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Veröffentlicht am 18.07.2021

Flora Salmanteri und die Mini-Piraten – ein absoluter Lesespaß !

Flora Salmanteri und die Mini-Piraten Band 1
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Flora Salmanteri und die Mini-Piraten

Cover:
Auf dem Cover sehen wir schon mal die Hauptpersonen: Oma Salmanteri, Pedro (der sprechende Hahn), Kapitän Holzbein Vorsteen, Lilli und Mikko und nicht zu ...

Flora Salmanteri und die Mini-Piraten

Cover:
Auf dem Cover sehen wir schon mal die Hauptpersonen: Oma Salmanteri, Pedro (der sprechende Hahn), Kapitän Holzbein Vorsteen, Lilli und Mikko und nicht zu vergessen: die Mini-Piraten.

Inhalt und meine Meinung:
Eine absolut tolle Geschichte!
Rasant und voller Fantasie, erleben wir mit den beiden Geschwistern Lilli und Mikko tolle Ferien.
Obwohl die beiden zunächst total sauer auf ihre Eltern sind, die sie wider Willen zu ihrem stocksteifen und sehr unfreundlichen Onkel bringen, verbringen sie dann dort eine abenteuerliche Zeit.
Mit Oma Salmanteri und all den anderen erleben sie ein fantastisches Abenteuer.

Alle Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und man schließt sie (außer dem Onkel und Rita und ihren Mann) sofort ins Herz.

Der Aufbau, mit vielen kleinen kurzen Kapiteln ist super geeignet fürs Vorlesen, oder fürs erste Selberlesen. Denn ich denke die Altersklasse ab ca. 7-8 Jahre (und aufwärts) dürfte hier voll auf seine Kosten kommen.

Die witzigen schwarz/weiß Illustrationen passen perfekt zum Buch.

Autorin / Illustrator:
Flora Salmanteri ist die neue Reihe für Kinder ab 8 Jahren von der finnischen Autorin Noora Kunnas - Tochter von Kinderbucherfolgsautors Mauri Kunnas. Ihr witziger und rasanter Erzählstil trifft auf die wunderbar skurill illustrierten Charaktere von Teemu Juhani. Finnischer Humor in Bestform!

Mein Fazit:
Eine tolle Geschichte, abenteuerlich, phantasievoll, turbulent und voller Humor.
Von mir eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.07.2021

Laudatio auf eine kaukasische Kuh – habe mehr erwartet

Laudatio auf eine kaukasische Kuh
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Laudatio auf eine kaukasische Kuh, von Angelika Jodl

Cover:
Das Cover ist etwas außergewöhnlich, aber so ganz erschließt sich mir der Sinn nicht.

Inhalt:
Olga, eine junge Medizinstudenten, mit kaukasischen ...

Laudatio auf eine kaukasische Kuh, von Angelika Jodl

Cover:
Das Cover ist etwas außergewöhnlich, aber so ganz erschließt sich mir der Sinn nicht.

Inhalt:
Olga, eine junge Medizinstudenten, mit kaukasischen Wurzeln, geniert sich für ihre Familie und will sich, der Vernunft wegen, in Deutschland gut verheiraten.
Doch sie hat die Rechnung ohne ihre Familie und vor allem ohne den charmanten Lebenskünstler Jack gemacht.

Meine Meinung:
Der Anfang hat mir gut gefallen. Ich musste oft schmunzeln und ich konnte mir Olga sehr gut vorstellen.
Doch dieses gute Gefühl hat sich dann leider bald verflüchtigt.
Es wurde eine banale Liebesgeschichte in der eine Frau zwei Verehrer hat.
Für den einen schlägt ihr Herz und für den anderen die Vernunft.
Es gibt ein langes Hin und her, dazu kommen noch die kulturellen Unterschiede.
Dies alles hat sich ewig hingezogen, es wurde langweilig und konnte mit keiner Spannung aufwarten.
Das „Happy End“ zum Schluss isst dann „ratz fatz“ erzählt.

Autorin:
Angelika Jodl unterrichtet Studierende aus aller Welt in Deutsch. Außerdem schreibt sie Geschichten, hält Vorträge zum deutschen Satzbau und sammelt Orchideen sowie die eine oder andere Fremdsprache. Angelika Jodl lebt mit Mann, Sohn und vielen Tieren in München.

