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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2018

Nicht so spannend wie erwartet

NACHTWILD
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Joan ist - wie so oft - mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln im Zoo. Es wird langsam spät, der Zoo schließt bald und darum machen sie sich auf den Weg zum Ausgang und sammeln alle Actionfiguren ein, laufen ...

Joan ist - wie so oft - mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln im Zoo. Es wird langsam spät, der Zoo schließt bald und darum machen sie sich auf den Weg zum Ausgang und sammeln alle Actionfiguren ein, laufen an der Halloweendekoration vorbei. Aber dann merkt Joan, dass etwas nicht stimmt, denn es handelt sich nicht um Vogelscheuchen, die umgekippt auf dem Boden liegen, sondern um Menschen, die in ihrem eigenen Blut dort liegen. Von den Tätern findet sich keine Spur. Joan macht sich auf die Suche nach einem geeigneten Versteck - und zwar für sie und Lincoln. Sie erzählt Lincoln eine Geschichte und versucht ihn abzulenken. Sie finden ein gutes Versteck in einem verlassenen Gehege, aber dort können sie nicht die ganze Zeit über bleiben.
Die Geschichte hat alles, was man für einen spannenden Thriller bleibt, jedoch kam bei mir leider die Spannung nicht so recht auf. Es passierte dafür zu wenig Spannendes und auch die Perspektivwechsel, die immer wieder die Geschichte aus Joans Sicht unterbrechen haben nicht so viel Wirkung gezeigt, wie ich gehofft hatte. Schade, da das Thema an sich gut war. Wenn man es nicht als Thriller betrachtet, gewinnt die Geschichte und darum vergebe ich noch 3 Sterne.

Veröffentlicht am 11.04.2018

Beeindruckend

Der Reisende
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Ein beeindruckendes Buch mit einer Geschichte, die mich nach dem Lesen sicherlich noch lange beschäftigen wird. Der Reisende, das ist hier der Protagonist des Buches. Wir schreiben das Jahr 1938, die Herrschaft ...

Ein beeindruckendes Buch mit einer Geschichte, die mich nach dem Lesen sicherlich noch lange beschäftigen wird. Der Reisende, das ist hier der Protagonist des Buches. Wir schreiben das Jahr 1938, die Herrschaft der Nationalsozialisten wird immer extremer, im November finden die Pogrome statt und für Juden wird es immer gefährlicher. So auch für Otto Silbermann, einen Geschäftsmann. Er flüchtet mit einer Tasche voller Geld vor den Nazis; sein Plan, sich ins Ausland abzusetzen, scheitert jedoch und so reist er durch Deutschland und der Leser erfährt von seinen Begegnungen mit anderen Menschen, seien es nun andere Flüchtlinge oder gar Nazis.
Ein ungewöhnliches, beeindruckendes Buch. Die Gehetztheit hat sich bei der Lektüre auf mich übertragen, ich war wie in einem Sog und musste immer weiterlesen. Eine sehr differenzierte und authentische Momentaufnahme.

Veröffentlicht am 11.04.2018

Ein Krimi aus Mumbai

Inspector Chopra und der Juwelenraub
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Den ersten Band kenne ich noch nicht, aber das werde ich wohl bald nachholen, denn Inspector Chopra und der Jungelegant Ganesha haben es mir sehr angetan. Der Schauplatz ist Mumbai, dieses Moloch von einer ...

Den ersten Band kenne ich noch nicht, aber das werde ich wohl bald nachholen, denn Inspector Chopra und der Jungelegant Ganesha haben es mir sehr angetan. Der Schauplatz ist Mumbai, dieses Moloch von einer Stadt in Indien. Die Kronjuwelen werden zum ersten Mal seit Langem dort im Museum ausgestellt und gerade an dem Tag, an dem der Inspector dem Museum (ich glaube, ich weiß, welches Museum der Autor vor Augen hatte) einen Besuch abstattet, geschieht das Unglaubliche. Die Krone von Königin Victoria mitsamt dem berühmt-berüchtigten Koh-I-Noor-Diamanten wird gestohlen.
Gemeinsam mit Ganesha macht sich Inspector Chopra daran, die Juwelen wieder zu finden.
Ein unglaublicher frischer, toller Schreibstil, eine interessante Geschichte und gerade wenn man Mumbai kennt, ist es wirklich höchster Lesegenuss - und mal ein etwas anderer Krimi.

