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Veröffentlicht am 10.04.2023

Ein Crossoverbuch, das zwischen biografischen Elementen und naturnahen Themen wandelt

Unter Bäumen
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Wer bereits mehr hinter die Fassade des Schauspielers Benno Fürmann blicken wollte, bekommt in seinem aktuellen Buch "Unter Bäumen" Gelegenheit hinter die Kulissen zu blicken und Fürmann quasi "unplugged" ...

Wer bereits mehr hinter die Fassade des Schauspielers Benno Fürmann blicken wollte, bekommt in seinem aktuellen Buch "Unter Bäumen" Gelegenheit hinter die Kulissen zu blicken und Fürmann quasi "unplugged" zu erleben.

Das Cover wie auch der Titel suggerierten mir dann eher ein Buch, das mehr auf Tuchfühlung mit der Natur geht. Der Inhalt zwischen biografischen Elementen und aktuell beliebten naturnahen Themen und der Sicht von Fürmann darauf halten sich in etwa die Waage.

Sowohl in Bild und Text bekommt der Leser einen Abriss und auch einige Einblicke abseits des allseits bekannten Schauspielers Fürmann.

Wie tickt Benno Fürmann privat wie beruflich?

Welche Werte sind Fürmann wichtig?

Welche Vita steckt hinter der Schauspielerkarriere?

Selbst charakterisiert Fürmann sich im Buch wie folgt:

"Ich bin kein Experte für Lebenskunst, kein Experte für Klimawandel und Naturschutz, kein Experte für Politik, ich bin kein Experte für Glück und Zufriedenheit. Ich bin überhaupt kein Experte für irgendwas."

Das klingt ziemlich nach einem geerdeten Otto-Normalo könnte man als Leser meinen, wenn man dann allerdings die unterschiedlichen Abrisse im Buch liest, machen auf mich am ehesten die Reiseberichte einen richtig authentischen Eindruck.

Man begleitet Benno Fürmann durch seine ganz persönliche Lebensreise. Fürmann teilt dabei seine ganz persönlichen Gedanken und Eindrücke mit uns Lesern. Er kommt dabei mitunter auch ins Philosophieren und schildert seine ganz persönlichen Eindrücke auf seinen Lebensentwurf und seine Sehnsüchte.

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Veröffentlicht am 10.04.2023

Kann man die Krankheit Krebs jemals verstehen lernen?

Der König aller Krankheiten
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Siddhartha Mukherjee, seineszeichens praktizierender Onkologe am Columbia University Medical Center, geht in seinem Werk "Der König aller Krankheiten: Krebs – eine Biografie" der "Volkskrankheit" der Krankheit ...

Siddhartha Mukherjee, seineszeichens praktizierender Onkologe am Columbia University Medical Center, geht in seinem Werk "Der König aller Krankheiten: Krebs – eine Biografie" der "Volkskrankheit" der Krankheit Krebs auf den Grund und gibt dabei sehr profunde Einblicke in den Status Quo sowie auch beispielsweise immer wieder historische Rückschauen in bestimmte onkologische Therapieformen.

Wenn einen selbst die Diagnose Krebs ereilt, trifft die Diagnose selbst wohl wie ein Hammer.

Das Buch ist dahingehend etwas anders gestrickt.

Mukherjee versucht durch seine berufliche Praxis als Onkologe den multiplen Krebserkrankungen ein Gesicht zu geben und gibt dabei sehr gut nachvollziehbare Einblicke. Er geht dabei ein gute Symbiose ein, zwischen fundierten fachlichen Informationen und exemplarischen Beispielen aus der Praxis.

Zunächst war ich persönlich fast etwas erschlagen vom reinen Umfang des Buches.

Mukherjee schafft es, dass man durchweg am Ball bleibt und sich den Erkenntnissen rund um die diversen Krebserkrankungen dann immer weiter annähert.

