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Veröffentlicht am 02.04.2018

Alles was glänzt

Alles was glänzt
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Alles was glänzt, von Marie Gamillscheg

Cover:
Nicht gerade ein Eyecatcher.

Inhalt:
Es geht um ein Dorf (und seine Bewohner) am Hang eines Berges.
Die Stollen des alten Bergwerks sind lange schon stillgelegt. ...

Alles was glänzt, von Marie Gamillscheg

Cover:
Nicht gerade ein Eyecatcher.

Inhalt:
Es geht um ein Dorf (und seine Bewohner) am Hang eines Berges.
Die Stollen des alten Bergwerks sind lange schon stillgelegt.
Viel wird spekuliert. Bricht der Berg demnächst in sich zusammen?
Und was bringt das für Konsequenzen oder Gefahren, für das Dorf und seine Bewohner?

Meine Meinung:
Ich habe mich schwer mit dem Buch getan, irgendwie hat es sich mir nicht geöffnet. Den Schreibstil empfinde ich mit seinen kurzen, nüchternen und sachlichen Sätzen als sehr distanziert, teilweise klingt es für mich sehr naiv.
Es ist für mich alles sehr verwirrend, diffus, teilweise auch sehr unzusammenhängend und sprunghaft.
Mir kommt es vor wie ein Stummfilm, schwarz-weiß, ich sehe keine Emotionen und die Handlungen sind mir unverständlich. Alles wird nur von außen betrachtet und kommentiert. Oder als ob ich nur einen kleinen Teil einer Geschichte zu sehen bekomme und mir den Rest zusammenreimen (vorstellen) soll – aber das klappt bei mir überhaupt nicht.

Autorin:
Die Autorin ist 1992 in Graz geboren, lebt in Berlin und arbeitet als freie Journalistin. –Dies ist ihr Romandebüt.

Mein Fazit:
Leider konnte mich das Buch so überhaupt nicht ansprechen.
Mir fehlt eine Aussage, irgendwie bin ich ratlos.
Deshalb von mir 2 Sterne.

Veröffentlicht am 30.03.2018

Cobra

Cobra
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Cobra, von Deon Meyer

Cover:
Düster(Thriller) aber ein bisschen nichtssagend.

Inhalt:
Der Ermittler, Bennie Griessel hat gleich mehrere Probleme:
Er ist trockener Alkoholiker, ist gerade erst bei seiner ...

Cobra, von Deon Meyer

Cover:
Düster(Thriller) aber ein bisschen nichtssagend.

Inhalt:
Der Ermittler, Bennie Griessel hat gleich mehrere Probleme:
Er ist trockener Alkoholiker, ist gerade erst bei seiner neuen Freundin eingezogen und obwohl ihm die Wahrheit über alles geht, belügt er sein Umfeld.
Der neue Fall verlangt ihm deshalb alles ab. Auf einem Weingut werden professionelle Bodyguards erschossen und ein berühmter Mathematiker verschwindet. Als sich der Geheimdienst einschaltet und alle weiteren Ermittlungen stoppen will, steht Griessel vor der Entscheidung: klein beigeben oder gegen die Befehle weitermachen……….

Meine Meinung:
Ein sehr beeindruckender Thriller, bei dem unglaubliche Winkelzüge und kluges Taktieren und Überlegungen (auch von einem „kleinen“ Taschendieb) zu einer rasanten und spannenden Handlung führen.

Der Autor nimmt (international) massive Korruption und Manipulation durch Politik und das Finanzwesen (Banken) in den Blickpunkt.

Die Schreibweise ist sehr flüssig und wer Kapstadt (Handlungsort) kennt wird sich an manchen bekannten Stellen wiederfinden. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet es sind keine 0/8/15 Typen, sondern Menschen mit Ecken und Kanten. Deshalb freut mich am Ende auch eine unorthodoxe, und sehr menschlich eingebaute, Entscheidung.

Autor:
Deon Meyer, 1958 in Paarl geboren, arbeitete nach seinem Studium zunächst als Reporter, Werbetexter und IT-Berater. Seine Romane wurden in viele Sprachen übersetzt und er schrieb zahlreiche Drehbücher. Er lebt in Stellenbosch in Kapstadt.

