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Veröffentlicht am 07.07.2017

Der Tag, an dem der Sommer begann

Der Tag, an dem der Sommer begann
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Der Tag, an dem der Sommer begann, von Julie Cohen

Cover:
Für dieses wunderschöne, warme und emotionale Buch ist mir das Cover fast zu nüchtern.

Inhalt:
Drei Frauen, drei Generationen, drei Geheimnisse. ...

Der Tag, an dem der Sommer begann, von Julie Cohen

Cover:
Für dieses wunderschöne, warme und emotionale Buch ist mir das Cover fast zu nüchtern.

Inhalt:
Drei Frauen, drei Generationen, drei Geheimnisse. Und das alles unter einem Dach.
Eine Patchworkfamilie, die zusammenrücken muss. Die Großmutter, Honor, eine Frau die ihre Gefühle nie zugelassen hat und nun zur Schwiegertochter, Jo, ziehen muss.
Diese wiederum reibt sich für ihr neue Familie auf, tief in ihrem Inneren trauert sie immer noch um ihren ersten Mann Stephen (Honors Sohn).
Und dann ist da noch Lydia, die an ihrem Geheimnis beinahe zerbricht.
Hochemotional, tief bewegend und wunderschön.

Meine Meinung:
Wiedermal ein Buch von dem ich restlos begeistert bin. Ein Buch dem ich gerne mehr als 5 Sterne geben würde. Es hat mich fasziniert von der ersten bis zur letzen Seite.
Die Personen sind so authentisch und ehrlich gezeichnet, die Emotionen werden so ehrlich und transparent geschildert, dass ich als Leser mittendrin und dabei bin und die Gefühle von jeder der drei Frauen selber durchlebe.
Die Autorin versteht es wunderbar, mit Worten ein Bild zu zeichnen und Gefühle, Handlungen und Situationen rüber zu bringen. Das Ganze ist Kopfkino vom Feinsten, von Anfang an.

Es geht in diesem Buch um Liebe, um Geheimnisse, um Verletzungen die man anderen zufügt und die einem selber zugefügt werden. Darum wie man sie mit Vertrauen meistern kann und dass es nie zu spät ist.
Auch wenn es erste Themen sind, ist das Buch mit einer zarten Leichtigkeit geschrieben und mit einem bewundernswerten Mut und feinem Humor, der es zu einem Lesegenuss werden lässt.

Hier möchte ich den „Sunday Express“ zitieren der es genau auf den Punkt bringt: Ein berührender Roman, der zum Lachen und zum Weinen bringt.

Autorin:
Julie Cohen, ist in den USA geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihrem Sohn in England. Das Schreiben ist ihre große Leidenschaft.

Mein Fazit:
Ein wunderbares Buch von dem ich noch eine Zeitlang schwärmen werde.
Eine Autorin die ich mir auf jedenfall merken werde.

Volle Punktzahl und von mir eine klare Lese- und Kaufempfehlung.


Veröffentlicht am 01.07.2017

Olivensommer

Olivensommer
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Olivensommer, von Isabelle Broom

Cover:
Bei dem Cover kann man den Sommer fast riechen.

Inhalt:
Um niemand an sich herankommen zu lassen ist Holly Meisterin darin geworden, sich zu verstellen.
Als sie ...

Olivensommer, von Isabelle Broom

Cover:
Bei dem Cover kann man den Sommer fast riechen.

Inhalt:
Um niemand an sich herankommen zu lassen ist Holly Meisterin darin geworden, sich zu verstellen.
Als sie einen Brief von einer ihr bis dahin unbekannten Tante aus Griechenland erhält und ihr darin ein Haus auf der Insel Zakynthos als Erbe in Aussicht gestellt wird, reist sie dorthin.
Und damit beginnt ihre Fassade zu bröckeln.
Nach und nach lüftet sie mehr vom Familiengeheimnis um die Zwillingsschwestern.
Dabei wachsen ihr die Menschen, die Insel und das Leben dort mehr und mehr ans Herz.
Doch bis sie endlich herausfindet wo wirklich ihr Platz ist und ihre Begabung liegt, muss sie noch einen holprigen Weg mit viel guten, wie auch unangenehmen Erfahrungen machen

Meine Meinung:
Ein (Liebes-)Roman in dem das Familiengeheimnis sich durch die ganze Geschichte zieht.
Es geht um Liebe, Eifersucht, Selbstsucht, Schuld, Verrat und Fehler die begangen werden. Vor allem ums “Nicht-Vergeben-können“, das sich über ein ganzes Leben hinzieht und somit mehrere Personen und deren Leben beeinflusst. Das Ganze ist streckenweise ein bisschen sehr gewollt, das übliche Gefühlschaos wird eingebaut, eine Achterbahn der Gefühle und Emotionen wird durchlebt und am Schluss steht ein melodramatisches Ende (am Grab), klar mit Happy End.
Wobei sich mir bei der Auflösung doch noch einige Widersprüchlichkeiten reiben.
Die Faszination einer griechischen Insel, das Meer und die Bewohner sind gut eingebaut und man fühlt sich teilweise wirklich selber wie im Urlaub.

