichte Wert legt. Fast alle Bücher befassen sich mit wichtigen, gesellschaftlichen und (mehr oder weniger) aktuellen Faktoren, die jeden betreffen können und auf jeden von uns Einfluss nehmen können. Mischt man die aus einer sehr guten Recherche stammenden Infos mit einem Psychopathen, einem absichtlich verwirrenden Schreibstil und schon dürfen die Fitzek-Fans sein neues Buch in den Händen halten (ganz so einfach ist es natürlich nicht ;)).

Wie oben schon angedeutet, war ich mit dem Ende leider nicht ganz so zufrieden, auch wenn der Rest der Geschichte mich mitgerissen hat. Mir war das Ende zu solide, zu leicht und letztlich auch zu rund, was meiner Meinung nach einfach nicht gepasst hat. Gerade von Fitzek bin ich kein "Jetzt wird alles gut" gewohnt, sondern eher so ein "Ihr dachtet, das war die Auflösung? Von wegen". Dieses seichte Ende hat zwar recht gut zum Buch und zu dem Abschluss der Geschichte gepasst, aber nicht zu einem typischen Fitzek.

Für mich auch immer wieder ein Erlebnis – und deswegen auch dieses Mal eine Erwähnung wert – ist Sebastian Fitzeks leicht humorvolles, aber auch erklärendes Nachwort. Ich finde zwar nicht, dass man sich als Autor rechtfertigen muss (weder für die "kurze" Veröffentlichungszeitspanne, noch für die verrückten Ideen, die man hat), aber ich bin doch jedes Mal wieder überrascht, wie mühelos er die Bedenken seiner Fans und Leser aufgreift und Unklarheiten beseitigen möchte. Ich finde es schön, dass ihn die Meinungen interessieren, er ein offenes Ohr hat und sich Gesagtes und Gelesenes auch zu Herzen nimmt. Das macht ihn immer wieder für mich zu einem auf dem Boden gebliebenen Autor.

Fazit
"Flugangst 7A" ist ein sehr spannender, mitreißender Thriller, der nicht nur mit einer tollen Hintergrundrecherche, sondern auch einer umfassenden und beängstigenden Geschichte glänzt. Fitzek hat mal wieder ein interessantes Buch geschaffen, was ich zwar voll und ganz empfehlen kann, aber immer noch ein bisschen Luft nach oben hat – gerade, was das Ende betrifft.

Veröffentlicht am 07.11.2017

Könnte eine tolle Reihe werden ...

Diamond Men - Versuchung pur! Mr. Monday
0

„Mr. Monday“ ist der erste Teil der „Diamond Men“-Reihe und umfasst „nur“ 52 Seiten. Die einzelnen Bände sind nach den jeweiligen Wochentagen benannt und beinhalten vordergründig die Prüfungen, die Tess ...

„Mr. Monday“ ist der erste Teil der „Diamond Men“-Reihe und umfasst „nur“ 52 Seiten. Die einzelnen Bände sind nach den jeweiligen Wochentagen benannt und beinhalten vordergründig die Prüfungen, die Tess bestehen muss, um beruflich aufzusteigen und ihr langersehntes Ziel zu erreichen. Natürlich ist es immer schwer, ein so kurzes Werk zu bewerten, doch trotzdem gibt es von meiner Seite aus einiges dazu zu sagen:

Im Vorhinein sollte man sich als Käufer bewusst sein, dass es sich bei „Mr. Monday“ nur um einen Teil einer großen Geschichte handelt. Insgesamt ist die Gesamtausgabe, die erst im Dezember 2017 erscheint, in sieben Teile à circa 50 Seiten geteilt und präsentiert daher immer nur wieder kleine Bruchstücke des gesamten Plots. Das bedeutet, dass dieser Band bisher nicht besonders in die Tiefe geht, sehr viele Fragen offenbleiben, alles noch ein bisschen unklar und verwirrend wirkt und die Handlung am Ende mehr oder weniger abrupt endet. Allerdings knüpfen die einzelnen Bände meines Wissens nach nahtlos aneinander an, was es dem Leser einfach macht, die einzelnen Teile direkt nacheinander zu lesen und einen Gesamteindruck des Plots zu erhalten.

