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Veröffentlicht am 26.10.2021

Lesenswert obwohl das Thema eigentlich schon sehr abgegriffen ist

Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann
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Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann von Kerstin Gier , gelesen von Jasna Fritzi Bauer und Timmo Niesner, erschienen im‎ Argon Sauerländer Audio Verlag als ungekürzte Ausgabe am 29. September ...

Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann von Kerstin Gier , gelesen von Jasna Fritzi Bauer und Timmo Niesner, erschienen im‎ Argon Sauerländer Audio Verlag als ungekürzte Ausgabe am 29. September 2021.

Quinn vom Arensburg ist beliebt, cool und lebt mit Mutter und Stiefvater verwöhnt und mit den Ungebührlichkeiten, die man von einem verwöhnten, reichen Sohn erwartet auf. Bis zu dem Tag, als er eigentlich seiner Freundin den Laufpass geben will, er einem Mädchen mit blauen Haaren helfen will und dann von einigen mehr als ungewöhnlichen Tieren verfolgt wird und am Ende im Krankenhaus landet.

Matilda, die in einer sehr religiösen Familie mit vielen Familienmitgliedern aufwächst, die sich alle ähnlich sehen ist da das Kontrastprogramm. Wenig Freiheiten, erlaubt sind Ehrenämter und Rüschenblusen. Natürlich ist Matilda in Quinn verliebt und durch einen Zufall engagiert sie Quinns Mutter als Hilfe für Quinn da dieser noch lange nach dem Krankenhaus im Rollstuhl sitzen muss.

Jasna Fritzi-Bauer und Timmo Niesner sind eine unglaublich gute Kombination, die dem Hörbuch richtig Leben einhauchen. Die Stimmen passen perfekt zu Matilda und Quinn und klingen so, als würden die Sprecher tatsächlich im Alter der Protagonisten sein.

Quinn ist, wie man bei Jugendbüchern von Kersin Gier erwartet, natürlich magisch begabt und soll entweder die Welt retten, oder daran gehindert werden. Die magische Welt können nur magisch begabte Wesen durch Portale betreten. Matilda erfährt von Quinn von all diesen Dingen, kann ihm meist auch weiterhelfen als er selbst je gekommen wäre, aber den sogenannten Saum kann sie nicht betreten.

Das Buch hat zwar einige Längen und irgendwie bisher auch nicht wirklich etwas Neues, aber mit einer Romanze zwischen zwei jungen Menschen und einer Welt voller Magie kann man nicht viel falsch machen.

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Veröffentlicht am 22.10.2021

Okkulte Gegenstände, Märchen, Geheimgesellschaften und ein Fluch

Oneiros - Tödlicher Fluch
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Oneiros ist ein von Markus Heitz als Taschenbuch im Knaur Verlag 2012 erschienener Fantasy Roman. Konstantin Korff ist Bestattungsunternehmer und weltbekannter Thanaloge. Und er wurde mit einem Fluch geboren. ...

Oneiros ist ein von Markus Heitz als Taschenbuch im Knaur Verlag 2012 erschienener Fantasy Roman. Konstantin Korff ist Bestattungsunternehmer und weltbekannter Thanaloge. Und er wurde mit einem Fluch geboren. Wenn er einschläft stirbt alles um ihn herum. Er ist Todesschläfer und gehörte früher zu einer geheimen Gruppe von Söldnern des MI6 die als Assassine Menschen getötet haben. Als in Paris ein Flugzeug ungebremst in den Hangar rast wird er von einem reichen und mächtigen Mann eingeladen den Leichnam seiner Tochter thanalogisch wiederherzustellen. In Paris begegnet Korff verschiedenen Menschen die ihn zwingen sein altes Leben als Söldner wieder aufzunehmen um die Menschen von einer tödlichen Bedrohung zu befreien die Tausenden das Leben kosten könnte Auf seinem Weg durch verschiedene Städte lernt Korff Mythen, Legenden und Relikte aus vergangenen Zeiten kennen die Hinweise geben, dass der Fluch der Todesschläfer aufgehoben werden könnte wenn sie denn real sind. Als erster Gegenspieler stellt sich eine todkranke Baroness ihm in den Weg der aufgrund ihrer Krankheit nicht mehr viel Lebenszeit bleibt und die mit grösster Gewaltanwendung versucht ihre Ziele durchzusetzen. Korff steht selbst sehr unter Zeitdruck und verstrickt sich mehr und mehr in eine Geschichte in der bis zum Finale nie so ganz genau klar ist wer Freund oder Feind ist.

