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Veröffentlicht am 16.04.2025

Liebe im Schatten des Krieges

Maikäferjahre
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Unscheinbares Cover = langweiliger Inhalt? Fehlanzeige! Bereits der vielversprechende Klappentext und die catchy Leseprobe belehrten mich eines Besseren.

Hier erwartet euch ein voller Feingefühl und mit ...

Unscheinbares Cover = langweiliger Inhalt? Fehlanzeige! Bereits der vielversprechende Klappentext und die catchy Leseprobe belehrten mich eines Besseren.

Hier erwartet euch ein voller Feingefühl und mit viel Tiefgang erzählter historischer (Liebes- & Familien-)Roman, der uns nicht nur vor Augen führt, dass wahrhaftige Liebe allen Widerständen zu trotzen vermag, sondern uns auf schmerzliche Weise auch daran erinnert, welch Privileg es ist, dass wir im Hier und Jetzt leben dürfen, statt in jener düsteren Epoche.

Wie gerne würde ich an dieser Stelle hinzufügen können, dass die Menschheit zum Glück ihre Lektion gelernt hat, dass nun Frieden herrscht. … aber leider wüten gerade in dieser Sekunde noch immer Kriege auf der Welt und geliebte Menschen verlieren einander - nur eben andernorts. Umso wichtiger sind Werke wie "Maikäferjahre", die sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und uns aufzeigen, was wir alle niemals erleben wollen. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es übrigens eine kleine Auflistung der wichtigsten (realen) historischen Ereignisse sowie einen Bezug auf die Lebenssituation der fiktiven Charaktere.

Anni und Adam. Tristan und Rosalie. Zwei Liebesgeschichten im Schatten des Krieges. Ich mochte alle Hauptfiguren, sie waren sympathisch ausgearbeitet - wobei ich mit Tristan und insbesondere mit Rosalie am meisten mitfühlen konnte. Die junge Frau geht ein hohes Risiko ein, indem sie sich mit dem Feind, einem "Kraut", einlässt. - Nicht nur ihre Eltern sind not amused. Tristan selbst realisiert hingegen, dass das Land, in dem er nun ein Kriegsgefangener ist, die Bomben der Deutschen, die er selbst regelmäßig aus seinem Flieger abgeworfen hatte, nicht verdient hat. Wird er sich selbst verzeihen können, dass er seinem (mittlerweile verstorbenen) Bruder in den irrsinnigen Krieg gefolgt ist? Und wird er seine geliebte Zwillingsschwester, die aus dem brennenden Dresden fliehen musste, jemals wiedersehen?

In Bezug auf Anni und den jüdischen Geiger Adam, den einstigen Protégés ihres Vaters, gibt es gegen Ende der in drei große Kapitel unterteilten Story einen Twist, der in Romanen dieses Genres zwar nicht untypisch ist, mir allerdings weniger zugesagt hat - ich hatte schlichtweg auf eine andere Entwicklung gehofft. …. doch wie im realen Leben gilt: Es kommt oft anders, als gedacht … und es gibt keine Garantien.

Das relativ offen gehaltene Ende suggeriert eine eventuelle Fortsetzung, die ich auf jeden Fall lesen würde.

Schönes Extra: die im Anhang erhaltene Playlist klassischer Musikstücke.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein gleichermaßen spannendes wie bewegendes Werk über Schuld und Vergebung, Hoffnung und Neubeginn.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Niedliches Erstleser-Buch

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius geht in die Schule
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Bei uns sind im Laufe der Jahre nun schon einige Specki-Bücher eingezogen und der niedliche kleine Weihnachtsdrache mit dem klangvollen Namen "Spekulatius" (und dem noch viel prägnanteren, liebenswerten ...

Bei uns sind im Laufe der Jahre nun schon einige Specki-Bücher eingezogen und der niedliche kleine Weihnachtsdrache mit dem klangvollen Namen "Spekulatius" (und dem noch viel prägnanteren, liebenswerten Sprechfehler) ist uns ans Herz gewachsen - klar, dass wir ihn und seine Freundin Matilda bei ihrem ersten Schultag begleiten wollten!

Wie immer waren wir sehr angetan von Milla Kerwiens farbenfrohen Illustrationen, mit denen sie Specki zum Leben erweckt. Weiterhin toll: Die Einleitung, in der auch Reihen-Neulinge erfahren, wer Specki ist und was das Besondere an seiner Aussprache ist - die sogenannten "Speckistaben" Ä, Ö und Ü, sodass es keine Verwirrung geben kann.

