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Veröffentlicht am 02.09.2020

Ein historischer Roman über eine ungewöhnliche Ehe

Schmiedeeisensommer
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Der Gutshof der Familie von Velendorff kann nur durch einen Investor gerettet werden. In Westfalen stehen die von Velendorffs 1860 vor dem finanziellen Ruin. Aus Düsseldorf kommt Rettung in Gestalt des ...

Der Gutshof der Familie von Velendorff kann nur durch einen Investor gerettet werden. In Westfalen stehen die von Velendorffs 1860 vor dem finanziellen Ruin. Aus Düsseldorf kommt Rettung in Gestalt des vermögenden Jakob Kemper. Pauline von Velendorff kann durch eine Heirat mit ihm die Familie vor dem Abgrund retten. Nun ist Jakob Kemper jedoch nicht nur reich, er ist auch der uneheliche Sohn eines Dienstmädchens. Pauline stimmt einer Verbindung letztendlich zu und nach der Eheschließung kommt es in ihrem neu bezogenen Herrenhaus zu vorsichtigen Annäherungen. Doch Jakob steht Paulines Glauben skeptisch gegenüber und so drohen die anfänglichen Gefühle zu versanden. Eine ehemalige Geliebte Jakobs lassen weitere Zweifel in Pauline auftauchen.

Der Roman "Schmiedeeisensommer" von Ursula Schröder erzählt von zwei starken Protagonisten und Charakteren, die aus unterschiedlichen Verhältnissen stammen. Ein interessanter und unterhaltsamer Roman, der gut nachvollziehbar eine ungewöhnliche Partnerschaft aufzeigt. Ein flüssiger Schreibstil und die detaillierte Darstellung lassen noch genug Freiraum für die eigene Fantasie. Eine gute Unterhaltung ist diese Lektüre vor einem historischen Hintergrund allemal.

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Veröffentlicht am 02.09.2020

Gefälliger Roman, einfach zum Wohlfühlen

Aus allen Wolken fällt man auch mal weich
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Das perfekte Leben von Julia spielt sich nur auf Instagram statt. In ihrem Online-Shop verkauft sie selbst designte Armbänder und mit denen setzt sie sich top gestylt in Szene. Tatsächlich aber lebt sie ...

Das perfekte Leben von Julia spielt sich nur auf Instagram statt. In ihrem Online-Shop verkauft sie selbst designte Armbänder und mit denen setzt sie sich top gestylt in Szene. Tatsächlich aber lebt sie als alleinerziehende Mutter der kleinen Fee in einer kleinen Wohnung ohne jeden Luxus. Dann begegnet Julia dem Bildhauer Alex, den sie heimlich beobachtet.

"Aus allen Wolken fällt man auch mal weich" das ist genau das Motto, was man hier Julia nur wünschen kann. Dieser Roman ist natürlich ein locker, leichter Liebesroman. Aber er bietet noch viel mehr. Sympatische Protagonisten in die man sich auch wunderbar hineinversetzten kann. Und da ist noch der flüssige Schreibstil, mit dem Valerie Korte mit vielen kleinen, fantasievollen Geschichtchen einen sehr unterhaltsamen Roman geschrieben hat. Modern, witzig und äußerst unterhaltsam ist diese Lektüre, die man durchaus in einem Rutsch verschlingen kann.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Eine Bestatterin auf Mörderjagd

Dänische Schuld (Ein Gitte-Madsen-Krimi 2)
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In der dänischen Ferienidylle Marielyst tun sich dunkle Abgründe auf. Gitte Madsen hat sich gut in ihrer neuen Heimat und Beruf als Bestatterin eingelebt. Aber die Ruhe ist trügerisch, denn bei einem Restaurant-Besuch ...