Markus Heitz hat eine spannungsvolle Fantasy Geschichte die temporeich und mit etwas schwarzem Humor versetzt einen nicht wirklich loslässt geschrieben. Der Protagonist ist einem sympathisch und Geschichten über Gevattersteine und Märchen über den Tod und seinen Bruder Schlaf passen hervorragend in die Story.

Der Leser sollte mit drastischen Darstellungen von Gewalt umgehen können und perfekter weise auf abgefahrene Geschichten der Richtung Horror Fantasy stehen. Rundum ein gelungenes Werk und man hofft Konstantin Korff noch öfter zu begegnen und nicht nur bei „Gastauftritten“ wie in Totenblick.

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Veröffentlicht am 19.10.2021

Ein Buch für Buchbesessene

Die letzte Bibliothek der Welt
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Die letzte Bibliothek der Welt von Freya Sampson, erschienen im DUMONT Buchverlag am 1. Juli 2021.

June Jones ist sehr schüchtern, liebenswert und geht ganz in ihrem Beruf als Bibliothekarin, die den ...

Die letzte Bibliothek der Welt von Freya Sampson, erschienen im DUMONT Buchverlag am 1. Juli 2021.

June Jones ist sehr schüchtern, liebenswert und geht ganz in ihrem Beruf als Bibliothekarin, die den Kunden immer weiterhilft und von jedem die Buchvorlieben weiß. Dadurch wird die Bücherei im britischen Chalcot für viele der Mittelpunkt ihres Lebens und sie tauchen täglich dort auf und verbringen viel Zeit nicht nur mit Büchern. Es ist ein Ort, wo jeder ins Internet kann, Schüler die nötige Ruhe finden, um zu lernen und es sind auch immer Menschen da mit denen man ein Gespräch führen kann. Die Gemeinde will nun prüfen, ob die Ausleihen und Besucherzahlen in 6 umliegenden Bibliotheken deren Erhalt noch rechtfertigen. Für June bricht von heute auf Morgen die Welt auseinander.
Auf der einen Seite beschäftig sich die Autorin mit einer jungen Frau, die ihr Leben an das Leben der Mutter ausgerichtet hat und nach deren Tod einfach so weiter gemacht hat. Die Protagonistin ist dabei aber so herzensgut und liebenswürdig, dass man sie zwar manchmal gerne in die richtige Richtung schupsen würde, aber die Autorin schafft das auch ohne unser Zutun.

Ein wunderbares Buch, dass davon handelt über sich hinaus zu wachsen, wie wichtig die jede Form der Liebe ist und wie Gesellschaft zusammenhalten sollte. Klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.10.2021

Viel gelernt, angenehm gelesen

Krone des Himmels
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Krone des Himmels von Juliane Stadler Autorin und Sprecherin, Tobias Kluckert als Sprecher, erschienen im OSTERWOLDaudio als gekürzte Edition am 1. September 2021.

Im Jahre 1189 macht sich die junge ...

Krone des Himmels von Juliane Stadler Autorin und Sprecherin, Tobias Kluckert als Sprecher, erschienen im OSTERWOLDaudio als gekürzte Edition am 1. September 2021.

Im Jahre 1189 macht sich die junge Aveline auf, um in Jerusalem die Vergebung ihrer Sünden zu finden. Sie schließt sich einer Gruppe Pilger an, um sicher reisen zu können. Als sie von der Pilgergruppe getrennt wird, beschließt sie sich als Mann zu verkleiden und zieht mit den Kreuzzüglern als begnadeter Bogenschütze in den Kampf.

