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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2017

Apollo aka Lester Papadopoulos

Die Abenteuer des Apollo 1: Das verborgene Orakel
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Der Gott Apollo ist in Ungnade bei seinem Vater Zeus gefallen (die Gründe erfährt man später, aber wenn man die Reihe "Die Helden des Olymp" kennt, weiß man, weshalb). Zeus hat ihm zu einem normalen Menschen ...

Der Gott Apollo ist in Ungnade bei seinem Vater Zeus gefallen (die Gründe erfährt man später, aber wenn man die Reihe "Die Helden des Olymp" kennt, weiß man, weshalb). Zeus hat ihm zu einem normalen Menschen gemacht und Apollo - oder jetzt Lester Papadopoulos - landet schmerzhaft in einem Müllhaufen in New York, wo er sogleich von zwei Schlägern aufgegriffen wird, die ihn ausrauben wollen. Seiner göttlichen Kraft beraubt, aber noch nicht seines übergroßen Egos, wäre er gnadenlos gescheitert, wenn ihn nicht die Halbgöttin Meg gerettet hätte. Gemeinsam mit ihr macht er sich auf zu seinem Freund Percy Jackson, denn der wird ihm sicher helfen. Schon bald ist er in Camp Halfblood und natürlich läuft nicht alles rund und es gibt ein Abenteuer zu bestehen.

Wieder mal ein hervorragendes Buch und der Start einer neuen Reihe von Rick Riordan. Dieses Mal geschrieben aus der Perspektive Apollos. Meiner Meinung nach das bisher witzigste Buch wegen dieser "göttlichen" Sichtweise, da Apollo immer wieder in Fettnäpfchen tritt und so von sich überzeugt ist, aber im Laufe der Geschichte bringt er doch mehr Verständnis für uns Sterbliche auf und begreift, dass nicht all sein Handeln immer so hervorragend war in den letzten 4000 Jahren.
Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie Percy (der aber eher eine Nebenrolle spielt), Chiron oder Nico. Dennoch lässt sich dieses Buch sicherlich auch ohne Kenntnis der anderen Bücher genießen.

Veröffentlicht am 07.09.2017

Hochspannung vom Feinsten

Death Call - Er bringt den Tod (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 8)
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Robert Hunter und Carlos Garcia ermitteln nunmehr schon in ihrem achten Fall und auch hier ist wieder Hochspannung angesagt. Dies ist sicherlich kein Buch für Fans von cosy crime, aber wer ein spannenden ...

Robert Hunter und Carlos Garcia ermitteln nunmehr schon in ihrem achten Fall und auch hier ist wieder Hochspannung angesagt. Dies ist sicherlich kein Buch für Fans von cosy crime, aber wer ein spannenden Thriller mit Gänsehautfeeling erwartet, der kommt hier voll auf seine Kosten und die Seiten fliegen nur so dahin.
Tanya Caitlin erhält einen Videoanruf von ihrer besten Freundin, deren Leben sie nur retten kann, wenn sie dem Killer zwei Fragen richtig beantwortet. Sie scheitert an dieser Aufgabe...
Viele überraschende Wendungen und ein hochaktuelles Thema, das den Leser seinen Umgang mit den sozialen Medien überdenken lässt runden die spannende Lektüre ab.

Veröffentlicht am 04.09.2017

Viele Lügen

Hundert Lügen
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Manon und Kris verbringen einen Sommer in einem Sommercamp und danach ist nichts mehr wie vorher und sie haben sich sehr verändert. Was ist in dem Camp diesen Sommer passiert?
Die Geschichte wird mal aus ...

Manon und Kris verbringen einen Sommer in einem Sommercamp und danach ist nichts mehr wie vorher und sie haben sich sehr verändert. Was ist in dem Camp diesen Sommer passiert?
Die Geschichte wird mal aus der Perspektive von Kris und mal aus der von Manon erzählt. Das Sommercamp ist nun zehn Jahre her und die beiden sind nun 15 bzw. 17 Jahre alt. Der Leser erfährt erst nach und nach, was passiert ist und die Geschichte wird schichtweise aufgedeckt. Man erhält tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden und die Spannung steigert sich langsam, aber stetig. Die Geschichte hat mich sehr in ihren Bann ziehen können und geht für ein Jugendbuch sehr tief.

Veröffentlicht am 01.09.2017

Gut ohne Vorkenntnisse zu lesen, aber sicherlich höherer Lesegenuss, wenn die Zeitenzauber-Trilogie bekannt ist

Auf ewig dein
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Toller Auftakt und auch gut zu lesen, wenn man die Zeitenzauber-Trilogie (noch) nicht kennt. Anna und Sebastiano haben eine Schule für Zeitreisende gegründet. Die Akademie ist als Theater getarnt und es ...

Toller Auftakt und auch gut zu lesen, wenn man die Zeitenzauber-Trilogie (noch) nicht kennt. Anna und Sebastiano haben eine Schule für Zeitreisende gegründet. Die Akademie ist als Theater getarnt und es gibt schon zwei Schüler. Ole ist der Sohn eines Wikingerhäuptlings und Fatima lebt eigentlich in einem Harem im 13. Jahrhundert. Die erste Reise führt an den Hof von König Heinrich VIII und es war ja schon zu ahnen, dass hier nicht alles glatt laufen wird...
Das Buch ist spannend, aber auch lustig, die Charaktere sind differenziert beschrieben und der Schreibstil gefällt mir. Die Zeitreisen sind lustig, aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Zwischendurch gibt es immer wieder witzige historische Informationen, die in die Geschichte passen.
Da die Geschichte sich mehr auf Anna und Sebastiano als auf Ole und Fatima fokussiert, werde ich vor dem Lesen der Fortsetzung doch die Zeitenzauber-Trilogie lesen, denn ich glaube, so kann man diese Reihe noch besser genießen. Ein toller Jugendroman, der schöne Lesestunden beschert.

Veröffentlicht am 30.08.2017

Höchster Lesegenuss

Pirasol
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Ich habe zum Glück den Klappentext erst später gelesen, denn hierbei handelt es sich eher um eine Zusammenfassung des Buches, was sehr schade ist.

Das Buch lebt vor allem von seiner poetischen Sprache, ...

Ich habe zum Glück den Klappentext erst später gelesen, denn hierbei handelt es sich eher um eine Zusammenfassung des Buches, was sehr schade ist.

Das Buch lebt vor allem von seiner poetischen Sprache, dem hervorragenden Schreibstil der Autorin, der es gelingt, Sätze oftmals anders enden zu lassen als man es denkt. Ich habe so einige Passagen mehrfach gelesen.

Protagonistin des Buches ist Gwendolin, mittlerweile über 80 lebt sie als Willems Witwe im Haus Pirasol. Gemeinsam mit Thea - eine eigenartige WG und wie es dazu kam, möchte ich hier nicht verraten. In Rückblenden erfahren wir mehr über Gwendolins Leben. Es geht um die Zeit des Zweiten Weltkrieg und die Jahre danach, aber auch um ihre Ehe mit Willem. Dann gibt es immer wieder Passagen aus der Gegenwart.

Ein Lesegenuss der besonderen Art, ein Augenschmaus und meine Hochachtung gilt dem virtuosen Umgang mit dem Medium Sprache.