In der dänischen Ferienidylle Marielyst tun sich dunkle Abgründe auf. Gitte Madsen hat sich gut in ihrer neuen Heimat und Beruf als Bestatterin eingelebt. Aber die Ruhe ist trügerisch, denn bei einem Restaurant-Besuch fällt ein anderer Gast tot vom Stuhl. Ehe Gitte sich versieht ermittelt sie in einem neuen Fall. Denn die Pilzvergiftung des Toten entpuppt sich schnell als ein Giftmord.

In "Dänische Schuld" lässt die Autorin Frida Gronover wieder einmal ihre Bestatterin Gitte Madsen über einen Mord stolpern. Nicht nur Gitte auch andere altbekannte Protagonisten tauchen hier wieder auf. Und es gibt viele neue Personen, die auch ausreichend dargestellt sind. Auf sympatische Art und Weise wird Gittes Leben nicht nur von der Mörderjagd beeinflusst. Auch ihr privates und berufliches Leben ist unterhaltsam zu lesen. Interessant, etwas skurril, spannend und immer flüssig geschrieben ist dieser Cosy-Krimi. Eine empfehlenswerte, kurzweilige Mörderjagd, die mir sehr gefallen hat.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Die spannende Geschichte des Gipskindes

Gipskind
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Andrea wächst in der engen bürgerlichen Welt der sechziger Jahre auf. Gabriele Kögls Roman zeichnet jedoch nicht nur ein Leben im familiären Korsett nach, sondern vor allem die Entwicklung eines starken ...

Andrea wächst in der engen bürgerlichen Welt der sechziger Jahre auf. Gabriele Kögls Roman zeichnet jedoch nicht nur ein Leben im familiären Korsett nach, sondern vor allem die Entwicklung eines starken Charakters und die gelingende Emanzipation der unterschätzten Bauerntochter zu einer selbstbestimmten jungen Frau.

In "Gipskind" wird das schwierige Leben eines Problemkindes bis zur jungen Erwachsenen aufgezeichnet. Und Gabriele Kögl gelingt dies auf eine interessante und auch spannende Art und Weise. Gleichzeitig emotional und unterhaltsam wird Andrea hier bei ihrer Entwicklung begleitet. Man konnte sich wunderbar in diese recht kleinbürgerliche Welt hineinversetzen. Ein flüssig zu lesender Schreibstil hat ebenfalls zum Gelingen dieses Romans beigetragen. Diese Lektüre werde ich sicher nochmals lesen, denn sie hat mir sehr gefallen.

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Veröffentlicht am 30.08.2020

Aus dem Leben einer Frau

Die Richterin
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Gabriele ist Richterin und somit in einer Machtposition. Sie trifft täglich Entscheidungen, die für Menschen von lebensbedeutender Wichtigkeit sind. Denn Gabriele kann Asyl gewähren. Und das bedeutet für ...

Gabriele ist Richterin und somit in einer Machtposition. Sie trifft täglich Entscheidungen, die für Menschen von lebensbedeutender Wichtigkeit sind. Denn Gabriele kann Asyl gewähren. Und das bedeutet für die Asylsuchenden: können sie in dem Land, in dem sie Schutz suchen, bleiben?

Das soll hier ein feinsinniger Roman mit unterschwelligem Sog und psychologischem Tiefgang sein. In Lydia Mischkulnigs Roman "Die Richterin" habe ich dies leider vollkommen vermisst. Vielmehr geht es hier um die Geschichte einer Frau, die nun mal vom Beruf Richterin ist. Und hier verliert sich dann auch alles. Es geht hauptsächlich um irgendwelche privaten Dinge, die Ausführungen über ihr Richterdasein gibt es nur am Rande. Und in kurzen, regelmäßigen Abständen kam dann auch schon der nächste Gedankengang. Für mich fehlt in dieser Lektüre einfach der rote Faden. Und das sowie der Schreibstil hat mich auch beim Lesen sehr gelangweilt. Um als anspruchsvolle Literatur zu gelten, dazu gehört für mich mehr. Auch wenn ein wenig zum Nachdenken anregte, hier kann ich keine Empfehlung weiter geben.

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