Autorin:
Isabelle Broom, geb. 1979 in Cambridge, hat Medienwissenschaften studiert und arbeitet als Redakteurin und Autorin. Eine Europareise nach ihrem Studium führte siem auf die griechische Insel Zakynthos, wo sie unvergessliche Monate verbrachte. Dies ist ihr Debütroman.

Mein Fazit:
Ein schöner Sommerroman. Nichts was nicht schon geschrieben worden wäre. Aber die schöne griechische Insel schafft einen wunderbaren Handlungsort an den man sich gerne hin träumt.
Perfekt für den Urlaubskoffer und für zwischendurch.
Von mir solide 3 Sterne.

Veröffentlicht am 01.07.2017

Willkommen in der Provence

Willkommen in der Provence
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Willkommen in der Provence, von Brigitte Guggisberg

Cover:
Der Himmel suggeriert eine heitere Leichtigkeit und ich meine dem Lavendel riechen zu können.

Inhalt:
Vivien wird von ihrem Mann Viktor, nach ...

Willkommen in der Provence, von Brigitte Guggisberg

Cover:
Der Himmel suggeriert eine heitere Leichtigkeit und ich meine dem Lavendel riechen zu können.

Inhalt:
Vivien wird von ihrem Mann Viktor, nach fünfundzwanzig Jahren Ehe, ohne irgendein Anzeichen, von heute auf morgen verlassen. Nachdem sie den ersten Schreck verdaut hat, und merkt, dass sie auch noch ohne Kohle dasteht, bietet sie in ihrem Haus Zimmer für Gäste an. Als sie damit Erfolg hat, und mit Félix auch wieder ein gutaussehender Mann in ihrem Leben eingezogen ist, taucht Victor wieder auf………..

Meine Meinung:
Ein unglaublich tolles Debüt.
Der Schreibstil ist flüssig, locker, und wunderbar humorvoll, das Lächeln weicht gar nicht mehr aus meinem Gesicht. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz und wir können bis zum Ende mitfiebern.
Vivien erzählt aus ihrer Sicht, das schafft sofort eine Nähe, sie hat mich sofort für sich eingenommen und ist mir sehr sympathisch, was auch das ganze Buch über anhält. Vivien wird zwar von ihrem Mann verlassen aber es wird die Geschichte eine tollen Frau und einer ganz wunderbaren Frauenfreundschaft erzählt. Die Freundinnen zoffen sich, und es fliegen auch mal die Fetzen, aber wenn es darauf ankommt, können sie sich aufeinander verlassen. Vivien (und auch die anderen) kämpfen um ihre Ziele und sie wissen sich zu wehren.
Das Ganze ist sehr realistisch, emotional und lustig erzählt.
Eine bezaubernde und großartige Geschichte über Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt und Neuanfang.
Die wunderschöne Landschaft der Provence ist federleicht und wunderschöne mit eingebaut.

Hier noch zwei Zitate:
--Nach drei Tagen fühlte sich mein Muskelkater wie eine chronische gewordene Kriegsverletzung an.
--Aber manchmal spukt man einen Kirschkern in den Garten und ein wunderschöner Baum wächst daraus.

Autorin:
Brigitte Guggisberg ist in der Schweiz und in den USA aufgewachsen und hat in Basel (mit einem längeren Aufenthalt in Aix-en-Provence) studiert. Inzwischen ist sie an die Universität Basel zurückgekehrt und hat mit „Willkommen in der Provence“ ihre n ersten Roman geschrieben.

Mein Fazit:
Für mich ein meisterhaft erzählter Roman, bei dem die richtigen Saiten in meinem Herz zum Schwingen gebracht wurden.
Von mir volle Punktzahl, also 5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.06.2017

Tu nichts Böses

Sieh nichts Böses (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 8)
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Sieh nichts Böses, von Inge Löhnig

Cover:
Vordergründig eine Idylle, doch bei genauerem hinsehen, erkennt man den morschen, defekten Steg und die Raben und Wolken am Himmel sind auch recht bedrohlich.

Inhalt:
Der ...

Sieh nichts Böses, von Inge Löhnig

Cover:
Vordergründig eine Idylle, doch bei genauerem hinsehen, erkennt man den morschen, defekten Steg und die Raben und Wolken am Himmel sind auch recht bedrohlich.

Inhalt:
Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist gerade mit Gina von der Hochzeitsreise zurück, beide freuen sich auf ihr erstes Kind. Da bekommt Dühnfort einen Fall zugewiesen der ihm einige Rätsel aufgibt. Neben einer halb verwesten Frauenleiche findet er eine Messingfigur, einen Affen der seinen Unterleib bedeckt - seine Bedeutung: Tu nichs Böses. Der vierte der bekannten drei Affen. Dühnfort ahnt, dass dies eine wichtige Botschaft ist. Auf vielen Umwegen kommt er nach und nach einem unglaublichen Rachefeldzug auf die Spur.
Doch auch sein Privatleben wird vom Schicksal nicht verschont. Und so hat er mit seiner Frau eine schwere Entscheidung zu treffen.

