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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2023

Liebevolle Geschichte mit tollen Botschaften

Meck und Schneck. Ein Löwe ist kein Kuscheltier
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„Meck und Schneck“ erzählt die Geschichte einer Schnecke namens Schneck, die sehr ängstlich ist. Von den anderen Schnecken wird sie damit aufgezogen, darum möchte Schneck einmal mutig sein und einen Löwen ...

„Meck und Schneck“ erzählt die Geschichte einer Schnecke namens Schneck, die sehr ängstlich ist. Von den anderen Schnecken wird sie damit aufgezogen, darum möchte Schneck einmal mutig sein und einen Löwen fangen. Kurzerhand macht sie sich auf den Weg und trifft dabei auf Meck, der sie auf ihrem Abenteuer begleitet.

Dieses Kinderbuch handelt nicht nur davon, seine Ängste zu überwinden und mutig zu sein, sondern auch von Freundschaft, Vertrauen und dem gegenseitigen Mutmachen. Die Geschichte ist äußerst liebevoll erzählt. Der Schreibstil ist angenehm und kindgerecht.
Süß gezeichnet ist das Buch ebenfalls. Besonders Meck habe ich sehr in mein Herz geschlossen, und das nicht nur, weil er so niedlich gezeichnet ist. Allerdings bin ich bisher nicht dahinter gekommen, was für ein Tier er darstellen soll. Das ist aber nicht weiter schlimm.
Es gibt auf den illustrierten Seiten nicht allzu viel Abwechslungsreiches zu entdecken. Wessen Kind lieber bunte Bilder, in denen es besonders viel zu entdecken gibt, liebt, sollte sich dem hier bewusst sein. Hier stehen mehr Geschichte und Botschaft als die Illustrationen im Mittelpunkt.
Eine kleine Kritik besteht für mich lediglich darin, dass die Geschichte an manchen Stellen nicht konkret auserzählt wird. So finden sich die Freunde vor der Herausforderung wieder, einen umgestürzten Baum zu überwinden. Wir sehen zwar hinterher in der Illustration, dass es ihnen gelungen ist, das wird in der Geschichte aber nicht erzählt.
Ansonsten kann einem das Buch aber schöne Lesemomente verschaffen, daher vergebe ich vier Sterne.

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Veröffentlicht am 20.06.2023

Vier junge Erwachsene, eine Leiche und viele Geheimnisse

Tristan Mortalis
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Dieses Buch versprüht dezente Pretty Little Liars-Vibes: Im Mittelpunkt steht eine Clique, die sich nach einer legendären Abifeier aus den Augen verloren hat und nun wieder aufeinander trifft. Denn einer ...

Dieses Buch versprüht dezente Pretty Little Liars-Vibes: Im Mittelpunkt steht eine Clique, die sich nach einer legendären Abifeier aus den Augen verloren hat und nun wieder aufeinander trifft. Denn einer von ihnen ist in dieser Partynacht im Moor gestorben. Doch wie kam es dazu und wieso hat keiner der Freunde etwas davon mitbekommen?

Wir haben hier vier Protagonisten, Claire, Alice, Damian und Bene. Der Erzähler ist ein personaler, der zwischen den Perspektiven der Protas hin und her wechselt. Und obwohl das Werk von zwei Autorinnen geschrieben ist, merkt man überhaupt nicht, wer hier wen geschrieben hat. Die beiden beweisen mit diesem Buch also definitiv ihr Schreibtalent.
Die Figuren waren jede für sich sehr einzigartig, ihre Charaktere wurden gut ausgearbeitet und man findet schnell seine Favoriten unter ihnen. Auch die Spannung lässt nicht lange auf sich warten und früh wird klar: Hier hat jeder von ihnen sein eigenes Geheimnis und weiß mehr von der Partynacht als die anderen denken. Das Buch verspricht also Spannung und Miträtseln pur!
Das Hauptsetting stellt ein Moor nahe eines Sees in Norddeutschland dar und diese düstere, vereinsamte Atmosphäre kommt sehr gut rüber, da das Moor im Winter - in dem der Roman spielt - alles andere als einladend wirkt.
Es gibt sogar ein klein wenig was für‘s Herz, aber wirklich nur im Hintergrund und vollkommen kitschfrei. Das hat mir sehr gut gefallen!
Relativ früh kam mir zwar schon ein Verdacht, wer der Mörder ist, am Ende haben mich die Autorinnen aber doch sehr überrascht, denn mein Verdacht bestätigte sich nur zum Teil. Stattdessen kam für mich wirklich Unerwartetes ans Licht. Das Ende ist ein wenig offen gehalten, es gibt einen Epilog, der uns in etwa aufzeigt, wie es für unsere Protagonisten endet. Tatsächlich hätte ich aber gern noch viel mehr von den Vieren gelesen und auch am Ende noch gern haargenau erfahren, wie es für sie ausgeht.
Nichtsdestotrotz konnte ich das Buch spätestens ab der Hälfte nicht mehr aus den Händen legen, ich habe mich regelrecht verloren in der Geschichte. „Tristan Mortalis“ bekommt von mir fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 12.06.2023