Veröffentlicht am 07.04.2018

Das kostbare Gut Wasser

Die Geschichte des Wassers
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Nach "Die Geschichte der Bienen" hat sich die norwegische Autorin Maja Lunde nun dem Element Wasser gewidmet. Wie auch schon bei den "Bienen" gibt es unterschiedliche Zeitstränge und Perspektiven. Dieses ...

Nach "Die Geschichte der Bienen" hat sich die norwegische Autorin Maja Lunde nun dem Element Wasser gewidmet. Wie auch schon bei den "Bienen" gibt es unterschiedliche Zeitstränge und Perspektiven. Dieses Mal handelt es sich um zwei. Die eine Perspektive spielt im Jahr 2017, also in der Gegenwart. Die fast 70jährige Signe stiehlt von einem Schiff hundertjähriges Eis, das verkauft werden soll. Es ist eine Modeerscheinung unter den Reichen dieser Welt, die das Eis zum Kühlen ihrer Drinks verwenden wollen. Auf ihrem Segelschiff, der "Blau", macht sie sich auf den Weg nach Frankreich und in Rückblicken erfährt der Leser viel über ihr Leben.
Die zweite Ebene spielt in der Zukunft, im Jahr 2041. In Frankreich macht sich David mit seiner Tochter auf den Weg in den Norden, um der Dürre zu entkommen. Dabei trifft er auf Signes Segelschiff, was das verbindende Element ist.

Mir gefällt der Erzählstil sehr gut und die Botschaft die dahinter steckt wird wie auch schon im ersten Buch gut verständlich rübergebracht und stimmt nachdenklich. Wir sollten mit dem kostbaren Gut Wasser besser umgehen, denn so abwegig sind die Folgen nicht, die die Autorin hier aufführt. Wie schon bei der "Geschichte der Bienen" ist dies sehr gelungen.

Veröffentlicht am 05.04.2018

Leben auf Huxley-3

Wir zwei in neuen Welten
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Seren und Dom sind gemeinsam mit Mariana und Ezra auf dem Planeten Huxley-3 gelandet, den sie schon von der Ventura aus gesehen hatten. Die Landung haben sie überlebt und gewöhnen sich nun langsam an ein ...

Seren und Dom sind gemeinsam mit Mariana und Ezra auf dem Planeten Huxley-3 gelandet, den sie schon von der Ventura aus gesehen hatten. Die Landung haben sie überlebt und gewöhnen sich nun langsam an ein Leben außerhalb des Raumschiffes, mit ganz anderen Prioritäten. Jetzt geht es erstmal ums Überleben und darum sich mit ausreichend Nahrungsmitteln und Wasser zu versorgen und sich gegen eventuelle Gefahren zu schützen.
Ich war sehr gespannt auf den Planeten und das Leben auf ihm und wurde in dem Punkt leider enttäuscht, da es zu diesem Thema gar nicht so viel zu erfahren gab, vor allem die ersten hundert Seiten plätscherten für mich zu sehr dahin und hier wurde eindeutig Potential verschenkt. Sehr schade. Dann bewegen sich die vier weiter und es wird etwas interessanter und wir erfahren mehr über den Planeten und entdecken andere Seiten. Auch über die Vergangenheit der vier wird mehr als im ersten Teil bekannt, was mir gefiel. Insgesamt passierte mir jedoch zu wenig, so dass ich deswegen Abzüge in der Bewertung gebe, aber im Durchschnitt überwogen noch die positiven Aspekte.