Mein Fazit:
Die Geschichte beginnt recht witzig und humorvoll, zieht sich aber nach einer gewissen Zeit und hast begonnen mich zu langweilen.
Ein ewiges Hin und Her und eigentlich ist doch eh klar, wer am Ende zusammen kommt.
Ich kann hier nur knappe 3 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 14.07.2021

Der Blutkünstler – spannend, aber es gibt noch Luft nach oben

Der Blutkünstler (Tom-Bachmann-Serie 1)
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Der Blutkünstler, von Chris Meyer

Cover:
Das Cover passt gut und der rote „Buchschnitt“ gibt noch das i-Tüpfelchen dazu.

Inhalt:
Ein grausamer Killer bringt das BKA an seine Grenzen. Um dessen Mordserie ...

Der Blutkünstler, von Chris Meyer

Cover:
Das Cover passt gut und der rote „Buchschnitt“ gibt noch das i-Tüpfelchen dazu.

Inhalt:
Ein grausamer Killer bringt das BKA an seine Grenzen. Um dessen Mordserie zu stoppen engagiert es Tom Bachmann, dem der Ruf des „Seelenlesers“ von Mördern und Sadisten vorauseilt.
Der Killer foltert seine Opfer, er fühlt sich als Künstler und setzt seine Opfer jedes Mal grotesk in Szene, deshalb wird er bald der „Blutkünstler“ genannte.

Kann Tom(den seine eigene Vergangenheit in tiefe Abgründe blicken lässt) ihn zur Strecke bringen?

Meine Meinung:
Das Buch geht gleich in die Vollen.
Schon auf der ersten Seite beginnt das Grauen und Gänsehaut stellt sich ein.

Wir erleben den Ablauf der Dinge aus unterschiedlichen Sichten.
Einmal durch die Augen der Ermittler, dann wieder durch die Augen der Täter.
Denn es kommt ein weiterer Täter dazu. Einer der sich selber zum Richter erhebt und es auf Pädophile abgesehen hat und diese eliminiert.

Es stellt sich uns Lesern die Frage: Wer ist wer? Sind es unterschiedliche Täter? Und warum agieren diese so?

Die Ermittlungsarbeit ist hier sehr blass. Wir erfahren kaum etwas darüber.
Und auch hier gibt es Geheimnisse (in der Vergangenheit) bei den Ermittlern.
Und ich möchte auch die „Genialität“ von Tom etwas in Frage stellen. Dafür dass er so hoch gepriesen wird, und immer wieder seine tollen Erfolge in der Vergangenheit erwähnt, finde ich, er bekleckert sich in diesem Fall nicht unbedingt mit Ruhm.

Die Taten des „Blutkünstlers“, sind wirklich sehr perfide und sehr grausam.
Aber durch den Schreibstil, der sehr ruhig und sachlich mit dem Ganzen umgeht, hält sich das Herzklopfen und die Abscheu bei mir in Grenzen.

Autor:
Chris Meyer hat sich von Berufswegen schon oft mit der Frage beschäftigt, warum ein Mensch zum Serienmörder wird. Bis heute gab es keine zufriedenstellende Antwort.
Mit Familie und Hund lebt Chris in der schönsten Stadt der Welt – Köln.

Mein Fazit:
Ein gelungener Auftakt für eine Thriller-Reihe um den Profiler Tom Bachmann, der allerdings gut und gerne noch etwas an „Genialität“ zunehmen darf.
Es werden brutale und grausame Szenen beschrieben (also nichts für schwache Nerven) aber dies geschieht nicht auf reißerische Art.
Von mir 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.

Veröffentlicht am 11.07.2021

Familie ist, wenn man trotzdem lacht – auch auf Wohnungsuche

Familie ist, wenn man trotzdem lacht
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Familie ist, wenn man trotzdem lacht, von Wiebke Busch

Cover:
Bunt und fröhlich, so wie auch die Grundstimmung im Buch.

Inhalt:
Steffi sucht für ihre Familie (zwei Kinder, ihr Mann und sie selber) verzweifelt ...

Familie ist, wenn man trotzdem lacht, von Wiebke Busch

Cover:
Bunt und fröhlich, so wie auch die Grundstimmung im Buch.

Inhalt:
Steffi sucht für ihre Familie (zwei Kinder, ihr Mann und sie selber) verzweifelt nach einer bezahlbaren Wohnung. Unglaublich was sie da alles erlebt.
Als sie ihrer Freunden Helen wieder einmal verzweifelt erzählt was ihr mit einem Makler passiert ist, ergrifft diese die Initiative und geht an die Öffentlichkeit.
Der Zufall spielt ihnen da den Brief von Flora Blum in die Hand. Die ältere Dame lebt alleine in einer großen aber baufälligen Stadtvilla und fühlt sich einsam.

