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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2017

Ein neuer Fall für Lotta Fiore

Die unbekannte Schwester
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Dies ist nun schon der dritte Fall für Lotta Fiore und er beginnt nicht lange nach dem Ende des zweiten Bandes. Gespannt war ich auch auf die persönliche Geschichte und da wird man in diesem Band nicht ...

Dies ist nun schon der dritte Fall für Lotta Fiore und er beginnt nicht lange nach dem Ende des zweiten Bandes. Gespannt war ich auch auf die persönliche Geschichte und da wird man in diesem Band nicht enttäuscht, denn es handelt sich hier um den bisher persönlichsten Fall.
Große Veränderungen, denn Lotta Fiore beginnt - wie schon angekündigt - nun bei der Polizei, aber da Krump die genauen Umstände und die Anrechnung als Praktikum bei den beiden Fällen, die Lotta schon gelöst hat, nicht öffentlich machen möchte, ist der Einstieg schwer. Schon am ersten Tag versteckt sich Lotta auf der Toilette und wird entweder geschnitten oder die Kollegen machen sich über sie lustig. Aber immerhin Hannes steht zu ihr und es ist auch der erste Tag von Konrad. Erschwerend kommt hinzu, dass es der 6. Todestag von Maria Fiore ist und Lotta möchte nicht interviewt werden.
Konrad und sie werden zu einem Selbstmord geschickt, doch da ist nichts, wie es scheint und außerdem gibt es eine persönliche Verbindung, denn Lotta findet einen Zettel in Steno mit ihrem Namen und einem Datum - lässt sich allerdings erwischen, als sie ihn verschwinden lassen möchte. Und dann verschwindet auch noch ihre "Schwester" Henriette.

Theresa Prammer ist wieder mal ein toller Wienkrimi gelungen. Spannende Unterhaltung, ein toller Schreibstil und eine interessante Hintergrundgeschichte.

Veröffentlicht am 28.04.2017

Stimmt nachdenklich

Glücksmädchen
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Ellen Tamm arbeitet als Reporterin bei einem schwedischen Fernsehsender in Stockholm. Nun soll es wohl bald Personalkürzungen geben und jeder versucht zu vermeiden in den Fokus zu gelangen. Erschwerend ...

Ellen Tamm arbeitet als Reporterin bei einem schwedischen Fernsehsender in Stockholm. Nun soll es wohl bald Personalkürzungen geben und jeder versucht zu vermeiden in den Fokus zu gelangen. Erschwerend für Ellen kommt hinzu, dass seit Kurzem Jimmy ihr Chef ist. Mit ihm war sie bis vor einem Jahr zusammen bis er nach einer persönlichen Offenbarung von ihr über den Tod ihrer Zwillingsschwester, als sie acht Jahre alt war, verschwindet ohne ein Wort zu sagen. Und zwar noch in derselben Nacht. Ellen hat sich vor noch nie jemandem anvertraut. Sie fühlt sich verantwortlich und ist seitdem vom Tod besessen. Als die achtjährige Lykke von der Tennishalle aus verschwindet, übernimmt sie den Fall und verbeißt sich quasi darin. Ihr Engagement geht weit über das der Polizei hinaus und sie kommt dabei so manch einem in die Quere.
Eine spannende Geschichte, erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven, vorrangig jedoch aus der von Ellen. Vielschichtiger als zuerst gedacht, ein Stück weit auch Gesellschaftskritik und das Ende stimmt traurig und nachdenklich.

Veröffentlicht am 26.04.2017

Über Liebe, Freundschaft, Familie und viel mehr

Den Mund voll ungesagter Dinge
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Sophies Mutter hat sie und ihren Vater direkt nach der Geburt im Stich gelassen. Was für eine Mutter macht so etwas? Dementsprechend eng ist das Verhältnis zwischen Sophie und ihrem Vater. Doch nun ist ...

