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Veröffentlicht am 27.09.2023

Hafer, das einheimische Superfood

Das große Haferkorn-Kochbuch
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Der Autor Winfried Keuthage stellt in seinem aktuellen Ratgeber- und Kochbuch "Das große Haferkorn-Kochbuch" das altbekannte Hafergetreide in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Wer das Wort Superfood hört, ...

Der Autor Winfried Keuthage stellt in seinem aktuellen Ratgeber- und Kochbuch "Das große Haferkorn-Kochbuch" das altbekannte Hafergetreide in den Mittelpunkt der Betrachtung.

Wer das Wort Superfood hört, der denkt wahrscheinlich eher an exotische Nahrungsmittel wie Chiasamen oder Moringa. Der heimische Hafer kommt einem dabei eher weniger in den Sinn.

Genau diesen Umstand beseitigt Keuthage ziemlich schnell im Buch, indem er das Haferkorn ins rechte Licht rückt, die Inhaltsstoffe desselbigen erläutert und auch auf die gesundheitsfördernde Wirkung eingeht. Nach diesen Basics zum Hafer, bei denen Keuthage auch andere Getreidesorten kurz mit anreißt sieht man den Hafer aus einem ganz anderen Blickwinkel und behandelt ihn zukünftig sicherlich nicht mehr so stiefmütterlich.

Was wäre ein solches Buch, wenn es keine passenden Haferkorn-Rezepte dazu gäbe? An den eher theoretischen und er- bzw. aufklärenden Teil schließen sich dann die leckeren Rezeptideen an, in denen der Hafer der Superstar ist.

Wie vielseitig Hafer dann in der heimischen Küche eingesetzt werden kann zeigen die einzelnen Rezepte selbst. Da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein, egal ob herzhafte Mahlzeiten oder süße Speisen bevorzugt werden.

Wir selbst hatten bis dato ganz gerne Dinkelkörner in unsere Mahlzeiten integriert. Mit diesem Koch- und Ratgeberbuch zieht dann endlich mehr Vielfalt in unsere Küche ein und wir heißen das Haferkorn herzlich willkommen in unseren Kochtöpfen.

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Veröffentlicht am 27.09.2023

Ein ganz besonderer Roadtrip zurück ins Leben

Ende Juli, Anfang August
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Kristina Magdalena Henns akutelles Jugendbuch "Ende Juli, Anfang August" kommt rein vom Covertitel eher mystisch daher.

Der zugehörige Klappentext offenbart dann bereits ein kleines Stückchen der zu erwartenden ...

Kristina Magdalena Henns akutelles Jugendbuch "Ende Juli, Anfang August" kommt rein vom Covertitel eher mystisch daher.

Der zugehörige Klappentext offenbart dann bereits ein kleines Stückchen der zu erwartenden Geschichte und gerade deshalb hat mich dieser Roman dann persönlich interessiert.

Die Geschichte als solches rund um Juli, ihre Eltern, die verschwundene Zwillingsschwester und den geheimnisvollen Unbekannten verfing bei mir sehr schnell. Henn vermag es aber auch grandios die Geschichte zu erzählen und die Lesenden darin eintauchen zu lassen.

Juli ist dabei Dreh- und Angelpunkt der Story und ihr ganz persönliches Schicksal mit ihrer verschwundenen Zwillingsschwester ging mir ganz besonders zu Herzen.

Generell sind die verschiedenen Charakteren richtig gut getroffen, auch wenn ich beispielsweise die beiden Elternteile von Juli anfänglich eher strange wahrgenommen habe. Ich fühlte mich die ganze Zeit fast Seite an Seite bei Juli hautnah mit dabei und konnte so vor allem ihre ganzen Emotionen sehr gut nachempfinden.

Das Werk selbst ist nicht ein klassisches Feeling Good-Book sondern beleuchtet gerade die Untiefen unseres alltäglichen Lebens bzw. von Schicksalsschlägen, die auf jeden von uns warten können.

Dennoch vermag es Henn nicht nur die leisen Töne im Buch anzuschlagen. Mit viel Witz, Humor und Charme treibt sie die Erzählung voran und der Roadtrip von Juli und dem geheimnisvollen Unbekannten ohne Namen nimmt seinen Lauf. Einer Achterbahnfahrt gleich, erlebt Juli auf dieser Fahrt von Sylt nach Portugal ein richtiges Abenteuer und trifft auf viele verschiedene lose Bekanntschaften, die es mitunter in sich haben.

Summa summarum ein atemberaubendes Jugendbuch, das ein vordergründig sehr schweres Thema genau richtig in Szene setzt. Wir waren mit Juli und August gerne auf diesem Roadtrip mit dabei und würden auch ganz gerne ein zweites Mal auf große Tour gehen.

Das Buch ist eines unserer Jahreshighlights im Meer der tausend Bücherneuerscheinungen.

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Veröffentlicht am 26.09.2023

Licht und Schatten in der Karibik

Oh wie schön ist Trinidad
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Peter Bergs aktueller Roman "Oh wie schön ist Trinidad" lädt Fernwehgeplagte in Richtung Karibik ein.

Vom Konstrukt her klang der Klappentext für mich persönlich sehr interessant.

Die konkrete Umsetzung ...

