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Veröffentlicht am 24.04.2017

Spannend

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Alex, einsame Alkoholikern, getrennt von ihrem Mann lebend, hat eigentlich nur ein Leben bis 12 Uhr mittags, denn danach gönnt sie sich ihr erstes Glas. Sie möchte einen Artikel über eine Wachkomastation ...

Alex, einsame Alkoholikern, getrennt von ihrem Mann lebend, hat eigentlich nur ein Leben bis 12 Uhr mittags, denn danach gönnt sie sich ihr erstes Glas. Sie möchte einen Artikel über eine Wachkomastation schreiben und trifft dort auf die etwa Gleichaltrige Amy Stevenson, die fünfzehn Jahre zuvor misshandelt wurde und seitdem im Wachkoma liegt. Alex beginnt sich für die Geschichte zu interessieren, da sie nicht weit entfernt von Amys Wohnort aufgewachsen ist. Sie erhofft sich Hilfe von ihrem Ex Matt, einem Polizisten.

Der größte Teil des Buches ist aus der Sicht von Alex geschrieben, doch es gibt einige weitere Perspektiven, die nicht alle auf derselben chronologischen Ebene ablaufen. Der Leser erfährt immer mehr von den damaligen Geschehnissen und auch die Gegenwart von Personen, in der Amy eine Rolle spielt, sieht der Leser im Laufe der Lektüre deutlicher und manches in einem anderen Licht. Durch die kurzen Kapitel erhält das Buch eine große Sogwirkung, man liest sich fest, möchte wissen, was damals geschehen ist und wer der Täter war. Alex ist keine durch und durch sympathische Protagonistin, mit der man sich identifizieren möchte, doch das macht es meiner Meinung nach auch interessanter.

Die Auflösung am Ende ist nachvollziehbar, jedoch kam sie mir nach der ganzen „Vorbereitung“ ein wenig zu plötzlich und hat nicht so viel Raum eingenommen.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Was geschah damals?

Die längste Nacht
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Nach dem Abitur fährt Vita mit ihren beiden Freunden Danilo und Trixie in einem VW Bulli los auf Europatour. Aufgrund eines Manuskriptes (beziehungweise nur ein Ausschnitt), das sie bei ihrem Vater entdeckt ...

Nach dem Abitur fährt Vita mit ihren beiden Freunden Danilo und Trixie in einem VW Bulli los auf Europatour. Aufgrund eines Manuskriptes (beziehungweise nur ein Ausschnitt), das sie bei ihrem Vater entdeckt hat, überredet sie ihre Freunde zu einem Abstecher nach Viagello in der Toskana. Dort wird Vita schnell mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, genauer gesagt mit den Ereignissen im Sommer vor 13 Jahren.

Das Buch liest sich leicht, der Schreibstil gefällt mir sehr. Der Autorin gelingt es gut, das Sommergefühl einzufangen, eine kleine Liebesgeschichte gibt es auch, aber die steht nicht im Mittelpunkt. Nach und nach wird immer mehr über die Ereignisse in dem schicksalhaften Sommer enthüllt und der Leser ergibt sich in Spekulationen. Ich habe etwas in der Richtung vermutet, aber es gab noch genug Elemente, auf die ich nicht gekommen wäre.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Etwas schwächer

Changers - Band 2, Oryon
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Im ersten Jahr wurde aus Ethan das Mädchen Drew. Nun weiß Ethan/Drew schon mehr, was kommen wird und versucht die Nacht vor der Verwandlung wach zu bleiben, was nicht gelingt. Am nächsten Morgen ist aus ...

Im ersten Jahr wurde aus Ethan das Mädchen Drew. Nun weiß Ethan/Drew schon mehr, was kommen wird und versucht die Nacht vor der Verwandlung wach zu bleiben, was nicht gelingt. Am nächsten Morgen ist aus dem Mädchen Drew ein afroamerikanischer Junge geworden. Einiges ist einfacher, weil Oryon sich schon besser auskennt, doch als afroamerikanischer Junge muss er sich auch mit rassistischen Anfeindungen auseinander setzen. Es kennt ihn keiner mehr, er ist der Neue in der Klasse, Drew ist verschwunden.

Eine interessante Idee, aber leider passierte für meine Verhältnisse viel zu wenig. Die Geschichte blieb zu oberflächlich. Nur am Ende kam Spannung auf, aber auf die Auflösung dieser Situation werden wir uns gedulden müssen, da das Buch mit einem großen Cliffhanger endet.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Das erste Jahr

Changers - Band 1, Drew
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Ethan hat bisher ein ganz normales Leben geführt. Nun ist er gerade umgezogen und gefrustet, weil er seine Freunde verlassen musste. Am nächsten Morgen ist es jedoch viel schlimmer als er es sich hätte ...

Ethan hat bisher ein ganz normales Leben geführt. Nun ist er gerade umgezogen und gefrustet, weil er seine Freunde verlassen musste. Am nächsten Morgen ist es jedoch viel schlimmer als er es sich hätte vorstellen können. Er wacht als blondes, süßes Mädchen auf und soll von nun an Drew heißen. Denn er oder sie ist ein Changers und wird in den nächsten vier Jahren seine Identität immer nach einem Jahr wechseln bevor er sich für eine entscheiden kann. Alles sehr verwirrend.

Eine interessante Buchidee. Ein pubertierender Junge steckt auf einmal im Körper eines Mädchens und sieht die Welt auf einmal ganz anders. Hinter den Changers steckt eine interessante Ideologie, aus der man allerdings mehr hätte machen können. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, wenn man sich darauf einlässt, auch wenn es nicht so tief geht.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Beklemmend

Der tiefe Fall der Cecelia Price
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"Mein Bruder ist tot. Und ich bin die, die ihn umgebracht hat."
So endet das erste Kapitel. Man erfährt aber noch nicht, wie der Bruder gestorben ist und warum CeCe ihn umgebracht hat oder ob es nicht ...

"Mein Bruder ist tot. Und ich bin die, die ihn umgebracht hat."
So endet das erste Kapitel. Man erfährt aber noch nicht, wie der Bruder gestorben ist und warum CeCe ihn umgebracht hat oder ob es nicht vielleicht doch alles anders war.
Das Buch ist aus der Sicht von CeCe geschrieben, einer 17jährigen, deren Bruder drogenabhängig war, die Mutter ist vor ein paar Jahren an Krebs gestorben, der Vater hat sich mit dem Kauf einer Farm übernommen, seine neue Frau interessiert sich eigentlich nur für sich selbst. Da bleibt nicht viel Platz für die 17jährige, die alle ihre Probleme und weitere Familienprobleme zu lösen versucht.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählte. Einmal in Rückblicken bis 3 Monate vor der Tat und die Zeit nach der Tat, die sie in der Abteilung für Verhaltenstherapie in der Justizvollzugsanstalt für Jugendliche verbringt bis zu ihrer Anhörung.
Der Leser erfährt immer mehr von der Geschichte, je näher sich die beiden Perspektiven annähern. Die Schuldgefühle und innere Zerrissenheit der 17jährigen, wie sie mit ihren Problemen umgegangen ist, welche Träume sie im Leben hatte...
Neben der sehr interessanten Geschichte der Schwester eines Medikamentenabhängigen, die sehr komplex ist, hat mich vor allem der tolle Schreibstil der Autorin überzeugt. Kelly Fiore schreibt manchmal sehr poetisch, gerade dann, wenn man es nicht erwartet.