Étienne, mit einer leichten Behinderung geboren und von seiner Familie gehasst und ausgestoßen, flieht vor ihnen und wird nicht lange später überfallen, fast zu Tode geprügelt und von dem reisenden Wundarzt Caspar gepflegt und als Lehrling angenommen. Als sie dem Kreuzfahrer Graf Guillaum das Leben retten, bietet er ihnen an ihn auf seiner Reise zu begleiten, was sie annehmen.

Juliane Stadler hat in ihrem Debut Roman die Welt des Mittelalters auferstehen lassen. Wir lernen die Einschränkungen durch Religion und Stand kennen, die Medizin der Zeit und das es auf beiden Seiten des Konfliktes zwischen Christen und Moslems gute und schlechte Menschen und Entscheidungen gab. Um das Bild zu zeichnen, wechselt die Autorin zwischen Aveline und Étienne und auch der muslimischen Seite wird Gehör in diesem Buch gegeben.

Da viele Fakten auf den Hörer einprasseln ist das Buch nicht mal so einfach weggehört. Man muss sich schon ziemlich auf die historischen Fakten einlassen. Zum nebenher hören war das Buch für mich nicht geeignet. Ich musste mir dafür die Zeit und Ruhe nehmen, die dieses Werk sicher auch verdient hat.

Tobias Kluckert hat das Buch sehr einfühlsam gelesen und mich mit seiner angenehmen Stimme überzeugt. Ich hoffe, dass es bald mehr aus der Feder von Juliane Stadler geben wird. Klare Hörempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.10.2021

Keine einfach zu lesende Geschichte

Der Uhrmacher in der Filigree Street
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Der Uhrmacher in der Filigree Street von Natasha Pulley, erschienen im Klett-Cotta Verlag am 18. September 2021.

London, Oktober 1883. Es ist Thaniel Steepletons Geburtstag und er findet in seiner spärlich ...

Der Uhrmacher in der Filigree Street von Natasha Pulley, erschienen im Klett-Cotta Verlag am 18. September 2021.

London, Oktober 1883. Es ist Thaniel Steepletons Geburtstag und er findet in seiner spärlich eingerichteten Wohnung, in der er alleine lebt, eine goldene Uhr, die sich aber nicht öffnen lässt und die auch nicht funktioniert. Einige Monate vergehen und plötzlich funktioniert die Uhr und warnt ihn vor einem Bombenanschlag. Anstatt nach Hause zu gehen und sich über die glückliche Fügung zu freuen, begibt er sich schnurstracks zu dem Uhrmacher in der Filigree Street um heraus zu finden, warum er die Uhr hat und ob Keita Mori etwas mit dem Bombenanschlag zu tun hat.

Mir ist es sehr schwer gefallen in dieses Buch hineinzufinden. Ich hatte schon über die Hälfte gelesen und überlegte aufzugeben, gab der Geschichte aber noch eine weitere Chance und siehe da, die Geschichte erklärt sich dann doch noch selbst.

Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um Thaniel Steepleton, Keita Mori und Grace, eine junge Physikstudentin, die es schaffen muss, ein Stipendium zu erhalten, oder einen Mann zu heiraten, der es zulässt, dass sie sich der Wissenschaft verschrieben hat.

Die Geschichte spielt im viktorianischen England und es gibt einige Rückblicke ins vergangene Japan, dass zwischen Krieg und Öffnung für westliche Werte schlingert.

Das Buch hat einige Steampunkelemente und findet in einer alternativen Welt statt, wo Geräusche für manche Menschen Farbe haben können und Andere wiederum können die Zukunft sehen.

Das Buch hat Längen und die Autorin übertreibt es etwas mit den Nebelkerzen. Die Geschichte zu Ende gelesen ergibt aber ein stimmiges Bild und erklärt am Schluss auch die losen Fäden, die sich im Laufe der Geschichte angesammelt haben. Man braucht halt mehr Geduld, um in die Geschichte reinzukommen und man stolpert öfter über die “Fäden“, die nicht ins Bild passen.

Der Schreibstil wirkt altmodisch, passend zum gelungenen Setting im viktorianischen England und im sehr traditionellen Japan.

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