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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2026

Spannend bis zum Schluss

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
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Auch der vierte Band der Akte Nordsee-Reihe hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Eva Almstädt versteht es einfach, spannende Kriminalfälle mit einer großartigen Nordsee-Atmosphäre ...

Auch der vierte Band der Akte Nordsee-Reihe hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Eva Almstädt versteht es einfach, spannende Kriminalfälle mit einer großartigen Nordsee-Atmosphäre und sympathischen Figuren zu verbinden.

Besonders gut gefallen hat mir, dass der Fall von Anfang an geheimnisvoll ist und sich die Handlung Stück für Stück entfaltet. Immer wieder gab es neue Hinweise und überraschende Wendungen, sodass ich bis zum Schluss mitgerätselt habe. Die Auflösung war schlüssig und hat mich überzeugt.

Fentje Jacobsen und Niklas John sind für mich inzwischen ein echtes Wohlfühl-Ermittlerduo. Beide wirken authentisch, ergänzen sich hervorragend und bringen neben den Ermittlungen auch ihre persönlichen Geschichten mit ein, ohne dass diese zu viel Raum einnehmen. Gerade diese Mischung macht die Reihe für mich so lesenswert.

Ein weiteres Highlight ist die Kulisse. Eva Almstädt beschreibt die Nordseeküste und das Wattenmeer so lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Die Landschaft trägt maßgeblich zur besonderen Stimmung des Romans bei und macht das Lesen zu einem echten Erlebnis.

Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel haben genau die richtige Länge und die Spannung bleibt durchgehend erhalten. Das Buch ließ sich kaum aus der Hand legen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 25.06.2026

Der Barista ermittelt wieder...

Salute - Das letzte Foto
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Friedrich Kalpenstein kehrt mit diesem Buch an den malerischen Gardasee zurück und präsentiert einen weiteren spannenden Fall für Commissario Lanza und den ehemaligen Münchner Kommissar Paul Zeitler. Der ...

Friedrich Kalpenstein kehrt mit diesem Buch an den malerischen Gardasee zurück und präsentiert einen weiteren spannenden Fall für Commissario Lanza und den ehemaligen Münchner Kommissar Paul Zeitler. Der Kriminalroman verbindet eine idyllische italienische Kulisse mit einem raffiniert konstruierten Mordfall und sorgt damit für beste Unterhaltung.

Besonders gelungen ist die Atmosphäre des Romans. Kalpenstein beschreibt den Gardasee und die umliegenden Orte so lebendig, dass man sich beim Lesen direkt nach Italien versetzt fühlt. Gleichzeitig sorgt die Mischung aus Ermittlungsarbeit, Lokalkolorit und einer Prise Humor für einen hohen Unterhaltungswert. Die vertrauten Figuren entwickeln sich weiter und wirken sympathisch sowie authentisch.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Handlung bleibt durchgehend spannend, ohne übermäßig brutal zu werden. Wer die vorherigen Bände der Reihe mochte, kommt auch hier wieder voll auf seine Kosten. Mir gefällt diese Serie jedenfalls sehr gut.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Zwischen Beruf und Familie

Julimord
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Die Handlung spielt in der schwedischen Stadt Motala. Ermittlerin Maia Bohm ist gerade mit ihrer Familie dorthin gezogen, weil ihr schwerkranker Sohn auf ein Spenderherz wartet. Gleichzeitig wird sie mit ...

Die Handlung spielt in der schwedischen Stadt Motala. Ermittlerin Maia Bohm ist gerade mit ihrer Familie dorthin gezogen, weil ihr schwerkranker Sohn auf ein Spenderherz wartet. Gleichzeitig wird sie mit einem rätselhaften Fall konfrontiert: Johan Sundin liegt nach einem brutalen Überfall im Koma. Besonders mysteriös ist, dass seine Frau Amanda bereits ein Jahr zuvor spurlos verschwunden ist. Während Maia versucht, die Wahrheit herauszufinden, gerät sie zunehmend unter persönlichen und beruflichen Druck.

Besonders gelungen ist die Verbindung von Spannung und Emotion. Die Sorgen um ihren Sohn machen Maia zu einer glaubwürdigen und nahbaren Hauptfigur. Dadurch erhält die Geschichte eine persönliche Tiefe, die über einen gewöhnlichen Kriminalfall hinausgeht. Gleichzeitig sorgt das Geheimnis um die verschwundene Ehefrau für zahlreiche Wendungen und eine stetig wachsende Spannung.

Auch sprachlich überzeugt Schepp mit einem flüssigen und temporeichen Stil. Die Kapitel sind kurz gehalten und wechseln geschickt zwischen den verschiedenen Handlungssträngen. Dadurch entsteht ein hohes Lesetempo, das es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.

Insgesamt ist Julimord ein packender Schwedenkrimi mit einer starken Ermittlerin, emotionaler Tiefe und einem vielschichtigen Fall. Fans skandinavischer Spannungsliteratur werden hier ebenso auf ihre Kosten kommen wie Leserinnen und Leser, die neben der Krimihandlung auch Wert auf glaubwürdige Charaktere legen.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Ermittlungen auf der Heimatinsel

Der Tote auf dem Kniepsand
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Anna Johannsen präsentiert hier einen atmosphärischen Nordseekrimi, der uns erneut auf die Insel Amrum führt. Im Mittelpunkt steht Hauptkommissarin Lena Lorenzen, die auf ihrer Heimatinsel den Tod des ...