Sophies Mutter hat sie und ihren Vater direkt nach der Geburt im Stich gelassen. Was für eine Mutter macht so etwas? Dementsprechend eng ist das Verhältnis zwischen Sophie und ihrem Vater. Doch nun ist ihr Vater mit Lena zusammen und die beiden ziehen 10 Wochen vor dem Abitur von Hamburg nach München um (hier ist das Buch doch unwahrscheinlich, denn wie kann man problemlos so kurz vor dem Abitur nach Bayern wechseln und dort das Abi machen? Die Voraussetzungen sind schließlich nicht identisch - aber das nur am Rande). Sophie hat keine Lust auf den Umzug, auch wenn ihr einziger Freund, ihr Seelenverwandter Lukas seit einiger Zeit in Paris bei seiner Freundin lebt. Die täglichen Skype Anrufe sind da nicht immer ein guter Ausgleich.
Die neue Freundin ihres Vaters möchte sie nicht mögen, genausowenig wie die Söhne von Lena, aber das ist einfacher als gesagt. Überhaupt ändert sich ihr Leben sehr. Und da ist auch noch ihre neue Freundin Alex, die im Nachbarhaus wohnt...

Anne Freytag hat wieder ein wunderbares Buch geschrieben über das Erwachsenwerden, über Liebe und Freundschaft und natürlich das Leben.
Die Selbstzweifel und Unsicherheit von Sophie werden gut deutlich, doch es gibt auch sehr viele schöne Momente.
Ein Schreibstil, der so leicht daherkommt, dass man in dem Buch versinkt und die Seiten nur so fliegen.
Trotz großer Gefühle kein kitschiges Buch mit Protagonisten, die nicht den Klischees entsprechen - wie sie selbst feststellen und wo die Autorin deutlich aus den Zeilen heraus spricht.
Ich freue mich schon auf weitere Bücher von Anne Freytag.

Veröffentlicht am 25.04.2017

Weltenmagie

Der letzte Drache
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Dies ist mein erstes Buch der Autorin und der erste Band der Weltenmagie-Trilogie. Erst während der Lektüre habe ich erfahren, dass dies die Fortsetung der Weltennebel-Reihe ist, die ca. 20 Jahre vorher ...

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und der erste Band der Weltenmagie-Trilogie. Erst während der Lektüre habe ich erfahren, dass dies die Fortsetung der Weltennebel-Reihe ist, die ca. 20 Jahre vorher spielt. Zu Beginn des Buches fiel es mir etwas schwer, die einzelnen Personen zuzuordnen, da sich für mich auch einige Namen ähnelten. Die wichtigsten Personen sind jedoch im Anhang aufgeführt und es fiel mir im Verlauf der Lektüre leichter, die Personen zuzuordnen. Dennoch ist es sicherlich für diejenigen, die die Weltennebel-Reihe gelesen haben, einfacher.

Ein Teil des Buches spielt in Albany, ein weiterer Teil in Schottland, wohin Kayne, Leana und Toran durch ein magisches Portal gelangen und dort auf Rob treffen. Erste Erfahrungen mit einem Mittelalterspektakel oder einer Busfahrt, aber auch der Einkauf in einem Outdoor-Laden zeigen die Unterschiede der Welten auf.

Insgesamt eine nette Lektüre für zwischendurch, allerdings manchmal etwas zu "leicht".

Veröffentlicht am 25.04.2017

Spannend

Strandgut
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Nicolas Guerlain ist Personenschützer, allerdings geht bei einem Einsatz während der Filmfestspiele etwas schief, weil er abgelenkt ist. Statt ihn zu schützen, verletzt er den Minister und wird daraufhin ...

Nicolas Guerlain ist Personenschützer, allerdings geht bei einem Einsatz während der Filmfestspiele etwas schief, weil er abgelenkt ist. Statt ihn zu schützen, verletzt er den Minister und wird daraufhin in die Normandie in seine Heimatstadt Deauville strafversetzt. Doch dort gerät er rasch in polizeiliche Ermittlungen, denn sein Nachbar ist verschwunden und dann findet er auch noch eine linke Hand am Strand. Eigentlich soll er ja die Polizei nur im Vorfeld des anstehenden Gipfels beraten, aber er ermittelt in seinem Umfeld.

Französische Chansons, aber auch klassische Musik spielen am Rande immer wieder eine Rolle in diesem Krimi, der mir viele Ohrwürmer beschert hat. Die Begriffe aus der Welt des Spielcasinos kannte ich nicht alle, laufen jedoch wie ein roter Faden durch das Buch und am Ende habe ich mehr verstanden.

Mir hat vor allem der Sprachstil voller Metaphern des Autoren gut gefallen und ich bin gespannt, wie es mit Nicolas Guerlain weitergehen wird - denn längst sind nicht alle privaten Fragen beantwortet.