Im Großen und Ganzen ist „Mr. Monday“ daher nur eine leichte Einführung. Man lernt Tess kennen, wie sie sich in die Firma ihres verstorbenen Dads „einschleichen“ und Rache üben will. Auf den ersten Blick hat mich der Klappentext sehr stark an die Inhaltsangabe der TV-Serie „Revenge“ erinnert. Da ich die Serie aber (noch) nicht gesehen habe, kann ich eventuelle Parallelen weder bestätigen noch abstreiten. Doch trotzdem war das der Faktor, der mich sehr neugierig auf das Buch und die Reihe gemacht hat und mich letztlich auch dazu gebracht hat, in den ersten Band mal reinzuschnuppern.

Mir persönlich hat der erste Band sehr gut gefallen. Die ganze Geschichte und Tess’ erste Erlebnisse wirken doch sehr mysteriös und geheimnisvoll und auch wenn man nur einen ganz leichten Einblick in die weitere Handlung bekommt, hat mich die Autorin doch sehr neugierig gemacht. Für eingefleischte Fans der Erotik-Genres wird dieser Band wohl eher etwas enttäuschend sein, denn erotischen Szenen gibt es bisher keine. Trotzdem finde ich, dass Shana Gray eine tolle knisternde Stimmung erzeugt, die sich durch die gesamten 52 Seiten trägt. Mr. Umwerfend – so von Tess erstmal getauft – scheint auf jeden Fall ein interessanter Mann zu sein und noch für einige Verwirrungen und Unsicherheiten in Tess’ Leben sorgen. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Auch Tess lässt sich momentan noch schwer einschätzen, allerdings wirkt sie bisher sehr sympathisch. Sie hat einen festen Plan, will dafür einiges riskieren und ist damit eine tolle, zielstrebige und auch spannende Hauptprotagonistin. Ich war ein kleines bisschen überrascht, wie tief die Wunde geht, die ihr durch das Drama ihres Vaters zugefügt wurde. Daher hoffe ich noch mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren und auch ein Figuren aus ihrem Leben kennenzulernen, beispielsweise ihre Mutter. Tess ist auf jeden Fall ein faszinierender Charakter, dessen Potenzial ich für die nächsten Bände sehe. Ich hoffe, dass die Autorin dies nutzen und ausbauen wird.

Der Schreibstil der Autorin ist – wie erwartet – gut und an das Genre angepasst: locker, fluffig und leicht, ohne anspruchsvoll zu sein. Zusätzlich sorgt er dafür, dass man durch die Seiten fliegt, mehr über Tess und ihre Vergangenheit und vor allem über die geheimnisvollen Prüfungen erfahren zu wollen. Es bleibt spannend ...

Veröffentlicht am 07.11.2017

Unglaublich schön!

Der letzte erste Kuss
0

"Der letzte erste Kuss" ist der zweite Band der "Firsts"-Reihe. Auch der erste Band "Der letzte erste Blick" hatte mir schon wahnsinnig gut gefallen und erschien mir wie die perfekte Mischung aus einer ...

"Der letzte erste Kuss" ist der zweite Band der "Firsts"-Reihe. Auch der erste Band "Der letzte erste Blick" hatte mir schon wahnsinnig gut gefallen und erschien mir wie die perfekte Mischung aus einer Liebesgeschichte, aus Freundschaft und aus den Facetten des Colleges. Ich liebe Collegegeschichten. Da ich Elle und Luke schon aus dem ersten Band kenne, dort noch als Freunde, war ich auf ihre eigene Geschichte sehr neugierig.

"Der letzte erste Kuss" steht auf jeden Fall dem ersten Band in nichts nach. Denn auch in diesem Buch hat mir die Handlung sehr gut gefallen. Sie ist typisch für ein New-Adult-Buch und handelt von Luke und Elle, die bisher immer nur sehr gute Freunde waren, bei denen aber im Laufe der Ereignisse die Gefühle und die Zuneigung zueinander in eine andere Richtung umschlägt. Dieser Plot hat im Gegensatz zum Plot des ersten Bandes einen ganz anderen Anfang, nämlich, dass sich die Protagonisten bereits kennen, was dem Buch einen ganz anderen Touch und eine ganz andere Stimmung gegeben hat. Bianca Iosivoni erzählt die Geschichte der beiden dabei so alltäglich und glaubwürdig und mit einem ganz besonderen, einmaligen Knistern, so dass ich mich sofort in die beiden als Paar verliebt habe. Schon im ersten Band habe ich mich hin und wieder mal gefragt, ob nicht mehr zwischen den beiden geht, aber dieses Mal hatte ich wirklich das Gefühl, dass die beiden auf jeden Fall zueinander gehören.

