Fesselnd, Mitreißend, Lesenswert!
Poyais. Ein Land, das es nie gabIm März 2026 hat die Autorin Uli Aechtner den historischen Roman „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte und in das Genre.
Es ist das Jahr 1822. Gregor MacGregor ...
Im März 2026 hat die Autorin Uli Aechtner den historischen Roman „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte und in das Genre.
Es ist das Jahr 1822. Gregor MacGregor verspricht Ausreisewilligen das blaue vom Himmel. Er erzählt ihnen die Geschichte von Poyais. Einem Land, das es nie gab. Die Ausreisewilligen glauben ihm, kaufen bei ihm Land, tauschen ihre Habseligkeiten in Poyais-Dollar und sichern sich einen Platz auf einem der Schiffe um nach Mittelamerika aufzubrechen. Darunter Julie. Eine Tochter aus gutem Hause, die der Enge, der Tradition und ihrem zukünftigen Ehemann entkommen möchte. Und Carl. Ihr Pferdeknecht und ihre große Liebe. Die Seereise verlangt einiges von den Reisenden. Als sie in Mittelamerika ankommen, sehen sie, dass sie vor dem Nichts stehen. Dafür erwartet sie die Hitze der Karibik.
Mit ruhigen Worten, mitreißend und atmosphärisch stark erzählt Uli Aechtner den größten Schwindel des 19. Jahrhunderts. Schnell habe ich den Einstieg in die Geschichte gefunden. Julie hat mich vom ersten Moment an beeindruckt. Ihren Mut, die Reise als Jules anzutreten, habe ich bewundert. Ihre Liebe zu Carl hat sie viel ertragen lassen. Auch Carl hat bei mir gepunktet. Mit seiner Kraft hat er sich bis nach Poyais durchgearbeitet, denn ihm hat das Geld für die Reise gefehlt. Über ca. 448 Seiten folge ich den beiden auf ihrer Reise und bei ihrem Ankommen in Mittelamerika. Julie und Carl erleben viel auf dieser Reise und verändern sich. Die Ankunft in Mittelamerika fordert viel von ihnen. Das Ganze ist so spannend erzählt, dass ich dieses Buch kaum aus der Hand legen konnte. Immer wollte ich wissen, wie es denn nur weitergeht. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin uns hier keine reißerische Liebesgeschichte erzählt
Alles in allem hat Uli Aechtner mit „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, des es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf den Ausflug in das 19. Jahrhundert und eine Auswanderung nach Mittelamerika hat, der ist hier richtig. Am Ende erklärt die Autorin im Anhang, war historisch und was fiktiv ist. Für die tollen Lesestunden verleihe ich der Autorin fünf verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.