Anna Johannsen präsentiert hier einen atmosphärischen Nordseekrimi, der uns erneut auf die Insel Amrum führt. Im Mittelpunkt steht Hauptkommissarin Lena Lorenzen, die auf ihrer Heimatinsel den Tod des 35-jährigen Dennis Claasen untersucht. Was zunächst nach einem Fall im Zusammenhang mit angespülten Drogenpaketen aussieht, entwickelt sich schnell zu einem komplexen Geflecht aus Familienkonflikten, Geldsorgen und verborgenen Geheimnissen.

Besonders gelungen finde ich die Verbindung von spannender Ermittlungsarbeit und norddeutschem Inselflair. Die Autorin beschreibt die Landschaft Amrums so anschaulich, dass man die Dünen, den Wind und die Weite des Kniepsands förmlich vor sich sehen kann. Dadurch entsteht eine dichte Atmosphäre, die hervorragend zum Krimigenre passt.

Die Figuren wirken authentisch und sympathisch. Vor allem Lena Lorenzen überzeugt durch ihre Nähe zur Insel und ihre persönliche Verbundenheit mit den Menschen vor Ort. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Naya Olsen verfolgt sie die verschiedenen Spuren mit Ruhe und Beharrlichkeit, wodurch die Ermittlungen nachvollziehbar und glaubwürdig erscheinen. Da ich bisher alle Bände gelesen habe, ist Lena mir natürlich besonders ans Herz gewachsen.

Der Schreibstil ist klar, flüssig und angenehm zu lesen. Die Handlung entwickelt sich ohne unnötige Ausschmückungen und konzentriert sich auf die wesentlichen Aspekte des Falls. Auch wenn die Spannung erst im letzten Drittel deutlich zunimmt, sorgt die überraschende Auflösung für einen gelungenen Abschluss. Ich habe mich trotzdem an keiner Stelle gelangweilt.

Insgesamt ist Der Tote auf dem Kniepsand ein solider und atmosphärischer Küstenkrimi, der besonders Fans von Regional- und Inselkrimis ansprechen dürfte. Die Mischung aus norddeutscher Kulisse, sympathischen Ermittlerinnen und einem vielschichtigen Fall macht den Roman zu einer gelungenen Fortsetzung der beliebten Reihe.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Politische Irrungen

Hart Backbord
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Arnd Rüskamp legt hier einen ungewöhnlichen Küstenkrimi vor, der weit mehr sein möchte als klassische Unterhaltung. Vor der rauen Kulisse der Flensburger Förde verbindet der Autor Spannung mit politischen ...

Arnd Rüskamp legt hier einen ungewöhnlichen Küstenkrimi vor, der weit mehr sein möchte als klassische Unterhaltung. Vor der rauen Kulisse der Flensburger Förde verbindet der Autor Spannung mit politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen. Im Mittelpunkt steht die Entführung eines Ausflugsschiffes durch eine rechtsextreme Partei, die mit ihren Forderungen die Demokratie herausfordert. Ex-Kommissarin Marie Geisler und ihre Freundin Frauke Frisch geraten dabei in einen Wettlauf gegen die Zeit, da sich Maries Familie unter den Geiseln befindet.

Besonders überzeugend wirkt die Aktualität des Themas. Rüskamp greift politische Spannungen auf, die auch in der realen Gesellschaft diskutiert werden, ohne dabei den Spannungsbogen aus den Augen zu verlieren. Dadurch entsteht ein Kriminalroman, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.

Die Figuren erscheinen glaubwürdig und menschlich. Vor allem Marie Geisler überzeugt durch ihre persönliche Betroffenheit, die den Fall emotional auflädt. Die Ermittlungen wirken dadurch nicht wie reine Polizeiarbeit, sondern entwickeln eine zusätzliche persönliche Dimension.

Ein weiterer Pluspunkt ist die atmosphärische Darstellung der Küstenregion Schleswig-Holsteins. Die Schauplätze an der Förde und in der Schleiregion verleihen dem Roman ein authentisches norddeutsches Flair, das hervorragend zur Handlung passt.

Sprachlich setzt Rüskamp auf einen klaren, direkten Stil, der das Tempo der Geschichte unterstützt. Die Handlung entwickelt sich zügig und hält die Spannung bis zum Ende aufrecht. Wer allerdings einen klassischen „Whodunit“-Krimi erwartet, sollte wissen, dass hier politische Konflikte und gesellschaftliche Fragen ebenso wichtig sind wie die eigentliche Verbrechensaufklärung.

Insgesamt ist Hart Backbord ein packender und aktueller Küstenkrimi, der durch seine politische Brisanz, glaubwürdige Figuren und eine eindrucksvolle Küstenatmosphäre überzeugt, wenngleich ich am Anfang ein wenig gebraucht habe, um ins Buch hineinzukommen.

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