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Gavroche

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2017

Gut recherchiert und tolle Unterhaltung

Die fremde Königin
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Achtung, dies ist die Fortsetzung von "Das Haupt der Welt"! Ohne den Vorgänger zu kennen, fehlt bei der Lektüre sicherlich etwas und man wird dem Buch nicht gerecht.
Angesiedelt ist die Handlung im 10. ...

Achtung, dies ist die Fortsetzung von "Das Haupt der Welt"! Ohne den Vorgänger zu kennen, fehlt bei der Lektüre sicherlich etwas und man wird dem Buch nicht gerecht.
Angesiedelt ist die Handlung im 10. Jahrundert im Deutschen Reich, das damals von den Ottonen regiert wurde. Die italienische Königin Adelheid befindet sich in Gefangenschaft in den Händen von Berengar von Pavia. Gaidemar, unehelicher Sohn eines hohen Adeligen, befreit die Königin und wird so schnell zum Spielball der Adeligen, allerdings genießt er die Protektion Ottos und nach dessen Heirat mit Adelheid zu ihrem Vertrauten. So lernt der Leser durch Gaidemar viel über die damaligen Ereignisse, denn er ist immer bei Kriegen und Intrigen dabei.
Rebecca Gablé ist mal wieder ein Meisterwerk der Erzählkunst gelungen. Ihre historischen Romane sind immer gut recherchiert und gerade darum gefallen sie mir so gut. Auch wenn ich mich in der Ottonenzeit einigermaßen gut auskenne, habe ich hier mein Wissen noch vertiefen können (durch Internetrecherchen nebenbei angestoßen durch den Roman), doch dies ist kein Geschichtsbuch, sondern ein historischer Roman, der gut unterhält und die Welt des 10. Jahrunderts lebendig werden lässt. Auch die Protagonisten sind liebevoll porträtiert und trotz der Länge des Buches war es leider viel zu schnell beendet.

Veröffentlicht am 01.06.2017

Auf welche Art und Weise wird diese Person sterben?

Für dich soll's tausend Tode regnen
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Emi ist mit ihrem Bruder und Vater nach Hamburg gezogen, weil ihr Vater eine Freundin hat. Emi ist genervt von Hamburg, von Mara (der Freundin ihres Vaters), ihrem Bruder, eigentlich von allem. Sie möchte ...

Emi ist mit ihrem Bruder und Vater nach Hamburg gezogen, weil ihr Vater eine Freundin hat. Emi ist genervt von Hamburg, von Mara (der Freundin ihres Vaters), ihrem Bruder, eigentlich von allem. Sie möchte zurück nach Heidelberg und gönnt es ihrem Bruder nicht, so schnell Anschluss gefunden zu haben.
Und dann passiert im Chemieunterricht auch noch eine "Panne'" und sie muss ausgerechnet mit Erik zusammen Strafarbeiten erledigen. Das passt weder ihr noch Erik und so denken sie sich eine Challenge füreinander aus. Wer seinen Teil nicht erledigt, muss die Strafarbeit für den anderen mit erledigen.

Das Buch ist witzig geschrieben und Emi, Erik und einige andere hatte ich gut vor Augen. Emis "Hobby" jedem innerlich eine Todesart zu verpassen und ihr "schwarzes Buch", in dem sie seltsame Todesfälle vermerkt, sind außergewöhnlich.
Ein lockerer Schreibstil, nicht zu viele aufgesetzte Probleme und Gejammer runden das Ganze ab.
Nichts Tiefgründiges, aber gute Unterhaltung.

Veröffentlicht am 30.05.2017

Eine Geschichte über die Freundschaft

Mein Freund Pax
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Schon ein paar Jahre lebt der Fuchs Pax nun schon bei Peter und seinem Vater und er hat sich immer auf Peter verlassen können, der ihn als Pax ein Welpe war, gerettet hat. Doch jetzt ist es anders. Peter ...

Schon ein paar Jahre lebt der Fuchs Pax nun schon bei Peter und seinem Vater und er hat sich immer auf Peter verlassen können, der ihn als Pax ein Welpe war, gerettet hat. Doch jetzt ist es anders. Peter lässt ihn ganz einfach im Wald zurück, das kann nur ein Missverständnis sein.