Anne in neuem Gewand

Anne auf Green Gables
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Das Waisenmädchen Anne ist zurück - dieses mal in neuem Gewand, gezeichnet in einem Comicbuch und erzählt nach der Geschichte von Lucy Maud Montgomery.

Ich mochte die Comicbuch-Version der Geschichte ...

Das Waisenmädchen Anne ist zurück - dieses mal in neuem Gewand, gezeichnet in einem Comicbuch und erzählt nach der Geschichte von Lucy Maud Montgomery.

Ich mochte die Comicbuch-Version der Geschichte unheimlich gern. Die Geschichte ist sowohl gut illustriert als auch prägnant und dennoch emotional erzählt.
Einige Szenen werden nur in Bildern ohne Sprechblasen erzählt und das ist vollkommen in Ordnung. In der Regel sprechen die Bilder für sich. Nur an wenigen Stellen fehlte mir mehr Info, um die Szene zu verstehen.
In der Mitte wurde mir ein wichtiger Teil der Geschichte allerdings zu schnell abgehandelt. Insgesamt hätte das Comicbuch für mich sogar noch ein paar mehr Seiten haben dürfen.
Die Altersempfehlung zum Buch ist ab 9 Jahren. Ich persönlich würde sie aber ein bisschen später ansetzen, vielleicht 12 Jahre. Das scheint mir eher die Zielgruppe zu sein. Nach oben hin sehe ich da aber keine Altersbegrenzung. Auch ich liebe Annes Geschichte!
Am Ende hätte ich so gerne noch viel mehr von Anne gelesen. Insgesamt war es ein tolles Leseerlebnis, dass ich sehr genossen habe. Aufgrund oben genannter Kritik muss ich aber einen halben Stern abziehen und vergebe 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Brutal und fesselnd

Gameshow – Der Preis der Gier
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Nachdem Cassandras Vater sich bei einer All-in-Wette um die Gameshow verzockt hat, wird sie ihrem angenehmen Leben in der Platin-Zone entrissen und landet in der roten Zone. Nun muss sie selbst in brutalen ...

Nachdem Cassandras Vater sich bei einer All-in-Wette um die Gameshow verzockt hat, wird sie ihrem angenehmen Leben in der Platin-Zone entrissen und landet in der roten Zone. Nun muss sie selbst in brutalen Spielen um ihr Überleben kämpfen. Ihre einzige Chance raus aus dem Elend: es in die Gameshow schaffen und siegen.

Die Grundidee des Buches ist gut, wirklich gut! Eine Zukunftsdystopie, die zum Fürchten ist, und brutale Spiele, bei denen es um Leben und Tod geht - kommt euch bekannt vor? Ja, es gibt tatsächlich gewisse Ähnlichkeiten zu den „Tribute von Panem“-Büchern, jedoch tut man diesem Buch unrecht, wenn man es lediglich mit der Erfolgstrilogie vergleicht. Ich mochte diese ähnlichen Vibes sogar sehr gerne.