Mein Fazit:
Ein toller Thriller, mit sympathischen Ermittlern, der sich zu einer spannenden „Hetzjagd“ entwickelt.
Zu Recht wird Deon Meyer als der „Mankell“ von Südafrika bezeichnet.
Von mir volle Punktzahl und somit 5 Sterne

Veröffentlicht am 24.03.2018

Asche zu Asche Sterne zu Staub

Asche zu Asche, Sterne zu Staub
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Asche zu Asche Sterne zu Staub, von Wiebke Schmidt-Reyer

Cover:
Es drückt für mich eine Sehnsucht nach etwas „Ungreifbaren“ aus, und einen Blick hinter die Kulissen in eine Magische Welt.

Inhalt:
Nach ...

Asche zu Asche Sterne zu Staub, von Wiebke Schmidt-Reyer

Cover:
Es drückt für mich eine Sehnsucht nach etwas „Ungreifbaren“ aus, und einen Blick hinter die Kulissen in eine Magische Welt.

Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Großmutter entdeckt Kim, auf einer Urkunde eine Ungereimtheit, eine kleine Lüge, die das ganze Geflecht ihrer Familie in Frage stellt.
Kim beginnt darüber nahzudenken und erzählt uns dann die Geschichte ihrer Familie. Von Menschen, die immer ein bisschen außerhalb der Konventionen gelebt haben, die sich ihren eigenen Weg gesucht haben, die in alle Winde zerstreut wurden und die doch immer wieder den Weg zurück gefunden haben. Über eine unglaubliche, magische Liebe, ein Schicksal das sich immer wieder, zu gegebener Zeit fügt und offenbart.

Meine Meinung:
Eine Familiengeschichte die sich über viele Generationen hinzieht, deren Mittelpunkt Auguste, die Großmutter von Kim (der Erzählerin) ist.
Für die Zeitabläufe hätte ich mir manchmal ein bisschen klare Jahreszahlangaben gewünscht (so war es mir ab und zu etwas verwirrend mich wieder zurechtzufinden wo ich denn jetzt bin), denn es wurde nur in „Damals“ und „Jetzt“ aufgeteilt.
Es sind viele Generationen und diese wiederum haben jeweils viele Kinder, so dass es um sehr viele Personen geht, ein bisschen weniger wäre mir lieber gewesen. Die einzelnen Familienmitglieder haben immer etwas besonderes, fast schon Extremes: besonders klug, hübsch, intelligent, einfühlsam etc. das war fast schon zu viel.
Das Ganze entwickelt sich immer mehr zum „Magischen“ zum „Märchen“ und ich habe das Gefühl hier ist Fantasy oder Magie sehr gekonnt mit der Wirklichkeit (oder wie wir sie uns wünschen) verbunden.
Die Schreibweise ist sehr flüssig zu lesen, es werden schöne Bilder in meinem Kopf gemalt und ich kann mir alles sehr gut vorstellen.

Autorin:
Die Autorin wurde 1976 in Nakuru in Kenia geboren. Sie ist in Bayern und in der Schweiz aufgewachsen und hat zeitweise in Kalifornien, Frankreich und Kanada gelebt. Dies ist ihr erster Roman.

Mein Fazit:
Eine schöne Familienchronik die sich zur märchenhaft, magische Geschichte entwickelt, in der sich jeder seinen eigenen Platz sucht (und das Schicksal immer wieder eingreift).
Man muss sich als Leser vielleicht ein bisschen darauf einlassen, aber dann wird man mit wunderschönen Lesestunden belohnt. Von mir 4 Sterne

Veröffentlicht am 24.03.2018

Die Wächter der Teufelsbibel

Die Wächter der Teufelsbibel
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Die Wächter der Teufelsbibel, von Richard Dübell

Cover:
Großer Wiedererkennungswert (Trilogie)

Inhalt:
Handlungsort, Prag 1612 -1618, und Umgebung.
Unheimliche Dinge geschehen. Es gib t Menschen, die ...

Die Wächter der Teufelsbibel, von Richard Dübell

Cover:
Großer Wiedererkennungswert (Trilogie)

Inhalt:
Handlungsort, Prag 1612 -1618, und Umgebung.
Unheimliche Dinge geschehen. Es gib t Menschen, die den Krieg wollen.
Einer alten Legende nach, wird die Teufelsbibel wieder aktiv.
Cyprian Khlesl und Andrej von Langenfels, riskieren ihr Leben im Kampf gegen skrupellose Fürsten und Kleriker. Denn das Böse bedroht auch das, was ihnen am meisten bedeutet: das Leben ihrer Kinder.

