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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2026

Spannend, Vielschichtig, Rätselhaft!

Verlorene Lügen. Ein Fall für Sina Engel
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Im Mai 2026 hat die Autorin Silke Ziegler den Kriminalroman „Verlorene Lügen“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Es handelt sich um den 5. Teil mit Sina Engels. Er kann ohne Vorwissen gelesen ...

Im Mai 2026 hat die Autorin Silke Ziegler den Kriminalroman „Verlorene Lügen“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Es handelt sich um den 5. Teil mit Sina Engels. Er kann ohne Vorwissen gelesen werden. Titel und Cover passen gut zur Geschichte und in das Genre.
In Weinheim brennt ein Haus. Sina Engel und ihr Team steht vor einem Rätsel. Sie haben eine Schwerverletzte, eine Tote und einen vermissten Mann. Die Ermittlungen laufen ins Leere. Dann taucht ein kleines Mädchen auf das keiner vermisst. Sie ist stumm und scheinbar heimatlos. Als eine weitere Leiche auftaucht ist die Verwirrung komplett. Sina ist sich sicher, hinter diesem Fall steckt etwas ganz anderes.
Ich lese sehr gerne Krimis und lerne gerne neue Autoren kennen. So habe ich zu Silke Ziegler gegriffen. Für mich ist es der erste Krimi mit ihr. Neugierig beginne ich mit der Lektüre. Schnell finde ich einen Einstieg in die Geschichte. Den Schreibstil der Autorin möchte ich mit den Worten atmosphärisch stark, intensiv und emotional bezeichnen. Er erinnert mich an Eva Almstädt.
Sina ist mir gleich sympathisch. An ihrer Seite versuche ich gemeinsam mit ihr das Rätsel zu lösen. Die Ermittlungen sind sehr spannend und laufen meistens ins Leere. Die Gegend rund um Weinheim lerne ich beim Lesen gut kennen. Silke Ziegler gelingt es, die Atmosphäre des Odenwalds in ihre Geschichte zu bringen.
Seite um Seite habe ich immer mehr das Gefühl, ich bin live an den Ermittlungen beteiligt und es hängt von meiner Konzentration ab, ob das Mädchen seine Mutter findet und ob Sina das Rätsel rund um diese mysteriöse Familie lösen kann. Am Ende löst die Autorin sauber auf und ich bin voll und ganz mit dem Ende zufrieden. Hier haben wir einen Krimi in dem einfach alles stimmt.
Alles in allem hat Silke Zieger mit „Verlorene Lügen“ einen Regionalkrimi aus dem Odenwald auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Spaß an der Pia-Korritki-Reihe von Eva Almstädt hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 5 polierte Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2026

Humorvoll, Abenteuerlich, Spannend!

Tödliche Eifelpfade
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Im Juni 2026 hat die Autorin Carla Capellmann den Regionalkrimi „Tödliche Eifelpfade“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover zeigt eine idyllische Naturlandschaft und passt gut zur Geschichte. ...

Im Juni 2026 hat die Autorin Carla Capellmann den Regionalkrimi „Tödliche Eifelpfade“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover zeigt eine idyllische Naturlandschaft und passt gut zur Geschichte. Leider passt es nicht in die Reihe. Es handelt sich um den 2. Teil mit der sympathischen Privatdetektivin Ellen Engels. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.

Macy will unbedingt Privatdetektivin werden. Sie setzt alles daran, den gleichen Beruf zu ergreifen wie Ellen. Ellen ist das gar nicht recht. Dann bewirbt Macy sich als Elektronikerin und wird leider abgelehnt. Ellen findet das sehr schade, schnappt sich die Tochter ihrer besten Freundin und geht mit ihr auf die Veranstaltung „Schmugglerspiele“. Sie denkt, ein wenig Abwechslung schadet Macy nicht. Doch ehe Ellen sich versieht wird der Veranstalter tot aufgefunden. Mit einem Pfeil im Bauch. Die Hauptverdächtige ist Ellen Engels.

Von Carla Capellmann habe ich schon einige Kriminalromane gelesen. Ich freue mich regelmäßig auf jede Neuerscheinung. Die Autorin hat einen freundlichen Humor, einen feinen Wortwitz, eine gute Dramaturgie und ein Händchen für Charaktere.