Natürlich erlebt man als Leser das Auf und Ab der Gefühle der beiden, wie es typisch für einen New-Adult-Roman ist. Da aber beide sehr interessante und faszinierende Hintergrundgeschichten haben, die ihnen beiden den Weg zueinander erschweren, empfand ich dieses Hin und Her nicht als nervig oder überdramatisiert, sondern sehr verständlich. Gerade Elle hat sich in einer ähnlichen Situation schon mal befunden und kann sich deswegen nur schwer überwinden, ihre Gefühle zuzulassen. Und auch Luke ist die Freundschaft sehr wichtig. Beide haben Angst und sind unsicher, aber am Ende sind sie eben doch füreinander geschaffen.

Sowohl Elle, als auch Luke, haben mir in diesem Buch sehr gut gefallen. Während sie im ersten Band eher im Hintergrund standen, ist es schön zu erleben, wie die beiden in ihren Charaktereigenschaften durch die Autorin so richtig aufblühen. Zumindest hat es Bianca Iosivoni problemlos geschafft, dass ich mich in Luke und seine Art verliebt habe. Er ist einfach ein richtiger Freund, hat die Intuition, wann er gebraucht wird und verlässt sich eher auf sein eigenes Gefühl statt darauf, was andere sagen. Er ist dadurch eine gute Stütze für seine Freunde und für Elle. Zusätzlich ist er für allen Spaß zu haben, kann aber auch sehr ernst und melancholisch sein.

Ähnlich glaubhaft und authentisch ist für mich auch Elle in "Der letzte erste Kuss" dargestellt. Auch sie ist eine tolle Freundin, nimmt meist kein Blatt vor den Mund und ist jederzeit für alle da. Durch ihre Vergangenheit und ihr Elternhaus wirkt sie manchmal eher unsicher und trotzdem ist sie sehr stark, setzt sich bei allen Problemen durch und lässt sich nie nie niemals unterkriegen. Auch wenn mich Lukes Geschichte sehr mitgenommen hat, war es Elles Elternhaus, was mich fassungslos gemacht hat und weswegen ich Elle nur noch mehr bewundert habe.

Ebenso gefallen hat mir, dass auch die anderen Nebencharaktere, Emery, Dylan, Tate und Trevor, wieder mit dabei sind und die Clique weiterhin vereint ist. Ich persönlich bin ein großer Fan davon, wenn Charaktere aus älteren Büchern eine Rolle spielen und habe mich daher sehr gefreut, dass nicht nur Dylan und Emery wieder mit von der Partie sind, sondern, dass einige Faktoren ihrer Liebesgeschichte aus "Der letzte erste Blick" auch hier aufgegriffen werden. Das bedeutet nicht unbedingt, dass man den ersten Teil gelesen haben muss, bevor man mit "Der letzte erste Kuss" beginnt, es macht das Wiedersehen mit den beiden Charakteren einfach nur um einiges schöner und verständlicher.

Genauso wie im Vorgängerband liebe ich auch hier den Schreibstil der Autorin. Wie mühelos sie ihren Charakteren Leben einhaucht, die knisternde Spannung rüberbringt und die Emotionen der einzelnen Figuren darstellt, ist wirklich eine Kunst, die ich gerade bei New-Adult-Romanen nur von Mona Kasten kenne. Mittlerweile mag ich beide Autorinnen sehr gerne, weswegen ich auch kein Buch von Bianca Iosivoni verpassen darf: als nächstes freue ich mich daher auf die Geschichte von Tate und Trevor (Band 3).

Fazit
"Der letzte erste Kuss" ist genauso gut wie sein Vorgänger und bringt die Gefühle der Figuren und deren Geschichten mit einer Leichtigkeit zum Leser. Von mir persönlich gibt es einen halben Stern Abzug, weil mein Lieblingspaar weiterhin Dylan & Emery ist, trotzdem steht der zweite Band dem ersten in nichts nach und bekommt daher eine dicke Leseempfehlung von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Handlung