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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2018

Gefährliche Provence

Das Grab unter Zedern (Ein-Leon-Ritter-Krimi 4)
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Die ist schon der vierte Fall für Dr. Leon Ritter und ich frage mich, warum ich diese Reihe erst so spät für mich entdeckt habe. Es wird sicherlich nicht das letzte Buch sein, das ich aus der Reihe lese.
Ein ...

Die ist schon der vierte Fall für Dr. Leon Ritter und ich frage mich, warum ich diese Reihe erst so spät für mich entdeckt habe. Es wird sicherlich nicht das letzte Buch sein, das ich aus der Reihe lese.
Ein bereits verurteilter Kindermörder wird aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Die Stimmung kocht hoch in dem Ort Le Lavandou. Und dann wird auch noch ein Toter am Strand gefunden. Ist der vermeintliche Kindermörder der Täter? Die Dorfbewohner verdächtigen ihn jedenfalls sofort, doch für Leon Ritter ist das nicht so offensichtlich und er forscht weiter und kommt dem wahren Täter gefährlich nahe.
Remy Eyssen hat so manch eine falsche Spur gelegt und mich in die Irre gelockt. Die Auflösung am Ende hat mich überzeugen können. Ein guter Schreibstil, eine interessante und spannende Geschichte sowie eine reizvolle Umgebung - eine perfekte Mischung für einen gelungenen Krimi.

Veröffentlicht am 01.07.2018

Die Geschichte des wichtigsten deutschen Hospitals

Die Charité: Hoffnung und Schicksal
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Die Geschichte der Medizin hat sich im 19. Jahrhundert im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung rasant entwickelt und somit war ich gespannt auf diesen historischen Roman, der das wohl berühmteste ...

Die Geschichte der Medizin hat sich im 19. Jahrhundert im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung rasant entwickelt und somit war ich gespannt auf diesen historischen Roman, der das wohl berühmteste Hospital Deutschlands jener Zeit zum Thema hat.
Der Schreibstil von Ulrike Schweikert gefällt mir auch in ihrem neuesten Werk sehr. Es gelingt ihr eine gute Mischung aus Unterhaltung und historischen Hintergründen. Die Geschichte ist abwechslungsreich und eignet sich ausgezeichnet dazu, in ihr zu "versinken" und die Welt um sich herum zu vergessen.
Sowohl die Perspektive von Elisabeth, einer Wärterin, als auch die von Dr. Dieffenbach fand ich gelungen. Auf diese Weise erhält der Leser einen Einblick in unterschiedliche Bereiche der Medizin und auch in unterschiedliche soziale Schichten. Spannend fand ich auch die Erzählung zu den Operationen und Behandlungsmethoden.

Veröffentlicht am 01.07.2018

Viel Gefühl

Der englische Liebhaber
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Münster kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Stadt ist im Krieg stark zerstört worden, die Not ist dementsprechend groß. Münster gehört zur englischen Zone, das heißt, britische Soldaten sind ...

Münster kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Stadt ist im Krieg stark zerstört worden, die Not ist dementsprechend groß. Münster gehört zur englischen Zone, das heißt, britische Soldaten sind in der Stadt stationiert. Anna verliebt sich in einen von ihnen, in den Offizier Jeremy.
Zweite Erzählperspektive viele Jahre später: Anna liegt im Sterben und ihre Tochter, die Filmemacherin Charlotte, reist nach vielen Jahren wieder nach Westfalen. Ihren Vater hat sie nie kennen gelernt und so hofft sie bei der Durchsicht der Unterlagen ihrer Mutter neue Erkenntnisse zu erhalten.

Ich habe bisher nur die Kinderbücher der Autorin gelesen und war dementsprechend gespannt auf dieses Buch. Durchaus interessant, aber mir war es oftmals dann doch zu romantisch und ich hätte lieber noch mehr über den historischen Hintergrund und die Probleme gelesen. Die Mitte zieht sich ein wenig, doch dann wird es wieder interessanter.

Veröffentlicht am 28.06.2018

Mit hohem Gruselfaktor

Das Böse in deinen Augen
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Die Kinderpsychologin Imogen Reid übernimmt den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson, die angeblich sehr gefährlich sei und vor allem würden in ihrer Gegenwart schreckliche Dinge passieren, wenn sie wütend ...

Die Kinderpsychologin Imogen Reid übernimmt den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson, die angeblich sehr gefährlich sei und vor allem würden in ihrer Gegenwart schreckliche Dinge passieren, wenn sie wütend ist. Doch das glaubt die Psychologin nicht unbesehen und macht sich ein eigenes Bild, denn immerhin hat das Mädchen ihre gesamte Familie bei einem Brand verloren und sie ist es, die Hilfe benötigt. Doch schon bald ändert sie ihre Meinung und beginnt daran zu zweifeln, ob es wirklich eine so gute Idee war, Ellie ihr Vertrauen zu schenken....
Jenny Blackhurst ist hier ein sehr gruseliger Psychothriller gelungen und hier tauchen so manch abnormale Verhaltensweisen oder auch Zeichen auf. Oder doch nicht? Wird sich alles vernunftbegabt erklären lassen? Spannung ist für mich vorhanden und ich möchte hier keine weiteren Details verraten.

Veröffentlicht am 27.06.2018

Wunderschönes Buch

Sag den Wölfen, ich bin zu Hause
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June ist erst 15 Jahre als ihr gelieber Onkel Finn stirbt, mit dem sie so viel verband und mit dem sie so viel unternommen hat, der sie verstanden hat. Aber dann stirbt er einfach an AIDS. Und dann muss ...

June ist erst 15 Jahre als ihr gelieber Onkel Finn stirbt, mit dem sie so viel verband und mit dem sie so viel unternommen hat, der sie verstanden hat. Aber dann stirbt er einfach an AIDS. Und dann muss June feststellen, dass es da noch jemanden gab, der ihren Onkel geliebt hat. Der Roman spielt in den 1980er Jahren, in denen das Thema AIDS groß rauskam, aber man es nicht offen angesprochen hat. So hat auch Junes Schwester schon Probleme damit nur den Namen auszusprechen.
Die Geschichte einer Familie, die Geschichte einer Jugendlichen, aber kein typischer Jugendroman, sondern einer, der zurecht in der Erwachsenenabteilung zu finden ist, auch wenn er sicher auch für Jugendliche ist, aber es steckt mehr Anspruch dahinter als hinter einem typischen Jugendroman.
Ein wunderbarer Schreibstil, eine Geschichte, in die ich versunken bin und auch ich habe mit jeder Seite Finn mehr vermisst. Aber auch eine Geschichte, die manchmal ihre lustige Seite zeigt, die jedoch immer "leise" daherkommt und sich so in mein Herz geschlichen hat. Dieses Buch empfehle ich uneingeschränkt allen, die etwas Besonderes suchen, das sich von der Masse abhebt.