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben habe ich diesen Cosy Krimi gerne gelesen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen. Die Beschreibungen der Landschaft, der Atmosphäre, der Personen und der Handlung ist der Autorin gut gelungen. Ich konnte mir alles gut vorstellen. Der eigentliche Krimi führt wie ein roter Faden durch die Erzählung. Mit Verdächtigen spart Carla Capellmann nicht. Es gibt viele davon. Jeder hat ein gutes Motiv. Am Ende bin ich vom Täter überrascht. Ich hatte jemanden anders im Verdacht.

Alles in allem hat Carla Capellmann mit „Tödliche Eifelpfade“ einen Cosy Krimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf einen Schuss Humor im Krimi hat und auch gerne mal lacht, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2026

Fesselnd, Mitreißend, Lesenswert!

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Im März 2026 hat die Autorin Uli Aechtner den historischen Roman „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte und in das Genre.
Es ist das Jahr 1822. Gregor MacGregor ...

Im März 2026 hat die Autorin Uli Aechtner den historischen Roman „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte und in das Genre.
Es ist das Jahr 1822. Gregor MacGregor verspricht Ausreisewilligen das blaue vom Himmel. Er erzählt ihnen die Geschichte von Poyais. Einem Land, das es nie gab. Die Ausreisewilligen glauben ihm, kaufen bei ihm Land, tauschen ihre Habseligkeiten in Poyais-Dollar und sichern sich einen Platz auf einem der Schiffe um nach Mittelamerika aufzubrechen. Darunter Julie. Eine Tochter aus gutem Hause, die der Enge, der Tradition und ihrem zukünftigen Ehemann entkommen möchte. Und Carl. Ihr Pferdeknecht und ihre große Liebe. Die Seereise verlangt einiges von den Reisenden. Als sie in Mittelamerika ankommen, sehen sie, dass sie vor dem Nichts stehen. Dafür erwartet sie die Hitze der Karibik.
Mit ruhigen Worten, mitreißend und atmosphärisch stark erzählt Uli Aechtner den größten Schwindel des 19. Jahrhunderts. Schnell habe ich den Einstieg in die Geschichte gefunden. Julie hat mich vom ersten Moment an beeindruckt. Ihren Mut, die Reise als Jules anzutreten, habe ich bewundert. Ihre Liebe zu Carl hat sie viel ertragen lassen. Auch Carl hat bei mir gepunktet. Mit seiner Kraft hat er sich bis nach Poyais durchgearbeitet, denn ihm hat das Geld für die Reise gefehlt. Über ca. 448 Seiten folge ich den beiden auf ihrer Reise und bei ihrem Ankommen in Mittelamerika. Julie und Carl erleben viel auf dieser Reise und verändern sich. Die Ankunft in Mittelamerika fordert viel von ihnen. Das Ganze ist so spannend erzählt, dass ich dieses Buch kaum aus der Hand legen konnte. Immer wollte ich wissen, wie es denn nur weitergeht. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin uns hier keine reißerische Liebesgeschichte erzählt
Alles in allem hat Uli Aechtner mit „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, des es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf den Ausflug in das 19. Jahrhundert und eine Auswanderung nach Mittelamerika hat, der ist hier richtig. Am Ende erklärt die Autorin im Anhang, war historisch und was fiktiv ist. Für die tollen Lesestunden verleihe ich der Autorin fünf verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.07.2026

Mörderisches Warnemünde!

Warnemünder Witwen
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Ende Februar 2026 hat die Autorin Henrietta Hartl den Regionalkrimi „Warnemünder Witwen“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover ist ein echter Hingucker und verdient alle fünf Sterne. ...