Kann hier die Lösung für alle auf der Hand liegen?

Meine Meinung:
Eine wunderschöne Geschichte, die auf den Problemen der Wohnungsnot in unseren Städten aufbaut.
Es ist glaubhaft erzählt was es da alles an „Grauzone“ gibt.
Doch hier hilft die unverrückbare Freundschaft von Steffi und Helen alle Unwägbarkeiten zu überwinden.

Die Geschichte ist mit sehr viel Humor erzählt, dabei in keiner Weise Wirklichkeitsfremd.
OK, Flora Blum ist wie ein „Sechser im Lotte“, den sich viele heutzutage auch wünschen, aber es ist auch so beschreiben. Dass dies wirklich eine Ausnahme und nicht der Alltag ist.

Die Charaktere sind alle ganz einzigartig (und auch realistisch) und von Flora können sich alle eine Scheibe abschneiden.

Autorin:
Wiebke Busch war für ihre Familie selbst jahrelang auf dem Wohnungsmarkt in Hamburg unterwegs und hat dort so ziemlich alles erlebt. Wenn sie keine Bücher schreibt, verfasst sie Werbetexte oder sie dichtet Einkaufszettel.

Mein Fazit:
Ein rundum gelungener Roman über die Problematik der Wohnungssuche (für eine Familie) in einer Stadt, die auch noch bezahlbar sein soll.
Mit viel Humor erzählt und mit einem schönen Happy End (wenn auch ein klein wenig traurig).
Von mir eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 10.07.2021

Unter dem Sturm – zu langatmig

Unter dem Sturm
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Unter dem Sturm, von Christoffer Carlsson

Cover:
Irgendwie düster, und so kann man sich den Handlungsort auch vorstellen.

Inhalt:
In einer kalten Herbstnacht wird nach einem Brand eine junge Frau tot ...

Unter dem Sturm, von Christoffer Carlsson

Cover:
Irgendwie düster, und so kann man sich den Handlungsort auch vorstellen.

Inhalt:
In einer kalten Herbstnacht wird nach einem Brand eine junge Frau tot aufgefunden. Sie wurde ermordet.
Der Junge Polizist Vidar wohnt im selben Dorf und ist auch sofort zur Stelle.
Er findet auch den tatverdächtigen Edvard im Wald.
Er war mit der ermordeten Frau zusammen aber sein berüchtigter und aufbrausender Charakter (und seine Familiengeschichte) lassen ihn für alle bald zum Täter werden, auch wenn er immer seine Unschuld beteuert.
Für Edvard Neffe Isak bricht eine Welt zusammen, war doch Edvard für ihn sein Held.

Viele Jahre später kommen Vidar Zweifel an den Ermittlungen von damals und auch Isak ist immer noch traumatisiert.

Meine Meinung:
Eine interessante und tolle Geschichte – ABER – viel zu aufwendig und mit zu viel „drum herum“ ausgefüllt und in die Länge gezogen.
Es ist eigentlich von Anfang an klar, dass es sich die Polizei da zu einfach macht und den falschen Täter hat.
Und niemand glaubt Vidar, als er Bedenken bekommt und den Fall neu ermitteln will.
Und es reiht sich sozusagen eine Panne an die andere.
Ok, ich habe zu Ende gelesen weil ich wissen wollte ob der wahre Täter noch gefunden wird und was wirklich passiert ist.
Aber ich könnte nicht sagen, dass es super spannend war.

Der Schreibstil hat echt seine Eigenheiten. Immer wieder nimmt der Autor „Abstand“ vom Geschehen und beschreibt das Ganze wie ein neutraler Beobachter von außen. Dadurch fehlt mir persönlich, zu oft die Nähe und ich fühle mich absichtlich auf Distanz gehalten.
Außerdem finde ich es recht langatmig, alles ist sehr ausschweifend beschrieben. Und es geht auch oft von den Zeiten her, drunter und drüber (auch in Gedanken).
Weiterhin bräuchte ich die ganzen Sexszenen nicht (für den Krimi weder wichtig noch aufschlussreich).


Autor:
Christoffer Carlsson, geboren 1986, wuchs außerhalb von Marbäck an der Westküste Schwedens auf. Er promovierte in Kriminologie an der Universität Stockholm

Mein Fazit:
Nach den ganzen Lobeshymnen die ich über den Autor und das Buch gelesen habe, bin ich enttäuscht worden.
Von mir 3 Stern.

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