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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2024

Durch die Kälte

Die Eisbrecherin
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Eingekuschelt in eine warme Decke, versorgt mit reichlich Tee und los ging es mit der Lektüre, bei der es ordentlich kalt wird - aber nur wegen der beschriebenen Temperaturen.
Geertje Marquardt liebt ...

Eingekuschelt in eine warme Decke, versorgt mit reichlich Tee und los ging es mit der Lektüre, bei der es ordentlich kalt wird - aber nur wegen der beschriebenen Temperaturen.
Geertje Marquardt liebt Skandinavien, den Schnee und die Kälte. Sie hat einige Male am legendären Ice Hotel mitgearbeitet und Familienurlabe gehen immer in den Norden. Aber so eine Durchwanderung von Grönland ist da noch einmal eine ganz andere Nummer. Diese verlangt viel vom Körper und Geertje ist keine superfitte, junge Sportlerin, aber trotzdem gibt sie alles, um sich diesen Traum zu erfüllen, bei dem Schinden auf der Tagesordnung steht.
Ein sehr lebendiger und ansprechender Erzählstil, bei dem ich mich gefühlt habe, als ob die Autorin mir die Geschichte erzählen würde und ich habe auf jeder Seite die Kälte und die Entbehrungen gefühlt.
Was für eine Ausnahmesituation und auf so engem Raum mit einer weiteren Frau und einem Mann, beide wesentlich geübter und fitter, aber Geertje gibt nicht auf und wird immer wieder belohnt mit tollen Naturschauspielen.
Das Buch beschreibt die Tage der Expedition, jeweils u.A. mit Angabe der gelaufenen Kilometer und der noch vor ihnen liegenden Strecke, aber es gibt immer mal wieder Einblicke in das Leben der Autorin, wo sie beispielsweise von einer Gletscherüberquerung in Island berichtet, von ihrem Training für die Tour oder eben ihrer Arbeit für das Ice Hotel.
Besonders beeindruckend fand ich auch die Fotos, die alles noch viel lebendiger gestaltet haben.
Ein beeindruckendes Buch, das ich nur schwer aus der Hand legen konnte und über dessen Lektüre ich alles um mich herum vergessen habe.

Veröffentlicht am 08.11.2024

Abschluss

A Spark of Time - Ein Date mit Mr Darcy
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Nachdem wir im ersten Band auf die Titanic gereist sind, geht es dieses Mal in die Regency Zeit und Lilly gibt sich als entfernte Verwandte von Jane Austen aus, denn ihr Vater ist verschwunden. Und Ray? ...

Nachdem wir im ersten Band auf die Titanic gereist sind, geht es dieses Mal in die Regency Zeit und Lilly gibt sich als entfernte Verwandte von Jane Austen aus, denn ihr Vater ist verschwunden. Und Ray? Der taucht unter anderem Namen wieder auf und versucht sie zu bestehlen, ausgerechnet ihr Zahnrad, denn auch er kann durch die Zeit reisen. Und ausgerechnet sein Vater setzt Lillys Vater als Druckmittel ein, damit sie und Damian das letzte Zahnrad besorgen.
Es geht wieder turbulent her und ich mochte die Reise in die Regency-Zeit und den Jane-Austen-Kosmos, in dem ich mich doch besser auskenne als in der Zeit des Untergangs der Titanic.
Ein gelungener Abschluss der Dilogie.

Veröffentlicht am 08.11.2024

Die zweite Chance

Der Weihnachtsmannkiller 2
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Ich habe im letzten Jahr gerne den Weihnachtsmannkiller gehört und war neugierig, wie es nun weitergeht.
Der Weihnachtsmannkiller ist in der Psychiatrie, wird liebevoll Möwchen genannt und bringt sich ...

Ich habe im letzten Jahr gerne den Weihnachtsmannkiller gehört und war neugierig, wie es nun weitergeht.
Der Weihnachtsmannkiller ist in der Psychiatrie, wird liebevoll Möwchen genannt und bringt sich gut ein. Aber so langsam wird es kritisch, denn es naht die Zeit der Weihnachtsmärkte. Ausgerechnet auf einen Weihnachtsmarkt geht dann auch der Ausflug der Gruppe und es hilft da auch nichts, dass sich Tobias Henner Oropax in die Nase stopft, um den weihnachtlichen Gerüchen zu entkommen. Und so kehrt er nach Ostfriesland zurück, um seinen ganz persönlichen Adventskalender zu Ende zu führen. Dabei hat er durchaus kreative Ideen und hält sich nicht genau an sein Skript und ist deswegen schwer zu fassen. Aber Rupert, Ann-Kathrin, Weller und die anderen sowie einige neue "Mitspieler" seine Psychiaterin geben alles, um ihn zu fassen.
Auch hier kommen der Humor und absurde Situationen natürlich nicht zu kurz und der Vortrag des Autors ist mal wieder sehr gelungen.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

Veröffentlicht am 08.11.2024

Besonders

Müller und das letzte Gefecht
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Der letzte Fall für Kommissär Müller und für mich der erste Fall mit ihm. Ja, ich musste mich wirklich gut einlesen, denn dieser Krimi ist wirklich anders und besonders. Hier gibt es viele geschwärzte ...

Der letzte Fall für Kommissär Müller und für mich der erste Fall mit ihm. Ja, ich musste mich wirklich gut einlesen, denn dieser Krimi ist wirklich anders und besonders. Hier gibt es viele geschwärzte Stellen bzw. Begriffe - und man weiß aber doch jedes Mal, was dort gelöscht wurde. Eigenartig fand ich auch, dass oftmals komplette Adressen von Personen genannt wurden.
Gut gefallen hat mir hingegen der akademisch anmutende Stil gefallen, mit eine Menge an Fußnoten und oft literarischen Zitaten. Darüber ging der Krimi manchmal ein wenig verloren, aber dafür war es ein Genuss zu lesen, wie versiert der Autor Raphael Zehnder das Medium Sprache beherrscht und hier im wahrsten Sinne des Wortes alle Register zieht. Oft keine vollständigen Sätze oder Doppelpunkte hinter beispielsweise Gegencheck. Die meisten Sätze sind eher kurz, dadurch wirkt die Handlung auf mich ein wenig gehetzt.
Ja, wirklich ein besonderer Krimi, der auch seine eigene Art der Ermittlungen hatte.

Veröffentlicht am 08.11.2024

Skurril und düster

Die rauen Nächte von Graz
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Schon das düstere Cover und der Verweis auf die Raunächte im Titel haben mich auf diesen düsteren Krimi eingestimmt.
Zwischendurch hatte ich etwas Probleme, weil ich den Rest der Reihe nicht kenne, aber ...

Schon das düstere Cover und der Verweis auf die Raunächte im Titel haben mich auf diesen düsteren Krimi eingestimmt.
Zwischendurch hatte ich etwas Probleme, weil ich den Rest der Reihe nicht kenne, aber das habe ich dann immer wieder vergessen.
Das Buch startet im Sommer, macht einen kurzen Stopp im November und dann verweilen wir bei den einzelnen Raunächten.
Trost und sein Hund sehen im November, wie aus einem weißen Lieferwagen eine Gestalt geworfen wird. Eine Frau, sie ist nackt und die Haare sind ihr schon büschelweise ausgefallen. Dann verschwindet eine weitere Frau in der Stadt, die Geliebte seines ehemaligen Chefs. Und es wird dann immer skurriler und düsterer - und auch ein wenig abgedreht. Manchmal ging es mir etwas zu weit, dann fand ich es interessant.
Ein Buch, bei dem man sich am besten warm einkuschelt, denn es wird kalt.