Als Mama habe ich ein wenig die Hände überm Kopf zusammengeschlagen - angesichts der Tatsache, dass Matilda im Grunde ihren gesamten ersten Schultag nicht wirklich genießen konnte, da sie mit ihren Gedanken einzig beim ausgebüxten Specki bzw. mit der Suche nach ihm beschäftigt war, aber Kinder fassen das natürlich eher amüsant auf, und so soll es ja auch sein bei einem unterhaltsamen Kinderbuch.

Die große Schriftgröße erleichtert das Lesen und harmoniert wunderbar mit den auf jeder Seite eingestreuten Zeichnungen. Das handliche Format dieses Erstleser-Büchleins eignet sich perfekt für die Schultüte.

Fazit: Das ideale Geschenk zum Schulbeginn.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Berührend, informativ, inspirierend, menschlich - absolutes Highlight!

Leben und Sterben
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"[...] Medizinethik beschäftigt sich mit dem guten und richtigen Handeln in der Medizin. Das kann sowohl die Entwicklung neuer Technologien betreffen als auch die konkrete Versorgung am Krankenbett. [...] ...

"[...] Medizinethik beschäftigt sich mit dem guten und richtigen Handeln in der Medizin. Das kann sowohl die Entwicklung neuer Technologien betreffen als auch die konkrete Versorgung am Krankenbett. [...] Ethik ist die Theorie, das systematische Nachdenken über Moral. Und Moral ist in unserer Gesellschaft sehr vielfältig."

Gänsehaut pur! Dieses Sachbuch ist mir dermaßen unter die Haut gegangen, wie ich es nie bei einem Werk dieses Genres für möglich gehalten hätte - und dies nicht nur aufgrund der an sich polarisierenden Thematik, die ohnehin mit tiefen Emotionen, moralischen Fragen und ethischen Prinzipien "vom ersten Augenblick bis zum Tod" bzw. deren Vereinbarkeit mit den jeweiligen Wünschen und individuellen Bedürfnissen der Patienten und Patientinnen einhergeht.

Der Autorin, Prof. Dr. Alena Buyx (= ehemalige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats), ist mit diesem Wunderwerk ein absoluter Geniestreich gelungen. Restlose Begeisterung angesichts dieser schriftstellerischen Leistung, ein gänzlich neu gewonnener Respekt vor der Verantwortung der Ärztinnen und Ärzte, Ehrfurcht, Demut vor dem Leben ... mein Herz geht gerade über vor Emotionen und eine Sache ist gewiss: Dieses Buch sowie die darin angesprochenen Fälle aus dem realen Leben werden noch lange in mir nachhallen und haben meinen Blick auf viele Elemente des Gesundheitssystems enorm geschärft.

Allen, die an dieser Stelle befürchten, es handele sich womöglich um ein trocken geschriebenes, von kompliziertem Fachjargon durchzogenenes "Buch über Medizinthemen eben" sei gesagt: Definitiv nicht! Der Schreibstil ist gleichermaßen einfühlsam wie faktisch klar, rundum nachvollziehbar für Laien, schonungslos ehrlich, aufklärend und schlichtweg so authentisch, dass man das Gefühl hat, man säße mit einer lieben Freundin beim Kaffee und würde in einem intensiven Gespräch wichtige Lebensfragen und Gedankenansätze erörtern, diskutieren, analysieren, hinterfragen. Es handelt sich nicht um softe Nebenbei-Lektüre, bei der man gemütlich im Strandkorb wegdösen und später einfach nahtlos weiterlesen kann - zumindest ich könnte das nicht. Vielmehr hing ich gebannt und betroffen, inspiriert und nachdenklich an den Seiten, war ergriffen von den geschilderten Fallbeispielen und inkludierten Gedankenexpriementen und machte mir immer wieder Notizen während des Lesens - bereits ahnend, dass ich mich später schwertun würde damit, meine Auswahl an Lieblingspassagen auf nur wenige Zitate für diese Rezension einzugrenzen.

Das Themengebiet der Medizinethik ist unglaublich breit gefächert, von Stichworten wie künstlicher Befruchtung oder Genschere über den verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz bis hin zur Palliativmedizin. Mal werden die angeführten Fälle aufgelöst, mal nicht - da das entsprechende Ergebnis noch nicht vorliegt. So oder so, der Schreibstil der Autorin ist ganz großes Kino - immer wieder bezieht sie die Leserschaft mittels kluger Fragen in den Themenkomplex mit ein.

Fazit: Keine Angst vor diesem großen Thema, sondern ein klares JA zu den denkbar bedeutungsvollsten Fragen des Lebens. Unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Monika beweist Mut

Die kleine Schnecke Monika Häuschen: Einfach mutig!
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Wir haben schon etliche Monika-Häuschen-Bände gelesen und freuen uns jedes Mal aufs Neue, wenn es endlich Lese-Nachschub von der niedlichen kleinen Schnirkelschnecke gibt!

