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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2018

Taucherin

Manhattan Beach
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Die Geschichte spielt im New York der 1930er/1940er Jahre. Die Protagonistin, Anna, hilft schon früh ihrem Vater bei seinen Botengängen. Doch die Zeiten sind ungewiss, das Geld überall knapp und so muss ...

Die Geschichte spielt im New York der 1930er/1940er Jahre. Die Protagonistin, Anna, hilft schon früh ihrem Vater bei seinen Botengängen. Doch die Zeiten sind ungewiss, das Geld überall knapp und so muss der Vater, um für die Familie zu sorgen - neben Anna gibt es noch ihre Mutter und ihre behinderte Schwester - sich auch auf zwielichtige Geschäfte einlassen. Das geht jedoch nicht lange gut und eines Tages verschwindet der Vater und ist unauffindbar. Anna macht sich auf die Suche und versucht die Familie zu ernähren. Ihr großer Traum ist es, Taucherin bei der Marine zu werden. Eine Lesereise in eine schillernde, aber harte Welt, in der Anna sich als Frau in einer Männerwelt behauptet. Ein Schreibstil, der mich begeistern konnte, ein virtuoser Umgang mit dem Medium und eine Geschichte, die überzeugt. Ein wunderbares Leseerlebnis!

Veröffentlicht am 15.11.2018

EU und Straßburg

Straßburger Geheimnisse - Kommissar Sturnis erster Fall
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Eigentlich hatte der Leiter der Straßburger Mordkommission, Antoine Sturni, ja einen Ausflug in den Europapark mit seinem Sohn Christian planen wollen bei einem Essen in seinem Lieblingsrestaurant, doch ...

Eigentlich hatte der Leiter der Straßburger Mordkommission, Antoine Sturni, ja einen Ausflug in den Europapark mit seinem Sohn Christian planen wollen bei einem Essen in seinem Lieblingsrestaurant, doch dann kommt ein Mordfall dazwischen, der in die höchsten Kreise der EU führt und auch seine Ex-Ehefrau gerät ins Visier. Straßburg und auch eine Reise nach Brüssel, länderübergreifende Ermittlungen. Denn der Tote ist der Kabinettschef des Präsidenten der europäischen Kommission - und der wurde vergiftet.

Der Autor kennt sich aus im EU-"Dschungel". Antoine Sturni gerät meines Erachtens etwas zu klischeehaft, wie auch sein näheres Umfeld. Straßburg und das Elsaß machen Lust auf eine Reise und werden gut in die Geschichte eingebunden und haben an manchen Stellen schon die Qualität eines Reiseführers. Der Kriminalfall gerät dabei ein wenig in den Hintergrund.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Abschluss

Der Glanz der Dunkelheit
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Lia kehrt nach Morrighan zurück, in aller Heimlichkeit. Sie hofft, dort auf ihre Brüder und vor allem aber auf Pauline zu treffen. Kade begleitet sie auf ihrer Reise, während Rafe nach dem Tod seiner Eltern ...

Lia kehrt nach Morrighan zurück, in aller Heimlichkeit. Sie hofft, dort auf ihre Brüder und vor allem aber auf Pauline zu treffen. Kade begleitet sie auf ihrer Reise, während Rafe nach dem Tod seiner Eltern als König von Dahlbreck dort bleibt.
Natürlich ist die Situation in Morrighan verzwickter als gedacht und für Lia sogar gefährlich, denn es kursieren die Gerüchte, dass sie ihren Bruder Walter getötet hat. So darf sie sich nicht zu erkennen geben. Und dann gibt es natürlich noch die Gefahr des Komizars, der von Venda aus Morrighan und die anderen Reiche erobern möchte und auf Rache sind.
Für mich ein Abschluss, der ein bisschen zu vorhersehbar und vor allem zu "glatt" war. Sicherlich gibt es auch hier noch Probleme und Verzweigungen, aber insgesamt gefielen mir die anderen Bände besser.

Veröffentlicht am 13.11.2018

Schwierige Entscheidung

Das Ende ist erst der Anfang
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Was für eine grausame Idee, die in dieser im Buch beschrieben Welt, existiert. Jeder Mensch darf bei seinem 18. Geburtstag einen Menschen von den Toten wieder zurück holen. So ist es auch für Lake, doch ...

Was für eine grausame Idee, die in dieser im Buch beschrieben Welt, existiert. Jeder Mensch darf bei seinem 18. Geburtstag einen Menschen von den Toten wieder zurück holen. So ist es auch für Lake, doch für wen soll sie sich entscheiden? Und darf sie überhaupt eine solche Entscheidung treffen?
Schon als ich den Klappentext gelesen habe, war ich gespannt, wie dies in dem Buch umgesetzt wird und welche Moralvorstellungen dahinter stecken. Und mein Gedankenkarussell wurde bei der Lektüre immer wieder in Gang gesetzt.
Ein Buch, das sich abhebt von der Menge und etwas ganz anderes ist. Aber seien wir ehrlich: Wer möchte schon eine solche Entscheidung wirklich fällen müssen? Auch wenn es im ersten Moment verlockend erscheint.

Veröffentlicht am 09.11.2018

Brillant

Lenz (Ein Kommissar-Eschenbach-Krimi 6)
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Schon "Eistod" und "Im Sommer sterben" haben mir gut gefallen, so dass ich mich schon sehr auf den neuen Fall von Kommissar Eschbach gefreut habe. Jetzt habe ich zwar eine kleine "Lücke", weil ich die ...

Schon "Eistod" und "Im Sommer sterben" haben mir gut gefallen, so dass ich mich schon sehr auf den neuen Fall von Kommissar Eschbach gefreut habe. Jetzt habe ich zwar eine kleine "Lücke", weil ich die letzten Bände nicht gelesen habe, aber das lässt sich ja noch nachholen.
Auch mit diesem Buch konnte mich Michael Theurillat wieder einmal überzeugen. Ewald Lenz, Eschbachs alter Freund und Kollege, ist verschwunden und wird auch noch wegen Verwicklungen in Terrorismus gesucht. Was ist da wohl passiert?
Erzählt wird die Geschichte in eher einem langsamen Tempo, abwechselnd aus der Perspektive von Eschbach und von Lenz. Behandelt werden hochaktuelle und brisante Themen. So geht es um den Syrien-Konflikt, die Rolle Europas und die Nato. Eine verwickelte Geschichte, die man genau lesen muss, um nicht den "Anschluss zu verpassen". Ein gelungener Schreibstil und der rote Faden, der am Ende alle losen Enden wieder zusammen knüpft machen das Buch für den Leser mit Anspruch zum Lesegenuss.