Tatsächlich hat es die Autorin geschafft, mich von der ersten Minute an zu catchen. Die Handlung beginnt kurz vor Cassandras Verstoß in die niedrigste Klasse und wir erleben mit, wie es dazu kommt. Bereits hier musste ich mit der Protagonistin mitfiebern und als dann die ersten Spiele losgingen, hatte mich das Buch bereits überzeugt.
Die meiste Zeit bleibt die Spannung hier konstant oben, nur in der Mitte gab es eine kleine Länge für mich. Hier geht es vor allem darum, andere Gamer kennenzulernen, während Cass für die Spiele trainiert, das zog sich für mich etwas.

Die Protagonistin fand ich authentisch gezeichnet, ebenso Jax und Enso, der sich unerwarteter Weise in mein Herz geschlichen hat. So haben tatsächlich die meisten Charaktere einen Wiedererkennungswert, lediglich zwei (wichtigere?) Figuren blieben nach meinem Geschmack sehr oberflächlich und farblos.

Auch die Sprecherin hat ihren Job gut gemacht, ich habe ihr gerne zugehört und ihre Stimme passte perfekt zur Protagonistin.

Es gibt auch eine Liebesgeschichte, die sich ganz gut in die Geschichte einfügt. Typische „Beziehungskonflikte“ waren aber bereits früh vorgezeichnet. Der Cliffhanger am Ende ist ziemlich mies und allgemein lässt einen die Autorin hier mit vielen Fragen zurück, weshalb ich nun das sehr dringende Bedürfnis habe, direkt Teil 2 zu lesen.

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Veröffentlicht am 22.05.2023

Halte dich fern von Gallant

Gallant
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Olivia lebt als Waisenkind in einem Heim für Mädchen. Ihre Mutter hat sie im Alter von zwei Jahren das letzte Mal gesehen. Geblieben ist ihr nur ein Tagebuch von ihr. Eines Tages erreicht Olivia ein Brief ...

Olivia lebt als Waisenkind in einem Heim für Mädchen. Ihre Mutter hat sie im Alter von zwei Jahren das letzte Mal gesehen. Geblieben ist ihr nur ein Tagebuch von ihr. Eines Tages erreicht Olivia ein Brief ihres angeblichen Onkels, der sie sucht und zu sich nach Hause einlädt. Olivia zögert nicht lang, die Einladung anzunehmen. Doch was sie dort erwartet, entzieht sich jeder Vorstellung.

Dieses Buch zeichnet sich besonders durch seine düstere Atmosphäre aus, die mich von Anfang an gepackt hat. Es ist nicht so gruselig, dass einen die Angst packt, aber doch recht unheimlich, bedenkt man, dass die Protagonistin Tote - sie nennt sie Ghule - sehen kann. Und auch das, was sie in Gallant erwartet, ist nicht ohne. In ihrer Originalität liegt V. E. Schwab mit dieser Geschichte daher auf jeden Fall ganz weit vorne. Für mich ist „Gallant“ alles andere als ein typischer Fantasyroman und tatsächlich kann ich hier auch keines der typischen Tropes erkennen.

Diese besondere Atmosphäre schafft die Autorin bereits über ihren Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt. Wir haben hier einen personalen Erzähler, der uns tiefe Einblicke in Olivias Inneres ermöglicht. Und auch in Sachen Gestaltung kann das Buch punkten. Das Tagebuch, das Olivia von ihrer Mutter geblieben ist, finden wir mit samt den Zeichnungen im Buch wieder, um nur eine der Besonderheiten in der Gestaltung zu erwähnen.

Die Protagonistin hat sich dabei schnell in mein Herz geschlichen. Obwohl Olivia stumm ist, ist sie keineswegs eine ruhige Persönlichkeit. Ihr Temperament spürt man durch die Buchseiten hindurch, außerdem ist sie mutig, klug und für ihre jungen Jahre bereits sehr erwachsen.

Ich habe das Buch sehr gemocht. Es hatte konstant ein gewisses Spannungslevel, sodass es nie langweilig wurde und auch die Länge passt für mich genau. Den Schluss hätte ich mir in keinerweise so ausgemalt, er hat mich wirklich überrascht, was einerseits gut ist, mich andererseits aber auch nicht so zurücklässt wie nach einem Rund-um-Wohlfühlroman. Dennoch ist das Buch einfach lesenswert und ich empfehle es gerne weiter.

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