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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2026

Ermitteln an der Côte d'Azur

Léon und die Frau im blauen Kleid
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Ich liebe die Bücher von Alexander Oetker, vor allem jedoch seine diversen Krimireihen. Und mit Léon de Cavallier und Nadia Bentaleb hat er eine neue Reihe gestartet. Sie spielt an der Côte d'Azur und ...

Ich liebe die Bücher von Alexander Oetker, vor allem jedoch seine diversen Krimireihen. Und mit Léon de Cavallier und Nadia Bentaleb hat er eine neue Reihe gestartet. Sie spielt an der Côte d'Azur und ich habe viel wieder erkannt, weil ich dort bereits Urlaub gemacht habe. Léon ist der Sohn des Grafen von Grasse und schwimmt in Geld, er ist überheblich, ein schlechter Teamplayer, aber ein Mann mit einem guten Gespür - und auf den zweiten Blick ist er vielleicht doch nicht so ein totaler Widerling, nun gut, es gibt Ansätze, dass er auch anders kann. Sein langjähriger Partner geht in den Ruhestand und wider Erwarten bekommt er eine Partnerin von außerhalb. Nadia ist gerade erst aus Paris angereist, aufgewachsen in einer der Vorstädte, mit einem ganz anderen Hintergrund. Aber sie lässt sich nichts sagen und vor allem nicht von Léon, dem sie immer wieder die Stirn bietet.
Eigentlich sollte sie nach dem Wochenende ihren neuen Job beginnen, aber dann wird vor dem prestigeträchtigen Luxushotel Negresco an der Promenade des Anglais die Leicher einer jungen Frau gefunden. Wer war diese Frau und wie ist sie dort gelandet?
Die Ermittlungen führen bis nach Monaco und wir reisen mit den beiden ein wenig durch die Côte d'Azur, natürlich durch Nizza, wo die Polizeistation steht, aber auch nach Antibes.
Oetker ist ein großer Kenner der Region und bringt sie uns näher und auch gutes Essen, Wein und Champagner fehlen hier nicht.
Die Auflösung ist schlüssig und danach gibt es schon den Start zu einem neuen Fall - auf den ich mich schon freue.

Veröffentlicht am 09.05.2026

Frankreichs Südwesten

DUMONT Reise-Taschenbuch Reiseführer Bordeaux & Atlantikküste
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Ich mag den Anfang dieses Reiseführers ganz besonders, denn hier wird auf Besonderheiten hingewiesen, aber auch mit Vorurteilen und Falschinformationen aufgeräumt. Schokolade mit Chili - eine neue Erfindung? ...

Ich mag den Anfang dieses Reiseführers ganz besonders, denn hier wird auf Besonderheiten hingewiesen, aber auch mit Vorurteilen und Falschinformationen aufgeräumt. Schokolade mit Chili - eine neue Erfindung? Weit gefehlt! Und es gibt gleich eine kurze Weinschulung zum Thema Bordeaux, denn Wein ist nicht gleich Wein.
Und dann geht es los mit dem Reiseführer, von Bordeaux bis runter ins Baskenland, Vorschläge für Touren, Lieblingsort jeder Region und interessante Zugaben. Allein in Bordeaux kann man Tage verbringen, aber hier findet sich zu Beginn zum Glück ein guter Überblick mit Kurzinfos, bevor man tiefer eintaucht in die Stadt.
Wunderbare Fotos, hilfreiche Karten und Stadtpläne, Vorschläge für Spaziergänge, Radtouren oder Kanutouren, Kunst, Geschichte, Flora und Fauna und immer wieder Kurioses - à la recherche du temps perdu und die Geschichte der Madeleines darf hier auch nicht fehlen. Und Fototipps für die Dune du Pilat. Und viel, viel mehr. Ein wahrer Genuss.

Veröffentlicht am 09.05.2026

Nachdenklich-melancholischer Krimi

Mord in der Pension Möwennest
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Nora Breen - vormals Schwester Agnes - beginnt nach 30 Jahren ein neues Leben außerhalb ihres Klosters und zieht nach Gore-on-Sea in die Pension Möwennest. Keine behagliche Pension, das Essen ist mehr ...