Meine Meinung:
Ein toller Krimi.
Wir werden nach und nach tief in die Geschichte eingeführt. Die Protagonisten werden vorgestellt, der Kreis erweitert sich unmerklich. Die Krimihandlung und das Privatleben von Dühnfort sind für mich sehr geschickt ausbalanciert und nehmen sich nichts von ihrer Wichtigkeit,
Das Privatleben von Dühnfortz wird hochemotional, ein Thema das überhaupt nichts mit Krimi zu tun hat, aber mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Er wird ein Kommissar dem ich echt Hochachtung für seine fachliche Kompetenz und für sein menschliches Verhalten entgegenbringe.

Die Spannung steigt kontinuierlich, und auch gegen Ende zu, als wir den Täter erahnen, bleibt es spannend, wie sich am Ende alles weiterentwickelt.
Denn es wird deutlich, wie sich jeder seine eigene Wahrheit zurechtlegt und diese dann auch lebt und für die Realität hält.
Bis zur letzen Seite.

Der Handlungsort München ist sehr schöne eingebaut und beschrieben, der ganze Schreibstil ist flüssig und absolut klasse zu lesen.

Die Krimis um Kommissar Dühnfort gehören zwar zu einer Serie, aber man kann jeden Krimi auch für sich alleine lesen. Für mich war es auch der erste aus dieser Reihe (bestimmt nicht mein letzer) und mir hat nichts an Vorwissen gefehlt.

Autorin:
Inge Löhnig lebt als Autorin mit ihrer Familie und einem betagten Kater in der Nähe von München.

Mein Fazit:
Ein toller Krimi, von einer tollen Autorin.
Spannung, Nervenkitzel, Emotionen, Gewalt, Hass, Eifersucht, Verrat, alles ist hier zu finden was einen exzellenten Krimi auszeichnet, und alles sehr real, plausibel und nachvollziehbar.
Von mir volle Puntzahk, somit 5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.06.2017

Dem Kroisleitner sein Vater

Dem Kroisleitner sein Vater
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Dem Kroisleitner sein Vater, von Martin Schult


Cover:
Ein bisschen fade, in der Buchhandlung hätte ich nicht unbedingt nach dem Buch gegriffen.

Inhalt:
Ein Berliner Polizist der durch seine private ...

Dem Kroisleitner sein Vater, von Martin Schult


Cover:
Ein bisschen fade, in der Buchhandlung hätte ich nicht unbedingt nach dem Buch gegriffen.

Inhalt:
Ein Berliner Polizist der durch seine private Flucht plötzlich in einer Mordermittlung als Verdächtiger gilt.
Ein Dorf voller skurriler Menschen, bei dem ein über Hundertjähriger auf unklare Weiße zu Tode kommt.
Alte Familiengeheimnisse um fehlende Väter.
Und eine Pop-Diva die aussteigen will und deren Beerdigung inszeniert wird.

All dies führt die unterschiedlicheten Personen in einem abgelegenen Tal in den Bergen zusammen.

Meine Meinung:
Ein Krimi vernab der modernen Städte, hier meint man, ist die Zeit noch stehen geblieben.
Doch mit dem Tod des alten Kroisleitner, dem "heimlichen" König des Dorfes, werden alle Strukturen aufgebrochen. Jeder kocht fortan sein eigenes Süppchen und Verdächtige sind relativ schnell zur Stelle.
Doch so einfach ist es dann doch nicht.
Der Einstig ist sehr humorvoll, alles wirkt so freundlich und vertraulich (ein bisschen Heimatidyll).
Dann kommt eine kurze Strecke die mir etwas zäh erscheint, als diese überwunden ist, wird es sehr spannend, turbulent und es gibt immer wieder neue Überraschungen.

Der Schreibstil ist flüssig und witzig.
Die Charakteres ind sehr bunt gemischt, von verwunderlich zu kindlich naiv, von altbacken bis modern. Viele konnte ich gut verstehen und nachvollziehen, andere blieben mir fremd und unverständlich. Von sympatisch bis unsympatisch, war alles dabei.

Die Ähnlichkeit oder Anspielungen auf Amy Winehouse sind natülich rein zufällig......

Autor:
Martin Schult, geb. 1967, studierte in Frankfurt und Berlin. Er arbeitet seit 2004 beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Er lebt mit seinr Familie in Berlin.

Mein Fazit:
Ein sehr turbulenter Krimi, in dem es sehr viele Handlungstränge gibt, die dann alle irgendwie zusammenkommen.
Ein Krimi den man vielleicht nicht so ernst nehmen sollte, der mich aber sehr gut unterhalten hat.
Von mir 4 Stern.