Anders als erwartet
Queen MacbethShakespeares Macbeth gehört zu meinen Favoriten unter seinen Werken, daher war ich gespannt auf die Geschichte und erwartete etwas ähnliches mit viel Drama, doch es war völlig anders. Es ist ein recht ...
Shakespeares Macbeth gehört zu meinen Favoriten unter seinen Werken, daher war ich gespannt auf die Geschichte und erwartete etwas ähnliches mit viel Drama, doch es war völlig anders. Es ist ein recht kurzes Buch, enthält aber dennoch einige Passagen, die mich nicht so fesselten, wie zum Beispiel der lange Ritt. Die Kapitel selbst sind unglaublich kurz, manchmal nur zwei oder drei Seiten lang. Viel interessanter fand ich die Vergangenheit der Figuren, denn die Geschichte wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt: Vergangenheit und Gegenwart. Die Vergangenheit war dramatischer, und man spürte die Gefahr, in der die Protagonistin und ihre Freunde schwebten. Leider wirkten die Charaktere alle gleich auf mich, niemand war wirklich einzigartig oder leicht wiedererkennbar. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass sie sich für Frauen jener Zeit viel zu modern verhielten und sprachen. Ich konnte mit keinem der Charaktere eine Bindung aufbauen, nicht einmal mit der Protagonistin. Ich hätte mir gewünscht, dass sie vielschichtiger gewesen wäre, man konnte sie kaum von von den anderen Charakteren unterscheiden. Die Romanze zwischen ihr und Macbeth war in Ordnung, aber mir kam alles etwas zu schnell und zu glatt vor und das Ende des Buches hinterließ ein seltsames Gefühl, es ist nichts das dem Leser im Gedächtnis bleibt nachdem man die Geschichte beendet hat. Trotzdem war das Buch eine leichte und schnelle Lektüre, die man gut zwischen längeren Büchern lesen kann.
Vielen Dank an Was liest du?/Droemer für ein Rezensionsexemplar!