Cover-Bild Müller und das letzte Gefecht
Band 10 der Reihe "Kommissar Benedikt Müller"
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 24.09.2024
  • ISBN: 9783740822200
Raphael Zehnder

Müller und das letzte Gefecht

Kriminalroman
Kriminalkommissär Müller läuft ein letztes Mal zur Hochform auf.

Basel bei Minusgraden. An der Dorenbach-Promenade liegt ein erfrorener Toter. Wie ist der abgestürzte Ex‑Banker, der offensichtlich verprügelt wurde, dorthin geraten? Kriminalkommissär Müller und seine Equipe stehen vor einem Rätsel. Als kurz darauf nachts ein Kollege verletzt an der Markthalle aufgefunden wird, fordert Müller Verstärkung an: Bucher Manfred, seinen Polizeifreund aus früheren Tagen. Gemeinsam nehmen sie die Fäden der Ermittlung auf – und stoßen auf Verwicklungen, die ihnen ganz und gar nicht gefallen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2025

Spannend, Temporeich, Zynisch!

1

Im September 2024 hat Raphael Zehnder den Kriminalroman „Müller und das letzte Gefecht“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Es ist der 11. und der letzte Fall mit dem Baseler Kommissar Benedikt ...

Im September 2024 hat Raphael Zehnder den Kriminalroman „Müller und das letzte Gefecht“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Es ist der 11. und der letzte Fall mit dem Baseler Kommissar Benedikt Müller. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Da ich sehr gerne Krimis lese und regelmäßig auf der Suche nach neuem Lesestoff bin, habe ich zugegriffen, als mir dieser Krimi in die Hände fiel. Von Basel kenne ich in erster Linie den Hauptbahnhof. Von Zürich schon etwas mehr. Es ist eiskalt und an der Dorenbach-Promenade liegt ein Toter. Erfroren. Kommissar Müller rätselt. Wie ist der abgestürzte und verprügelte Ex-Banker in diese Situation gekommen? Kurz darauf wird sein Kollege verletzt. Müller fordert für die Ermittlungen Verstärkung an und stößt auf Hinweise, die ihm so gar nicht gefallen.

Vom ersten Moment an ist mir die ungewöhnliche Schriftfarbe von Raphael Zehnder aufgefallen. Er nutzt gerne kurze Sätze. Dadurch erhöht er das Tempo, das in der ganzen Erzählung hoch ist. Er erzählt im Präsens, das lässt mich glauben, ich sei bei den Ermittlungen dabei. Er nutzte eine kodderige Ausdrucksweise und schwärzt viele Stellen. Das sehe ich zum ersten Mal und normalerweise behagt mir so etwas gar nicht. In diesem Fall passt es, wie die Faust auf das Auge. Mich erinnert Benedikt Müller an Schimanski, wenn er auch ganz anders ist. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich an den Stil des Autors zu gewöhnen. Dann hat er mir Spaß gemacht und dann fand ich ihn nahezu genial. Raphael Zehnder ist ein Autor, den man gelesen haben sollte.

Alles in allem hat Raphael Zehner mit „Müller und das letzte Gefecht“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer sich von einer kodderigen Ausdrucksweise, einer ordentlichen Portion Sarkasmus und gepfeffertem Zynismus nicht abhalten lässt, der kommt hier mit einem spannenden Kriminalfall voll auf seine Kosten.

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Veröffentlicht am 08.11.2024

Besonders

0

Der letzte Fall für Kommissär Müller und für mich der erste Fall mit ihm. Ja, ich musste mich wirklich gut einlesen, denn dieser Krimi ist wirklich anders und besonders. Hier gibt es viele geschwärzte ...

Der letzte Fall für Kommissär Müller und für mich der erste Fall mit ihm. Ja, ich musste mich wirklich gut einlesen, denn dieser Krimi ist wirklich anders und besonders. Hier gibt es viele geschwärzte Stellen bzw. Begriffe - und man weiß aber doch jedes Mal, was dort gelöscht wurde. Eigenartig fand ich auch, dass oftmals komplette Adressen von Personen genannt wurden.
Gut gefallen hat mir hingegen der akademisch anmutende Stil gefallen, mit eine Menge an Fußnoten und oft literarischen Zitaten. Darüber ging der Krimi manchmal ein wenig verloren, aber dafür war es ein Genuss zu lesen, wie versiert der Autor Raphael Zehnder das Medium Sprache beherrscht und hier im wahrsten Sinne des Wortes alle Register zieht. Oft keine vollständigen Sätze oder Doppelpunkte hinter beispielsweise Gegencheck. Die meisten Sätze sind eher kurz, dadurch wirkt die Handlung auf mich ein wenig gehetzt.
Ja, wirklich ein besonderer Krimi, der auch seine eigene Art der Ermittlungen hatte.