Krebs bleibt auch nach diesem Buch ein sehr schreckliche und mitunter unberechenbare Krankheit, aber durch das Buch bekommt man eine Idee, wie weit fortgeschritten die Krebsforschung bereits ist, auch wenn natürlich noch nicht alle verschiedenen Erkrankungen gleichermaßen gut heilbar sind. Die Fortschritte in der Forschung und der entsprechenden Therapie sind nämlich Thema dieses Werkes.

Summa summarum ein sehr interessantes Werk, das dem Krebs zwar nicht gänzlich den Schrecken nehmen kann, aber enorm viel Aufklärungsarbeit leistet.

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Veröffentlicht am 04.04.2023

Wer bin ich? Was macht mich als Person aus? Welche ureigenen Wünsche und Träume trage ich in mir? Welchen Sinn hält mein eigenes Leben für mich bereit?

Der Junge, der auf einem Esel ritt
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Diese und einige weitere Fragen stellte ich dann auch während dem Lesen auch mir selbst. Ein Buch das zur Selbstreflexion ermutigt und den Einzelnen dabei unterstützt, sein eigenes Ich dann besser zu erkunden ...

Diese und einige weitere Fragen stellte ich dann auch während dem Lesen auch mir selbst. Ein Buch das zur Selbstreflexion ermutigt und den Einzelnen dabei unterstützt, sein eigenes Ich dann besser zu erkunden und auch zu verstehen.

Bisher gab ich in diesem Lesegenre bis dato eigentlich immer John Streleckys Bücher den Vorzug. Die letzten Bücher von J. Strelecky konnten mich allerdings leider nicht mehr vollständig überzeugen. Hier ist es irgendwie ganz anders. Das Buch hat mich ab einem gewissen Moment dann voll in den Bann gezogen und ist unheimlich toll und vor allem sehr tiefgründig geschrieben.

Parallelen sehe ich hier und da schon zu den Werken von Strelecky (z.B. Safari des Lebens, The Big Five For Live, Das Café am Rande der Welt) aber mir gefällt die Tonalität der Aussagen hier dann fast sogar noch besser.

Die Abwechslung zwischen Toms (dem Hauptprotagonisten) realen Eindrücken und seinen Träumen gefallen mir echt gut. Die Story gibt einem viel selbst mit auf den Weg (bei mir ohne Esel) und macht ziemlich nachdenklich über den eigenen Status Quo. Das Buch hat ja nominell 224 Seiten. Wer dann zwischen den Zeilen liest kommt wohl auf noch einige mehr davon. Ein wie ich finde sehr tiefgründiges Buch. Ich mag solche Literatur dann ab und an zur Selbstreflexion.

Die Sparringspartner von Tom im Buch sind auch durchweg klasse gewählt. Hier hat es mir insbesondere der Traumdeuter unheimlich angetan. Der dürfte bei mir auch gerne mal einfach unverhofft aufkreuzen.

Interessant finde ich bewusst den Ansatz "Das Leben ist keine Reise" (wie im Untertitel des Buches bereits anklingt). Häufig wird das Leben eines jeden von uns ja als Reise beschrieben - von der Wiege bis zur Bahre. Das Buch öffnet dann dem Leser gut die Augen, wie dieser Ansatz dann gemeint und auch zu verstehen ist.

Für mich kann es der Autor Nestor T. Kolee in diesem Genre dann auf alle Fälle mit John Strelecky aufnehmen und übertrifft diesen nach meiner Meinung dann sogar. Sein literarischer Stil ist hier einen Blick wert und gefiel mir persönlich auf Anhieb sehr gut.

Ich hoffe dieses Buch ist keine Eintagsfliege des Autors und wir hören bzw. besser gesagt lesen zukünftig noch sehr viel mehr von diesem literarischen Genie.

Der Geheimtipp für alle Strelecky-Fans!