Nora Breen - vormals Schwester Agnes - beginnt nach 30 Jahren ein neues Leben außerhalb ihres Klosters und zieht nach Gore-on-Sea in die Pension Möwennest. Keine behagliche Pension, das Essen ist mehr als fragwürdig, die Regeln sind streng und vor allem die Haushälterin weckt keine Sympathie. Aber Nora ist aus einem ganz bestimmten Grund hier: Ihr Schützling Frieda hat vor einiger Zeit auch das Kloster verlassen und ihr regelmäßig Briefe geschrieben, bis diese schließlich aufhörten und Frieda verschwand. Nun hat Nora Friedas ehemaliges Zimmer bezogen, um herauszufinden, was passiert ist und vielleicht sogar Frieda zu finden.
Doch dann passiert ein Mord in der Pension. Einer ihrer Mitbewohner wurde vergiftet. Und Nora beginnt zu ermitteln, wobei sie immer wieder mit Inspektor Rideout von der örtlichen Polizei aneinandergerät, aber irgendwann merkt dieser, dass Nora vielleicht doch hilfreich sein kann, wenn auch weiterhin nervig.
Die Geschichte spielt 1954, die Zeit des Krieges ist immer noch in den Köpfen der Menschen, das Leben ist hart und jede und jeder hat hier seine Probleme und seine - manchmal - verborgene Geschichte. Aus diesem Grund ist es kein amüsanter, sondern eher ein nachdenklich-melancholischer Krimi, der mir dennoch gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 07.05.2026

Vieles ist bekannt

Doppelspiel
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Arne Dahl und Jonas Möstrom - zwei Autoren, die schon viele eigene spannungsgeladene Bücher geschrieben habe und die ich sehr gerne lese. Da war ich neugierig auf die Zusammenarbeit und freute mich auf ...

Arne Dahl und Jonas Möstrom - zwei Autoren, die schon viele eigene spannungsgeladene Bücher geschrieben habe und die ich sehr gerne lese. Da war ich neugierig auf die Zusammenarbeit und freute mich auf schwedische Hochspannung. Vielleicht war das gerade mein Problem; meine Erwartungen waren einfach sehr hoch.
Das Buch ist nicht schlecht, entsprach aber dennoch meinen - zugegebenermaßen - hohen Erwartungen.
Ein Krimiautor mit einer Schreibblockade, ein Autor, der sich auf einmal selbst in einem Krimi befindet, hier wird nach dem Motiv seines Buches gemordet - auch das leider nichts Neues. Und schnell ist der Autor Tom Borg der Hauptverdächtige und muss schneller als die Polizei ermitteln, um seine Unschuld zu beweisen und den Täter zu überführen. Es bleibt nämlich nicht bei dem einen Mord....
Solider Krimi, aber für mich leider nicht mehr.

Veröffentlicht am 07.05.2026

Ein neuer Fall für die Queen

Die Queen, die aus der Kälte kam
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Diese Geschichte spielt im Jahr 1961 und Joan hat sich mittlerweile als immer wertvollere Stütze für die Queen erwiesen, auch wenn sie eigentlich "nur" die Assistentin des Privatsekretärs ist. Alles beginnt ...

Diese Geschichte spielt im Jahr 1961 und Joan hat sich mittlerweile als immer wertvollere Stütze für die Queen erwiesen, auch wenn sie eigentlich "nur" die Assistentin des Privatsekretärs ist. Alles beginnt mit einer Zugfahrt mit dem komfortablen, königlichen Zug. Eine der Eingeladenen, Sandra Pole, Ersatz-Hofdame, die sich nicht gut eingeführt hat, hat beobachtet, wie draußen vor dem Zug eine Leiche „weggeworfen“ wird. Aber das kann nicht sein, da passt so einiges nicht. Dennoch versucht Joan herauszufinden, was passiert ist.
Wir wissen, dass es vermutlich ein Fotograf war, aber ansonsten ist unser Wissensstand der, auf dem Joan und die Queen sind.
Und dann entwickelt sich alles ganz anders. Es geht auf Fahrt mit der Britannia, unter Anderem nach Venedig. Und der Fall wird wie üblich immer verzwickter, aber ich möchte die Richtung hier ungerne bereits verraten.
Am Ende hat die Queen dann wieder einmal den kompletten Durchblick und löst alles gekonnt auf, so dass keine Fragen mehr offen bleiben.
Ein weiterer amüsanter Krimi aus dieser Reihe - mit ganz viel Anspielungen auf James Bond.
Die Sprecherin Sandra Voss hat mir hier auch wieder sehr gefallen und das Buch zu einem schönen Hörerlebenis gemacht.