Peter Bergs aktueller Roman "Oh wie schön ist Trinidad" lädt Fernwehgeplagte in Richtung Karibik ein.

Vom Konstrukt her klang der Klappentext für mich persönlich sehr interessant.

Die konkrete Umsetzung vermochte mich leider nicht wirklich in den Bann zu ziehen.

Zu den Personen in der Story habe ich leider überhaupt keine engere Beziehung aufgebaut. Die Erzählweise ist mir persönlich auch viel zu distanziert, als dann man eine engere Bindung aufbauen könnte. Überwiegend war mir leider das Schicksal der verschiedenen Handelnden so ziemlich egal.

Der Roman hätte denke ich auf alle Fälle mehr Potenzial, als bisher genutzt wurde. Dafür wäre aus meiner Sicht aber auch ein ausgeklügelter Spannungsbogen von Nöten, damit man vom Anfang bis zum Ende hin mitfiebern kann.

Zum Teil wirkte der Plot für mich viel zu sprunghaft und mitunter hätte ich mir persönlich dann mehr Details in bestimmten Szenen gewünscht.

So, in dieser Form, kamen bei mir leider keine karibischen Vibes auf, die mich nachhaltig prägten.

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Veröffentlicht am 26.09.2023

Die geheimnisvolle graue(nhafte) Stadt

Die graue Stadt
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Torben Kuhlmanns Kinderbuch "Die graue Stadt" besticht überraschend schnell durch die geniale Bildsprache, für die er selbst auch verantwortlich zeichnet.

Hier kommt quasi wirklich alles aus einer Hand ...

Torben Kuhlmanns Kinderbuch "Die graue Stadt" besticht überraschend schnell durch die geniale Bildsprache, für die er selbst auch verantwortlich zeichnet.

Hier kommt quasi wirklich alles aus einer Hand und genau dies merkt man dann beim Lesen und Blättern im sehr kurzweiligen Buch.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Robin, die neu in die graue Stadt zugezogen ist. In dieser ganz besonderen Stadt ist wirklich alles trist und grau. Nur wenige Farbkleckse sind in diesem ansonsten fast uniformen Moloch auffindbar.

Robin sticht dabei dann bereits bei ihrer Ankunft durch ihre farbenfrohe Kleidung und ihre heitere Natur heraus und begibt sich sehr schnell auf die Recherche nach dem Geheimnis hinter der allseits übermächtigen grauen Fassade.

Die Geschichte ist für uns alles andere als trist und grau. Kuhlmann trifft bei uns genau den richtigen Nerv damit und wir blättern und schwelgen immer noch in diesem Kleinod.

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Veröffentlicht am 26.09.2023

Herzlich willkommen in Crookhaven - Von angehenden Meisterdieben und deren ganz besonderen Fähigkeiten

Schule der Meisterdiebe
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Dem portugiesischen Autor J.J. Arcanjo gelingt mit seinem Kinderbuchdebüt "Schule der Meisterdiebe" ein Einstand nach Maß, wie ich persönlich finde.

Arcanjos unheimliche Stärke dabei ist es, die ganzen ...

Dem portugiesischen Autor J.J. Arcanjo gelingt mit seinem Kinderbuchdebüt "Schule der Meisterdiebe" ein Einstand nach Maß, wie ich persönlich finde.

Arcanjos unheimliche Stärke dabei ist es, die ganzen Szenerien und Protagonisten dann richtig zum Leben zu erwecken und nicht nur über sie zu erzählen.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht dabei der dreizehnjährige Gabriel, der bei seiner Grandma zuhause ist und dort mehr oder minder seinem "Hobby", dem Diebstahl, nachgeht.

Gabriel muss man, trotz seines Faibles, andere Leute zu "erleichtern", einfach gern haben. Der Charakter dieses Jungen ist sehr ausgeklügelt und vielschichtig aufgebaut und für mich war es einfach schön an seiner Seite zu stehen und seine Entwicklung mit zu verfolgen.

Der sehr talentierte Kleinkriminelle erhält eines Tages ein unmoralisches Angebot, welches allem Anschein danach klingt, zu schön um wahr zu sein. Eine Einladung in das geheime Internat für die zukünftigen Meisterdiebe in Crookhaven. Gerade dieses spezielle Setting in der Schule für angehende Meisterdiebe lädt ganz besonders dazu ein, sich darin fallen zu lassen.

Neben dem Hauptcharakter Gabriel wurde ich auch sehr schnell mit dessen Gefährten bzw. Bekanntschaften warm.

Der Schluss des Buches deutet meiner Meinung nach darauf hin, dass dies hoffentlich erst der Beginn einer erfolgreichen Buchreihe sein wird. Im englischsprachigen Raum existiert auch bereits Band 2 der Crookhaven-Bücher, so dass meine Vermutung hoffentlich auch auf den deutschen Markt bald zutreffen wird.

Jetzt rückblickend betrachtet sehe ich diesen Band dann eher als Prequel zu den hoffentlich bald folgenden Bänden. Man wird mit den ganzen Charakteren warm und ist auch mit der Umgebung in Crookhaven vertraut.

Summa summarum ein diebisches Vergnügen für Kinder ab zehn Jahren, rund um einen dreizehnjährigen Jungen, der seinen Platz im Leben sucht und dabei auf Geheimnisse stößt, die es aufzudecken gilt.

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