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Veröffentlicht am 04.04.2023

Ein Buch zu schreiben ist nicht schwer, Autorin zu sein dagegen sehr

Die nächste Depperte
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Hätte Susanne Kristek vielleicht besser früher und gründlicher über die unbefleckte Empfängnis nachgedacht, die bei einem zu gebährenden literarischen Baby dann zu sehr starken Disruptionen führen kann. ...

Hätte Susanne Kristek vielleicht besser früher und gründlicher über die unbefleckte Empfängnis nachgedacht, die bei einem zu gebährenden literarischen Baby dann zu sehr starken Disruptionen führen kann.

Sechs lange Monate Presswehen und gefühlte 30 Jahre Schwangerschaft sind schon nicht ganz ohne und können eine Autorin dann wirklich nachhaltig verändern, wie Kristek gleich anfangs ihres aktuellen Babys "Die nächste Depperte - Von einer, die auszog, um Autorin zu werden" sehr eindrücklich schildert.

Wie mag das Leben einer noch unbekannten Autorin verlaufen, die auf Biegen und Brechen einen Bestseller platzieren möchte.

Mit viel Charme, Verve und Witz drängt uns Kristek in genau eine solche (ur)komische Szenerie.

Für die Karriere als zukünftige Bestsellerautorin nimmt die Protagonistin dann einiges in Kauf und setzt alles aufs Spiel. Wäre ja wohl gelacht, wenn das eigene Baby dann nicht in die Bestsellerliste kommen würde. Kristek ist sich dabei für wirklich rein gar nichts zu schade und sprudelt nur so vor Ideen, ihr eigenes Buch zu vermarkten.

Der ganze Plot gleicht einer rasanten Achterbahnfahrt, bei der man die Lachmuskeln immer wieder an- und dann überwiegend sehr herzlich und lange entspannt und laut los lacht, schmunzelt und phasenweise auch den Kopf zu schütteln beginnt.

Vielleicht treibt es Kristek bisweilen zu bunt, überspitzt die ganze Situation zu sehr oder holt auch manchmal einfach ohne Ansage die Brechstange heraus, aber eine Helikoptermutter ist dann wohl so gepolt und will nur das Beste für das eigene Kind.

Insgesamt ein sehr kurzweiliges Werk, das man mit einem Augenzwinkern lesen sollte und dem Dauerschmunzeln dann eigentlich nicht mehr entkommen kann, denn ganz so deppert, wie Kristek vielleicht meint zu sein, ist sie auf alle Fälle nicht.

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Veröffentlicht am 04.04.2023

Wenn sich die Berliner Luft in einen Sturm verwandelt und urplötzlich alles anders ist wie gewohnt

Die Windvögel - Sturm über Berlin
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Wir outen uns gleich als Newbies in der Windvögel-Reihe von Stefanie Kloft.

Der aktuell zweite Band "Die Windvögel - Sturm über Berlin" kann ohne Bezug zum Premierenband gelesen werden.

Wir taten uns ...

Wir outen uns gleich als Newbies in der Windvögel-Reihe von Stefanie Kloft.

Der aktuell zweite Band "Die Windvögel - Sturm über Berlin" kann ohne Bezug zum Premierenband gelesen werden.

Wir taten uns ehrlich gesagt die ganze Zeit über schwer, uns mit den unterschiedlichen Charakteren sowie der Handlung zu identifizieren. Eine richtige intensive Bindung kam bei uns leider nie auf und uns war auch das Schicksal der verschiedenen Protagonisten auch leider so ziemlich egal.

Anfänglich sahen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht so richtig und hofften, dass wir aus diesem Dickicht vielleicht nich herausfinden würden. Ein mysteriöser Mann im Jogginganzug ist quasi der rote Faden im Buch, aber nach unserer Meinung plätschert die Story leider nur so dahin.

Für uns persönlich fehlten mehr spannende Elemente im ganzen beschriebenen Geschehen.

Bei uns hinterlässt dieses Jugendbuch deswegen leider keinen bleibenden Eindruck.

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