Abwechselnd wird die Geschichte aus Sicht des 12jährigen Peter und aus der Sicht des Fuchses Pax erzählt. Peter ist traurig, weil sein Vater ihn zu seinem Großvater schickt, wohin er seinen Fuchs nicht mitnehmen kann. Aber der Vater zieht in den Krieg und er kann Peter nicht alleine lassen. Peter macht sich schon bald auf die Suche nach seinem Fuchs und auch Pax kann nicht glauben, dass Peter ihn im Stich lässt. Beide machen viele neue Erfahrungen und wachsen über sich hinaus. Das Buch enthält viele Botschaften, gut verpackt und ist somit auch für erwachsene Leser ein Lesegenuss.

Ein einfacher Schreibstil, kurze Kapitel und ein paar schöne Zeichnungen runden das Bild ab.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Wunschliste

Wir fliegen, wenn wir fallen
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Yara liest jeden Tag einem alten, blinden Mann im Altenheim, in dem ihre Tante arbeitet, etwas vor. Sie liebt es und kann nicht verstehen, dass Noel so selten bei seinem Opa ist und sich dann auch noch ...

Yara liest jeden Tag einem alten, blinden Mann im Altenheim, in dem ihre Tante arbeitet, etwas vor. Sie liebt es und kann nicht verstehen, dass Noel so selten bei seinem Opa ist und sich dann auch noch so schlecht benimmt. Dann stirbt der Opa und in seinem Testament hinterlässt er Yara und Noel eine Liste mit 10 seiner Wünsche, die die beiden an seiner Stelle erfüllen sollen. Geld genug bekommen sie dafür auch. Aber manche der Wünsche kosten auch gar nichts, für andere hingegegen müssen die beiden in fremde Länder fliegen.

Eine schöne Idee. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Yara und der von Noel erzählt. Allerdings hätten der Geschichte mehr Seiten gut getan. Ich hatte das Gefühl, die Punkte auf der Liste wie gehetzt mit den beiden abzuhaken und manch ein Punkt war zu schnell erledigt und schon waren die beiden wieder auf dem Weg zum nächsten auf der Liste. Insgesamt jedoch eine schöne Buchidee und Geschichte.

Veröffentlicht am 28.05.2017

Jungfernfahrt

Jungfernfahrt
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Muck Halbritter verbringt mit seiner Tochter einen Tag am Starnberger See und leidet furchtbar, weil seine Frau, die Sophie, ihn verlassen hat. Der Arme, dachte ich mir, ganz alleine mit seiner Tochter, ...

Muck Halbritter verbringt mit seiner Tochter einen Tag am Starnberger See und leidet furchtbar, weil seine Frau, die Sophie, ihn verlassen hat. Der Arme, dachte ich mir, ganz alleine mit seiner Tochter, die dann auch noch mit Teilen eines menschlichen Schädels auftaucht und bald sind weitere Teile des Skeletts entdeckt. Und dann ruft der Muck seine Sophie an – und ich erfahre, dass diese ihn gar nicht verlassen hat, sondern nur seit ein paar Stunden auf einer Fortbildung ist. Da habe ich mich aber für den Muck gefreut! Der Knochenfund gerät doch bald in den Hintergrund des Interesses, denn ein nachgebautes, historisches Prunkschiff, der Bucentaur, soll auf Jungfernfahrt gehen. Der Muck hat als Schreiner auch mitgebaut. Die Jungfernfahrt währt nicht lange, das Schiff sinkt – und alle werden gerettet, bis auf Einen, aber wer ist das und wo ist die Leiche abgeblieben?
Dies ist nach „Hendlmord“ der zweite Fall für Muck Halbritter. Ich kenne den ersten Fall (noch) nicht, bin aber von diesem Buch sehr angetan. Ida Ding gelingt ein witziger Krimi mit bayrischem Einschlag, aber auch internationale, sprich englische oder noch besser französische Sprachkenntnisse werden gefordert. Das Ergebnis ist herrlich witzig. Die Charaktere werden liebevoll und schrullig beschrieben, der Leser erlebt die Ereignisse mit Muck und bangt mit ihm – ich habe mehrfach herzlich gelacht. Ein besonderes Bonbon sind die tollen Zeichnungen, die auf den Buchseiten zu entdecken sind. Aber auch die Kapitelüberschriften sind sehr lustig und passend gewählt.