Ende Februar 2026 hat die Autorin Henrietta Hartl den Regionalkrimi „Warnemünder Witwen“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover ist ein echter Hingucker und verdient alle fünf Sterne. Die klaren Farben, die sauber geschnittenen Konturen, der Blick auf Warnemünde und der Titel „Warnemünder Witwen“ machen mich neugierig auf die Geschichte.
Und die hat es in sich, so sagt es der Klappentext auf dem hinteren Buchrücken. Karoline, die Luxus-Immobilien an den Mann und/oder die Frau bringt wird an die Ostsee versetzt. Nach Warnemünde. Dort muss sie sich mit vielen neuen Problemen herumschlagen. Dabei ist ein Stalker, die Möwen und die feine Gesellschaft. Hedda, die Grand Dame der Warnemünder Witwen, hat sie im Verdacht, ihren Mann ermordet zu haben.
Hat sie, oder hat sie nicht? Diese Frage beschäftigt mich über ca. 288 Seiten. Der Schreibstil von Henrietta Hartl liest sich gut. Der Klappentext und das Cover haben mir suggeriert, dass ich mich auf eine ordentliche Prise pointierten Sarkasmus à la Christian Schleifer, Astrid Miglar oder Ingrid Noll freuen darf. Leider ist das nicht so. Dennoch hat mich die Geschichte gut unterhalten.
Die Atmosphäre rund um Warnemünde hat die Autorin gut eingefangen. Ich habe mich beim Lesen fast gefühlt, als sei ich vor Ort. Wer Warnemünde kennt, dem wird das ähnlich ergehen.
Karoline ist mir von Beginn an sympathisch. Es macht mir Spaß ihr durch den Krimi zu folgen. Der Krimi selbst ist gut aufgebaut und punktet mit der Auflösung.
Alles in allem hat Henrietta Hartl mit „Warnemünder Witwen“ einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den ich gerne gelesen habe. Einen Schuss pointierten Sarkasmus dazu, etwas mehr Pfiff in den Charakter Karoline und dann hat dieses Buch alles. Von mir bekommt die Autorin vier verdiente Lesesterne.

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Veröffentlicht am 16.07.2026

Unterhaltsam

Die dunkle Seite der Schokolade
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Im März 2026 hat die Autorin Dina Casparis den historischen Kriminalroman „Die dunkle Seite der Schokolade“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover ist schon mal ´ne Wucht und verdient ...

Im März 2026 hat die Autorin Dina Casparis den historischen Kriminalroman „Die dunkle Seite der Schokolade“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover ist schon mal ´ne Wucht und verdient volle 5 Punkte. Hier zeigt Nina Schäfer mal wieder was sie kann und empfiehlt sich für das Cover des Jahres.
Serafine Montalin bewirbt sich aus persönlichen Gründen bei einer Schokoladenfirma. Sie möchte den Tod ihres Vaters aufklären. Ihre Stelle als Compliance-Managerin sichert ihr den Zugang zu allen Unterlagen. Kaum hat sie ihren neuen Job angetreten, da wird sie in in- und externe Auseinandersetzungen verwickelt, die für sie gefährlich werden.
Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut. Denn viele Jahre habe ich in einer Schokoladenfirma gearbeitet. Als Internal Controls Managerin für Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit diesem Wissen kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass die Autorin die Hintergründe (Schokoladenanbau, Kinderarbeit u. ä.) korrekt und leicht verständlich aufzeigt. Dadurch erhält der Leser viel Hintergrundwissen.
Der Schreibstil von Dina Casparis liest sich leicht und locker. Die Autorin nutzt moderne Wörter. Dem Erzählten kann ich gut folgen und ich kann mir alles gut vorstellen.
Dieser Roman wird im Genre historischer Kriminalromane geführt. Und ja, er hat Krimi-Elemente. Im Vordergrund steht meiner Meinung nach jedoch die Familiengeschichte von Serafine, die für sich alleine genommen schon völlig ausreicht um lesenswerte 384 Seiten zu füllen. Leider erliegt die Autorin der Versuchung ein paar unnötige Szenen einzubauen, wie z. B. das Fallen in die Schokoladenmasse. Aus meiner Sicht ist das gar nicht nötig und verleidet mir ein wenig das Lesen.
Alles in allem hat Dina Casparis mit „Die dunkle Seite der Schokolade“ einen Roman herausgebracht, der mit seinen Krimielementen ein wenig zu viel will. Wer Lust auf eine unterhaltsame Familiengeschichte hat, die mit einigem fundierten Hintergrundwissen über die Schokoladenproduktion angereichert ist, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 3 verdiente Lesesterne.

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