Meine Meinungen:
Ich habe schon einige Bücher vom Autor gelesen, und sie haben mir sehr gut gefallen.
Den ersten Teil der „Teufelsbibel“ hab ich vor gut 5 Jahren gelesen und war begeistert. Dann hatte ich mir die beiden weiteren Teile gekauft, doch irgendwie landeten die im Regal und ich kam nicht dazu sie zu lesen. Nun habe ich den 2. Teil gelesen und ich muss leider sagen ich konnte mich nicht dafür begeistern. Entweder hat sich mein Lesegeschmack so verändert oder der Schreibstil hier im 2. Teil ist so viel brutaler, sexistischer, für mich teilweise echt widerlich und abstoßend geworden. Fast auf jeder Seite gibt es sexuelle Handlungen und Gedanken, in allen Varianten und mit abartiger Gewalt und Ausprägung.
Teilweise sind die Protagonisten so „krank im Gehirn“ dass ich ihr Denken und Handeln, nicht immer nachvollziehen kann.
Bei vielen Handlungen und Personen (auch politisch) wird mir zu weit ausgeholt, es sind sehr komplizierte Verflechtungen und es war mir nicht immer klar nachvollziehbar. Dann gilt auch, heute Freund morgen Feind, und die Seiten sind für mich nicht immer klar zu definieren. Dies macht es dann für mich zäh und langatmig.

Autor:
Richard Dübel, geb. 1962, lebt mit seiner Familie in Landshut. Historische Romane sind seine Leidenschaft.

Mein Fazit:
Diesmal konnte mich das Buch leider nicht begeistern.
Von mir ganz knappe 3 Sterne.

Veröffentlicht am 16.03.2018

Das Glück kurz hinter Graceland

Das Glück kurz hinter Graceland
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Das Glück kurz hinter Graceland, von Kim Wright

Cover und Titel:
Nicht gerade ein Eycatcher, mit der Route 66 hat es auch nichts zu tun, und warum es im Titel „…kurz hinter...“ Heißt, hat sich ir auch ...

Das Glück kurz hinter Graceland, von Kim Wright

Cover und Titel:
Nicht gerade ein Eycatcher, mit der Route 66 hat es auch nichts zu tun, und warum es im Titel „…kurz hinter...“ Heißt, hat sich ir auch nicht erschlossen.

Inhalt:
Die 37 jährige Cory, entdeckt kurz nach dem Tod ihrer Mutter, einen schwarzen Blackhawk, das legendäre Auto von Elvis Presley.
Die Mutter von Cory war Backgroundsängerin bei Elvis, und ist vor 37 Jahren überstürzt aus Graceland zurückgekommen, und Cory ist 7 Monate danach auf die Welt gekommen. Als Cory nun dieses Auto entdeckt ist sie sich gewiss, Elvis muss ihr Vater sein. Und sie macht sich auf den Weg zurück nach Graceland um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Meine Meinung:
Der Einstieg, also der Beginn ist für mich doch recht unglaubwürdig. Ein solches Auto, das 37 Jahre unbewegt steht ist nach ein paar Handgriffen wieder fahrbereit??
Einige der Protagonisten und ihre Handlungen sind mir auch unverständlich und unglaubwürdig.
Die Schreibwiese bzw. eher der gewählte Stil oder die Reihenfolge ist für mich auch unglücklich gewählt.
Es werden quasi zwei Geschichten erzählt. Einmal aus der Perspektive von Cory (Tochter, Gegenwart) und dann Honey (Mutter , Vergangenheit).
Die Geschichten widersprechen sich permanent, bzw. laufend lügt irgendwer oder es werden Halbwahrheiten erzählt. Aber was ungünstiger ist, es werden oft „Pointen“ einfach voraus genommen, so dass irgendwie keine Spannung aufkommt.
Irgendwann am Ende ist dann alles Friede-Freude-Eierkuchen. Für mich ohne Akzente, Höhepunkte oder Aha-Effekt.

Autorin:
Kim Wright schreibt für mehrere Lifestylemagazine über Wein, Restaurants und Reisen. Sie lebt in Charlotte, North Carolina.

Mein Fazit:
Eine nette Geschichte, bei der man auch einiges über Elvis, den King, erfährt, aber nichts dass mich jetzt vom Hocker gerissen oder total fasziniert hätte. Also von mir 3 Sterne.