Dieses Mal handelt es sich ...

Wir haben schon etliche Monika-Häuschen-Bände gelesen und freuen uns jedes Mal aufs Neue, wenn es endlich Lese-Nachschub von der niedlichen kleinen Schnirkelschnecke gibt!

Dieses Mal handelt es sich ausnahmsweise nicht um einen Sammelband mehrerer Lern-und Sachgeschichten, sondern um eine einzelne Geschichte.

Neben Monika begegnen wir auch ihren besten Freunden, dem oberschlauen Graugänserich Herrn Günter (der sich beim Kirschball eine Sportverletzung zuzieht) und dem legendären Regenwurm Schorsch (der längst nicht mehr so viel schimpft wie zu Beginn der Reihe, was wir richtig super finden).

Zudem entdecken wir unsere liebste Monika-Wortkreation: "Regenwurmschwanzspitzenzipfelchen" und lernen das Glühwürmchen Funzel, die feenhafte Schnake Renate und die Kröte Kriemhild kennen. (Die Namen allein finde ich ja schon köstlich!)

Das Thema Mut steht im Vordergrund der warmherzigen Geschichte, die sich aufgrund der Schluss-Szene eventuell auch als Einschlafgeschichte eignen könnte - je nachdem, wie sehr die kleinen Bücherwürmer zum Mitfiebern tendieren (Altersempfehlung des Verlags: 4 Jahre).

In meinen Augen sind Barbara Fisingers liebevoll gestaltete, farbenfrohe Illustrationen das eigentliche Highlight des Bilderbuches, sie hauchen dem Werk Leben ein und harmonieren wunderbar mit dem kindgerecht formulierten Inhalt der begleitenden Texte.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Die kleine Schnecke ist immer für ihre Freunde da - selbst wenn sie dafür ihre eigene Angst überwinden muss. Wir sind begeistert! Klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Wie immer sehr niedlich

Übermorgen vertragen wir uns
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Es gibt (Vor-)Lese-Nachschub aus der goldigen Buchreihe "Biber und Bär", hurra!


Dieses Mal herrscht dicke Luft zwischen den beiden Freunden. Sowohl Bär als auch Biber haben Angst davor, sich nach einem ...

Es gibt (Vor-)Lese-Nachschub aus der goldigen Buchreihe "Biber und Bär", hurra!


Dieses Mal herrscht dicke Luft zwischen den beiden Freunden. Sowohl Bär als auch Biber haben Angst davor, sich nach einem Streit bei dem anderen zu entschuldigen, deshalb finden sie für sich selbst immer wieder neue Ausreden, um das unbequeme Gespräch einen weiteren Tag hinauszuzögern bzw. vor sich herzuschieben. Dabei merken sie allerdings, dass sie einander wirklich sehr vermissen.


Was mir ein bisschen fehlte: Die Erklärung, warum sie einander überhaupt wehgetan hatten. Der Bär wollte den Biber beim Tauchen beeindrucken, wird von diesem ausgelacht - mit einem verletzenden Vergleich -, darauf erwidert der Bär ebenfalls eine Beleidigung … und das wird dann alles so hingenommen, nicht mehr angesprochen. Man sagt 'Entschuldigung' und das war's.


Gerade in Freundschaften finde ich es wichtig, respektvoll miteinander umzugehen - und klar zu kommunizieren: 'Diese Bemerkung/dieses Verhalten hat mich verletzt, weil … (= Grund)' … denn nur so kann man sichergehen, dass das Gegenüber einen tatsächlich versteht und dass sich solch ein Verhalten im Idealfall nicht wiederholen wird. Dieses Besprechen der Aussage hätte in meinen Augen in einem Buch, das als "achtsame Freundschaftsgeschichte" gilt, mehr Bedeutung verdient gehabt.


Illustratorin Eefje Kuijl hat wieder ganze Arbeit geleistet, ich liebe die vor kräftigen, warmen Farben strotzenden, kunterbunten, detaillierten (und vor allem: mega niedlichen!) Zeichnungen, die das wahre Highlight dieses Kinderbuchs darstellen (Altersempfehlung des Verlags: 3 Jahre). Auch das Innencover erstrahlt mit entzückenden frühlingshaften Illustrationen.


𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

Ende gut, alles gut. Auch wenn ich mir ein (er-)klärendes Gespräch gewünscht hätte, war es ein niedliches Abenteuer und wir sind schon gespannt auf die nächste Geschichte von Bär und Biber.

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